entbindung mit und ohne PDA/wehen

Hallo,

ich habe das gefühl, dass niemand mehr ohne PDA auskommt. Was schätzt ihr wieviel Prozent der Frauen wirklich eine PDA benötigen/nutzen?

Ist es wirklich ohne PDA so sehr unerträglich?

ich bin jetzt in der 37. ssw und hatte bis jetzt fast keine spürbaren wehen. ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen, dass die richtigen wehen so von heut auf morgen beginnen. ich stelle mir das eher so vor, dass man vorher einige tage leichtere wehen hat und dann kommt halt DER tag.....
oder ist das die regel, dass es so plötzlich kommt?

und noch ne doofe frage: wenn die geburt kurz bevorsteht und die wehen da sind, sind dann die kinder noch aktiv? wie sind sie eigentlich während des geburtsvorganges?


wünsch euch einen schönen abend

meib 36+0

1

Bei mir ging die Geburt mit `ner geplatzten Fruchtblase, aber ohne Wehen los. Das Ganze leider auch noch nachts, nach einem mega-anstrengenden Tag.
Wir sind also ohne vorher geschlafen zu haben ins Krankenhaus gefahren und die Geburt zog sich hin.
Bis 8 cm Muttermundöffnung habe ich es relativ gut ausgehalten, dann ging bei mir aber gar nichts mehr, ich war einfach nur noch müde und erschöpft.
Dank der PDA konnte ich noch ein wenig schlafen und Kraft sammeln, ohne hätte ich vermutlich gar nicht mehr mitarbeiten können.

Meiner Meinung nach sollte man möglichst offen an die ganze Geburt gehen und sich nicht vorher schon groß Gedanken machen, was alles sein oder nicht sein kann.
Wenn Du die Wehen gut aushältst, dann bring Dein Kind so auf die Welt, wenn Du merkst, dass die Kraft nicht mehr reicht oder die Schmerzen zu stark werden, dann nimm ein Schmerzmittel oder eine PDA.

2

huhu,
fakt ist das nur 6% aller geburten ohne interventionen auskommen. dabei sind aber auch die zb mit erfasst die "nur" einen venenzugang o dammschnitt haben. in einer hebammenfachzeitung habe ich gelesen das die pda-rate wohl auch so um die 25%liegt (bei allen vaginalgeburten).

keine ahnung. ich habe beide kinder zu hause geboren, ohne pda (...und auch ohne orden...) ich will einfach nicht das mir jemand im rückenmark rumrührt u habe extreme angst vor spritzen.

letztendlich ist die pda ja ne tolle sache. wenn die geburt wirklich schwerwiegend (von außen betrachtet) läuft. für einen ks oder andere op´s. aber eine geburt ist nu mal kein frühlingsspaziergang, aber die medizin verspricht das ja scheinbar u bei manchen geht das wohl auch auf. aber es gibt ja durchaus bekannte nebenwirkungen. und mich hat die tatsache noch extra abgeschreckt das im tierversuch (ratten, schafe) die mit pda geboren hatten, ganz schlechte bzw keine bindung zum baby stattgefunden hat. klar, wir sind keine ratten u schafe. und ich will den frauen die mit pda geboren ahben, ihr liebe u bindung zum kind nicht absprechen. aber für mich war, auch durch solche ergebnisse klar, das ich keine pda haben will.

ich dachte auch immer die wehen ziehen so ringsum den bauch. pustekuchen. bei mir waren es wie nierenschmerzen und irgendwann ein druck richtung mumu u scheide.

ich habe beide male meine kinder nicht mehr gespürt, weil ich mit mir u den schmerzen so beschäftigt war. nur beim zweiten, als der kopf geboren war, habe ich gemerkt wie sie sich gedreht u mit den füßen abgestoßen hat - dann war sie geboren. ein komisches und eindrucksvolles gefühl.

lg

4

Hatte vorher auch irre Angst vor dieser PDA es gibt allerdings Momente, so war es bei mir da will man nur noch Hilfe. Und dafür ist diese Möglichkeit gut.

