Wie ist eigentlich der Tag nach der Geburt?

Hallo liebe schon-Mütter,

so langsam beschäftige ich mich mehr und mehr mit der Frage der Geburt und der Zeit danach. Ich hoffe ja, dass ich eine Hausgeburt werde haben können. Geburtsberichte habe ich schon fleißig gelesen (#danke an alle, die ihren hier reingestellt haben), aber die hören meistens bald nach der Geburt auf. Wie geht es denn dann weiter? Was kann ich von mir selber erwarten - ich gehe mal davon aus, in der Nacht bzw. am Morgen zu entbinden, wie verbringt man denn dann den Tag danach? Nach einer solchen Kraftanstrengung und vermutlich durchwachter Nacht, und dann die ganz neue Situation - plötzlich ist da ein Baby#gruebel... Werde ich den Kleinen versorgen können, was wird er brauchen, schläft er dann auch erstmal viel oder kann er auch sehr munter sein, werde ich schlafen können, worauf muss sich mein Mann ev. einstellen... Fragen über Fragen...
Es ist mir bewusst, dass es vermutlich sehr individuell ist, wie schnell man wieder fit ist hinterher, aber wie lange werde ich eigentlich damit rechnen müssen, zu Hause sitzen zu müssen, wann kann ich vielleicht schon mal einen kleinen Spaziergang wagen, und vor allem - wann kann der Kleine dann raus, wann kann man ihn auch mal mitnehmen, z.B. in die Kirche? Und kann ich selber mit ihm z.B. auch zur Anmeldung ins Standesamt (ist nur ein paar Schritte von uns)?

Bin da ziemlich ratlos und befürchte, auch recht naiv - wäre sehr dankbar, wenn Ihr mir ein paar Erfahrungen schildern könntet!

LG, vrabec#blume (34. SSW)

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Hallo!

Du machst dir ja tolle Gedanken.

Also bei mir war es so, dass die Nachts entbunden hatte und ich wurde dann mit der Kleinen aufs Zimmer geschoben. Ich dachte eigentlich, dass ich jetzt totmüde sein müsste, aber nichts, ich war wie aufgepusht, konnte gar nicht schlafen.

Am ersten Tag hat sie ganz viel geschlafen, aber am nächsten Tag waren die Strapazen der Geburt weggeschlafen und dann ging es los, eben füttern, wickeln, waschen, schmusen und schlafen.

Ich bin gleich nach ein paar Tagen das erste mal mit ihr spazieren gewesen und habe auch die Erledigungen mit den Ämtern mit ihr zusammen gemacht. Hat alles prima geklappt.

Also, falls es dir gut geht, trau dir ruhig ein wenig zu und wenn es aber zu anstrengend ist, lass dir Zeit. Es pendelt sich schon alles irgendwie ein.

MFG Franzi

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Hallo vrabec,

ich habe zweimal abends entbunden. An Schlafen war in der Nacht trotzdem nicht zu denken - es ist einfach ein so unglaubliches Gefühl, wenn das Baby dann da ist. Dementsprechend wird man dann irgendwann mal in den folgenden 24 Stunden sehr müde und muss den Schlaf nachholen. Da hast du es dann zu Hause besser als im KKH, weil du schlafen kannst, wann du willst.

Am Tag nach der Entbindung fiel mir das Laufen und Sitzen noch ein bisschen schwer, aber am 2. Tag war ein kleiner Spaziergang schon okay. Ich habe mein Baby auch schon früh mit raus genommen, ich sehe da kein Problem.

Ansonsten kommt es auch drauf an, ob du stillst. Das klappt am Anfang nicht immer so gut und du solltest viel Zeit dafür einplanen, dass du und das Baby euch darauf einstellen könnt. Wenn sie nicht gerade Hunger haben, schlafen die meisten Babys in den ersten Tagen sehr viel.

Viele Grüße
Meggie mit Paula (*16.07.2006) und Charlotte (*21.10.2007)

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Hallo,

es kommt wirklich drauf an, wie die Geburt läuft und wie fit Du bist.

ich habe im KH entbunden und die Geburt war lang und nicht einfach inklusive Dammriss II Grades. Der Kleine kam abends auf die Welt - nachts habe ich nicht viel geschlafen, es war alles noch viel zu aufregend. Am nächsten Tag bin ich ganz normal herumgelaufen und habe den Kleinen auch versorgt. Bin am 4. Tag nach ET nach Hause, wo wir als erstes den Weihnachtsbaum geschmückt haben, meine zweite "Amtshandlung" war die Zubereitung der Weihnachtsgans. Bin auch sofort kurz spazierengegangen. Nach den Feiertagen hatten wir auch einen Behördengang, war alles kein Problem.

