Sehnsucht nach Heimat...

Hallo,

zur Zeit überkommt mich wieder diese Traurigkeit. Ich habe so eine tiefe Sehnsucht nach meiner Heimat, nach meiner Familie, nach meinen Freunden.

Ich bin schon vor längerer Zeit von zu Hause aus beruflichen Gründen 600km weiter weg gezogen. Und obwohl ich hier einen Job habe, eine kleine Familie, bin ich sehr unglücklich.

Ich habe hier nur Bekannte, keine wahren Freunde. Alle melden sich nur sporadisch und sobald man versucht alles zu intensivieren meldet sich gar keiner mehr.

Jeder hat hier seinen Dunstkreis und irgendwie finde ich nicht die passenden Leute oder ich passe hier nicht rein. Hier muss ich mich erst mal erklären, damit mich jemand versteht. Ansonsten finde ich die oberflächlichen Smalltalks mittlerweile sehr anstrengend.

Gut, einerseits denke ich, dass das auch an mir liegt. Ich lasse einfach nicht los von meiner Heimat, um hier ein neues Leben zu beginnen. Doch immer wenn ich das versucht habe, überkam mich die Angst, das Vertraute endgültig zu verlieren und hier aber keinen Ersatz dafür zu finden.

Momentan bin ich wieder in der Stimmung alles hier hinter mir zu lassen und einfach wieder zu gehen, weil ich das Gefühl habe, dass ich hier nie glücklich werde. Dafür hätte ich aber in meiner alten Heimat Schwierigkeiten einen Job zu finden.

Ich weiß mittlerweile nicht mehr, wie ich mich hier glücklich machen kann. Mein Partner kann sich leider beruflich nicht woanders bewerben, da er hier verbeamtet ist und verpflichtet ist mindestens die nächsten Jahre in dem Job hier zu arbeiten.

Am Schlimmsten ist es am Wochenende. Ich würde so gern auf nen Kaffee zu meiner besten Freundin gehen...ich würde so gern mit meinen Freundinnen wieder einen Frauenabend verbringen. Ich wäre jetzt gern bei meiner Mutter, die ihren Enkel so vermisst und mich natürlich auch.

Wenn mein Mann hier mal weggeht, dann sitze ich zu Hause und sehe fern oder bin vor dem PC, weil ich mehr nicht machen kann. Ab und dann treffe ich mich mal mit Arbeitskollegen, aber mehr wie über die Arbeit reden geht nicht, da der Altersunterschied zu groß ist.

Ist jemand hier wieder entgegen aller Unvernunft zurück in die Heimat und hat das nicht bereut?

Wie fühlt ihr euch, ohne Familie, Freunde in der neuen Heimat?

Lg kleinaberfein

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ich versteh dich gut. auch ich leide unter heimweh. selbst im urlaub. wie meinst du das, zurück gehen. alleine? dein mann kann ja nicht mit, würdest du alleine gehen wollen.??
dann glaube ich aber auch nicht, daß du glücklich wärst, denn dann fehlt dir dein mann. du wärst immer hin und her gerissen. vielleicht könnt ihr ja zusammen gehen, wenn seine zeit vorbei ist und das könnte dir den halt geben, zu wissen, es ist nur noch für eine bestimmte zeit.
sei nicht traurig, es wird sich bestimmt alles finden.#klee

5

Ich weiß nicht, ob ich allein bzw. natürlich mit meinem Kind wieder zurück gehen würde und meinen Mann hier zurück lassen würde.

Er versteht meine Sehnsucht nicht. Er ist so der Mensch, der sich mit Situationen arrangiert und versucht das Beste daraus zu machen. Auch leidet er nicht so wie ich darunter. Man muss dazu aber sagen, dass er auch soziale Kontakte hier hat und wenn es nur die Studienkollegen sind, mit denen er hier etwas unternimmt. Er kann einfach besser damit umgehen, dass er lieber viele Bekannte hat als beste Freunde.

Momentan würde er mir nicht fehlen (auch wenn es traurig klingt), weil die Sehnsucht so überwiegt und ich mich von ihm absolut nicht verstanden fühle.

Er lebt momentan nur für seine Arbeit und ich sitze hier und heule mir die Augen aus dem Leib, weil ich das Gefühl habe, dass ich hier vereinsame.

Zudem schaffen wir es nicht gemeinsame Freunde zu finden, obwohl die Angebote da wären. Wenn ich mit Leuten gut kann, dann findet er sie doof und mit seinen Studienkollegen geht es nur um den Job.

