Wann sollen Erwachsene Kinder ausziehen?

Ich hatte heute ein Gespräch mit meinem Ex, dessen Partnerin hat einen Sohn, der mittlerweile 28 ist und immer noch bei denen wohnt.
Das führt wohl zu Stress und mein Ex meint, dass er ausziehen soll.
Ist natürlich schwierig als Stiefvater so was anzusprechen.
Abgesehen von der speziellen Patchwork Situation
an sich, wann soll ein erwachsenes Kind ausziehen?
Ich erinnere mich, dass meine Eltern da auch Gespräche drüber geführt haben, denn mein Bruder lebte mit 22 immer noch zu Hause und als er dann anfangen wollte zu studieren, fand mein Vater, dass er in eine Studentenbude umziehen soll.
Er wollte zu Hause bleiben.
Meine Mutter hat auch gesagt er soll bleiben, aber mein Vater hat sich durchgesetzt.
Wie seht ihr das?

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Mein Kind kann bleiben so lange es möchte!

Diese "Rausschmiss"- Kultur finde ich ganz schrecklich.

Mein Mann kommt aber auch aus einem anderen Kulturkreis, da kann jeder kommen wie er mag und bleiben, wie lange er möchte. Und die eigenen Kinder sowieso. ❤

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Danke, endlich mal ein herzlicher Beitrag! ❤️ Wie kann man denn nur so kalt sein wie diese ganzen Beiträge hier..
Meine Kinder dürfen auch so lange bleiben wie sie möchten. Solange sich alle dabei wohlfühlen, es Regeln gibt die eingehalten werden und alle zum Zusammenleben beitragen (ab einem gewissen Alter). Wieso muss man die EIGENEN Kinder aus dem gemeinsamen Zuhause verscheuchen? Leute wo sind wir denn gelandet..Kinder können Zuhause all diese Verantwortung und Selbstständigkeit lernen. Ich finde es grausam wie manche Mütter/ Eltern ihre Kinder quasi loswerden wollen! Geht gar nicht in meinen Augen.

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Ein Alter zu nennen ist da schwierig bzw. unmöglich. Das kommt auf die Lebensumstände an, auf die konkrete Wohnsituation und wie es für alle passt...
Ich bin mit 19 ausgezogen und fand es prima. Kenne auch spontan niemanden, der länger zu Hause blieb - außer einige Familien, die nun im Mehrfamilien/generationenhaus zusammen wohnen...

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Ich denke es kommt darauf an, wann das Kind auf eigenen Fuessen steht, solange es nicht faul zuhause abhängt ;)
Wenn es mit 20 eine abgeschlossene Lehre hat, und dann im Job genug verdient und ausziehen will schoen.
Wenn es bis 25 studiert, auch schoen.
Solange ich mich nicht ausgenutzt fühle, können meine beiden zuhause bleiben...

25

#pro
Das sehe ich auch so.

Sie sollten ihr eigenes Zuhause und Leben auch selber finanzieren können, also einen Job haben.

Beim Studium kann man sich auch ausrechnen, wie viel Geld es mehr kostet, wenn das Kind auszieht, BAföG-Schulden, Miete etc.

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Denke nicht das man sagen kann ein Kind muss oder sollte mit X Jahren ausgezogen sein.

Ich hab das Nest damals mit 18 verlassen meine Eltern haben sich damals nur noch in der Wolle gehabt etc und kurz nach meinem Auszug kam dann auch die Trennung.

Mein Bruder ist damals mit 26 Ausgezogen bei meiner Mama, er rutschte ab hatte einen schlimmen Unfall und lebt nun als Schwerbehinderter Pflegefall wieder im Haushalt meiner Mutter die sich um ihn kümmert...

Meine Schwester ist mit 15 zu mir gezogen hat bei mir ihre Schule beendet und eine Ausbildung begonnen, dann zog sie wieder in den Haushalt meiner Mutter beendete ihre Lehre, Heiratete bekam 2 Kinder und wohnt heute mit meiner Mutter, meinem Stiefvater ihrem Mann und 2 Kindern im selben Haus und sagte mir mal das Sie sich nicht vorstellen könnte in einem Haushalt ohne Mama zu wohnen da es ja so viel einfacher macht vor allem bei der Kinderbetreuung....

Da sie 2 abgetrennte Wohnbereiche haben und jeder seine eigenen Kosten trägt ist das für alle Partein wohl in Ordnung....

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Mir wäre nie eingefallen, so lange Zuhause wohnen zu bleiben, davon abgesehen, dass meins Eltern das auch nicht unterstützt hätten.

Jedem Menschen tut es gut, mal alleine gewohnt zu haben, denn das stärkt den Charakter und das Organisationstalent. Auch das Leben in einer WG kann sehr lehrreich sein.