Wichtig ist, dass Du auf Deinen Körper hörst und Pausen machst, wenn Du Dich erschöpft fühlst. Außerdem solltest Du die ersten Tage Unterstützung vor Ort haben (Mann, Mama, Freundin), damit Du Dich bei Bedarf ausruhen kannst.

Alles Gute!

LG Annett + Luca Gabriel (*20.12.2006) + #ei 14. SSW

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Hallo,

wie dein "Tag" nach der Geburt sein wird, das wirst du im Nachhinein erfahren :-).

Ich kann dir von meinem berichten:

Ich habe um 20.22 Uhr entbunden - nach 15h Wehen- noch als ich im Kreissaal lag wurde meine Kleine in die Kinderklinik gebracht, da ihre Sauerstoffsättigung im Blut nicht ausreichend war #heul und dort hat sie dann auch noch 10 Tage verbracht.

Ich wurde auf mein Zimmer gebracht und bin sofort eingeschlafen. Am nächsten Tag hat mich mein Mann im Rollstuhl (konnte durch Harnwegsinfektion vor Schmerzen nicht laufen) in die Kinderklinik gefahren, wo ich meine Tochter endlich wieder gesehen habe.

So habe ich mir meinen Tag/Tage danach NICHT vorgestellt, ich dachte, ich kann wie alle Mütter mein Kind bei mir haben und im Bett durchs Krankenhaus schieben.

Du siehst also, es kann ganz anders kommen, als man sich es vorgestellt hat.

LG Kerstin

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Hi!

Ich hab um 19 Uhr entbunden, da ich PDA hatte, durfte ich erstmal 6 Stunden danach nicht aufstehen (da funktionieren die Beine noch nicht so richtig, auch danach ist alles noch ganz wabbelig). Meine Kleine wurde mir gerade mal für eine Sekunde gezeigt und dann weggebracht. Erst am Morgen drufte ich sie sehen.
Die ganze Nacht hab ich nicht geschlafen vor lauter Adrenalin, hab an so trockenen Keksen genagt, weil ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte.
In der Nacht bekam ich dann ganz stark den Wochenfluss zu spüren, der zweite Tag war diesbezüglich schon besser.
Da ich stillen wollte, hab ich das am Tag danach auch versucht, meine Kleine war aber soooo hungrig und ich hatte soooo nichts in meinen Brüsten... Nach 8 Stunden dauernuckeln an meinen schon blutigen Brustwarzen nahm mein Mann die Sache in die Hand (der uns gottseidank sehr aktiv beistand) und organisierte ein Fläschchen... und siehe da, zum ersten Mal sahen wir unsere Tochter ruhig und zufrieden - vorher Dauergebrüll, sodass mir sogar die Putzfrauen Anleitungen zum Stillen gaben #augen (wie peinlich...).
Ich durfte Rina aber in der Nacht nicht bei mir haben und auch tagsüber nicht von 9-11 und 14-16 Uhr. Am 2. Tag wurden wir dann heim geschickt, so ist das hier üblich. Ich war noch ganz schwach, es kam mir so vor, als hätte sich die ganze Welt in den paar Stunden verändert - nun, es war auch so! Es wurde alles anders.
Am schlimmsten war für mich der Milcheinschuss, der kam am 3. Tag. Gottseidank hatte ich eine befreundete Stillberaterin, die hat mir sehr geholfen, als Rina nicht richtig saugen konnte und ich vor lauter Milch und dadurch Schmerzen schon die Wände hoch ging. Sie besorgte mir als allererstes eine Milchpumpe, mit Stillhütchen schaffte Rina es anfangs dann auch richtig zu trinken. Echt, die Geburt war ein Klacks im Vergleich zum Milcheinschuss!
Heute, nach 14 Monaten, würde ich wie immer alles anders machen, bin aber sehr stolz auf das Resultat ;-)

Lg, Susanna

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Hallo,
ich finde Deine Frage wunderschön!

Bei meiner 1. Tochter habe ich um 5:00 Uhr morgens entbunden. Die Geburt dauerte nur 4 Stunden. Ich habe morgens mit meinem mann gefrühstückt und war noch sehr aufgedreht. Ab mittags wurde ich dann SEHR müde und habe lange und viel geschlafen.

Trotzdem habe ich unsere Tochter alleine versorgen können und habe alles alleine gemacht, gestillt, gewickelt... Bin nach der Geburt sofort aufgestanden und rüber in die Dusche gehopst und konnte auch am Tag nach der Geburt bereit einen KLEINEN Spaziergang machen.
Ich erinnere mich aber sehr gut, dass es mir in der Zeit ca. 4-10 Tage nach Geburt nicht mehr so gut ging (Hormone, Schmerzen, schlaflose Nächte, Stillrhythmus). Irgendwie kam die Ladung dann hinterher.

