Schwiegermutter und Baby! Wie reagieren?

Schönen Samstag zusammen,

ich brauche von euch Ratschläge, wie ich ein paar Situationen freundlich lösen kann.

Ja, es geht um die Schwiegermutter. Wie der Titel eben sagt, aber das ist kein Post in dem ich sie schlecht machen will. Ich brauche einfach ein paar Lösungsansätze und Ratschläge, wie ich mit solchen Situationen besser umgehen kann.

Das Verhältnis zwischen meiner Schwiegermutter und mir würde ich als „OK“ bezeichnen. Es gab definitiv schlimmere Phasen als momentan, eine regelrechte Eiszeit zwischen uns mit 0 Kontakt. Jetzt haben wir uns aber wieder angenähert und gehen immer wieder ein paar Schritte auf einander zu.

Mein aktuelles „Problem“ ist, dass sie in der letzten Zeit angefangen hat, mir ständig mein Kind aus dem Arm zu nehmen. Dabei spricht sie nicht mit mir, sondern mit meiner Tochter: „Du möchtest doch bestimmt zur Oma auf den Arm, komm mal her!“ Einmal kam bisher auch: „komm, gib sie mir jetzt!“ Es war vorher nicht so, dass sie die kleine nie auf dem Arm hatte oder sonst was. Aber wenn sie sie dann runtergesetzt hat, weil sie sich auf ihrem Arm so gewehrt und weggedrückt hat, sie zu mir gekrabbelt ist und sich an meinen Beinen hochgezogen hat (für mich das eindeutige Signal das sie bei mir sein möchte), kam sie und nahm sie mir wieder „weg“.

Ich weiß nicht, wie ich in den Situationen reagieren soll und hab es deshalb zugelassen. Auch aus Angst, dass wenn ich „nein“ sage, zwischen uns wieder alles schwieriger wird, weil sie sich vor den Kopf gestoßen fühlt.

Das eindeutige Signal mit dem wegdrücken wird meist bis zuletzt ignoriert. Quasi bis sie sich so sehr windet und wegdrückt, dass es schwer ist sie festzuhalten. Mein Mann hat da schon ein paar mal gesagt, dass sie nicht auf den Arm sein will, weil sie aktuell lieber krabbelt. Aber die Worte ihres Sohnes überhört sie da gerne mal. Ich denke wenn ich was sage, akzeptiert sie das womöglich eher. Ich weißer aber leider nicht wie.

Heute ist ein Familienfest. Schwiegervater hat Geburtstag und die engsten Verwandten kommen zu Besuch. Mir graut es irgendwie davor, in so eine Situation zu geraten und dann falsch zu reagieren.

Was meint ihr? Wie kann ich solche Situation umgehen oder freundlich lösen, ohne sie zu verletzen?

Vielen Dank fürs lesen und für eure Ratschläge!

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Wenn es eine Familienfeier ist, würde ich 1. nicht gerade heute ein Exempel statuieren, wenn du es bisher zugelassen hast. 2. würde ich wohl drauf hoffen, dass die SM vor den anderen merkt, dass das Kind runter will bzw. vllt sogar jemand anderes die Situation kommentiert. 3. finde ich die Sache jetzt gar nicht soooo schlimm. Dein Kind weiß sich ja durchaus schon zu wehren und ist nicht mehr ganz klein und schutzlos. Ich denke daher, dass sich das recht schnell von selbst klären wird...

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Danke für deine Antwort!

Ich hätte sie unter keinen Umständen vor ihren Gästen vorgeführt. Wahrscheinlich hätte ich das Gespräch unter 4 Augen gesucht, weil ich die Situation nicht unangenehmer gestalten möchte, als sie in dem Moment vielleicht sowieso schon ist.

Und ja, meine Tochter kann sich schon gut mitteilen. Es ist nur schade wenn die Zeichen irgendwie nicht richtig gedeutet werden. Danke für deine Sichtweise und Vorschläge!

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Ich denke auch, dass sich das Problem von alleine lösen wird, da deine Tochter ihr gut zeigt, was sie will und was nicht, und würde daher gar nichts sagen.
Falls es dir ein dringendes Anliegen ist, es doch anzusprechen, mach das auf keinen Fall heute. Wenn Besuch da ist, wirst du keine geeignete Gelegenheit finden. Unter vier Augen werdet ihr vermutlich nie lange sein, so dass du ihr das auf die Schnelle sagen müsstest, und sie könnte gar nichts mehr dazu sagen, bevor jemand anderes dazu kommt. Dann steht das die ganze Zeit zwischen euch.

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Warum sagst du z.B., wenn deine Tochter gestrampelt hat und zu dir wolltenicht einfach. "Nein! Anna möchte jetzt nicht zu dir! Das würde ich sogar bei ner Feier machen . Wenn Oma dann nen Aufstand machen will vor allen Anderen, ist das vn IHR produziert, nicht von dir.

Und wegen Angst vor Verschlechterung eures Verhältnis,der Oma das Sagen zu überlassen, nee, das hast du nicht nötig. Es ist DEIN/EUER Kind und dam ußt und darfst du was sagen.
Wie verhält sich den dein mann, in solcher Situation? Meine Erfahrung ist,dass der eigene Sohn eher gehört wird von einer solchen Oma, also kann er doch dann mal ein paar Worte spricht zum Thema.

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Ich finde, in so Situationen muss man für sein Kind einstehen und kommunizieren. Dein Kind kann das noch nicht mit Worten, aber mit Verhalten und du bist der Dolmetscher.