Parallel zerreißt es mir aber das Herz, wenn ich am Telefon höre wie vermisst ich werde.

Ach, ich hoffe, dass sich dieses Gefühl wieder legt und ich irgendwie diese Jahre noch hier aushalte bis sich die Chance ergibt, dass wir hier wieder weg können.

Lg
und danke fürs Zuhören,
kleinaberfein

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Ist jemand hier wieder entgegen aller Unvernunft zurück in die Heimat und hat das nicht bereut?
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Ich war nur 40 Km von der alteingesessenen Heimat entfernt und hatte anfangs Heimweh. Das kann man nicht vergleichen, weil du leider nicht mal eben auf einen Kaffee wie ich damals zu Freunden fahren kannst.
Aber ich kam nach Jahren zurück und merkte das nichts mehr ist wie es war. Dann hatte ich mich an den neuen Ort gewöhnt und mußte wieder in die alte Heimat. Dort fühlte ich mich nicht mehr wohl. Alles war anders. Im Laufe der Jahre habe ich mich geändert, meine Freunde und die Umstände. Das was ich vermisste war nicht mehr da. Nur eine Erinnerung.
Ich habe länger gebraucht um mich einzuleben. Liegt aber schon Jahre zurück. Jetzt könnte ich gut und gerne mal wieder ausflattern und woanders wohnen. Aber unwohl fühle ich mich hier nicht. Ist aber was anderes als eine Stadt. Seitdem ich das Stadtleben genießen durfte, kann ich mit den Dorftrotteln nicht mehr viel anfangen. Lol#freu
wenn mein Schatzi berufsbedingt umsiedeln muß, dann ziehen wir weg. Es ist nie leicht etwas hinter sich zu lassen, aber man muß auch nach vorne schauen und nicht zurück. Es ist nun mal so. Du hast dich entschieden und hättest ahnen können, das auch Heimweh kommt. Das legt sich aber.

Glücklich kann man überall werden.

Aber dein Schatz bleibt immer da wo dein Herz ist.#herzlich So lautet ein alter Spruch!

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deine aussage, du kannst mit den dorftrotteln nichts anfangen, find ich nicht sehr schön. ob man auf dem dorf oder in der stadt lebt, der mensch zählt.

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Genau davor habe ich eben Angst und zögere deswegen mit meiner endgültigen Entscheidung.

Ich habe Angst davor, dass nur meine Erinnerung so schön sind und die Realität mich dann doch überrascht.

Fakt ist nur, dass ich mir hier nicht zu Hause fühle, wo ich bin, obwohl ich hier einen Mann, ein Kind habe. Manchmal sitze ich zu Hause hier rum und frage mich, was ich machen soll. Es erfüllt mich hier nichts. Ich habe hier einiges über das ich glücklich sein könnte, aber niemanden mit dem ich das alles teilen kann.

Mein Mann ist eben kein Ersatz für eine gute Freundin. Er ist auch nicht gerade der emotionale Typ, mit dem ich Dinge machen kann, die ich früher gemacht habe. Leute, mit denen ich mich nur ansatzweise verstehe, mag er nicht. Menschen, die er klasse findet, zu denen finde ich keinen Draht.

Wir können zwar so gut miteinander leben, aber ich habe nicht die Kraft alleine hier loszuziehen, um Leute kennen lernen zu können. Auch habe ich zur Zeit nicht Geduld etwas hier wachsen zu lassen, damit sich in ein paar Jahren hier etwas aufbaut.

Wenn ich Probleme habe oder etwas teilen möchte, dann hänge ich stundenlang an der Strippe und rede mit bestimmten Leuten, die nur an meiner Stimmlage erkennen, was bei mir los sein könnte. Wenn ich dann das Telefonat beende, dann fühle ich mich einsam. Mir fehlt es einfach, dass ich mit einer guten Freundin auf der Couch sitze und über alles reden kann.

Ich bin auch von einer Kleinstadt in die Großstadt gezogen, habe aber in drei Jahren noch nie die Vorzüge dieser Großstadt kennen gelernt. In drei Jahren war ich vielleicht zehn Mal weg hier und 7 Mal davon mit Leuten aus meiner alten Heimat, die mich hier besucht haben.

Es tut mir so weh, dass ich das Gefühl habe, heimatlos zu sein und nie da angekommen zu sein, wo ich mich zu Hause fühle. Ich weiß, dass ich Heimat über die Leute definiere, die ich (wie du auch schön sagstest) im Herzen trage. Da ist es mir egal, ob ich auf dem Dorf oder in einer Millionenstadt lebe.

