Mir tut das Kind meiner Freundin so leid

Huhu,

keine AHnung was ich jetzt erwarte. Es geht mich eigentlich gar nichts an! Aber irgendwie interessiert mich was andere denken.
Ich hab ne Freundin, die ich in der Geburtsvorbereitung kennenlernte. Unsere Kinder sind nun 3. Aber ihre Kleine tut mir irgendwie total Leid. Die beiden haben ewig auf ein Kind gewartet, jahrelang und erst mit der KiWu-Klinik hat es geklappt. Naja und jetzt wo das Kind da ist, zieht die Oma es groß und Friseur oder Maniküre sind wichtiger.
Sie war ein Jahr zu Hause, da fiel es mir noch nicht so auf, obwohl da die Oma schon voll mit einbezogen war. Aber da fand ich das noch schön. Nach einem Jahr ging sie vollzeit arbeiten. Wollte sie eigentlich nicht wirklich, der Mann nötigte sie dazu und gegen den sagt sie eh nichts.
Seither kümmert sich Oma um ALLES. Um das Kind (mit 2 kam sie in den Kiga), um das KOchen, Wäsche, putzen, .... einfach alles! Nur abends sind die Eltern da, und da setzen sie sie schon von kleinauf vor die Klotze, auch in einem Alter, als wir daran bei unserem Kind noch im Traum nicht dran dachten. Wenn mein Mann Samstags mal dort ist um auf dem Bau zu helfen, kümmert auch da die Oma sich ums Kind und kocht Essen für die Helfer, während Mutti beim Friseur oder bei der Kosmektikerin ist. Wenn sie Sonntags zu früh wach ist, wird sie zur Oma geschickt.
ALs der Kiga zwei Wochen zu hatte in den SOmmerferien, war es den Beiden zu heiß um Urlaub zu nehmen, also auch Oma. Und jetzt chillen sie ihren Urlaub während das Kind Kiga hat.
Was zum Teufel ist los mit denen?
Als sie letztes Jahr in Urlaub fuhren (na immerhin mal was mit dem Kind), hat die Kleine die ganze Zeit nach der Oma geweint.
Ich weiß es geht mich nichts an, aber es belastet mich irgendwie. Auch weil das Kind sich immer freut und mir entgegen rennt wenn ich in Kiga komme, als würde sie mit mir mitwollen. Und mit der Oma rede ich auch oft, die bringt sie ja morgens und holt sie mittags.
Wenn wir als mal zum Grillen eingeladen waren, saßen die Beiden auch nur rum udn die Oma hat den Tisch abgeräumt etc. Ich kam mir da als total bescheuert vor und hab geholfen.
Ich kann nur den Kopf schütteln! Ich mag die Freundin gerne, aber was zu sagen trau ich mich nicht. Soll ja eigentlich nicht mein Bier sein. ABer das Mädel ist eben beste Freundin zu meiner Tochter

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Aber wo ist denn das Problem?

Dann hat die Kleine eben ne ganz, ganz tolle Oma, dann ist die Bindungsperson Nummer 1. Wenn das für die Oma und die Eltern okay ist, ist doch alles in Ordnung 🤷‍♀️

Ich sehe da nichts, was einem leid tun muss. Für die Mutter wird es sich irgendwann rächen (und den Vater), denn die Oma wird nun mal Hauptperson bleiben. Aber für manche ist das ok so.

Hauptsache ist: das Kind wird geliebt, gut versorgt und nicht vernachlässigt. Da würde ich sonst was sagen, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein!

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Ich finde, das hört sich schon so an, als wenn das Kind in gewisser Hinsicht vernachlässigt wird. Also nicht in dem Sinne, dass dem Kind was schlechtes zugefügt wird oder dem Kind geschadet wird, sondern in der Bindung zu den Eltern.
Hört sich ja so an, als wenn das Kind nur das fünfte Rad am Wagen ist und immer zur Oma gegeben wird, weil die Eltern auf gut deutsch „keinen Bock haben“ oder „was Wichtigeres zutun haben“.
Und die Aussage „Hauptsache es wird geliebt“, finde ich auch nicht richtig. Denn wenn ein Kind nur abgeschoben wird, bekommt es nachher den Eindruck, dass die Eltern es gar nicht lieb haben.

