Relevanz nach der Geburt?

Hallo,

ich habe meinen Sohn letztes Jahr in Grossbritannien zur Welt gebracht, dort gibt es keinen Mutterpass, nur ein A4-Heft in die alle Schwangerschaftsuntersuchungen und Ergebnisse eingetragen werden. Leider wird einem das nach der Geburt abgenommen und nen Mutterpass hab ich auch nicht.

Hat der Mutterpass nach der Geburt noch irgendne Relevanz (z.B. bei Fragen der Entwickung des Kindes oder Folgeschwangerschaften) oder ist der dann nur noch fuers Poesiealbum gut?

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Hallo #winke

Ich glaube dass der Mutterpass nach der Geburt insoweit relevant ist, wie die Schwangerschaft verlaufen ist.
Falls Probleme auftraten ist es wohl nützlich, falls bei einer weiteren Schwangerschaft ähnliche oder gleiche Probleme auftreten, einfach das Wissen nachschlagen zu können, um die Probleme zu vermeiden.
Ich denke es hat schon einen Sinn, dass in Deutschland ein Mutterpass Platz für zwei Schwangerschaften (oder mehrere) hat. War hier glaub schon immer so..... (also im Mutterpass meiner Mutter stehen alle Kinder und Schwangerschaften drin, somit sind die Daten auch gut vergleichbar).
Jedoch werden ja durch den FA bei der Feststellung der Schwangerschaft alle Anamnesefragen neu eingetragen. Da kannst du ja dann die Infos die du vom letzten Mal hast angeben. Oder hast du schonmal daran gedacht dich an die Klinik zu wenden und zu fragen, ob du dieses A4 Heft haben kannst-oder zumindest einen Kopie?

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Danke fuer die Antworten!

Erstmal die Klugsch**sserei: Grossbritannien ist mehr als England :) In unserem Fall war es Schottland.

Die Anfrage beim NHS ob das ausgehaedigt werden kann halte ich fuer sinnlos, einerseits wird einem das ja weggenommen, weil es nicht fuer den Verbleib beim Patienten bestimmt ist (was geht einen auch die eigene Gesundheit/Schwangeschaft an?), andererseits haben die schon ueber drei Monate gebraucht (und endlose Nachfragen) um uns ne Schrieb auszustellen, von wann bis wann wir in GB waren.

Ich schaetze, dass das Heft eh schon laengst vernichtet wurde.

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Sorry, hätte ich eigentlich wissen sollen, bin ich doch gerade im letzten Sommer bei Traumwetter mit meinem britischen Oldtimer durch Schottland gereist. eine wundervolle Reise. Gruß D.Masson

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Hallo, Rosdubh,
das erstaunt mich, dass in England der "Mutterpass", auch wenn er nur aus Din à 4-Blättern besteht, nicht mitgegeben wird.
Zum einen werden bei der ersten Schwangerschaft eine Reihe von kostenintensiven Untersuchungen durchgeführt, die man nicht zweimal machen müsste, z.B. die Blutgruppenbestimmung, die Rötelnuntersuchung, wenn diese einen ausreichend hohen Titer (also Antikörperwert)anzeigt und andere mehr.

Zum anderen kann man häufig aus dem Schwangerschafts- und Geburtsablauf der vorangehenden Schwangerschaft eine Reihe von Schlüssen für die nächste Schwangerschaft ableiten. Ich möchte schon gerne wissen, ob bei der vorangehenden

Schwangerschaft eine Getose oder ein Schwangerschaftsdiabetes aufgetreten ist, ob es bei der Geburt zu einem starken Blutverlust gekommen ist und ob die Plazenta sich nur
mit Instrumenten hat lösen lassen.
Auch die Anamnese (Krankheitsvorgeschichte) und evt. bestehende Vorerkrankungen
sind wichtig zur Beurteilung und Risikoeinschätzung - und seien Sie mir nicht böse, es ist
immer wieder erstaunlich zu erleben, wieviele Lücken sich in unsererem Erinnerungsvermögen auftun.
Vielleicht können Sie ja Ihre Unterlagen doch noch aus der englischen Klinik erhalten.
Schöne Grüße
Dr. D. Masson

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