Konfirmation, 2 Familien, Trennungskind, nur Stress

Hallo,

mein Großer hat nun bald Konfirmation.

Folgendes Problem ergibt sich daraus:

er möchte sein Familie väterlicher Seite einladen (ca.20 Leute). Kann ich verstehen, nun kommt aber das große ABER, ich bin seit dem 1 Lebensjahr von dem Vater getrennt, bin neu verheiratet. Mein EX und seine Familie behandeln mich seit der Trennung wie das letzte (Beschimpfungen, Beleidigungen usw.) Ich habe dann irgendwann für mich entschieden, das ich mich nicht weiter mit der Familie auseinander setze. Wenn was geregelt werden muß, lasse ich es übers Amt laufen.
Umgangsrecht besteht, aber sehr unregelmäßig. Liegt aber am Vater und nicht an mir.

Ich bin nun aber nicht bereit eine Konfirmationsfeier zu bezahlen, für diese Familie.

Der Vater erwartet dieses aber, selbstverständlich ohne Kostenbeteiligung.

Meine Idee ist nun, 2 Feiern - wenn der Vater mit dem Sohne feiern möchte, dann soll er auch eine Feier machen auf seine Kosten.
Ich bin auch bereit, das sie den Konfirmationstag bekommen.

Und meine Familie feiert dann eine Woche später mit ihm.

Wie seht ihr das????

Vielen Dank

1

Ich sehe das so:
entweder
Du gibst dem Kind die Feier, die es möchte
oder
Du machst die Feier, die Du möchtest.

Mare

2

Hallo!

Ich hatte diese blöde Situation letztes Jahr zur Kommunion meines Sohnes. Um nichts auf der Welt hätte ich ein Heidengeld ausgegeben um 40 Leute zu verköstigen, die sich alle gegenseitig die Pest an den Hals wünschen, bloss um den Schein zu wahren.Mein Sohn hatte also zuerst eine erzkonservative Feier mit der Familie meines Exmannes und eine Woche später ein lustigés Grillfest mit meiner Familie und der Familie meines Lebensgefährten. Meinem Sohn zu Liebe bin ich zu vielen Opfern bereit, aber er hat verstanden, dass eine gemeinsame Feier ganz böse daneben hätte gehen können. Ich fühle mit Dir, war bis zur Entscheidung purer Stress.
Liebe Grüsse, Pem.

3

Wie gefällt Deinem Sohn die Idee mit den zwei Feiern?

Ich meine, man könnte eine große Feier für alle machen und die Familien, die sich nicht mögen an getrennte Tische setzen - ABER - Dein Ex müßte sich an den Kosten beteiligen! Was spricht aus seiner Sicht dagegen?
Wenn man sich das locker leisten könnte, würde ich Rückrad zeigen und die Feier auf Wunsch des Sohnes einfach so "passieren lassen". Aber sicherlich ist das finanziell nicht so leicht - also muß man Kompromisse finden!

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Hallo,

ich seh das genauso wie pemberley:
so eine Zwangsgemeinschafts-Feier kann doch nur in die Hose gehen. Selbst wenn man sich deinem Sohn zuliebe nicht offen angiftet, würde er doch die Spannungen merken bzw. die Stimmung wäre auch nicht so gut wie sie es sein könnte.

Daß der Vater deines Sohnes sich nicht mal an den Kosten beteiligen würde, finde ich unabhängig davon eine Sauerei. Aber selbst wenn er sich beteiligen würde, wäre die Stimmung bei der Feier ja nicht besser.

Ein Konfirmationskind, was ja so ca. 14 Jahre alt ist, sollte schon diese Einsicht haben, daß zwei getrennte Feiern besser für ihn sind.

Übrigens finde ich es sehr großzügig von dir, daß du deinem Ex sogar den Konfirmationstag für seine Feier überlassen würdest (ich wäre wahrscheinlich nicht so großzügig ;-))

LG,
Juniorette

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Also ich denke dein Sohn ist in einem Alter wo er vieles schon gut versteht. Sag ihm doch einfach das Probleme zwischen euch beiden Familien bestehen und das du nicht willst das er darunter zu leiden hat. Ob es für ihn schön wäre vielleicht mit jeder Seite zu feiern extra halt damit es keinen Streit gibt. DAs möchtest du für ihn nicht. Dann versucht einen Weg zu finden. Denn ganz ehrlich, mit so einer widerlich hinterfotzigen Bagage würde ich ganz sicher nicht feiern wollen.

Ela

6

Hallo,

das finde ich aber sehr großzügig von Dir. Ich meine, dem Vater diesen Tag zu überlassen.

Ist echt eine doofe Situation.

Kannst Du Dich nicht noch mal mit Deinem Sohnemann hinsetzen und mit ihm reden. Ich meine, mit 14 Jahren müsste er doch schon einiges verstehen.
Denn ich finde, dass Du das Vorrecht darauf hast, den Konfirmationstag zu feiern. Es spricht ja nichts dagegen, dass sein leiblicher Vater auch dabei ist. Vielleicht auch noch die Großeltern - notgedrungen.

Aber so richtig pompös - dann soll der Vater das doch eine Woche später mit seiner Familie machen.

Puh, ich hoffe, Du kannst die Sache so klären, das alle zufrieden und glücklich sind.

LG Susanne

7

Vielen Dank erst einmal.

Es wird definitiv auf 2 Feiern hinauslaufen.

Die erste bei seinem Vater nebst Family und die 2. gemütlich bei uns.

Mein Sohn hat sich dazu nicht weiter geäußert.

Ist halt alles nicht so einfach.

Und bezahlen kann der Vater schon eine schöne Feier, der lebt auf großem Fuß. (Gut gehende Familie im Hintergrund, die wissen Geld gar nicht zu schätzen)

Danke
schalkehh

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