Keine Milch *heul*

Ich wusste vorher, dass meine Mutter bei allen vier Kindern nicht viel Milch hatte. Aber nach dem was sie erzählte, wie sie damals uns Kinder nur im 4-Stunden-Takt bekam zum Füttern dachte ich, lag sicher da dran. Man liest ja brav das Stillbuch und informiert sich.
Jedenfalls bin ich total positiv da dran. Leider war die Geburt etwas problematisch, Jonah musste mit der Saugglocke geholt werden und ich hatte keine Presswehen...na ja.

Nach der Geburt war er total schlapp. Beim Anlegen zog er dreimal, dann gab er auf. Das haben wir im Krankenhaus tagelang probiert, dazu kam eine Schlupfwarze die fast nur mit Stillhütchen zu fassen war für ihn.
Aber es kam keine Milch. Der von allen prophzeite Milcheinschuß blieb aus. Bis gestern konnte ich der Milchbar maximal 10ml pro Seite und abpumpen entlocken.
In Absprache mit der Hebamme habe ich heulend aufgegeben. Die Brust ist nach wie vor schlabberweich und wenn man sie ausstreicht kommt ein schwaches Tröpfchen.

Ging das jemand auch so? Heule grad schon wieder...irgendwie ging so alles schief was schief gehen konnte bisher.
Nun sagte mir meine Tante, sie habe ihre drei Kinder auch nicht stillen können mit dem gleichen Problem.
Ein klein wenig tröstet mich das, aber irgendwie fühlt man sich halt total schlecht. Mein Kleiner mag die Milch auch nicht. Abgepumpt die wir aus der Flasche gegeben haben hat er gewürgt und überwiegend wieder ausgespuckt...

Sorry für das lange #bla aber ich musst mir grad mal irgendwo ausheulen.

Leonie mit Jonah im Arm (8Tage)

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Hallo mir ging es auch so ich hatte nach 27 stunden wehen einen not kaiserschnitt .Dann habe ich zwei wochen immer angelegt und es war leider nicht genug milch da.nach 6 stunden hatte ich sag und schreibe 75 ml.habe nach einer woche auch zugefüttert weil meine kleine zu dünn geworden ist.Ich fühlte mich so scheiße erst hat die gebort nicht geklappt und dann keine milch#.
Aber jetzt geht es und ich habe mich damit abgefunden und die praktische seite am fläschen geben gefunden#freu.

Hoffe das es dir bald besser geht und glaub mir fläschen geben ist praktischer als brust.

ciao und ganz viel spaß mit deiner kleinen maus.

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Hallo!
Danke für den Zuspruch. Die Maus ist übrigens ein Mäuserich *ggg*!
Heute gehts langsam...finde mich halt damit ab. Ich denk mit Gewalt oder Medis lässt es sich auch nicht erzwingen.
Und praktisch im Sinne von mal weggehen könnte es auch sein...ja.
Das Wichtigste ist, dass Jonah viel ruhiger und zufriedener wirkt, seit ich nicht mehr hadere...denke, der hat das auch gemerkt.
LG
Leonie

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Hi Leonie,

Mensch, das scheint dich ja wirklich sehr mitzunehmen.

Ich kann dir leider nur berichten, dass mein Sohn die ersten 5 Tage auch fast nicht getrunken hat (war ein Kreislauf: er saugte nur kurz und leicht .. kam nix ... also hat er keine Lust zum Saugen .. als wurde der Milchspendereflex nicht ausgelöst ....) Glücklicherweise hatte ich dann am 6 Tag doch noch einen Milcheinschuss und dann ging es.

Ich an deiner Stelle würde mich jetzt nicht fertig machen, weil es mit dem Stillen nicht klappt. Es wird kein Orden für unberechtigte Selbstvorwürfe vergeben und vorallem es nützt doch auch nichts!!!! Davon kommt die Milch auch nicht.