6

...auf jeden fall.
beim zweiten kind habe ich immer mal auf die uhr gesehen u für mich gedacht: so, jetzt ist der moment gekommen, wo ich im kh nach der pda verlangen würde;-) man sollte sich aber nicht nur im vorfeld darüber gedanke machen ob ja o nein, sondern sich genauestens informieren, über nebenwirkungen, deren häufigkeit uä. vor allem meine 1.geburt war kein zuckerschlecken u auch recht lange, aber es kam mir nie in den sinn ins kh zu wollen bzw eine pda oä.
ich bin der meinung das eine kontinuierliche betreuung durch eine gute hebamme, weniger einleitungen und viel zuspruch sich positiv auswirken u in etlichen fällen eine pda überflüssig machen würden, da fehlts aber leider vielen kh´s.
lg

3

wie blumella schon sagte bevor gar nichts mehr geht lieber ne PDA oder ähnlich gute Schmerzmittel.
Meine erste Geburt zog sich samt Wehen über 48 Stunden hin und hätte ich keine PDA bekommen wäre ich zusammen gebrochen. Denn für eine Geburt sollte man schon ziemlich fit sein. Iczh habe in der Zeit GAR NICHT geschlafen und mir war nacher scheiss egal was noch passiert. Durch die PDA konnte ich wieder mitarnbeiten und meinen großen dann auch relativ schnell gebären. Habe allerdings nur ne lweichte Einstellung gahabt so dass ich trotzdem dachte jeden Moment platzen zu müssen.

Mein kleiner kam nach 3,5 Stunden mit ganz leichtem Schmerzmittel zur Welt war ein tolles Erlebnis aber auch echt schmerzhaft dennoch war ich froh ihn ohne PDA bekommen zu können.

Im Vergleich kann ich nur sagen konnte die Geburt meines Kleinen gut durchhalten und xdie Wehern verarbeiten (schmerzen blieben es trozdem) allerdings war ich jetzt auch "erfahrener" so blöd es sich anhört. Die Geburt meines Großen war furchtbar und ich bin dankbar für die Mittel die es heute gibt.

Macht euch vorher nicht zu doll nen Kopf es passiert eh was passieren soll, dass kann man nicht beeinflussen und schämen muß sich wegen ner PDA keiner. Allerdings rate ich von einer PDA im Vorhinein (weil Angst usw) ab denn wir sollen diesen Weg nicht ohne Grund gehen!

5

Hallo,

also ich wollte keine PDA und hab auch keine gebraucht, ich hab beide Kinder ohne PDA entbunden und würde es immer wieder so machen..

Klar tut es weh, aber ich bin mir sicher es gibt schlimmeres...

Aber ich muss auch sagen, dass ich zwei sehr schnelle Geburten hatte und somit die Zeit wo man extreme Schmerzen hat wirklich nicht lang war...
Meine erste Geburt hat 4,5 Stunden gedauert und die zweite knapp unter 3 Stunden...und wirklich schlimm waren nur die letzten 20 Minuten...da hätte die PDA eh keinen Sinn mehr gemacht...

Ich bin der Meinung eine PDA kann ein Segen sein, wenn eine Geburt lange und schmerzhaft ist, aber wenn alles relativ schnell geht, der Muttermund super aufgeht, dann ist doch fast alles vorbei bevor es anfängt.

Ich kam, Gott sei dank bei beiden Geburten nicht auf die Idee, nun doch eine PDA zu wollen, hab es aber nicht ausgeschlossen im Vorfeld, aber wie gesagt, es war zu keinem Zeitpunkt so, dass ich es nicht mehr ausgehalten hätte...

Bei meiner 1. Geburt ging es mit Blasensprung los und ich hatte sofort heftige Wehen schon alle 4-5 min. Da gab es keine Vorwarnzeit. Ich hatte auch keine Senkwehen oder ähnliches.

Bei der 2. Geburt hatte ich schon vorzeitige Wehen und auch schon einige Tage so vor mich hin geweht...aber als die Wehen dann regelmäßig gekommen sind, gings trotzdem recht schnell..
Also es kann plötzlich losgehen oder auch langsam, da steckst Du leider nicht drin....

Unter der Geburt hat ich meine Babys nicht gespürt, hab aber auch nicht drauf geachtet...

