Normal oder Kaiserschnitt

Huhu. Es wird etwas länger.

Meine erste ss verlief bis 6 Wochen vor der Geburt entspannt. Dann kamen schmerzen die immer schlimmer wurden keiner wusste woher. Dann haben zwei Frauenärzte entschieden da stimmt was nicht er muss geholt werden 2 Tage vor et es war ein Kaiserschnitt mit Vollnarkose. Danach habe ich sehr darunter gelitten ihn nicht sofort gesehen zu haben sein Schrei nicht gehört zu haben ich hatte Post. Depression vier Jahre mit Therapie und Tabletten. Jetzt stellt sich die Frage wie es diesmal laufen soll. Meine Freunde und familie glauben dass es für mich besser wäre ein geplanten wachen Kaiserschnitt zu haben als wenn beim Versuch der normalen Geburt Komplikationen auftreten und die mich wieder ganz weghauen und ich dann wieder da stehe wie damals beim ersten. Ich habe vor diesem Risiko große Angst und glaube das ich dafür nicht stabil genug wäre das es mir wieder den Boden unter den Füßen weg reißen würde aber ich möchte eig auch gern eine normale Geburt erleben. Meine gute Freundin meint dazu das ich überlegen muss ob es das Risiko wert ist die ersten Jahre wieder so zu erleben wie beim ersten. Es waren Jahre die irgendwie nur verschwommen sind weil die Depression immer im Vordergrund stand. Ja und jetzt steh ich hier weiß nicht was ich tun soll

Was sagt denn dein Frauenarzt zu natürlicher Geburt?
Wenn Du das schaffst ist es sicher toll es natürlich zu bekommen, gerade mit deinen Vorerfahrungen. Ich hab auch mit Depris zu tun und kann dich daher gut verstehen.
Glaube du solltest viel darüber reden, vielleicht auch nochmal mit Fachleuten um deine Ängste zu reduzieren und dich nicht allzu sehr verrückt zu machen. Glaub fest daran das diesmal alles gut wird. Die Ärzte kennen ja sicher auch Deibe Vorgeschichte und werden versuchen das es anders läuft... Medizin ist ja auch immer mit jedem Jahr etwas weiter.

Wollte jetzt am Dienstag das Gespräch suchen mit dem Frauenarzt. Jedoch kann ich nicht da entbinden muss mit fremden Ärzten und fremden Krankenhaus entbinden weil wir hier erst 40 km weiter ne Entbindungstation haben also werd halt vorher sagen was gewesen is aber kennen tun wir uns nicht

Aus meiner Erfahrung bzgl. der Schmerzen und dem Erlebnis an sich immer Normal. Allerdings ist das auch eine Entscheidung aus jedes einzelnen.

Ich würde wie gesagt mit dem Frauenarzt reden und dann auch zum Geburtsgespräch in die Klinik (mit Arzt und Hebammen von dort). Es gibt ja verschiedene Situationen in denen eine normale Geburt zum KS wird. Und selbst wenn wird dann nicht zwangsläufig eine Vollnarkose gemacht.
Ich hatte nach drei Tage Einleitung einen KS mit Teilnarkose aber ich empfand es halt einfach als versagen bzw ungerecht dass ich drei Tage Wehen hatte und trotzdem ging es nicht und dann hatte ich nach dem KS noch Schmerzen. Dadurch konnte ich meine Tochter nicht so versorgen wie ich wollte. Die zweite Geburt war eine spontane normale Geburt. Ne ein Spaziergang ist das nicht von den Schmerzen und der Belastung aber es hat geklappt und danach gings mir super und ich war einfach Glück ohne wahnsinnige Schmerzen mit meinem Kind dagelegen.

Bin jetzt wieder schwanger und gerade im der 38ssw die Ärzte dachten die ganze Zeit der kleine könnte stecken bleiben deshalb KS ich habe gehofft und am Montag dann auch das Go bekommen die Werte sind gut und er ist nicht mehr extrem gewachsen sodass ich normal entbinden darf. Nun warte ich auf den Start. Klar zu nem KS kanns immer führen aber normal ist mir lieber ein Wunder dass man so nicht nochmal erleben darf (ausser bei der nächsten Geburt allerdings mir reichen drei Kinder :)).

Achso was ich noch sagen wollte im Gegenteil zum KS mit Vollnarkose ist das mit Teilnarkose schon deutlich besser mich schrecken die Schmerzen danach.

Gab es bei deinem ersten Kind denn ein medizinisches Problem, das wieder auftreten könnte? Also besteht realistisch die Gefahr, dass es wieder ein Notkaiserschnitt unter Vollnarkose wird?