Halte dir vor Augen, was du schon alles geschaffst hast: du allein als Mama hast die letzten 40 Wochen dieses Menschlein wachsen und gedeih'n lassen, DU!!! ganz allein. Das ist ein Wunder über das du dich freuen solltest. Es gibt nun mal Frauen, die können nicht stillen, das mag im ersten Moment für dich bitter sein (aber wenn du familiär vorbelastet bist, ist es wohl auch nicht ganz ungewöhnlich oder?)

Du liebst dein Kind und dein Jonah liebt dich, das ist wichtig und nicht, ob die Milch aus der Brust oder der Flasche kommt.

#liebdrueck

Ilka

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Hallo Ilka!
Vielen lieben Dank! Eure Beiträge haben mir sehr geholfen.
Ich denke, die Stillgruppen oder -beratungen helfen auch nicht. Habe eine gute Hebamme, die auch absoluter Verfechter des Stillens ist. Sie hat gute Ideen und Hilfen, aber es half nichts. Sie hat schon zwei Tage vorher vorsichtig angedeutet, dass ich mich nicht unter Stress setzen soll...ich denke, sie hat es da schon befürchtet.
Habe auch das tolle Stillbuch in der Schwangerschaft ausgiebig gelesen und mich halt auch deshalb sehr drauf gefreut und war so voller Zuversicht...
Leonie

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Danke Euch für die lieben Worte...
natürlich gibt es ganz viele "positive" Seiten...ich kann viel früher wieder mal ausreiten gehen, auch mal alleine auf eine Veranstaltung, weil mein Mann Flasche geben kann und so weiter. Da hat mir die Hebamme gestern auch schon alles gesagt und ich versuche mich die ganze Zeit da drüber zu "freuen".
Denke, das dauert noch ein paar Tage...lege meinen Schatz halt jetzt so mit dem Gesicht an die Brust, dass er kuscheln kann...gefällt ihm gut.
Leonie

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Ich konnte meinen Kleinen auch nur unter größten Anstrengungen und dann auch nur teilweise stillen. Ich habe das trotzdem 3 Monate gemacht. 1 Jahr nach seiner Geburt wurde bei mir dann eine Brustdrüsenschwäche diagnostiziert. Beide Brüste bringen es eben nur auf 30%. Das ist eindeutig zu wenig, um ein Kind zu ernähren. Aber jetzt weiß ich wenigstens, dass ich nicht zu "blöd" dazu war. Dank Hipp & Co. ist mein Kleiner auch so "groß" geworden. Die Muttermilch/Flaschenmilch - zeit ist jetzt zum Glück vorbei.
Wenn du es trotzdem weiter versuchen willst, dann trinke viel Wasser, Stilltee und Malzbier. Außerdem hilft es auch vor dem Stillen die Brust irgendwie warm zu machen (z.B. warm abduschen oder generell gut einpacken). Zusätzlich kannst du nach jedem Stilldurchgang noch deine Brüste mit Stillöl einmassieren.

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Hallo Kati,

wie wurde diese Schwäche festgestellt? Würde mich auch interessieren.

LG
Leonie

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Hallo Leonie,

ja mir ging geht es ähnlich,
Meine Geschichte:

Ich hatte mich schon total aufs Stillen gefreut.

Tobias kam 3 Wochen zu früh und hatte es sehr eilig. Leider ist er steckengeblieben und musste mit der Saugglocke rausgeholt werden. Danach war er sehr schwach und schläfrig, was noch dadurch verstärkt wurde, dass er gelb war.
An der Brust ist er immer eingeschlafen und wir haben ihn nach wenigen Tagen kaum noch wach bekommen - noch nichtmal zum trinken.
Nachwiegen und abpumpen ergab dann eine ausbeute von GAR NICHTS. Kein Wunder also, dass er einschläft.

Von Milcheinschuß keine spur. Ich also zum Anregen abgepumpt, ihn wenn wach trotzdem angelegt und dann die Flasche gegeben. Er wäre fast verhungert, ohne flasche, und ich hab noch heute ein schlechtes Gewissen deshalb.

