Mann ändert sich nach Geburt der Kinder - was ist das?

Ich kenne meinen Mann seit 17 Jahren. Seit 7 Jahren sind wir ein Paar und seit 2 1/2 Jahren haben wir einen Sohn und nochmals einen 7 Monate alten Sohn.

Vor der Geburt unserer Kinder war mein Mann super zuverlässig, immer für mich da. Hat mich im Haushalt unterstützt, wir haben super viel miteinander unternommen etc.. Bis auf ein paar kleine Macken war also alles perfekt, weswegen ich mich auch dazu entschieden hatte, von diesem Mann Kinder zu bekommen.

Kaum war der erste Sohn geboren, hat er mich mit dem Baby mehr oder weniger allein gelassen, sich auch am Wochenende überhaupt nicht mehr um den Haushalt gekümmert, nie gefragt, ob er nachts mal aufstehen soll, wenn der Kleine schreit oder angeboten, sich um die Kinder zu kümmern, damit ich morgends mal länger schlafen kann...

Aus einem eingespielten Team wurden in kürzester Zeit 2 Menshcen, die nur Machtkämpfe austragen.

Heute stehen wir kurz vor der (erstmal räumlichen) Trennung und werden finanziell extreme Einbußen haben werden; geschweige denn die seelischen Probleme von uns selbst und der Kinder.

Ich hatte vor der Geburt der Kinder viel gearbeitet und mir fehlte natürlicih der soziale Kontakt. Allerdings war es bei mir so, dass ich meinem Mann meine Gefühle immer genau mitteilte und auch sagte, dass es mir fehlt, dass er mal etwas mit mir allein unternehmen möchte bzw. dass er mir auch wie früher mal wieder ein Kompliment macht. Schließlich sah / sieht man mir die Geburt der beiden Kinder nicht an und ich achte auch darauf, mich nicht gehen zu lassen etc..

Aber alles ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden und er konzentriert sich nur noch auf seine Arbeit; hat dort seine Bestätigung, seinen Spass und Frau und Kinder sind ja sowieso da.

Ich bin jetzt soweit, dass ich ihm gesagt habe, er tut mir nicht mehr gut; er ist nicht auf meiner Seite; er denkt nur an sich selbst und sieht auch seine Kinder kaum mehr; also möchte ich,dass er auszieht (Ziel ist natürlich auch, dass er auch sieht, was er an mir hat).

Allerdings habe ich das Gefühl, dass er den Ernst der Lage gar nicht erkennt.

Da ich jetzt schon öfters gelesen habe, dass sich die Männer nach der Entbindung seltsam oder anders als vorher benehmen, wollte ich mal fragen, ob das bei Euch auch so war und ob jd. ähnliches erlebt hat und falls ja, was Ihr gemacht habt?

Bin über jeden Tipp dankbar.

Da die Bemühungen, wieder zueinander zu finden bzw. an der Beziehung zu arbeiten immer nur von mir aus gingen, bin ich nicht mehr bereits, ihm von mir aus entgegenzukommen. Ich wünsche mir so sehr, dass er sich endlich mal wieder um mich bemühen würde. Denn er liebt mich noch und es ist auch keine Dritte bzw. kein Dritter im Bund.

Viele liebe Grüße
Petra

1

Hallo Petra,

Kinder zu bekommen verändert ein Paar massiv.

Die einen kommen damit klar, die anderen nicht.

Ob nur er sich verändert hat oder du dich vielleicht auch, kann man schlecht aus der Ferne sagen.

Fakt ist aber, das ein einseitiges Bemühen an der Beziehung zu arbeiten nichts bringt.
Es müssen schon beide eine Besserung erreichen wollen. Daher denke ich auch, Tipps von anderen werden nicht helfen, wenn du sie beherzigen möchtest, er aber weiterhin keine Anstalten macht.


Ich lese hier aber nur, das dein Mann sein Leben lebt und du dein Leben ändern mußtest.

Vielleicht ist die räumliche Trennung ein guter Schritt, so das er eben sieht, das du und die Kinder nicht selbstverständlich sind.

Ich wünsche dir viel Kraft dies umzusetzen und ihm, das er wach wird. Du scheinst eine sehr patente Frau zu sein.

