Aus anderen Beiträgen lernen

Hallo,

ich weiß, dass positive Beiträge hier oft nicht gut ankommen. Jemand könnte es falsch auffassen und mir egoistische oder gehässige Absichten unterstellen. Also lieber in grau.

Ich lese hier oft mit und muss sagen, dass viele Threads mir dabei helfen, mein eigenes Leben und Denken zu hinterfragen.

Ihr seid genervt von der übergriffigen Schiegermutter und ich lese den Text und finde mich in manchen Verhaltensweisen wieder und stelle fest, dass ich manchmal eine übergriffige Tante bin. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung!

Ich bin dankbar für Verhaltensweisen meines Mannes, die ich vorher selbstverständlich fand.

Und bei anderen Verhaltensweisen denke ich, dass ich sie mir nicht länger gefallen lasse.

Ich habe akzeptiert, dass er manche Sachen im Umgang mit den Kindern anders macht als ich - dabei stammten die Beiträge, die ich zu dem Thema hier gelesen habe, alle nicht von mir.

Ich denke, dass dieses Forum hilft. Vielleicht nicht immer den Erstellern der Threads oder zumindest nicht ausschließlich ihnen, sondern auch den (stummen) Mitlesern.

Was habt ihr gelernt, was habt ihr für euch mitgenommen aus Beiträgen, die ihr nicht selbst verfasst habt?

VG
von einer Frau in grau

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Aus deinem Beitrag lerne ich, dass man Geduld haben sollte, um Beiträge nicht zu oft abzuschicken 😉

Vor kurzem erst hat mir die Geschichte einer anderen Userin zu einer wichtigen Entscheidung verholfen. Sie ist mit dem zweiten Kind schwanger, promoviert und hat sich darauf verlassen, dass ihr Freund Elternzeit nimmt. Der hat aber eine Stelle 500 km weit entfernt angenommen. Das hat mich sehr betroffen gemacht.

Mein Mann sagt, falls ich noch ein zweites Kind möchte, möchte er im Januar mit dem Üben anfangen. Wenn alles klappt, würde es dann kurz nach meinem Masterabschluss auf die Welt kommen.

Nachdem ich den oben beschriebenen Beitrag gelesen habe, habe ich mich dagegen entschieden. Vielleicht ändert mein Mann seine Meinung noch mal und kann sich auch zu einem späteren Zeitpunkt ein zweites Kind vorstellen. Wenn nicht, wird unser Sohn eben Einzelkind bleiben.

Denn für ein zweites Kind bin ich erst nach der Promotion oder nach einem Volontariat bereit.

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Jaa, ich würde jetzt sagen, man lernt immer dazu, aber ist nicht das erste mal, dass mir das passiert ist.

Ich weiß, welchen Thread du meinst. Das fand ich auch ganz schrecklich, welchen Egotrip der Kerl da gefahren hat.

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>>>Aus deinem Beitrag lerne ich, dass man Geduld haben sollte, um Beiträge nicht zu oft abzuschicken 😉<<<

Das ist ein technischer Fehler bei urbia und kommt häufiger vor.

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Ich versuche wertfreier zu leben. Ich nehme für mich aus ganz vielen Beiträgen mit das mein Umfeld wohl gar nicht falsch liegt, mit dem was sie über mich sagen. Hat nichts mit Werten zu tun, aber dennoch scheine ich nicht die durchschnittfrau zu sein und das wird mir hier beim Lesen doch immer wieder bewusst.

Mein Leben ist zwar nicht perfekt, aber wenn ich hier so lese, ist es doch perfekt 😂🙈 ich meine das gar nicht böse oder abwertend.

Ich habe keine Probleme mit der Rollenverteilung in unsrer Ehe, ich habe einen tollen Mann und tolle Kinder. Ich bin glücklich mit meinem Job und habe Freunde, mit denen ich über alles reden kann.

Mein Mann säuft nicht, nimmt keine Drogen, ist nicht ständig Party machen, nicht faul und fährt keinen Ego Trip. Kann mich also wirklich glücklich schätzen 😅

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Das klingt alles sehr gut. Finde es sehr wichtig, das auch zu erkennen.

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Auch ich bin immer wieder dankbar für meinen Freund, der sich viel und gern um unsere Kinder kümmert und nicht erwartet, dass ich alles allein mache, nur weil ich in Elternzeit bin. 😅

Weiterhin nehme ich immer wieder mit, nett zu Menschen zu sein, auch wenn sie Probleme haben, die ich vielleicht nicht so nachvollziehen kann.
Manche Antworten finde ich hier nämlich unter aller Sau und frage mich dann jedes Mal, ob diese User wohl auch im realen Leben so mit anderen Menschen reden.

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Freut mich, dass dein Freund sich so toll einbringt.

Ja, das hast du Recht. Ich denke, im realen Leben trauen sich das die meisten nicht.

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Der beste Rat, den ich hier vor Jahren gelesen habe war "Staatl. Fachingen"-Wasser gegen Sodbrennen. Der hat mir schon einiges an Medikamenten erspart.
Und aus den langen Beiträgen einer Userin über ADHS nehme ich öfter mal was mit.

