An die sportlichen Mamas: Thema Geburt

Hallo Mamis!

Ich stehe kurz vor der Geburt unseres ersten Kindes und mich interessiert schon seit längerem die Frage, ob man eine Geburt von Leistung/Ausdauer/Durchhaltevermögen/... mit einem sportlichen Wettkampf vergleichen kann?

Ich habe vor der Schwangerschaft hobbymäßig an einigen Wettkämpfen im Bereich Leichtathletik und Schwimmen teilgenommen und machte gelegentlich auch Kampfsport.

Ich bin dabei sehr oft an meine Grenzen gegangen, bis hin zu Erbrechen und Kreislauf Ausfall etc. Wer sich gerne sportlich an seine Grenzen treibt, weiß was ich meine :-p

Kann man diese Art eines Wettkampfes mit einer Geburt vergleichen? Und hattet ihr das Gefühl, ihr seid "besser" gerüstet aufgrund eurer sportlichen Erfahrungen?

Die nächste Frage ist nicht böse gemeint, aber hattet ihr das Gefühl, dass ihr die Geburt sogar "leichter" gemeistert habt, als so mancher verweichlichter Couchpotatoe?

Liebe Grüße #winke

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Verweichlichter Couchpotatoe #schock
Sehr sympathisch

Ich würde mich dann spontan eher dieser Kategorie zuordnen und hatte keine Probleme mit den Geburten. Weder was Ausdauer, noch was die Kraft anbelangt. Geburt ist kein Wettkampf!

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:-D Aaaah nicht böse sein

Deshalb hab ichs extra dazu gesagt :-p

Ich drücke mich da so extrem aus, damit man auch versteht was gemeint ist. #sorry

Siehst du dich denn selbst wirklich als verweichlichstes Couchpotatoe? :-p

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Unsportlich, nicht verweichlicht.

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Hihi, das hatte ich mich auch gefragt! Bin viel gelaufen und habe Hip Hop getanzt früher. Aber ganz ehrlich? Lieber laufe ich noch 5 mal den Big25 anstatt nochmal 26h Wehen zu haben :)
Dennoch war es super noch relativ fit zu sein! Ich konnte fast die ganz Zeit gehen oder stehen, da hilft Kondition. Und ich denke auch der Körper ist generell belastbarer, wenn er harte Arbeit gewohnt ist. Ich brauchte auch keine Schmerzmittel, da ich meinen Körper gut kenne und viel für Kopfsache halte!
Alles Gute für dich!

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Hallo

Also ich habe mir die Geburt wirklich viiiel schlimmer vorgestellt. Klar hatte ich schmerzen, konnte die Wehen aber super veratmen.
Ich finde man kann die Geburt nicht mit einem Wettkampf vergleichen, körperlich ist das nicht vergleichbar. Aber es braucht volle Konzentration, ich war in meinem ganzen Leben noch nie so auf eine Sache konzentriert, ich habe ringsum überhaupt nichts mehr wahrgenommen.

Ich wünsche dir alles Gute und eine tolle Geburt.

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Hallo,
als unsere Große 1992 zur Welt kam, hatte ich gerade 1,5 Jahre vorher meinen Leistungssport beendet. Mein stark trainierte Beckenboden machte es eigentlich schwieriger, Muttermund hatte auch zu kämpfen, Hebamme meinte damals, dass es durch den Sport sehr muskulös ist und fest.
Ich glaube, man kann es nicht mit Sport vergleichen. Die Wehen sind einzigartig und mit anderen Schmerzen nicht zu vergleichen.
14 Jahre später kam unser Nesthäkchen, ich jetzt völlig untrainiert und vierzig Jahre alt und hatte trotzdem das Gefühl, dass es einfacher war, wenn auch nicht kürzer.
Eine schöne Geburt und alles Gute

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Ja, das würde ich so unterschreiben!

Mein "durchtrainierter" beckenboden das definitiv ein Hindernis!

Geburt ist wirklich kein Wettkampf, für mich nicht vergleichbar....