LG Maylu mit Tom (*12.11.10)

7

Hallo,

also ich hatte keine PDA und habe während der Geburt auch nicht darüber nachgedacht. Vermisst habe ich sie nicht.

Ich habe allerdings im Vorfeld schon ein Formular für die PDA ausgefüllt gehabt, eben weil ich auch nicht wusste, was da auf mich zukommt.

Da es bei mir eine Einleitung wurde, hatte ich von Anfang an starke Wehen. Vorwehen hatte ich nicht eine einzige.

LG Mona

8

Hallo

mal von der Idealsituation ausgeganegn (ruhige, vertraute Umgebung in der Frau sich sicher fühlt und eine Position einnehmen darf die ihr gut tut, in der sie sich durch nichts bedrängt und gestört fühlt, in der ihr niemand vorschriebt wann sie wie zu atmen hat, niemand Medikamnete verabreicht die den geburtsverlauf beeinflussen,...) brauchen die wenigsten Frauen eine PDA, weil der Körper dann in aller Ruhe ein Instinktives udn seit ewigkeiten bewährtes Geburtsprogramm abspielt. Tatsache ist aber leider dass sowas in den wenigsten Kliniken möglich ist.
Da soll Frau sich dann zum CTG schrieben hinlegen, es wird schnell mal die Fruchtblase aufgestochen damit es endlich vorangeht nochmal schnell neen Wehentropf angeschlossen, es steckt immer mal wieder jemand den Kopf zur Tür und die Finger zum Mumu rein, nur um mal zu gucken,... Das ist eine Situation die die Natur für Geburten so nicht vorgesehen hat, die Frau verkrampft oder bekommt Angst und die Schmerzen werden immer schlimmer.

Auch wenn es wirklich eine Blöde Aussage ist, aber wenn es richtige Wehen sind, dann merkt man das. Die sind schon was anderes als Senk- oder Übungswehen und die können tatsächlich von jetzt auf gleich kommen.

Was die Aktivität angeht, in der Regel werden die Babys ruhiger, wenn die Geburt kurz bevorsteht. Es gibt aber auch welche die noch unter Geburtswehen mega aktiv sind. Meien Tochter war soeine, die noch bei Mumu öffnung von 7 cm und nach 10 Stunden Wehen so geturnt hat, dass an ein auswertbares CTG nicht zu denken war.

LG
qrupa

9

Ich wollte eine aber der erste Versuch saß nicht im Rückenmark und hat nicht gewirkt, und für einen zweiten war es zu spät. Habe es dann auch ohne geschafft.

Ich hatte vorher überhaupt keine Wehen. Auch keine Übungs- oder Senkwehen. 3-4 Stunden nach dem Blasensprung ging es dann von jetzt auf gleich richtig los, fast ohne Pause dawischen. Dafür ging die Geburt aber schnell.

10

Also ich kann dir von mir berichten wie es bei mir war.

Ich habe bis 40+2 keine einzige Wehe verspürt, absolut gar nichts.

Dann bei 40+2 habe ich einen plötzlichen Stich im Unterleib verspürt, ca. 30 minuten später habe ich dann von jetzt auf gleich ziemlich extreme Wehen bekommen in 3 Minuten Abständen #schock. Im KH angekommen (wieder 30 minuten später) hatte ich schon alle 2 Minuten Wehen, wieder 30 minuten später dann jede Minute.
Ich hatte überhaupt keine Verschnaufpausen gehabt und habe die PDA verlangt.

Es ist mein erstes Kind und ich habe ab Beginn der Wehen bis zur Entbindung nur 6 Stunden gebraucht.

Ohne PDA hätte ich es nicht ausgehalten .

