Gerinnungsstörung und hohe Blutfettwerte

Hallo Dr. Peet,

wir versuchen nun seit 2 Jahren ein zweites Kind zu bekommen. Unsere Tochter wird im Juni 5 Jahre alt. Damals klappte das Schwangerwerden nach 8 Monaten. Jedoch kam unsere Tochter sehr leicht zur Welt (2.340g), einen Tag nach ET, komplett reif geboren, perfekt entwickelt. Bis heute ist sie in ihrer Entwicklung altersentsprechend und in einigen Bereichen auch weiter entwickelt als Gleichaltrige. Sie ist nur eben immer an der unteren Perzentil-Linie im U-Heft. Es gab auch damals während der Schwangerschaft oder Geburt keinerlei Komplikationen. Nie ist irgendwas aufgefallen, auch dass meine Tochter nur so klein war, ist nie im Ultraschall aufgefallen. Außerdem ist auch nie irgendein Versorgungsproblem o. ä. aufgefallen.

2019 wurde ich dann im ersten ÜZ für das zweite Kind schwanger, hatte aber einen frühen Abgang, der in der 5. Woche begann. Im Januar diesen Jahres hatte ich wieder einen frühen Abgang, ebenfalls in der 5. Woche. Beide Male waren nur die Tests positiv, man hatte jeweils noch nichts im Ultraschall gesehen.

Nun bin ich in einer Kiwu-Klinik, wo alles Mögliche durchgecheckt wird. Schilddrüsenwert ist super, im Ultraschall und bei den Eierstöcken und der Gebärmutter sieht alles sehr gut aus bisher. Meine Hormonwerte sind laut Ärztin alle SUPER gut. Mein Eisenwert ist im unteren Normalbereich. Da meinte die Ärztin, dürfte es ruhig etwas mehr sein bei Kinderwunsch.

Ich hatte schon mein Leben lang IMMER unregelmäßige, lange Zyklen. Meist so ~ 36 Tage. Mein BMI ist bei 28 und ich kriege die Kilos einfach nicht runter.

Nun ist es so, dass ich auch sehr hohe Blutfettwerte habe, mein Gesamtcholesterin bei ca. 280 ist, auch das Verhältnis HDL zu LDL ist nicht so gut und auch die Triglyceride sind deutlich erhöht. Ob das schon vor der Geburt meiner Tochter so war weiß ich nicht, da ich das damals nie hatte testen lassen.

Außerdem wurde festgestellt, dass ich eine Gerinnungsstörung habe (Prothrombin-Mutation, also Faktor 2 heterozygot), was ja vererbt ist. Außerdem ist mein Lipoprotein-a ebenfalls erhöht (36).

Die Kinderwunsch-Expertin meinte nun erstmal nur, dass sie sich nicht erklären könne, wieso mein Zyklus so durcheinander ist, da meine Hormone so super seien. Und dass ich wegen des hohen Cholesterins mal zu meinem Hausarzt gehen solle. Bei dem war ich bereits im November und habe eine Überweisung zum Kariologen erhalten. Ich habe aber erst im Juni einen Termin beim Kardiologen zum Schallen der Halsschlagader, um zu schauen, ob Ablagerungen vorhanden sind und was ggf. noch möglich wäre, um das in den Griff zu kriegen.

Generell meine Fragen:

1.) Wie stehen normalerweise die Chancen bei sehr hohen Cholesterinwerten (180 Triglyceride, 280 Gesamtcholesterin) und einer Gerinnungsstörung, dass es mit dem Schwangerwerden klappt?

2.) Was kann man noch tun, außer auf eine bewusste Ernährung zu achten und sich zu bewegen?

3.) Wenn ich wieder schwanger sein sollte, muss ich prophylaktisch Heparin spritzen. Ich habe aber mittlerweile einige fundierte (neuere!) Studien gefunden, die keinen positiven Zusammenhang sehen zwischen dem Erhalt einer Schwangerschaft und dem Spritzen von Heparin. Wie ist Ihre Meinung dazu?

4.) Kann man nicht bei der Geburt eher verbluten wenn man Heparin spritzt? Man weiß ja nicht, wann die Geburt losgehen wird und kann somit nicht genau planen, wann (wie viele Stunden) man es vor der Geburt nun "absetzen" kann.

5.) Gibt es noch Mittel und Wege, um eine Schwangerschaft im sehr frühen Stadium zu erhalten? Ich habe von meiner Frauenärztin Famenita 200 verschrieben bekommen, das ich ab Eisprung einnehmen soll. Es wurde allerdings offiziell keine Gelbkörper festgestellt.

Danke Ihnen schon mal und viele Grüße

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Hallo du Liebe ,

ich kann dir leider nur etwas zu deiner Gerinnungsstörung sagen.
Ich habe eine kombinierte Gerinnungsstörung auch Faktor 2 und 5 tritt nur bei 10% der Bevölkerung auf 😬.
Ich musste mir in der Schwangerschaft auch Heparin spritzen. Hatte auch zu Anfang sorgen das ich mein Kind durch zu dünnem Blut eher verliere.
Aber dem ist nicht so , mir wurde erklärt , dass es wichtig ist das Blut schön dünn zu halten, damit das Kind richtig versorgt werden kann über die Plazenta und das klappt nur wenn dein Blut dünn genug ist ( also so dünn wie bei „normalen“) . Deshalb kann ich dir nur raten Heparin zu nehmen. Zudem soll wohl generell das Thromboserisiko in der Schwangerschaft höher sein.

Zu der Frage mit dem entbinden.
Also nein du verblutest nicht 😅. Dein Blut wird immer untersucht in regelmäßigen Abständen und du hast einfach dann so normales Blut wie andere auch.
Des Weiteren wurde mir empfohlen sich morgens die Spritze 💉 zu setzen , da die meisten Kinder in der Nacht kommen. Schwierig wird es nur wenn du eine PDA haben möchtest, hierfür müssen nämlich 12 Stunden zwischen der Heparin Spritze und der PDA liegen. Ich hatte leider Pech und musste 5 Stunden noch auf die pda warten 😥. Wer kein schönes Erlebnis und deshalb plane ich eventuell einen Kaiserschnitt beim zweiten Kind , da kannst du es etwas besser planen. 😌 aber mal sehen

Zu dem anderen kann ich leider nichts sagen , aber vllt hat das schon etwas gebracht.

Viel Glück und Spaß beim Baby machen 🤩😊

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