Gruß

Hezna #klee

2

Hallo Petra,
also ich wollte nur anmerken, dass ich an Deiner Stelle mit Deinem Mann zu einer Familien bzw. Paartherapie gehen würde. So wie Du das Problem beschreibst, kenne ich es von meinem Mann nicht. Aber mein Bruder und seine Frau hatten Probleme in der Beziehung, so dass meine Schwägerin auch nicht mehr bereit war, meinem Bruder entgegenzukommen (sie haben auch 2 Kinder). Sie hatte meinen Bruder bereits aus der Wohnung geworfen und so lange war mein Bruder wieder bei unseren Eltern. Sie hat ihn vor die Wahl gestellt, entweder lassen sie sich beraten oder sie geht ihre eigenen Wege (da mein Bruder total gegen Eheberatung war). Schließlich hat er sich darauf eingelassen. Und ich muss sagen, bei ihnen hat es wirklich etwas gebracht. Die Sitzungen haben ihnen geholfen, wieder miteinander zu reden und die Probleme des anderen zu verstehen. Sie wohnen wieder zusammen und haben einiges geändert.

Viel Glück #klee
Klarabella

3

Hallo,

also ich kann ihrgend wie deinen Mann verstehen. Hat sich die Situation mit dem zweiten kind verschlechtert?
Ich bin selbst mit meiner kleinen Überfordert und lasse alles lieber meine Frau machen, muss ich dennoch ran ist OK aber nur nach Aufforderung.
Männer sind hat nicht so wie die Frauen, Sie ticken anders. Ich denke der erste Gedanke für Ihn ist Euch ein gutes Leben zu bieten und nicht das Du und die Kids selbstverständlich geworden seit.
Aber alle spekulationen helfen da nichts. Rede mit Ihm, sag Ihm was du denkst und was du als Problem siehst.
Menschen ändern sich, dass kan niemand ändern, dein Mann hat sich geändert und du sicherlich auch.

Findet wieder einen gemeinsamen Nenner und seht was daraus zu machen ist.

VG FamOw

4

Die Situation hat sich nach dem 2. Kind nicht verschlechtert, aber auch nicht verbessert und da ich verständlicherweise mit 2 Kindern gestresster bin, ist auch das "Nicht Helfen Wollen", die fehlende Unterstützung seitens meines Mannes fiel auffälliger geworden.

es tut mir leid, dass ich dir da widersprechen muß bzgl. "Männer sind halt nicht so wie Frauen, sie ticken anders". Ich bin eine Frau und habe auch während der Schwangerschaft noch bei der Renovierung bis morgends früh mit Fliesen verfugt und Wände gestrichen und das nicht weil ich das so toll finde, sondern weil ich meinem Mann helfen wollte.

Ich denke, dass eine gewisse Art von Respekt einfach zu jeder Beziehung dazu gehört und er muß auch nicht den gesamten Haushalt schmeißen, aber ab und zu mal den Staubsauger von sich aus anwerfen oder mal entsorgen gehen, da spricht finde ich nichts dagegen. - Hat ihn ja früher auch nicht gestört.

Irgendwann werde ich schließlich auch wieder arbeiten gehen. Wer macht denn dann den Haushalt bzw. betreut die Kinder nach der Arbeit?

Sorry, aber das ärgert mich schon, dass man NUR WEIL MAN EIN MANN IST, sich nicht mehr um den Haushalt kümmern soll bzw. um seine Kinder. Das ist einfach nicht fair.

6

Hallo,

mir kam grad der Gedanke, das dein Mann vielleicht die Meinung vertritt, das er schließlich den ganzen Tag arbeitet und das Geld verdient und sich somit einfach nicht mehr für den Haushalt zuständig fühlt.
Schließlich bist DU die Hausfrau und hast doch den ganzen Tag Zeit dafür...*brech*

Fragst du ihn denn "wann" er denn mal dies und jenes tun will?
Vielleicht braucht er von dir eine klare Ansage, von wegen:
Wenn du gleich gehst, nimm bitte den Müll mit etc...

Habt ihr denn schonmal ganz offen miteinander über eure Probleme gesprochen?
Sonst ist eine Paartherapie vielleicht noch der richtige Weg, bevor alles den Bach runtergeht...

Alles Gute euch,
Andrea

5

das was du uns berichtest kann vieles bedeuten. vielleicht wollte er selbst (noch) nicht vater werden und bestraft dich nun (unbewußt) mit seiner nichtteilnahme am familienleben? möglich ist alles.
auch finde ich es blöd, wenn die frauen ihre männer zur geburt in den kreissaal "zerren"... mache wollen eben nicht, dann brauchen sie sich auch nicht zu wundern, wenns anschließend keinen sex mehr gibt.

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