Ach, ich hoffe, dass das Gefühl wieder erstmal weggeht und ich mich hier noch arrangiere, aber momentan überwältigt mich gerade die Sehnsucht.

Danke fürs Zuhören,
kleinaberfein

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Wo wohnt Du jetzt und wo kommst Du her?
Ich meine, Ihr habt beide gute Jobs, verdient schönes Geld, habt (wie es klingt) keine aufwändigen Hobbys - was hält Euch davon ab, alle 4 Wochen ein langes Wochenende in der Heimat zu verbringen? 600km sind doch nicht die Welt. Ich habe Kunden, die fahren das und mehr jede Woche! um zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen, während die Familie hier bleibt. Billigflieger (falls Ihr in Flughafennähe seid), ICE oder Auto bringen Dich schnell nach Hause. Plane sowas, dann hast Du immer ein Ziel, worauf Du Dich freuen kannst! Und dann ist das Heimweh auch nicht mehr so schlimm. Was habt Ihr davon, wenn Ihr das Geld scheffelt und dabei unglücklich seid? Tut auch mal was für Euch!!!!

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Hallo,

danke für deinen Tipp. Naja, gutes Geld verdienen ist relativ. Ich arbeite 20 Std. die Woche und mein Mann Vollzeit, aber in einer Ausbildung.

Ich habe ja erzählt, dass das schon seit 3 Jahren so ist, dass ich weg bin von der Heimat. Früher bin ich mindestens einmal im Monat runter gefahren. Jetzt ist es mit Kind schwieriger geworden. Zu dritt immer unter zu kommen ist relativ schwierig.

Auch will man dann immer an einem Wochenende alles kompensiert bekommen und danach war die Sehnsucht erst recht groß.

Aber vielleicht versuche ich das wieder als Routine einzuführen, dass ich an bestimmten Wochenenden dort hinfahre. Vielleicht hilft das wieder!

Danke für deine Antwort
kleinaberfein

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Hallo kleinaberfein,

deine Situation kommt mir recht bekannt vor. Ich bin auch vor etwas über zwei Jahren von S.-H. nach Hessen gezogen. Das sind auch 670 km. Der Grund meines Umzuges war auch mein Freund. Wir haben jetzt auch einen 13 Monate alten Sohn.

Für mich ist es hier auch manchmal ganz komisch, weil die Leute in Hessen schon etwas anders sind, als die in S.-H. Viele Bekannte habe ich auch, aber nicht so eine total dicke Freundin, mit der man allen Blödsinn machen kann.

Bei uns ist es auch so, daß ich meist blöde zu Hause rumsitze, wenn mein Freund mal weggeht. Darüber streiten wir auch schon manches mal, weil es mich einfach unzufrieden macht.

Wenn wir dann streiten, dann wünsche ich mich auch oft nach S.-H. zurück. Da habe ich soviele liebe Leute gehabt, die mich verstanden haben, da war alles so vertraut und das fehlt mir dann. Das war meine Heimat und da wußte ich, hier gehöre ich hin.

Ich bin für meinen Freund gerne weggezogen, ich liebe ihn und wir haben einen wundervollen Sohn. Ich glaube auch nicht das ich nocheinmal nach S.-H. zurückziehen werde, denn jetzt ist es für mich hier alles so vertraut und wenn wir in S.-H. sind, ist es für mich alles so fremd dort. Aber ich denke oft an damals, als ich noch dort gewohnt habe, kann mir alles noch so genau vorstellen und wenn ich an das Meer denke, dann habe ich auch diesen Geruch in der Nase... Das fehlt mir.

Wo kommst du denn her?


Laß den Kopf nicht hängen...


LG Jessie

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Hallo Jessie,

ich bin von Süddeutschland (Allgäu) nach Nordrheinwestfalen gezogen.

Bei mir ist leider der Wunsch nicht nur da, wenn wir gestritten haben, sondern permanent. Ich habe mich hier irgendwie noch gar nicht eingelebt. Die Mentalität ist doch sehr verschieden: Der hart-aber-herzlich Bayer gegen die rheinische Frohnatur hier.

Die Menschen sind hier zwar offener und gehen sehr schnell auf dich zu, was in Bayern eher nicht der Fall ist. Dennoch ist es so, dass man keine tiefgründigen Beziehungen mit den Leuten hier eingehen kann. In Bayern ist es, wenn Sympathie da ist, dann aber sofort und dann sehr freundschaftlich.