An die TE:
Ich würde das schon mal bei der Freundin ansprechen. Nicht unbedingt negativ, sondern einfach fragen, warum das so ist, dass sie sich scheinbar keine Zeit für ihr Kind nimmt (das ist jetzt von mir so interpretiert aus deinem Text).

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Ich denke, viele Menschen interpretieren Gefühle in andere hinein, "was ich so empfinde, empfinden andere genauso". Ich war früher auch fast nur bei den Großeltern und empfand es nicht als "abgeschoben" vielmehr wusste ich, mich liebt nicht nur meine Mutter, sondern auch meine Großeltern, diese drei Personen waren meine Familie. Woher weiß denn die TE ob die Tochter es als negativ empfindet, so wie sie es hier einfärbt? Vlt. ist das nur Ihre Denkweise? Von außen so etwas zu beurteilen ist eher unmöglich. Man kann anderen Leuten nicht hinter die Stirn gucken. Und dieses dann noch als "Vernachlässigung" zu bezeichnen, finde ich schon mehr als frech.

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Wer wollte denn die Kiwu-Behandlung? Der Mann, dem eh nicht widersprochen wird?

Oder die Oma, die ja uuuunbedingt ein Enkelchen haben wollte?

Wollte deine sogenannte Freundin überhaupt wirklich ein Kind?

(Bringt dich jetzt nicht weiter, und bringt natürlich auch dem Kind nix - aber du hattest ja auch keine konkrete Frage 😉)

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Es gibt echt so Irre.

Kollege meines Freundes genauso. Baby wurde mit 2 Monaten in die Krippe gegeben, von morgens bis abends. Wenn die Eltern mal frei haben, bleibt Kind in der Krippe, während die Eltern sich einen schönen Tag machen.
Jetzt ist ein Familienurlaub in einem Familienhotel geplant, wichtigstes Kriterium war, daß es eine 8-21 Uhr Betreuung für das Kleinkind gibt.

Alle zerreißen sich den Mund über die als Eltern. Man fragt sich echt, ob die einfach nur ein Häkchen auf ihrer To-Do Liste des Lebens machen wollten.

Ich vermute auch, daß Du nur verlieren kannst, wenn Du was sagst. Normal sind solche Leute ja nicht offen für konstruktive Kritik.

Kannst nur das Beste draus machen und die Freundschaft der Mädels fördern.

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"Normal sind solche Leute ja nicht offen für konstruktive Kritik."
Wenn die konstruktive Kritik so wie in deinem Beitrag formuliert ist, wundert mich das nicht. Das ist keine konstruktive Kritik, sondern pure Ablehnung ihres selbstgewählten Lebensstils.

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Was magst du denn an deiner Freundin?

Irgendwie lässt du kein gutes Haar an ihr.
Ja, meines wäre das auch nichts, aber was willst du auch sagen.

Wenn eure Kinder so dicke sind, dann nimm sie mal mit zu euch zum spielen und lass sonst den Kontakt eben sein.

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Wieso sie meine Freundin ist? Ich mag sie gern :D sie ist kein schlechter Mensch, ich glaub deswegen belastet es mich noch mehr. Weil ich es nicht kapieren kann, dass sie so agiert.
Das Kind wollte sie übrigens selber bzw gemeinsam mit dem Mann.
Achja, die regelmäßige Paarzeit am WE ohne Kind hab ich vergessen :D
Man kann es selber nur besser machen....

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Vielleicht ist sie nach der langen, schwierigen Kinderwunschzeit jetzt einfach überfordert, depressiv oder so?

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Ich würde tatsächlich auch auf eine postpartale Depression tippen, es ist gar nicht so ungewöhnlich, wenn es sich so lange zieht insbesondere unbehandelt.

Ich würde sagen, sie ist mit dem Leben mit Kind überfordert und wird den Anforderungen die das Kind stellt nicht gerecht, die Oma ist da eine bequeme Lösung und sie sieht keinen Anlass was daran zu ändern.