Ja vielleicht ist SchwiMu dann mal kurz angefressen, aber da musst du für dein Kind einstehen.

Ich würde einfach freundlich sagen „Lass sie bitte krabbeln, sie möchte grad nicht auf den Arm!“ oder „ich nehme sie kurz, sie braucht noch etwas zum Auftauen und ankommen, gleich kannst du sie haben!“.

Auf Festen hab ich Motte öfter mal in der Trage, da kann sie einem keiner ungefragt weg schnappen :D also als sie kleiner war.

Inzwischen ist sie 15 Monate, schüttelt energisch mit den Kopf und schreit ohrenbetäubend, wenn sie was nicht will 😂😂

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Im Vordergrund sollte das Bedürfnis eures Kindes stehen, daher würde ich auch eingreifen und nicht "kuschen" in Sorge um das Verhältnis zu deiner SM oder was die Gäste denken könnten.
Wie eine Furie würde ich ihr natürlich nicht gegenüber treten.
Es feht dabei nicht um ihre Befindlichkeit, die wären mir ein Stück weit egal.
Problematisch ist halt, das du dieses vom Arm nehmen lassen toleriert hast.
Dieses Verhalten von ihr hat sich dahin gehend irgendwo für deine SM eingebürgert.
Schon beim ersten mal hätte ich freundlich einen Riegel davor geschoben um sowas in Zukunft zu vermeiden, damit sich auf lange Sicht nicht noch mehr Zündstoff anstaut.

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Hallo,

ich finde es ganz wichtig, dass du deiner Schwiegermutter hier ein Zeichen setzt und eine Grenze aufzeigt....das geht auch freundlich und trotzdem ganz deutlich....auch von deinem Mann seiner Mutter gegenüber.
Es ist grenzüberschreitend ein Kind gegen seinen Willen auf den Arm zu nehmen und festzuhalten obwohl es sich windet....egal wer dies tut....Oma,Opa,Tante, Eltern.....
Das ist wie Küsschen geben auf Verlangen.....

Es ist wichtig als Eltern da eine Grenze aufzuzeigen....auch wenn es die Großeltern sind!

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Ich habe gute Erfahrungen mit nonverbalen Lösung solcher Situationen gemacht.
Hingehen und das Kind nehmen wenn es sich bei ihr wehrt.
In deinem Fall kannst du auch etwas der eigenen Medizin verabreichen. “Gell du magst gerade nicht Klein-Karlotta, ich nehm dich mal wieder...”

Wenn Oma ihre Bedürfnisse über das vom Kind stellt obwohl es so eindeutig ist wirst du ums ansprechen nicht umhin kommen. Wir spielen das Spiel seit zwei Jahren mit unseren....

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Ich würde das mal ganz entspannt sehen, sie freut sich halt auch mal mit ihrer Enkelin zu kuscheln. Vielleicht mal den Helikopter abstellen und etwas entspannter drangehen, ist für alle Seiten gut.

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Dachte Karl auch, als Onkel Thomas abends immer wieder in sein Zimmer kam... da hätten ihm seine Eltern vielleicht doch beibringen sollen, dass auch Kinder Grenzen haben, an die sich erwachsene zu halten haben. Egal ob es die Oma, der Opa, Onkel oder Tanten sind.
Das Kind zeigt deutlich, dass es nicht auf Omas Arm möchte. Wenn Oma das nicht respektieren möchte, dann sollten die Eltern eingreifen. Nicht, weil man es der Oma grundsätzlich schwer machen möchte oder da Machtspiele laufen, sondern weil man heute einfach einige Schritte weiter ist, als vor 40 Jahren, wo der Wille des Kindes null Komma null zählte und kinder das akzeptieren mussten, was jemand gerade entschieden hat. Auch Omas können lernen, dass Enkelkinder körperliche Nähe ablehnen. So doof es nun mal ist, wenn das Kind nicht auf kuschelkurs ist, so ist es manchmal eben. Das hat auch mit Helikoptern überhaupt nichts zutun, sondern damit, dass man seine Kinder dabei unterstützt, dass sie ihre eigenen Grenzen definieren und das vollkommen in Ordnung ist, wenn sie es tun. Ein Kind gegen den Willen da ständig zeigen, dass es auf den Arm muss, weil xyz gerade das Bedürfnis danach hat oder Küsschen geben muss, ist ein völlig falscher Ansatz. Fürchterlich, dass Eltern deswegen als Helikopter betitelt werden. Wobei... heutzutage werden Eltern sowieso, egal was sie machen, als Helikopter betitelt. Scheint so ein modischer Begriff zu sein, denn man gern verwendet, um andere in ihrer Erziehung zu kritisieren, weil man es selbst anders macht.

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word!

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Hey:)

Ich sehe dass wie die meisten hier.
Ganz klare Grenzen aufzeigen.

Das Problem haben wir auch mit meinen Schwiegis und meiner kleinen (7M)
Sie zeigt ganz klar dass sie keinerlei Interesse hat und es wird einfach gemacht.

Ich sage denen immer& immer wieder
"Sie wird es euch zeigen, falls sie zu euch kommen möchte"

Manchmal geht sie von alleine auf oma's arm zeigt aber nach 3sekunden dass sie wieder weg will. Dann nehme ich sie und fertig.

Ich denke nicht eine Sekunde drüber nach wie die Schwiegis es finden... denn es fragt sich ja auch keiner wie mein Baby es findet

Zu einem guten Verhältnis gehören immer zwei die den anderen respektieren und akzeptieren und nicht einen der macht und einen der machen lässt

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