Will er denn vom Hotel Mama gleich ins gemachte Nest einer zukünftigen Ehefrau wechseln?

Wichtig ist, dass dein Ex und seine Partnerin sich einig sind, sonst wird das nichts.

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Wieso soll das als Stiefvater schwierig sein, der Mann wohnt doch bei ihm und seiner Partnerin. Damit hat er m.M.n. volles Mitspracherecht.
Ich finde es unnormal, in dem Alter noch bei den Eltern zu wohnen. Nach abgeschlossener Lehre oder zu Beginn des Studiums sollen meine Kinder ausziehen. Ich will dann auch wieder meine Ruhe haben.

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Soweit ich weiß, ist es rein rechtlich mit 25 Jahren vorbei mit der Unterhaltspflicht der Eltern und diese Grenze finde ich auch für einen Auszug recht sinnvoll. Ein halbes Jahr mehr macht den Kohl nicht Fett, sollte noch ein Studium oder ähnliches Beendet werden.
Aber dann sollte mal Schluss sein mit Hotel Mama/ Papa.

Was macht denn der nicht mehr ganz so junge Mann? Studiert er? Ist er berufstätig?

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Mit 27 ist wohl Schluss mit Unterhalts Ansprüchen, Voraussetzung natürlich, dass man sich bis dahin noch in der ersten Ausbildung befindet.
Der Stiefsohn hat zwei Ausbildungen abgebrochen und macht nichts.
Und sagt, er kann sich keine Wohnung leisten, die soll die Mutter bezahlen wenn sie will dass er geht.
Was sie sich aber nicht leisten könnte, selbst wenn sie wollte.
Also bleibt er dort wohnen.

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Dann muss er sich arbeitssuchend melden, Sozialhilfe oder keine Ahnung was, aber seine Mutter muss ihn doch nicht ewig mit durchziehen, wenn er gar nichts macht.

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Also zum Alter: mein Bruder und ich sind beide mit 23 ausgezogen. Das hatte sich einfach so ergeben, irgendwann ist man normalerweise von selbst an dem Punkt wo man was eigenes will. Mit 28 noch zu Hause zu wohnen ist sehr speziell und kann ruhig auch hinterfragt werden.

Zu deinem ex: es kommt natürlich drauf an. Wenn er erst seit 3 Wochen mit seiner Freundin zusammen wohnt und von dem fast 30jährigen wusste, der noch zu Hausr wohnt kann er natürlich nicht von jetzt auf gleich eine Forderung stellen. Da müsste man ja sagen das wusste er vorher. Aber wenn sie schon lange zusammen sind, vielleicht schon als der Soh Anfang 20 war, dann kann er ruhig was sagen. Ist ja schliesslich auch sein Haus.

Aber da kommt mir gerade eine andere Geschichte in den Sinn. Bei einer Freundin meiner Mutter war es so, dass der Anfang 20jährige Sohn nach x abgebrochenen Ausbildungen zu ihr und ihrem Mann zog (nicht sein Vater). Der sitzt jetzt nur bei denen rum, arbeitet nicht, kifft den ganzen Tag, hört laut (störend für die anderen) Musik und lebt auf deren Kosten. Der Mann hatte es natürlich auch schon angesprochen aber die (sonst sehr nette und verständnisvolle) Frau reagierte ziemlich bissig. Sie fauchte ihren Mann an, dass dies ihr Kind und IMMER willkommen bei ihr sei. Nun denn, ich weiss nicht, wie es dort ausgegangen ist..

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Hallo
Wenn man sich versteht und das Kind wie ein vollwertiger Erwachsener benimmt und verhält, ist es doch alles super.
Ich kenne viele die hier länger zuhause wohnen oder wohnten. Hier kann man sehr gut studieren und Ausbildung machen und viele zieht es hier her. Bezahlbarer Wohnraum ist so ein anderes Thema. Wenn man sich zuhause wohl fühlt und gut miteinander klar kommt, bevorzugen es viele im schönen Zuhauses zu bleiben und nutzen es auch, um mehr Geld zur Seite legen zu können. Ich kenne da einige, die die „Einheimischen“ darum beneiden. Ich kenne ehrlich gesagt auch gar keine jungen „Einheimischen“, die hier direkt ausgezogen sind.
Aus Prinzip eine Altersgrenze zu setzen, finde ich völligen Quatsch. Wer meint sein Kind muss ausziehen um selbstständig zu werden, macht daheim was falsch.
Wenn es Stress gibt, muss man das klären. Lebensumstände sind unterschiedlich, die Situation die du beschreibst, kann man so doch überhaupt nicht beurteilen.

LG

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