Angst vor der Geburt

Hallo zusammen,
mittlerweile steht die Geburt bevor und ich habe echt Angst davor..

Ich lese sehr viel und habe oft gelesen das die Schmerzen ansatzweise "vergleichbar" mit kolikschmerzen sind. Da ich bis vor 3 Jahren monatlich und zum Schluss auch wöchentlich GallenKoliken hatte und ich merkte was das für Schmerzen sind,nimmt es mir etwas die Angst vor der Geburt. Aber,ist das wirklich so?

Ich wollte bewusst keinen Kaiserschnitt und habe so lange überlegt das jetzt wohl keine Zeit mehr zum anmelden bleibt und nur eine spontane Geburt in Frage kommt. Einerseits bin ich froh drüber da ich das erleben möchte aber ich habe Angst davor.

Da mein kleiner etwas zu leicht sein soll werden wir nicht über den et gehen. Ich wollte aber auf keinen Fall Einleiten,davon hab ich so viel schlechtes gehört..kann ich Anstatt Einleitung auch einen Kaiserschnitt "verlangen"?

Ich weis das die Schmerzen danach nicht ohne sind,ich habe damals als mir die gallenblase entfernt wurde auch Schmerzen gehabt aber diese würde ich lieber vorziehen da ich echt Angst davor habe..

Wie geht ihr mit der Angst um,sofern vorhanden?

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Ich kenne beides. Gallenkoliken von Kindheit an mit endoskopischer OP vor 15 Jahren und zweimal geburtsschmerzen bei spontanen Geburten vor 4 Jahren bzw. 12 Tagen.

Kolikschmerzen sind furchtbar, man fühlt sich außerdem krank und hofft nur, das es schnell vorbei ist. Wehenschmerzen können auch echt fies sein, aber man weiß, jede Wehe bringt einem das Baby näher und es gibt eine riesige Belohnung! Man kann Aktiv mit den Wehen arbeiten und natürlich gibt es bei Bedarf auch Schmerzmittel (hatte jetzt bei 5 Stunden Geburt keine). Nach der Geburt ist man i.d.R. Sofort wieder fit. Ein Kaiserschnitt ist eine richtig große Bauch OP und nicht zu vergleichen mit den heutigen Gallenblasen OPs. Ev. kann man das Baby zwei, drei Tage nicht selber versorgen und braucht auch Zuhause mehr Unterstützung. Die Narbe kann länger Probleme machen. Außerdem soll ein Kaiserschnitt nicht so super fürs Baby sein. Für mich also nur eine Alternative, wenn es medizinisch notwendig ist.

Sprich mit deinem FA und deiner Hebamme über deine Sorgen. Vielleicht hilft dir auch das geburtsvorbereitungsgespräch in der Klinik weiter.

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Hallo sadya

Ich antworte dir weil ich deine Angst sehr gut kenne. Ich hatte auch 2 spontangeburten, eine vor 3 jahren und eine vor 4 tagen. Bei beiden Geburten hatte ich Angst vor Schmerzen und Angst ob alles gut gehen würde und mittendrin hab ich mich immer gefragt warum ich mich nicht verdammt nochmal für Ks entschieden hab. Aber du wirst sehen, Die Geburt geht vorbei und mit einem mal sind alle Schmerzen weg. Da sind nur noch Glücksgefühle und man ist so schnell wieder fit und kann sich um das baby kümmern. Ich konnte nach 2 Stunden duschen gehen und ganz in ruhe und schmerzlos mit meinem baby kuscheln und stillen. Der ganze Schmerz war vergessen.

Ich würde es niemals anders machen und ich würde mich immer wieder für normale Geburt entscheiden.

Mach dir keine Gedanken und lass es einfach auf dich zukommen, jede Geburt ist anders, es muss nicht immer Horror sein.

Ich wünsch dir ganz viel Glück für die Geburt und eine wunderschöne Zeit mit deinem Schatz!

Lg honeybee <3

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Kuck doch mal ob es in deiner Nähe eine Doula gibt...!?