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Also ich bin so ein Couchpotatoe, absolut unsportlich bis zum geht nicht mehr und hab auch etwas mehr auf den Hüften. Aber für mich war die Geburt sehr einfach und beinahe ein Spaziergang. Es kommt dabei nicht auf die Ausdauer an, sondern auf die Einstellung, Atmung und Konzentration. Wenn das stimmt, hat man mit großer Wahrscheinlichkeit eine einfache Geburt, egal wie sportlich oder unsportlich man ist ;-).

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Hi, das hab ich meine Hebamme gefragt, beim GVK.

Da ging es zwar nicht um Wettkämpfe aber das Thema war die Muskulatur des Beckenbodens. Ist dieser gut trainiert (also bei den sportlichen unter uns) kann beim ersten Kind die Geburt länger/schwieriger sein, da das Kind und die GM gegen diese Muskel anarbeiten müssen. ( Normal ist die Beckenbodenmuskulatur ja für "rein und nicht für raus" gedacht)

Da kann es die Fraktion couch potato, zu der ich dann wohl auch zähle, leichter haben :) ABER, der sportlichere Typ hat dafür mehr Ausdauer und jammert nicht so schnell "Ich kann nicht mehr", so jedenfalls meine Hebamme.
Dennoch ist das alles von soviel es Faktoren abhängig und jede Geburt wieder anderes, dass das zutreffen kann aber nicht muss. Wichtig ist Entspannung und möglichst keine Ängste.
Drin geblieben ist jedenfalls noch kein Baby, ob sportliche oder unsportliche Mama :)

In diesem Sinne, alles Gute für unsere Geburten ;)

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Hallo Schlafenderwolf,

gewisse Parallelen zwischen einem sportlichen Wettkampf und einer Geburt gibt es meiner Meinung schon, auch wenn vieles natürlich ganz anders ist. Keiner muss erst mal Leistungssportler werden, um eine Geburt gut zu schaffen, bitte nicht falsch verstehen. Und gleich dreimal geht es nicht um Bestzeiten oder "ich hab mein Kind aber im Kopfstand geboren/ so und so viel ausgehalten/...." #nanana #augen

Hier mal meine Einschätzung:
* Positive Anspannung/Freude auf den Tag X hin ist gleich, du weißt halt nur nicht wann der ist #rofl

* auch die Einstellung: ich weiß zwar nicht genau was alles passieren wird und wie lang es dauert, aber ich stelle mich der Herausforderung und traue mir das zu!
Die Zeitdauer liegt bei der Geburt natürlich viel weniger in deiner Hand oder lässt sich irgendwie abschätzen. Probelauf ist nicht möglich, du musst es nehmen wie es kommt.

* gute Vorbereitung ist bei beidem wichtig: auf physische Kraft kannst du zwar nicht trainieren, das macht deine Gebärmutter ohne dass du Einfluss hast, aber das Gegenteil kannst du schon trainieren, nämlich bewusste Entspannung des Beckenbodens, außerdem das ruhige und konzentrierte Atmen für die Wehen. Besonders wichtig und hilfreich finde ich die mentale Vorbereitung, z.B. mit Affirmationen für die Geburt, sich Bilder von öffnenden Blumen oder Kreisen "im Kopf bereit legen" oder auch die Vorstellung von einem Lieblingsort, wenn die Wehen mal zu intensiv werden und man eigentlich "nicht da" sein will ;-)

* auch gleich: ein gutes Support-Team hilft ungemein. Das ist halt nicht der Fan-Club, sondern dass du den Mensch, die bei der Geburt dabei sein werden vertrauen kannst und dich auch in deren Anwesenheit der Geburt hingeben kannst.

* Ausdauer finde ich auch wichtig für beides, ich schätze jemanden der vor/bis zur Geburt fit und aktiv ist, dem fällt es leichter während der gesamten Geburt aufrechte Haltungen einzunehmen (was die Geburt nachweislich erleichtert) oder die manchmal erforderlichen Turnübungen auszuführen, damit das Baby sich richtig durch den Geburtskanal schrauben kann.

