Frauen sollen Haushalt allein erledigen??

Also immer wieder bin ich irritiert über diese Diskussionen hier im Forum.
Wenn der Mann arbeitet und die Frau zuhause beim Kind bleibt, dann hat sie gefälligst diesen Haushaltskram alleine zu machen.
Warum?
Wir haben das beide so gesehen:
Wir beide wollten ein Kind. Wir beide sind zuständig. Ich gehe arbeiten, weil Ina noch studiert und ich schon fertig bin-logisch.
Ina war sieben Monate "nur" zuhause. Da hat sie gestillt und nie geschlafen und ist stundenlang spazieren gegangen....sehr, sehr anstrengend. Erfolgserlebnisse (berufliche, wie sie sie vorher hatte): null. Der Haushalt, mit Baby, viel zu viel.
Als wir noch alleine waren, haben wir beide immer wieder ein bisschen was getan und ab und zu einfach alles durchgeputzt. Mit Fred wurde das schwierig. Die Wohnung musste sauberer sein, weil er bald robbte. Zeit und Kraft hatte Ina natürlich nicht um zu putzen und zu kochen. Dieses gute halbe Jahr war nur für Fred. Und das war gut für sie und für ihn.
Ich hatte einen stressigen Job. Aber auch Erfolgserlebnisse und Kontakt zu vielen Menschen. Bin gemütlich Mittagessen gegangen etc...Und abend und am Wochenende habe ich eben auch geputzt. Ina auch. Aber alleine war das nicht zu schaffen. Außer sie wäre total am Ende gewesen und Fred dann eben auch.
Und Haushalt im Griff haben und Hausfrauen müssen das können:
nur weil eine Frau zuhause beim Kind bleibt, ist sie noch keine Hausfrau. Nicht alle Frauen haben Ambitionen in diese Richtung und setzen sich ihre Ziele im Sauberhalten der vier Wände.
Jetzt studiert Ina wieder, ich arbeite. Sie hat immer noch mehr Zeit aber verbringt diese eben mit Fred. Der sicher nicht begeistert wäre, wenn Mami in der gemeinsamen Zeit putzen würde. Also ist es bei uns nicht immer sauber und nicht immer aufgeräumt aber die Putzfrau kommt einmal in der Woche und dann ist alles wieder gut.
Warum müssen die Frauen (oder Männer!!!) in Karenz alles alleine machen???
Oder müssten die Männer das gar nicht?

Karl

1

Hallo Karl,
Deine Einstellung finde ich klasse!
Wir haben keine Kinder, aber dafür zwei Hundis die jede Menge Dreck machen. Wir gehen beide Vollzeit arbeiten, wobei mein Mann mehr arbeitet als ich. Wir teilen uns die Hausarbeit und jeder hat seinen Part. Mein Mann kocht und geht einkaufen
und putz das Bad und wischt die Böden und ich mache den Rest. Um den Garten und die Hundis kümmern wir uns gemeinsam. Wir sind noch am überlegen, ob wir ab nächsten Jahr eine Putzfrau für einmal wöchentlich beschäftigen. LG Kim

2

hi karl,

ihr beide wart oder seit in einer anderen situation.
wenn frau mit leib und seele hausfrau/mutter ist, wird sie nie solche probleme haben, welche hier erörtert werden.

oft ist es doch auch so, daß es viel frauen gibt, die sich noch nie mit haushalt so richtig beschäftigt hatten, da sie selbst eine beruf ausübten.

in den 50zigern war hausfrau sein ein knochenjob, gabe es doch wenige familien, die sich einen bauknecht waschmaschine oder küchengeräte leisten konnten.;-)


heute sind doch die meisten haushalte mit dem modernsten küchengeräten, waschmaschinen und trockner ausgerüstet.;-)

es ist nur blöd, wenn frau/mann nicht mit diesen geräten umgehen kann.;-)

ich muss heute noch lächeln, als die lehrein nach einem landschulheim sagte, daß einige mädchen (13-14) beim küchendienst eine kartoffel von einer zwiebel nicht unteschieden konnten.#schock

das sind dann die zukünftigen mütter, die dann im haushalt nicht zurechtkommen und sich beklagen, wenn der mann nicht so funktioniert wie *sie* es gerne haben möchten.


grüßle
wolf

4

ich hab auch geputzt in den zeiten in denen ich wirtschaftlich gearbeitet hab :-p;-)

5

ups sissy,
hatte ich ja total vergessen.

*ausnahmen bestätigen die regel*;-)

grüßle
wolf

3

Schöne ansicht - aber. Mein Mann erwirtschaftet das Geld und ich mache parallel dazu den Haushalt. Kindererziehung/versorgung/Pflege war immer schon beider Arbeit und Aufgabe - jeder eine Aufgabe voll - jeder eine gemeinsam.

Durch meine derzeitigen Aufgaben habe ich mehr Kontakt zu Menschen als mein Mann - und möchte sagen auch mehr Erfolgserlebnisse. Nur nebenbei - hörte sich so an das wäre nur bei wirtschaftlichen Berufen möglich.

Auch wenn ich (zumindest laut ihm) den stressigeren und arbeitsaufwenigeren Job habe verstehe ich trotzdem nicht warum er dann noch teile meines alleinigen Aufgabenbereiches machen sollte- manage ich wenn es mal hoch her geht seine Abteilung?? Nein!! Und wir beide sind auch nicht drau fangewiesen immer unseren alleinigen Job zu 100% zu machen - er kann ihn mal schweifen lassen genau wie ich- nur eins muss zu 100% erledigt werden dass sind die Kinder - und zwar von beiden seiten.