LG
Amela mit Vedad

11

Hallo!
Ich hab mein Kind bei 36+3 nach vorzeitigem Blasensprung bekommen, Wehen wurden durch Cytotec ausgelöst (und haben dann von allein funktioniert).
Ich hatte eine rasante Geburt, Wehensturm, sicher nicht schmerzlos, aber ich konnte konzentriert atmen - die Schmerzen waren ganz ANDERS und an anderen Stellen als erwartet, aber ich hatte ne ganz gute Technik, damit klarzukommen. Pausen zwischen den Wehen wären ganz gut gewesen, aber ich war so froh, dass ich Wehen bekommen hatte, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, Schmerzmittel oder PDA zu wollen. Die GANZE Geburt von der 1. Wehe bis Kind dauerte 2,5 Stunden, ohne PDA, ohne andere Schmerzmittel, ohne Schreien (mit Stöhnen) - aber mit Dammschnitt. (AUA.)
Ich bin kein PDA-Dogmatiker. Da ich das 1. Kind ohne PDA bekommen habe und es eine sehr leichte Geburt war (trotz Dickschädel bei meinem Frühchen, 37 cm KU), kann ich mir das auch für ein 2. gut vorstellen. Aber: PDA kann sicher Segen sein (zum Entspannen, Erholen, um nicht Gegenzukrampfen... und damit auch geburtsfördernd, nicht nur "erleichternd" was die Schmerzen angeht) und würde sie nie prinzipiell ablehnen! Ich bin nicht heldenhafter oder bessere Mami, weil ich mein Kind ohne bekommen habe, es hat sich halt einfach so ergeben und ging so. Kann schon bei mir selbst bei einer anderen Geburt anders aussehen :-)

Ob die Kinder noch aktiv sind: Sehr unterschiedlich. Meins war nach dem Blasensprung noch aktiv, unter den Wehen kann ich mich nicht erinnern. Ich kenn aber eins, dass sich in der Austreibungsphase noch mal gedreht hat... #augen #schwitz Gibts alles... aber i.d.R. halten sie dann ruhig bzw. rutschen in Position.
Alles Gute,
Perlita

12

Ach ja, hatte vor dem Blasensprung auch keine einzige Übungs- oder sonstwas-Wehe.
Aber zwischen Wehe 1 und 2 lagen dann 2 Minuten, zwischen 2 und 3 noch 1 Minute, dabei blieb es, und ich hab es - war schon in der Klinik - schon nur mit Veratmen-Pausen auf dem Gang bis zum Schwesternzimmer geschafft und da vorbildlich vor der Belegschaft Wehen veratmet, als ich eigentlich nur mitteilen wollte, dass das Medikament jetzt anschlägt. Ich sollte dann 15 min später in den Kreißsaal zum CTG und bin genau einmal zum Zimmer und dann gleich wieder zurück Richtung Kreißsaal. Ich war trotz 1. Kind und gerade mal 15-20 min Wehenerfahrung sicher, dass das jetzt besser wäre :-) Da habe ich aber trotzdem noch mit 12-20 Stunden gerechnet, nicht mit 2.
Ich konnte mich dann zum CTG schon nicht mehr hinlegen (und musste auch nicht, eine andere Beiträgerin schreibt zum "Umfeld": Es war Klinik, aber für mich perfekt, ich hab mich sicher und bestens aufgehoben gefühlt, und als ich den CTG-Gurt nicht mehr aushielt, hat der Arzt ihn mir selbst an den Bauch gehalten, ohne Gummigurt... ich hatte das Gefühl, wir waren ein perfektes Team, Arzt, Hebamme und ich.)

Alles Gute! Und hach... ich fands toll.. ...

13

Hallo meib,

meine 3 Kinder habe ich alle OHNE PDA oder jeglicher Intervention geboren.

2 Kinder wurden zuhause geboren und mein 24 Ssw Frühchen auf natürlichem Wege im KH.
Die seelischen Schmerzen die ich während meiner Frühchengeburt hatte, waren unerträglich.
Und das alleine Rumliegen im KH Zimmer während der Wehen mit der Todesangst um mein Kind empfand ich als äusserst schlimm.
Die Wehen die ich allerdings bei meinen Hausgeburten hatte, waren zwar schmerzhaft, aber an PDA dachte ich nie.

Mein 1.Kind stiess sich während der Presswehen an der Gebärmutterwand ab.
Mein 2. Kind (Frühchen) war still.
Mein 3.Kind bewegte sich als der Kopf geboren war#schwitz. Das fand ich schaurich.

LG, belala

Top Diskussionen anzeigen