Ansonsten würde ich es vaginal versuchen (wenn medizinisch nichts dagegen spricht, das können deine Ärzte sicher am besten einschätzen) und auch wenn es dann im Laufe der Geburt ein Kaiserschnitt werden würde, wird der ja meistens wach mit PDA gemacht. Ich bin überzeugt, dass dich eine vaginale Geburt mit den Erfahrungen deiner ersten Geburt versöhnen würde.

Nein er lag mit dem Kopf auf dem
Scharmbein und wäre gestorben aber das lag an der Position wie er lag muss nicht heißen das er am Ende auch so liegen wird

Ich werde meiner Therapeutin schreiben und nochmal mit meinem Frauenarzt sprechen. Ich denke auch das ich vllt durch ne normale Geburt mit dem ersten Kaiserschnitt im Frieden sein kann

Hm, schwierige Situation.
Ich habe meinen Sohn normal entbunden, es gab allerdings Komplikationen und ich war die erste Nacht getrennt von ihm. Zum Glück habe ich mich psychisch sehr sehr schnell wieder gefangen.
Nachdem du so lange an der letzten Geburt zu knabbern hattest, solltest du auf dein Bauchgefühl hören. Ich glaube, dass ich mich an deiner Stelle für einen geplanten Kaiserschnitt entscheiden würde.
Eine Bekannte von mir hatte bei der ersten Geburt einen Notkaiserschnitt. Vor der zweiten war sie guter Dinge und es kam wieder zu einem Notkaiserschnitt.
Was ich damit sagen will ist, dass in den meisten Fällen eine natürliche Geburt völlig normal verläuft aber doch ist es eine unberechenbare Angelegenheit.
Du musst das letztendlich allein entscheiden! Alles Gute!

Liebe Grüße

Nachtrag: ich selber würde trotz der schlimmen Komplikationen wieder auf natürlichem Weg entbinden.

In meinem Fall würde ich immer eine natürliche Geburt bevorzugen. Aufgrund deiner Vorgeschichte wäre es aber vlt klug, wenn du dich nicht nur mit deinem Frauenarzt besprichst, sondern auch deinen damaligen Therapeuten hinzuziehst. Wenn du gerne natürlich entbinden möchtest, gibt es sicher Wege, dich darauf vorzubereiten!

Ich würde auf jeden Fall zur Geburtsplanung in die Klinik gehen und das alles besprechen. Eine Sectio mit Vollnarkose ist relativ selten, die Wahrscheinlichkeit ist also gering, dass es dir nochmal passiert (sofern es keine physischen Gründe bei dir hat, aber scheint ja nicht so). Versuch es doch auf normalem Wege und halte dir die Option eines "normalen" Kaiserschnittes offen. Der geschieht in der Regel bei Bewusstsein, sodass du alles miterlebst. Ich würde nur aufpassen, dass man die natürliche Geburt nicht zu sehr idealisiert, damit du dann nicht ins nächste Loch fällst.

Bei deiner Vorgeschichte und bei deiner Labilität würde ich einen geplanten Kaiserschnitt machen. Am meisten macht dir ja, wie ich das verstanden habe, nicht der Kaiserschnitt an sich, sondern die Tatsache zu schaffen, dein Baby nicht gleich in den Arm und seine ersten Schreie gehört zu haben. Machst du einen geplanten Kaiserschnitt, kannst du dich darauf mental vorbereiten und du hast die größte Sicherheit, dass alles gut läuft und du dein Baby gleich bekommst und die ersten Schreie hörst. Es wäre deine 1. Spontangeburt, ich kenne 2 von 17, welche diese schön und erlebenswert empfunden haben, ich kenne die meisten mit Komplikationen und eine auch die ganz knapp gestorben wäre. Die meisten mit Komplikationen stecken das weg, ich weiß nicht, ob du das würdest. Im Schlimmsten Fall wiederholt sich alles, nicht so beim geplanten Kaiserschnitt. Also warum etwas riskieren?

Ja das ist genau das was auch mein Umfeld meint. Und ich Merk jetzt schon wie das Thema anfängt mich zu belasten weil ich einfach nicht weiß was die richtige Entscheidung ist

Die richtige Entscheidung ist, was dir dein Bauchgefühl sagt. Je mehr du darauf hörst, umso sicherer und wohler wirst du dich mit deiner Entscheidung fühlen.

Also gleich mal vorweg: auch bei einer natürlichen Geburt kannst du Depressionen bekommen. Mir passiert, 1. Jahr nur noch verschwommene Erinnerungen.
Bei deiner Vorgeschichte würde ich zum geplanten ks raten.

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