Ich habe hier schon einige Leute, gerade mit Kind kennen gelernt, aber mir fehlt meine Familie, meine Freundinnen, die mich immer schon auf Anhieb verstanden haben.

Hast du richtige Freunde in Hessen mittlerweile?

lg kleinaberfein

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Morgen#tasse

Das ist bei mir ähnlich. Die Norddeutschen sind eher geradeaus mit Ihren Meinungen und wie heißt es so schön "kalt". Also bei mir ist es eher so, daß ich mir die Leute schon erstmal vorher genau anschaue und nicht gleich alle herzlich in Empfang nehme. Das verstehen hier viele nicht. Ich habe vor der Schwangerschaft in einer Bäckerei gearbeitet und mußte feststellen, daß die Hessen (nicht alle) vorneherum nett tun und im nachhinein doch lästern. Da hatte ich im Bekanntenkreis auch so eine. Als mein Kleiner gerade auf der Welt war, da kam sie jeden Tag, war total begeistert und hat mich auch einmal zum Kinderarzt gefahren, weil sie auch in die Stadt mußte, lag das auf Ihren Weg. Im Nachhinein hat sie dann darüber gelabert, daß ich ihr ja kein Spritgeld gebe. Es waren halt 2 Km und da habe ich es nicht für nötig gehalten, zumal ich sie auch oft irgendwo hingefahren habe.

Richtige Freunde habe ich hier 4 Stück, dazu zählt mein Freund, ein 18 jähriges Mädel, das aus Meck. Pomm. kommt und ein Pärchen. Nur leider haben die auch nie so oft Zeit und meine Tage sind daher auch immer etwas langweilig.

Wenn du abends mal langeweile hast, kannst du mir auch gerne mal schreiben. Bin auch meist am WE alleine zu Hause. Kannst über VK schreiben oder ich gebe dir mal meine E-Mail Addi.

Achja aus Nordrheinwestfalen haben wir auch Bekannte. Die kommen aus Dortmund. Ich muß ehrlich eingestehen, mit denen komme ich auch nicht klar.;-)

Kopf hoch und LG Jessie

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Hi,

Du bist wahrscheinlich vorher noch nie umgezogen?

Ich habe mehrere Umzüge hinter mir, der letzte ging nach Frankreich. Es braucht 2 Jahre und natürlich die entsprechende Offenheit, um sich richtig wohl zu fühlen. Es braucht sicherlich noch länger, einen richtigen Freundeskreis aufzubauen. Dabei hilft es Dir natürlich wenig, wenn Du gegenüber den Leuten in Deiner neuen Heimat ablehnend bist oder Du Dir einredest, Du passt nicht rein!

Wie hast Du denn in deiner alten Heimat auf Zugezogene reagiert? Hast Du sie gleich integriert, hast du ihre not begriffen. Vielleicht begreifen deine neuen bekannten auch nicht, was dich bewegt....

Sieh es doch positiv, als neue Erfahrung. Die kannst neue interessante Leute kennenlernen. Du kannst dich selbst weiterentwickeln.

eins habe ich gelernt: ein zu hause kann man sich überall schaffen, aber man muss es wollen und selbst tun. Man braucht Geduld und Offenheit.

Ich wünsche Dir viel Glück und hoffe, Du gibst Deiner neuen Heimat eine Chance!

LG

Marion

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Hallo...
mir geht es so wie dir. Allerdings liegt mein Umzug erst einige Wochen zurück, aber ich kann mir einfach nciht vorstellen mich hier je richtig einzuleben :-(
Die "Sprache", die Umgebung....alles anders

Sind von Nord- nach Süddeutschland gezogen (über 800km), dann kann man nicht einfach mal so schnell in die Heimnat fahren#heul

Wenn ich in irgendwas ganz vertieft bin und nicht daran denke das ich jetzt hier Unten wohne, dann kommt mir immer der Gedanke das ich gleich ja mal zu meiner Mutter auf nen Kaffee fahren könnte, aber wenn ich dann aus dem Fenster guck und die Berge sehe, denke ich "scheiße, geht ja gar nicht" #schmoll

Ich hoffe das sich das hier bessert wenn ich hier Arbeit gefunden habe, dass ich dann Anschluss finde....

Von wo nach wo bist du denn gezogen??