Zuhause dann gings so weiter Kind anlegen und dann die Flasche.
Zusätzlich habe ich sehr häufig abgepumt umdie Produktion noch anzuregen.
Homöopathie, Ruhe, Akupunktur, Stilltee, Malzbier... Alles ohne Erfolg.

Jetzt ist er 3 Monate alt und wir haben bisher so durchgehalten. Die Milchmenge hatsich auf unglaubliche 40-50ml (beide Seiten zusammen) gesteigert und ohne Flasche geht fast nie.

Aber trotzdem genießen wir mittlerweile das vorherige Stillen. Es ist schade, dass es nicht ohne Flasche geht und es ist viel Arbeit mehrgleisig zu fahren, aber mir ist es das wert.
Ich bin mittlerweile froh, dass mein kleiner überaupt etwas Muttermilch bekommt und ein sattes und zufriedenes Kind geworden ist.

Ich würd es noch ne Weile weiter versuchen Jonah an die Brust zu bekommen. Vielleicht klappt es ja bei euch.
Aber vor allem darfst du dich nicht unter Druck setzen!
Ich hate zwischendurch Tage wo ich nur heulen konnte. Schlechte Mutter, weil ich mein Kind nicht ernähren kann und solcher Blödsinni ging mi durch den Kopf. Dann wurde meine Milchmenge sofort noch weniger.

Wichtig ist: es ist gut und richtig so, wie ihr euch wohl fühlt!

LG
Regengucker

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...deine Geburt war wie meine...stecken geblieben, Saugglocke, schwach und müde, dann gelb...bis hin zur Fototherapie und Zufütterung, weil er unter den Grenzwert mit dem Gewicht ging. Das arme Kind ist mir an der Brust schier verhungert.
Mehrgleisig fahren packe ich nicht. Schaffe es so kaum, die Runde zu kriegen, geschweige denn regelmäßig selbst zu essen...vergesse es schlicht. Klar, ist für die Milchbildung auch nicht so gut, aber vorher im KKH wars ja auch schon so.
Ein wenig erleichtert fühle ich mich schon mit der Entscheidung, schäme mich halt auch dabei, weil ich denke, ich gebe zu früh auf. Einfach alles vertrackt...
LG
Leonie

6

Hallo Leonie....

vielleicht kann dir hier eine der Stillberaterinnen doch noch helfen..

http://stillclub.org

Wenn du wirklich stillen willst, kann man da auch medikamentös im schlimmsten Falle noch was machen...

Ansonsten werden Kinder auch mit der liebevoll gefütterten Flasche groß...

Übrigens hatte ich beim ersten Kind erst am 10 Tag meinem Milcheinschuss...vorher hatte er einfach zu wenig gesaugt..
Er hat auch viel abgenommen und nur dank meiner im Stillen sehr versierten hebamme, die sich viel Mühe gab, konnte ich dann doch noch stillen - es war ein anfänglicher Kamp!

Stillhütchen vermindern übrigens bei vielen Frauen die Milchmenge , das Kind kann gerade in den ersten tagen oft nichtmal den Milchspendereflex auslösen...

lg

melanie mit mittlerweile 3 gestillten Kinder

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Danke Melanie!
Ich habe mich entschieden. Wenn es schon Medis bräuchte, um das hin zu bekommen, dann will ich das nicht.
Es war ein täglicher Kampf, da er die Brust ja garnicht wollte und sich weggewunden und gewehrt hat. Vom ersten Tag an...mehr als dreimal Ziehen am Stück war bis auf einmal nie. Dann ließ er los, nahm sie vielleicht noch drei oder viermal und fing immer mehr an zu toben und sich zu winden. Ein einziges Mal hat er eine Seite 10 Minuten durchgehalten und ich dachte, das ist der Durchbruch und hab mich so gefreut...aber bereits beim nächsten Mal war es wieder wie vorher...
LG
Leonie