Sonst helfen mir Beiträge in einem anderen Forum, in dem man umfassender diskutieren darf mehr weiter. Hier kommt es ja kaum mehr zu einer richtigen Diskussion, die einem helfen würde, ein Thema von allen Seiten zu betrachten.

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Da könntest du ja einen ganz praktischen Tipp mitnehmen.

Ich gehe davon aus, dass du Zahnweh meinst. Ihre Beiträge finde ich auch immer sehr informativ.

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Ich bin ein großer Fan deiner Beiträge, wollte ich an dieser Stelle mal loswerden 😊

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Lach ja, ich weiß meinen Mann seitdem viel viel mehr zu schätzen, und vor allem die ADHS Beiträge gewisser Nutzer haben mir auch schon sehr weiter geholfen, und früher war noch eine Userin hier die sich mit SEV gut auskannte, da hab ich auch ne Menge lernen können.

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Manchmal bin ich ganz einfach froh, was für ein Glück ich hab, manchmal reflektiere ich mein Verhalten und manchmal lese ich andere Ansichten, über die ich vorher nie nachgedacht hab 😊

Also ja, das Forum ist spannend und interessant, sonst würde ich hier nicht so viel lesen 😊

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Ich bin schon ewig hier und ich denke, dass ich doch einiges mitnehmen konnte.

Auch Antworten die böse hingerotzt werden, gehören für mich dazu, denn daraus kann man lernen sich selber z.B. zu beherrschen um nicht ebenfalls so primitiv zu werden oder auch sich zu fragen, ob man selber bei einer Antwort wirklich objektiv ist oder Frust drin steckt, denn das hilft der TE ja nicht wirklich weiter.

Und wenn man sooo viele Jahre hier ist wie ich lernt man schon verschiedene User besser "kennen", die auch schon länger dabei sind...man weiß wer wirklich authentisch ist.
Es gab/gibt eine Userin, ständig auf krawall und gerne unter die Gürtellinie gehend, obwohl eigentlich nicht dumm und mit guten Momenten, nur leider unter'm Strich, absolut unauthentisch und es gibt Eine, auch schon ewig hier, deren Antworten sind überwiegend top und sehr hilfreich.Irgendwie bringt sie immer alles auf dem Punkt und ich denke, dass sie auch im wahren Leben so ist wie hier.Dennoch weiß ich, wir kämen auf Dauer niemals klar.Es würde Stress geben, denn sie hat was an sich, was ich dauerhaft/Privat, nicht ständig ertragen könnte.

Das Wichtigste was ich hier für mich gelernt habe ist, dass man um eine Fehlgeburt trauern darf und das sexuelle Übergriffe nicht abgetan werden dürfen.
Hier habe ich immer wieder davon gelesen und anfangs habe ich noch ähnliches gedacht wie:" Stellt euch doch mal nicht an!" oder :" ist doch nicht so schlimm bzw. normal!" usw....aber es gab in mir immer eine Trauer.
Mit der Zeit lernte ich, dass eine Fehlgeburt schmerzlich ist und man trauern darf und auch, dass sexuelle Übergriffe nicht normal sind.

Sexuelle Übergriffe gab es bei mir immer wieder zw. 13 und 18 Jahren und es wurde immer abgetan wenn ich was gesagt habe, letztlich lag es angeblich an mir und ich nahm es auch so an.
Mit 19 hatte ich eine Fehlgeburt, damals kam gerade rooming-in auf und neben mir lag eine Mutter mit ihrem neugeborenen Baby.
Ich habe so gelitten, aber von allen Seiten kam das ich mich nicht anstellen soll, es war ja nur eine Fehlgeburt.

Sicher, es war alles eine andere Zeit, dennoch...

Heute sehe ich das völlig anders, konnte trauern und verarbeiten...dank Urbia :-)

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Es tut mir leid, dass du das durchmachen musstest. Ich hatte auch sehr jung eine Fehlgeburt, mit siebzehn, während ich noch zur Schule ging. Meine Mutter sagte damals zu mir, es sei das beste gewesen, was passieren könnte und ich solle dankbar sein.

Es freut mich, dass dir dieses Forum dabei hilft, deine Vergangenheit zu verarbeiten.

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Ich habe gelernt, dass ich kein Pessimist bin, sondern Realist. (Ersteres wird mir oft vorgeworfen.)

Hier liest man so oft, dass frischgebackene gebackene Mütter völlig überrascht sind, dass das Kind nur auf ihnen schläft etc. #rofl

Da bin ich meinem "Pessimismus" sehr dankbar und akzeptiere mein Baby so wie es ist.

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Hallo.

Mitgenommen habe ich nichts, aber ich bin für ein paar dinge dankbar.

Ich bin dankbar für ein Maß an Geduld das es mir erlaubt zb bis zum NMT abzuwarten und nicht schon 4 tage nach dem Eisprung eine " Orakeltestreihe zu starten "

Ich bin dankbar für Google und seine Funktionen

Ich bin dankbar für eine Ärztin der ich mehr vertraue als dem " hattet ihr das auch " - "Schwarmwissen"

Und ich bin dankbar für eine wunderbare Schwiegermama

Und für diesen Beitrag. 🤘🖒

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