Frau E

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Hallo,

genau andersherum wie du von Süddeutschland nach Nordrheinwestfalen.

Ich kann deinen Kulturschock voll verstehen!

Ich kann dir nicht sagen, ob der Anschluss da unten einfacher für dich wird. Ich sag ja immer zu "uns" die "Hart-aber-herzlich-Bayern".

Zu den Bayern einen Draht zu finden dauert ziemlich lang. Sie sind irgendwie wie ein Völkchen für sich und bilden sich auf ihr Bayernland sehr viel ein. Trotzdem ich bin dort geboren und verstehe mich mit der Mentalität natürlich sehr gut.

Ich hoffe für dich, dass du schnell einen tollen Job eventuell mit tollen Kollegen findest!

Ich habe hier zwar auch eine Arbeit und Kollegen, die leider aber doppelt so alt sind wie ich. Sprich eher wie Mama`s zu mir sind.

Also wieder nichts mit neuem Anhang finden!

Nun, ich hoffe, dass die Stimmung sich bald wieder ändert!

Lg
kleinaberfein

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Ob du meine Antwort wohl noch liest?
Ich bin vor 5 Jahren von Niedersachsen nach NRW gezogen..genauer gesagt mitten rein ins Sauerland. Die Liebe war schuld.
Gebürtig komme ich eigentlich von der Nordseeküste. Für mich sind die Berge hier echt ein Graus...ich komme immer noch nicht wirklich klar damit. Außerdem habe ich auch jetzt nach 5 Jahren immer noch mal wieder Heimweh. Meine Mama und mein Bruder leben noch in Niedersachsen. Ich vermisse sie sehr. Leider ist es auch bei uns nicht möglich ( obwohl die Entfernung es schon zulassen würde - 4 Std. Autofahrt) mal eben mit den beiden Kindern hin zu fahren. Gerade weil wir ja auch ein Schlafplätzchen brauchen und meine Mama leider nicht so viel Platz hat. Wenn mein Mann sagen würde "wollen wir dorthin ziehen?" wäre ich ganz fix am packen.
Neben meiner Familie vermisse ich unheimlich meine beste Freundin. Die Sauerländer sind sowas von stur.......da ist eine Freundschaft, wenn überhaupt, nur im Schneckentempo möglich. Sicher, ich habe viele "Bekannte" aber alles halt nur so flüchtig. Das finde ich so furchtbar. Es gibt eine Bekanntschaft die enger ist. Eigentlich "fast" eine Freundschaft. Aber es fehlt die Tiefe......
Mein Mann versteht mich sogar und es macht ihn traurig, das ich mich hier so unwohl fühle. Aber was soll ich machen? Wir haben lange eine Wochenendbeziehung geführt und das will ich auf keinen Fall wieder haben. Er hat hier einen guten Job.. und er möchte hier nicht weg.
Also bleibe ich und versuche das Beste aus der Situation zu machen. Meine Tochter fühlt sich hier wohl, sie hat Freunde und kennt es eigentlich gar nicht anders (sie war 2 jahre alt, als wir hergezogen sind) und unser Sohn...er ist hier geboren, also ein echter Sauerländer.
Es wird schon werden. Wir werden das schon irgendwie schaffen oder?
Alles Gute
Tina

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Hallo Tina,

mir gehts genauso, bin allerdings aus dem Bergischen Land nach Meck-Pom gezogen und vermisse die Heimat total! Der Grund war (wie kann es anders sein ;-)..) mein Mann.
Wenn Du möchtest schreibe mich doch mal über meine VK an, würde mich freuen!
Heiße übrigens auch Tina...

LG - Tina

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Hallo,

mir geht es genauso wie Dir, bin vor einem Jahr von NRW nach Meck-Pom. gezogen und total unglücklich und voller Heimat-, Familien- und Freunde-Sehnsucht trotz eigener Familie.

Wenn Du möchtest kannst Du mir über meine VK schreiben.

LG - Tina

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Hallo Kleinaberfein,

nur zu gut kann ich verstehen wie es Dir geht. Ich selbst bin vor 4,5 Jahren wegen eines Jobs 206 Kilometer weit weg gezogen. Noch heute habe ich Heimweh, vermisse meine Familie und kann mich mit meinem neuen Zuhause so gar nicht anfreunden.
Wenn Du magst meld Dich doch einfach bei mir. Vielleicht können wir uns gegenseitig etwas Mut machen um optimistisch zu sein.

Liebe Grüße
wannabemami

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