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hallo,

meine erste Geburt ging recht schnell, mein Muttermund öffnete sich sich 1,5 Std. von 2 auf 8cm. die öffnungswehen waren entsprechend heftig.

Mir hat sehr geholfen zu wissen, dass die wEhe eine Minute dauert, dann ist sie vorbei und sie ist nicht dauerhaft schmerzhaft, sondern beginnt langsam, dann hat sie ihren Höhepunkt und dan wird sie wieder schwächer.

Ich hab es mit nem zirkeltraining verglichen, bei dem man auch eine Minute eine Übung macht und am Ende echt "beissen" muss, um durchzuhalten aber jede Wehe die geschafft ist, kommt nicht wieder und bringt dich deinem Kind näher.

in der Pause waren keine Schmerzen bei mir, wirklichnur wenn eben eben die Wehe kam, ich fühlte micht wie nach nem Marathon, aber auch total stolz, dass ich das geschafft habe. Es ist halt meeega anstregend nd das atmen ist wichtig, aber es geht vorbei.

Vertraue Deinem Körper - ich denke ein gutes Körpergefühl hilft sehr dabei.

#winke Alles gute wünsche ich Dir #winke

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Ich habe mich damals normal belesen (also nicht verrückt gemacht), weil ich mir keine Angst machen wollte. Als es dann soweit war, war ich sehr positiv überrascht. Die Wehen waren super auszuhalten (haben sich angefühlt wie schlimme Menstruations-/Magenkrämpfe). Ich hatte auch Angst, dass bei mir eingeleitet werden muss. Ich hab mich dazu entschieden bis ET+11 mit der Einleitung zu warten (einleiten ist wirklich keine gute Idee). Sie kam dann ET+6 #verliebt Ich denke schon, dass du auf einen KS bestehen kannst, wenn du nicht einleiten lassen willst. Bei uns gibt es den "Kaiserschnittmittwoch" #rofl Ich würde dir übrigens empfehlen dich vorher anzumelden, damit du wenigstens den ganzen Papierkram schon erledigt hast. Ich bin ins Krankenhaus als meine Wehen drei Minuten auseinander waren, da hätte ich keinen Nerv mehr dafür gehabt #schwitz

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Weißt du, ich finde es schade, dass Geburt = (wahnsinnige) Schmerzen so extrem in den Köpfen drin steckt. Dadurch macht man sich dann vorher schon unnötig verrückt, wartet regelrecht auf den Schmerz, verkrampft vor Angst und hat dann mehr Schmerzen als eigentlich notwendig. Versuche doch einfach mal anders an das Thema Geburt ranzugehen. Klar, ganz schmerzfrei wird es nicht werden, aber wenn man bewusst locker rangeht und auch während der Geburt versucht sich zu lockern statt zu verkrampfen (nicht leicht aber machbar da reine Kopfsache) dann macht man es sich wesentlich leichter. Vergiss Geburt = Schmerzen und schwenke stattdessen lieber um auf Geburt = total süßes Baby zum knuddeln und schmusen.

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JA; es tut weh....aber wenn du dich verkrampfst tut es noch mehr weh. Ich habe mir durch diese dämlich Angst meine Geburt versaut und es wurde am Schluß ein KS. Prima dachte ich noch, du mußt das nicht bis zum Ende mitmachen. Tja, hatte leider nicht bedacht, was für eine große OP ein Kaiserschnitt eigentlich ist. Und wie lange es dauern kann, bis wirklich alles wieder gut ist.

Im nachhinein kann ich nur sagen, es war die Angst vor dem unbekannten Erlebnis. Bedenke, bei einem Kaiserschnitt werden die Bauchmuskeln durchtrennt. Und man kann Nerven durchtrennen (meinen großen Zeh spüre ich bis heute noch nicht wieder). 7 Monate war das Gebiet zwischen Bauchnabel und After komplett "Tod", erst dann kam so langsam das Gefühl wieder. Ja, auch beim Sex habe ich nichts mehr gespürt. Bis heute (2 Jahre später) kann ich keine enge Kleidung in der Nähe der Narbe ertragen. Ich konnte mich in den ersten Wochen um nichts wirklich kümmern.
Ich würde jeden Schmerz in Kauf nehmen um diese Zeit danach nicht noch einmal erleben zu müssen. Ja, meine Zeit danach ist eine Ausnahme.

