Feindiagnostik 22.ssw

Sehr geehrte Frau Dr. Kolsch

Wir hatten heute bei 21+2 die Feindiagnostik. Würden Sie bitte folgende Werte beurteilen und uns Ihre Meinung dazu mitteilen?

BPD: 51.4mm
FOD: 66.9mm
KU: 186.8mm
Cisternal Magna: 5.3mm
Cerebellum tr. : 24.0mm
AU: 172.3mm
Humerus: 36.7mm
Radius: 31.1mm
Femur: 37.3mm
Tibia: 32.2mm
Fibula: 31.5mm

Gewichtsschätzung 462g

A. Umbilicalis : PI 1.45
RI 0.80
TAMX 19.0cm/s
Vmax 34.3 cm/s
EDF positiv

Ductus venosus: Systole 45cm/s
Diastole, Peak 42 cm/s
TAMX 38 cm/s
A-Wave 21 cm/s
A-Wave positiv
PVIV 0.571
PIV 0.632

A. uterina links: PI 0.43
RI 0.34
kein notching

A. uterina rechts: PI 0.76
RI 0.51
kein notching


Vielen lieben Dank das Sie sich dafür Zeit nehmen.

Liebe Grüße

Hallo leni.m,
wenn ich die Biometrie-Werte mit den Tabellen nach Merz vergleiche liegen alle Werte für die 22. SSW im Normbereich (alle Werte im mittleren Normbereich, der AU ist im oberen Normbereich).
Die Doppler-Werte befinden sich ebenfalls grob orientierend im Normbereich.
Ich denke, dass der Befund in einer Pränataldiagnostik-Praxis erhoben wurde und Sie die Perzentilen-Angaben bzw. Graphen im Brief angezeigt bekommen und auch eine individuelle Einschätzung des behandelnden Arztes erhalten haben.

Bei konkreten Fragen oder Ängsten melden Sie sich gerne wieder.

Alles Gute!

MK

Guten Morgen Frau Dr. Kolsch,

Vielen lieben Dank nochmal das Sie mich mit Ihrer Aussage beruhigt haben.

Die Untersuchung wurde von einem DEGUM II Arzt durchgeführt. Er hatte auch gesagt das alles gut aussieht. Dennoch macht man sich Gedanken wenn man zu viel liest im Internet. Deswegen hatte ich mir über den KU Gedanken gemacht, da verschiedene Tabellen alle andere Angaben hatten.

Eine andere Frage hätte ich allerdings noch. Dem Arzt ist aufgefallen, das mein Fruchtwasser an der oberen Norm ist. Der Fruchtwasserindex war bei 16.4 cm und der größte Durchmesser bei 4.5cm. Könnten Sie mir bitte dazu noch Ihre Meinung mitteilen?

Ich war gestern noch bei einer Diabetologin. Und wurde als schwangerschaftsdiabetis eingestuft. Erst mal soll ich versuchen durch Nahrungsumstellung den BZ runter zu kriegen.

Kann diese Umstellung helfen,das das Fruchtwasser wieder in der Norm ist? Kann ich sonst noch was dafür machen?

Vielen lieben Dank für Ihre Bemühungen im Voraus.

Liebe Grüße

Hallo leni.m,
ein Polyhydramnion (auch mild) kann ein Symptom eines Schwangerschaftsdiabetes sein. Das Kind scheidet den Zucker über eine gesteigerte Urinproduktion aus.
Wird der Blutzucker mittels Diät und/oder Insulintherapie in den Grenzwerten gehalten, kann sich die Fruchtwassermenge wieder normalisieren. Eine Fruchtwassermenge im oberen Normbereich hat aber an sich erstmal keinen Krankheitswert. Eine deutlich erhöhte Fruchtwassermenge kann zu Problemen wie z.B. eine Zervixinsuffizienz führen.
Eine optimale Blutzuckereinstellung ist für Sie und Ihr Kind sehr wichtig um Komplikationen wie eine Plazentainsuffizienz, kindliche Makrosomie oder auch Wachstumsrestriktion, Zervixinsuffizienz, Geburtskomplikationen, bleibender Typ-2-Diabetes bei der Mutter zu reduzieren.

Alles Gute!

MK

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