Wenn die eigene Mutter kurz vor Geburt des Enkels stirbt

Hallo an euch alle.
Es geht darum das meine Mutti 9 Tage vor der Geburt meines zweiten Kindes nach langer Krankheit gegangen ist, das ganze ist jetzt schon ein paar Monate her aber im Moment habe ich das Gefühl es stürzt jetzt alles auf einen herab die ganze Trauer und die Angst um mein Kind damals, ich vermisse sie so sehr, ihren Rat und ihr offenes Ohr. Ich musste ja stark sein für meine Kinder und den Rest der Familie aber zurzeit fühle ich mich so allein mit meiner Trauer. Danke fürs Lesen ich musste es einfach mal los werden.

Ich kann dir keinen Rat geben, bin aber ganz bei dir und drück dich mal fest . Meine Mutter starb ,da war ich im 3Monat schwanger, auch nach langer Krankheit. Die gesamte Schwangerschaft war von vielen Tränen und Trauer geprägt, vielleicht hätte ich sogar eine Therapie machen sollen. Nachdem mein Sohn auf der Welt war ,hatte ich nie mehr einen Kinderwunsch..... Ich bin heute noch traurig das meinen Mutter ihren Enkel nicht kennen lernen konnte. Er ist trotz der sehr emontinalen Zeit in der Schwangerschaft ein ganz toller Junge geworden.
Ich wünsche dir für die nächste Zeit viel Kraft ,deine Mutter wird dir immer fehlen, aber du schaffst es .

Ich Danke dir für deine netten Worte, ja Schwangerschaft und Tod das sind Dinge die nie zusammen treffen sollten aber es freut mich das es deinem kleinen gut geht. Ja sie werden uns immer fehlen ich denke das geht nie vorbei aber unsere Kraft geben uns unsere Kinder.

Hi, das kenne ich. Meine ist auch während der Schwangerschaft gestorben.
Hast du Unterstützung bei der Organisation? Einerseits lenkte mich das drumherum ab, andererseits überrollte mich die Trauer dann später.

Emotional kann ich nichts dazu schreiben, weil ich es eher in Gesprächen mit Freunden, Gesten usw. verarbeitet habe. Auch viel in Träumen. Gespräche mit dem Bestattungsunternehmen.

Gibt es Menschen mit denen du drüber reden kannst?
Viele trauern anders, da ist es in der Familie manchmal schwierig.

Hast du Inseln, in denen du an sie denkst, Inseln in denen du deine Trauer ausleben kannst und auch Zeiten, in denen du wieder aufatmen kannst.

Konntest du auch ihre Krankheit verarbeiten? Bekamst du da schon Begleitung?
Meine war schon länger Pflegefall. Das hat mir den Abschied leichter gemacht, weil "in Raten", auch wenn es dann plötzlich kam. Allerdings war sie "nur" Pflegefall und musste in dem Sinn nicht leiden.
Für mich ist das ein großer Unterschied auch beim Trauern. Loslassen, sich verabschieden, wie es danach weiter geht.

Es sind so viele Nuancen bei denen es mir geholfen hat darüber zu reden, für mich herauszufinden, was ich brauche. Erinnerungen und Abstand.

Hey es war von Anfang an sehr schwierig stand zwei Tage nach KS mit meinen beiden Kindern so ziemlich allein vor allem und das hat sich auch nicht großartig geändert, mein Mann hatte einen neuen Job angefangen und ist viel weg und Freunde arbeiten auch alle, ab und zu am Wochenende paar Stunden aufpassen aber denn Alltag bestreite ich allein dazu kommt das mein Mann seinen Papa erst wenige Monate davor verloren hat.
Ich kann schwer darüber reden bzw. auch Weinen, ich versuche es immer wieder zu verdrängen so habe ich auch in Ihrer Krankheit nie daran gedacht das sie es nicht schaffen könnte, habe es selbst an ihrem sterbebett nicht realisiert und auch die Beerdigung war als wenn ich es von außen betrachtet hätte. Sie so leiden zu sehen aber auch wie sie gekämpft hat es ist schwer diese Bilder zuzulassen. Sie hatte ihre Diagnose zeitgleich mit meiner ersten gebliebenen Schwangerschaft bekommen hat aber das geschafft woran kein arzt geglaubt hat und wie ich von der zweiten Schwangerschaft erfahren hatte fing es an das es ihr immer schlechter ging und es kurz vor der Geburt halt zu Ende gegangen ist. Rückzug und ähnliches nein habe eine kleine Gedenkecke mit einem Foto von ihr aber bewusst zurück ziehen und trauern nein.

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