Aufgeben?

Guten Tag,
vorgestern habe ich wieder negativ getestet. Es war der 10. ICSI-Versuch fürs Geschwisterchen. Seit gut 2 Jahren versuchen wir es nun wieder. Ich bin low responder und gerade 40 geworden (Ist man da auch noch low responder oder ist das "low respondertum" da eher natürlich?). Bei nur jedem 2. Versuch kam es zum Transfer (zweimal war es ein, zweimal waren es zwei und einmal drei Embryonen, alle in A- Qualität). Wir hatten nie Probleme mit der Befruchtung. Alle Versuche zusamen genommen hatten wir eine fast 100%ige Befruchtungsrate. Aber eben nur wenige Follikel bzw. dann Eizellen, die befruchtet werden konnten. Wir sind Selbstzahler, waren es auch schon bei unserer Tochter. Da war ich 35, es klappte damals im allerersten ICSI-Versuch.
Therapie bei den Geschwisterversuchen: immer Start mit Chlomifen, dann etwas Menopur (oder auch mehr, je nach Follikelanzahl und -wachstum), Orgalutran, Gonadotrophine (aus Frankreich) und Decapeptyl zur Unterstützung der Einnistung. Manchmal ging dem Versuch ein Scratching voraus.
Unsere zwei KiWu-Ärzte sagen, wir brauchen wohl einen längeren Atem als andere, aber wenn wir sowohl finanziell als auch psychisch noch könnten, würden sie den Kopf noch nicht in den Sand stecken und es weiter versuchen.

Ich bin nach einem Negativ richtig fertig, weine, rede viel mit meinem Mann (das hilft!). Aber dann balle ich wieder die Fäuste. Ich denke, dass wir, wenn wir aufgeben, definitiv verloren haben. Und ewig kann es ja wegen meines Alters sowieso auch nicht so weitergehen.
Der Wunsch nach einem weiteren Kind ist riesig, unermesslich. Es fehlt noch jemand, wir sind nicht komplett. Und nie wollte ich eine nur solch kleine Familie. Wir schaffen es auch finanziell noch. Psychisch ... ich weiß es nicht. Ich bin stark, stehe immer wieder auf, finde auch Ablenkung in meinem Beruf (Mein Gynäkologe bezeichnete mich nach Überbringung der Nachricht des letzten negativen Tests als "taffe Tante" #rofl). Allerdings habe ich auch Angst, irgendwann wirklich mal zusammenzuklappen, denn die Belastung ist enorm.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für einen Kommentar. Wie schätzen Sie unsere Lage ein bzw. was raten Sie Patientinnen in meiner Lage?
MfG

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Achja, mein Mann hat OAT III
Unterstützen tu ich mit TCM und Akupunktur.

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Entschuldingung, noch ein Nachtrag:

Von den jetzt 5 Geschwistertransfers kam es 1mal zu einer Einnistung. Leider endete es mit einer Ausschabung wegen einer leeren Fruchthöhle.

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Hallo,
ich würde meinen, dass es Zeit wäre eine ERA zu machen, um festzustellen, ob die Schl.haut überhaupt -am normalen Tag- rezeptiv ist.
SDo Sie das nicht wollen, könnte zB mit Heparin (zur Immunmodulation) versucht werden.
Peet