Ich denke man hat in de rheutigen Zeit einfach zu viel über die Geburt gelesen....alles nur Theorie. So blöd es klingt, eigentlich kann man es mit einem Hausbau vergleichen: du rackerst dir die Finger wund, hast Schmerzen überall, mittendrin denkst an Flucht und was du dir da für einen Scheiß antust, das Gefühl man wird nie fertig.....und dann sitzt du entspannt auf deinem Sofa in deinem eigenen Haus und platzt vor Stolz, hast alle Schmerzen vergessen und bist einfach nur noch glücklich.
Laß es einfach auf dich zukommen, schieb die Kreißsaaltür auf und sage voller stolz: "Hallo, ich bin hier um mein Kind zu bekommen, mein Körper und mein Baby machen das schon!"
Alles Gute.

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Ich glaube ja, dass du was Schmerzen angeht mit einer normalen Geburt besser bedient bist als mit einem Kaiserschnitt. Denn wenn das Baby dann da ist, sind die Schmerzen (abgesehen von Nachwehen) vorbei und du kannst dein Kind genießen.

An so ner Kaiserschnittnarbe hast du dagegen noch eine ganze Weile "deinen Spaß".

Nach meiner zweiten Geburt war eine Frau mit mir im Zimmer, die einen (Not)Kaiserschnitt gehabt hatte. Boah, tat die mir leid! Was für eine Quälerei, vor allem als am Tag nach der Entbindung eine Pysiotherapeutin kam, und sie auf die Beine brachte! Grausam! Es war mir wirklich vollkommen schleierhaft wie irgendjemand auf die Idee kommen kann sich sowas freiwillig anzutun!

Also aus dieser Erfahrung würde ich sagen: tu dir bloß keinen Kaiserschnitt an, wenn es nicht sein muss!

Viele Grüße

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Nimm auf jeden Fall die spontane Geburt. Lies dir alles zu einem KS durch...Ich hatte das auch überlegt, aber einen Katheder legen lassen, noch etwas länger im Aufwachraum liegen (OHNE Baby), danach die Schmerzen. Ne Danke! Bei einer Freundin hat das Bonding dann der Mann gemacht und das war so traumhaft, das würde ICH mir nicht entgehen lassen.

Ich wurde 2 Tage eingeleitet, 12 Tage über Termin. Ja, das war Mist, aber nur, weil ich nervlich so angespannt war. Du kannst gerne mal meinen Geburtsbericht mit Einleitung lesen. Ich würd es trotzdem immer wieder so machen! Wir sind Frauen, hart im Nehmen :-p und es lohnt sich soo sooo sehr! Der Moment der Geburt ist, glaub ich, das Schönste, was FRAU im Leben erleben kann #verliebt#verliebt

Hier ist mein Geburtsbericht: http://www.urbia.de/forum/43-geburtsberichte/4601936-2-tage-einleitung-und-trotzdem-der-wahnsinn-3-lang

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Also das mit dem Kaiserschnitt hat sich erledigt.
Ich war die Woche wieder zur Kontrolle und werde spätestens am et(7.7) eingeleitet da der kleine zu dünn ist.
Bis jetzt bin ich noch relativ entspannt und hoffe das es doch noch davor los geht aber von Tag zu Tag schwindet die Hoffnung und die Angst kommt immer mehr :/
Ich lese zwar immer das man daran denken soll,dass jede wehen einem das Baby näher bringt..ich hoffe das hilft mir auch bei der Geburt :)

Werde mir deinen Bericht gleich durchlesen,vielen Dank!

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