Mit Kind ist man plötzlich fremdbestimmt und das Leben ändert sich, sie scheint verzweifelt zu versuchen diese Veränderungen so gering wie möglich zu halten. Wenn das Kind älter wird, wird es auch aktiv einfordern und Fragen stellen. Wenn Oma es stärkt und das Kind genug Selbstbewusstsein entwickelt, dann wird es für deine Freundin in der Pubertät sehr unbequem.

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Hallo

mal dran gedacht, dass die Oma das alles gern macht?? Wit haben auch so einen Fall in der Familie. Oma ist verwitwet: das neue Tätigtsgebiet war ab Geburt der Enkelin der Haushalt/Garten von Sohn und Schwiegertochter sowie die Betreuung der Enkelin. Heute ist die 17 und noch immer geht die Familie fast täglich bei Oma essen. Tja, wenn alle glücklich damit sind....

Leid zu tun brauchte uns das Mädel übrigends nicht, sie hat eben neben der Bindung zu den Eltern eine starke Bindung zur Oma. Ach so, die Schwiegertochter ist auch nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen ( ist hier überwiegend so) und sie war froh, eine so verlässliche Schwiegermutter zu haben.

LG Nici

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Bei uns ist es so ähnlich. Bei mir ist es meine Mutter, die teilweise 4 bis 5 mal die woche kommt "sie möchte zeit mit ihren enkeln"
Dann packt sie die beiden ein und geht mit denen ein paar Stunden spazieren oder zum spielplatz, die kinder essen bei ihr dann noch was und sie bringt sie abends.

Ich sehe in der von der TE beschriebenen Situation jetzt auch nicht wirklich ein Problem.
Ich finde es schön, dass meine kinder gerne und viel bei oma sind. In der Zeit mache ich Haushalt oder lerne für die Schule, denn ich hole mein Abi nach an der abendschule.
Ach, in der zeit passt übrigens auch meine Mama auf die kinder auf und bringt sie die 4 Abende ins Bett.
Viele vergessen, dass Eltern eben nicht NUR ELTERN sind, sondern immer noch eigenständige Personen. Und ja, auch Eltern brauchen mal ein paar Stunden für sich.

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Ich sehe das Problem teilweise ehrlich gesagt nicht. Was interessiert es dich wie in einem Mehrgenerationenhaus die Aufgaben verteilt werden? Früher war das normal. Ich bin ähnlich aufgewachsen und auch wir leben mit mehreren Generationen unter einem Dach als oft familienübergreifende Gemeinschaft. Es ist normal bei uns dass die Wäsche schon aufgeräumt leine baumelt bis ich heim komme, der Lütt geht Sonntags lieber zur Oma weil da leckereres Frühstück gibt ....natürlich ist das Beispieel zum Teil extrem aber ws bietet dem Kind auch viele Vorteile die die heutigen 'vater-mutter-kind mikrokosmen' nicht bieten können

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Mein Familienbild ist es auch nicht.

Aber das Kind tut mir nicht leid. Es hat doch das große Glück das es in einem Dorf aufwächst. Viele Kinder haben keinen Kontakt zu den Großeltern. So ist es doch super das es die Oma als weitere Bezugsperson hat.

Und wenn die Oma gerne putzt und Co ist das doch auch toll.

So lebt die Mutter später wenigstens nicht in Altersarmut und das Kind muss sie mit versorgen

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Ich verstehe ehrlich dein Problem nicht 🧐. Wenn es für DIESE Familie so passt, dann ist doch alles ok. Es kann doch jeder so leben, wie er möchte. Das Kind wird in meinen Augen nicht vernachlässigt, also alles gut 👍.
Die Oma wird doch sicher nicht zur Kinderbetreuung gezwungen werden, oder? Wahrscheinlich brauchen deine Freundin und ihr Mann 2 VZ-Gehälter, wenn sie bauen?

Ach ja: In der Krippengruppe unserer Tochter gibt es einen gleichaltrigen Jungen, der mich offenbar mag, denn er läuft mir IMMER freudestrahlend entgegen, will kuscheln und der wird definitiv nicht von seinen Eltern „vernachlässigt“. Das Kind wird sich nur freuen dich zu sehen, weiter nichts. Du interpretierst viel zu viel rein.

ABER wenn es dir so zu schaffen macht, sprich dich deine Freundin einfach drauf an.

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