Nun bin ich mit dem 2. Kind schwanger und frage mich - wie Du - wie es wohl sein wird, denn Hausgeburt mit einem 2jährigen Kind ist sicher nochmal anders. Da muss ich gleich wieder ran...

LG kris

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Wunderschön!!!
Ich habe 3 Kinder, alles HausgeburtenMein erstes Kind wurde abends um 9 geboren.Zuerst hat die Hebamme den Kleinen und mich versorgt ( gewaschen , gewickelt, gewogen , gemessen, Dammnaht genäht). Ich bin im Bett gelegen worin ich die erste Woche die meiste Zeit verbracht habe. Mein Mann hat dann gekocht, die Hebamme ist irgendwann gegangen, wir haben gegessen. Mein Sohn hat dann irgendwann angefangen zu schreien. Ich konnte ihn nicht beruhigen und war auch sehr müde, also hat mein Mann in rumgetragen , bis beide irgendwann im Schaukelsitz eingeschlafen sind.
Beim 2. Kind meiner Tochter sind wir ( das Baby, mein Sohn inzwischen fastr 2 Jahre alt) bald nach der Geburt erschöpft eingeschlafen. Mein Mann hat wieder gekocht. Sie war ein ruhiges Baby und hat viel geschlafen.
Mein zweiter Sohn ist morgens um 4 geboren worden.
da haben wir erstmal gefrühstückt.
Ich war so aufgeregt und konnte nicht schlafen, das Baby schon. Ich habe ihn meistens angeschaut und über die Geburt nachgedacht.
Diesmal war es noch viel schweerer für mich das Bett zu verlassen, weil mein Beckeboden zu schwach war.
Gewickelt hat bei allen Kindern in der ersten Woche mein Mann.
Die Anmeldung beim Standesamt hat beim ersten Kind mein Mann erledigt, bei den anderen beiden die Hebamme,
Raus bin ich mit allen erst nach 3 Wochen.
Ich habe die Zeit im Bett mit meinen Babys sehr genossen.
Liebe Grüsse Citra

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Hallo,

ich habe am 15.10.2007 meinen Sohn entbunden. Die Geburt dauerte 11 Stunden und er kam um 10.17 Uhr morgens im KH zur Welt.
Nach den zwei Stunden im Kreißsaal ( inkl. nähen des Dammschnittes ) bin ich mit Baby im Arm ins Zimmer gerollt worden. Habe erstmal zu Mittag gegessen und wollte danach eigentlich schlafen. Aber daran war GAR NICHT zu denken, ich war aufgepuscht und total aufgedreht. Gegen Abend bin ich mit Hilfe der Schwestern das erste Mal aufgestanden. Hatte unter der Geburt ein Schmerzmittel ( keine PDA ) bekommen, die hat mich etwas von den Socken gehauen. Ab dem Zeitpunkt habe ich unseren Kleinen fast allein versorgt. Halt wickeln, stillen, kuscheln.
Am 18.10. bin ich wieder nach Hause und bin auch gleich am Nachmittag schon mit ihm raus gegangen.

Alles Gute!!!!!!!

olasil mit Mareike ( 2,5 Jahre ) und Baby Joris ( 19 Tage )

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Hallo Vrabec!

Meine Kleine kam um 21 Uhr auf die Welt. Allerdings hatte ich 3 Tage zuvor schon so Schmerzen ertragen müssen, dass ich kaum geschlafen habe. Ich war also demenstprechend geschlaucht. Konnte aber ambulant entbinden und bin 2 Stunden nach der Geburt nach Hause gewackelt... Mein Kreislauf war natürlich ziemlich schlapp, aber zu Hause kann man viel schöner ausruhen als im Krankenhaus. Ein bissle war die Kleine schon unruhig, aber sie hat sich auch schnell wieder beruhigen können und hat ganz brav geschlummert.

Wenn man die nötige Unterstützung zu Hause hat und es keine Komplikationen gab ist es absolut empfehlenswert!!! Ich kann Dir dennoch raten, Deinem Umfeld frühzeitig "bescheid" zu geben, dass Du noch im Wochenbett liegst und gerade erst eine anstrengende Geburt hinter Dir hast. Ansonsten vergessen die das mal gerne und belagern Dich von morgens bis abends... sehr gerne gemacht von Schwiegermüttern :-[

Wünsche Dir alles Gute!

Frauke & Romy (*15.10.2007)

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