Samstags machen wir das bisserl an Haushalt zusammen, denn an diesem Tag gibt es nur zwei Aufgabengebiete die dann auch geteilt werden können und Sonntags wird kein Haushalt gemacht.

Wo ist das Problem dabei?? Mein Gott wir haben Staubsauger, Geschirrspüler, Waschmaschine - wir leben nicht mehr in einer Zeit in der ein Familienverbund notwendig war um alles unter einen Hut zu bringen.

Auch geht es im Grunde ja auch nicht darum dass eine Frau immer den Haushalt und ein Mann nur das Geld ranschaffen soll (oder umgekehrt)- es geht um die Tage an denen einer von beiden wirtschaftlich arbeitet da denke ich muss nicht sein dass einer geldbringender Job, teilw.Haushalt und teilw. Kinder übernimmt - und der andren seinen Teil der Kinderbetreuung - das fände ich unfair - egal ob das nun der Mann oder die Frau ist.

Wie gesagt - rein meine Meihnung

LG sissy

6

Hallo,

wir haben ein Kind von 19 Monaten und sehen das so:

Mann arbeitet Vollzeit, ich arbeite nur 24 Stunden im Monat (jedes 2. Wochenende).
Mann ist also primär für's Geldverdienen zuständig, ich primär für die Kindererziehung und Bespaßung. Das verstehen wir beide als meinen "Job".
(Das Arbeiten am WE ist eher Spaß und mal was anderes sehen...;-))

Natürlich mache ich den Großteil des Haushaltes, weil ich einfach mehr Zeit zu Hause verbringe und viele Sachen echt nebenher laufen.
Aber mein Mann würde nie einen geleckten Haushalt erwarten (und in den seltensten Fällen auch vorfinden!), weil es für mich deutlich schönere und wichtigere Dinge im Leben gibt als Staubwischen.
Von daher kann es auch immer mal wieder sein, dass ich lieber stundenlang mit meinem Kind auf dem Spielplatz bin, weil mein Kind daran Freude hat und schon wieder eine Woche vergangen ist, an denen der Boden noch nicht feucht gewischt wurde.
Ist also eher eine Sache der Prioritäten, die man setzt.

Allerdings packt sich mein Mann dann auch nicht und wischt grad mal schnell durch, wenn er von der Arbeit kommt, wir noch fröhlich unterwegs sind, weil er meint, es sei mal nötig.
Dafür koche ich uns dann allen lecker essen.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich verstehe mich als Mutter (Erzieherin) für meinen Sohn, nicht als Hausfrau.
Dieses lästige Übel Haushalt muss gemacht werden, aber nicht unbedingt immer von mir und vor allem nicht um jeden Preis.
Der Staub im Regal macht sich auch noch bis morgen ganz gut...;-)

LG,
Andrea

7

Ich sehe das so wie Du. Natürlich macht der, der zuhause ist, mehr im Haushalt, aber ich fände es höchst unfair, wenn ein Partner sich nach einem 8-Stunden-5-Tage-die-Woche-Job zurücklehnen darf während der (meist DIE) andere 7 Tage 24 Stunden im Dienst ist!

12

bin auch deiner meinung, und bei uns läuft es prima so......

mir tun die frauen leid, die solche machos zu hause haben.

aber andererseits selbst schuld, wenn kein durch setzungs vermögen vorhanden.

8

Hallo

Ach wie gut das mein Mann und ich uns einig sind.So wie es hier jetzt ist ist es ok.

lg

9

Genau so rennt der Hase!

Deine Ina wird dich schätzen wissen #herzlich.

Alles Liebe

Tasha #blume

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Hallo!

Also ich finde, das muß doch jeder in seiner Partnerschaft selber ausmachen.

Es soll ja Frauen geben, die das absolut ok finden, dass der Mann arbeiten geht und sie den Haushalt und Kinder alleine versorgt. Das ist aber nicht meine Vorstellung.

Ich kann es nur nicht verstehen, wenn dann hier im Partnerschafts Forum oder sonstwo in der realen Welt rumgejammert wird. So nach dem Motto: nie hilft er, sind eure Männer auch so faul, etc.

Gruß angi 05

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du hast es auf den punkt gebracht angi.;-)

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Ich sehe das nicht als müssen an. Es ist einfach eine Abmachung zwischen zwei menschen, die beide damit glücklich werden müssen. Ich für mich in meiner Beziehung finde nur wichtig, das die Arbeit nicht an einem kleben bleibt. Bis vor kurzen habe ich genausoviel wie mein Mann gearbeitet, da haben wir die Arbeit gut geteilt. Im Moment bin ich zu Hause, ein großer Sohn, im 7. Monat schwanger. Mein Mann arbeitet momentan sehr viel und hart, da ist es für mich selbstverständlich die Hausarbeit zu machen. Wob ei er keinen Anspruch auf Perfektion hat, denn ich seh mich auch nicht gerade als die große Putze.

Jedes Paar muss für sich die Aufgaben aufteilen und sich dabei wohl fühlen. Habe es aber auch schon erlebt das Frauen den halben Tag auf dem Arsch saßen, die Männer nachd er Arbeit nach Hause kamen, und dann noch den Haushalt machen durften. Stelle ich mir als Mann dann nicht so prickelnd vor....
Ich würde das ganze auch nicht so auf die Geschlechterrolle beziehen - nur wenn es so ist das einer die Kohle ranschafft und einer zu Hause bleibt, sollte der Part der zu Hause ist auch zusehen das alles ein wenig wohnlich bleibt- ist dann sozsuagen sein "job".

LG
Kati

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