* außerdem gleich: gute und bewusste Ernährung, damit sich der Körper in ausgeglichenem Zustand befindet, und auch während der Geburt genügend trinken oder auch essen, falls es nötig ist

* Ich denke jemand der Ausdauer-/Leistungssport betreibt oder betrieben hat, nimmt gewisse (Muskel)Schmerzen eher in Kauf, braucht also kein,weniger oder später Schmerzmittel, so dass der ganze Hormoncocktail eher in vollem Umfang durchlaufen kann. Man kennt seinen Körper sehr gut und traut ihm auch was zu ;-)
Außerdem weiß man: das Glücksgefühl hinter der Ziellinie ist, wenn man durch gehalten hat und es gut gelaufen ist, der HAMMER. Ich kann dir verraten, wenn es bei der Geburt einigermaßen gut läuft, dann schlägt der Glückshormonrausch ein wie BOMBE #huepf
bitte auch nicht zweifel, falls das ein bisschen dauert, das kommt nicht bei allen gleich schnell #liebdrueck

* großer Unterschied ist finde ich: gerade in der Eröffnungsphase kannst du nur mit deinem Körper mitgehen und versuchen möglichst zu entspannen, damit dein Körper freie Bahn hat. Aktiv steuern, ala meine Beine sollen jetzt so und so schnell laufen, dann schaff ich meine neue Bestzeit, funktioniert halt bei Muttermund und Gebärmutter nicht. Erst in der Austreibungsphase kannst du wieder aktiv werden.

* zu guter Letzt noch eine Gemeinsamkeit: auch mit optimalster Vorbereitung kann es zu einem Unfall bzw. Komplikationen kommen, sodass die Geburt eben nicht genau so läuft, wie du es dir ausgemalt hast, dann nicht zu sehr mit sich hadern, denn du hast sicher dein bestes gegeben!

So, damit wünsche ich dir alles Gute und eine schöne Geburt!

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Würde ich im Großen und Ganzen so unterschreiben :-)

Plus: man kennt seinen Körper. Und vertraut ihm, kennt seine Möglichkeiten und Grenzen - und lernt neue Möglichkeiten (und evtl. Grenzen) kennen unter der Geburt.
Und ich glaub schon, dass man gelernt hat, die Zähne zusammenzubeißen. Nicht nur bei Ausdauer, auch bei anderen Dingen - Sport ist immer Wiederholung. Noch 10 Wiederholungen. Dann noch 10. Dann 10 mit schwereren Gewichten. Dann noch 10. Und man zählt runter und macht...

(Ich war Leistungssportlerin, meine Geburten waren so easy, dass schon an meinem Schmerzempfinden gezweifelt wird.)

Trotzdem ist der Körper unter der Geburt ein anderer. Ein Glück! Ich bin außer ex-Leistungssportlerin auch chronisch krank. Und fürchtete sehr, dass es mir geht wie zB bei Magen-Darm-Beschwerden oder auch bei starken Menstruationsbeschwerden: dass man dann kraftlos ist. Dass ich friere, mir elend ist.
Die eine Geburt kündigte sich mit Übelkeit und Durchfall an, samt der Schwäche, die dazugehört; aber dann, bei der Geburt, war der Körper STARK und WARM, konzentriert und kraftvoll.

Hach, sehr schön war das immer :-D

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Ich finde schon, dass es damit viel zu tun hat. Man kann sich bei den Schmerzen denken "ok, jetzt habe ich ein paar Stunden Schmerzen. Ich weiß wofür die gut sind. Bisher habe ich alles geschafft, dann werde ich das hier auch schaffen.". Wer das im Sport kann, kann das bei der Geburt sicher auch.

Man kann sich auch denken "Oh Manno, tut das weh. F***. Ka****. So ein Mist. Warum habe ich solche Schmerzen, das ist ja nicht zum Aushalten. Kann mal jemand was tun? Ich will eine PDA".

Mit ersterer Einstellung geht es natürlich leichter und da ist es nciht verkehrt das im Sport schon regelmäßig geübt zu haben.

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Hallo,

ich bin ein verweichlichter Couchpotato.

Meine Kleine wurde innerhalb von 2 Std in einer Traumgeburt geboren, mit einer Größe von 56 cm, 4510 g und 37 cm Kopfumfang.

Ja, das war eine sportliche Leistung und da klopf ich mir heute noch auf die Schulter, weil es eben so toll war. Und ich habe nicht gekotzt, kein Wettkampfgedanke, sondern ich habe mir Ruhe Stille und Zeit (nach den ERöffungswehen habe ich 20 Min. gedöst) gegeben.

Theresa

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