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hi wenn es dir so wichtig ist wende dich ganz dringend an
www.lalecheliga.de
die helfen dir super

die beraterin hat bei mir alles gegeben. leider hab ich nach drei monaten nicht mehr die ausdauer gehabt ständig nachzupumpen da es einfach nicht mehr wurde.
denke nach 8 tagen kann man vielleicht noch was machen

und wenn nicht..halb so wild...
habe mich damals auch zu sehr unter druck gesetzt und war so gewillt dass es klappt. am ende war es nur noch stress. ...mittlerweile hab ich mich damit abgefunden und
bei dem nächsten Grümel(wird ziemlich sicher auch ein Jonah:-)) werd ich es versuchen aber wenn es nicht geht dann akzeptiere ich es und geb die flasche

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Hallo zusammen,
es tut so gut, diesen Thread zu lesen!
Ich bin selbst auch nicht der "Typ Milchkuh", und kann die Frauen nur beneiden, bei denen die Milch nur so sprudelt. Und dann immer das Geschwaetz von manchen Hebis "Jede Frau kann stillen" - blablabla.
Ich stille teilweise und fütter zu, und es geht uns allen gut dabei.
Und wie wohltuend, dass man mit diesem Problem nicht allein ist! Jetzt gehe ich mit gutem Gefühl ins Bett. Schlaft gut!
J.

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Hallo J.,

ja, ich hab mich da drauf auch voll verlassen. Hatte rein garnix zu Hause zum Zufüttern, steht ja auch extra drin, soll man nicht, damit man nicht in Versuchung gerät...so musste mein armer Mann mit Zettel bewaffnet erst mal das nötigste einkaufen gehen...
Meine Brust ist nach wie vor weich. Kein Milchstau oder sonst was - einfach aufgehört, abzupumpen, fertig. Kommt nix nach.
Und was jemand weiter oben schrieb ist für mich auch plausibel - die Milch einer total gestressten Mama ist sicher nicht so lecker und gesund...ich hab sie probiert, schmeckte total eklig...fand ich zumindest. Er würgte auch jedes Mal, wenn ich die abgepumpte pur füttern wollte. Ging nur gemischt mit der anderen.
Bin zwar noch geknickt, aber heut kann ich immerhin dran denken und drüber schreiben ohne dass die Tränen laufen. Und auch der Kleine wirkt viel ruhiger.
Denke trotz allem es ist wohl die richtige Entscheidung gewesen es komplett aufzugeben.
Dank Euch allen für die lieben Beiträge!
Leonie

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Hallo Leonie,

Stillen ist nicht aller Weisheit Ende!

Das sagt eine, die zwar zwei Kinder je anderthalb Jahre gestillt hat, aber vom ersten Tag an lieber mit Flasche gefüttert hätte.

Wenn du die Energie hast, dranzubleiben, dann wirst du zwei entscheidende Vorteile erkennen:

1. nachts kannst du das Kind einfach mit zu dir ins Bett holen, und noch bevor das Kind an der Brust angedockt hat, bist du wieder eingeschlafen

2. bis das Kind Gläschen bekommt (also etwa mit einem dreiviertel Jahr), brauchst du keine Ausrüstung mir dir rumzuschleppen.

Mich hätten die Nächte und das Geschleppe noch verrückter gemacht als ohnhin schon, insofern konnte ich dem Stillen doch etwas abgewinnen. "Abgestillt" hat dann beiden Male mein Mann ...

Dennoch möchte ich als Nicht-Biochemikerin, Nicht-Hebamme und Nicht-Ernährungswissenschaftlerin noch beitragen, daß ich NICHT glaube, daß die Muttermilch einer durchgestreßten Mutter (aus welchem Grund auch immer!!) besser ist als die vitamin- und nährstoffangereicherte Pulvermilch! Zwangsstillen ist auch nicht das Wahre!

Ich wünsche dir alle Gute!
Joulins

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