Kann mich einer vielleicht verstehen ??

Hallo liebe Urbia Mitglieder

Nun ich möchte mich etwas ausweinen...
Ich erwarte natürlich nicht von jedem Verständnis oder gar Zuspruch, bloß vielleicht findet sich ja jemanden der auch meiner Meinung ist. Ich möchte einfach schauen wie andere Familien das empfinden und wie sie handeln würden an meiner Stelle....

Wo fange ich an...
Also, ich bin seit 4 Jahren verheiratet. Bin zum dritten Mal schwanger ( erstes Kind aus erster Beziehung mit in die Ehe gebracht)

Ich bin ein Dorfmensch und habe es immer geliebt...nun sind wir vor einem Jahr aufs Land gezogen ( von meiner Mutter ca. 20 km entfernt )
Für sie absolut nicht zu verstehen...jedes Mal muss ich mir anhören dass es hier doch scheisse ist, wir sollen in deren Nähe ziehen...wer hilft mir spontan mit den Kindern usw
Ich sage jedes Mal dass ich hier glücklich!
Nun haben wir uns für Eigentum entschieden ( lassen Bauen ) in einem anderen Dorf.
Grundstück suuuuuuper günstig. Einkaufsmöglichkeiten, Horte, Schule usw.
Da wären wir bei 27 km von meiner Mutter entfernt...für sie Horror!
Ab jetzt ist noch mehr alles scheisse...
Sie meint, ich werde es bereuen, das Grundstück ist blöd, das Haus was wir bauen wollen ist blöd, die Gegend ist blöd, in die Stadt zu fahren zu weit, kein Internet Empfang zu blöd....
Jedes Mal das Selbe!
Nun hatten wir etwas Probleme mit der Finanzierungsanfrage ( hoffen jetzt auf die zweite Zusage von der Volksbank)
Meine Mutter ?! Betete förmlich dass es nicht klappt 😒
Ich verstehe nicht ganz ihr Problem...sie hat selber Familie, Ehemann, Oma und Opa neben an, meine Geschwister ( 23 Jahre und 10 Jahre alt noch im Haus ) arbeitet wie verrückt. Wieso kann sie nicht einfach akzeptieren dass ich glücklich bin ???
Jedes Mal aufs Neue muss ich mich rechtfertigen und fühle mich schlecht dabei. Sie tut so als würde ich sie für immer verlassen...
Dann sieht sie die Engel doch zu selten usw
Wir haben doch alle ein Auto heut zu Tage...knapp 30 km ist doch kein Weltuntergang oder ????
Ich habe selber eine Tochter...natürlich weiß ich nicht was sie später aus ihrem Leben machen wird aber ich bin glücklich wenn sie glücklich ist und das ist doch was zählt oder ?
Meine Mutter ist generell ein Mensch der immer nur alles negativ sieht...nie kommt etwas positives...das pellt so ab echt 🙁

Generell müssen wir uns von einigen Bekannten und Freunden anhören wie wir bloß aufs Land ziehen wollen!??!!!
Wieso denn nicht ??

Ich liebe es hier und wir fühlen uns pudelwohl.

Wir kommen kurz zum Knaller...meine Mutter selber wohnt auf einem Dorf !! Ihres ist aber näher an der Stadt...

Was meint ihr was sie genau stört ?
Ich kann’s mir nicht erklären

Ich kann mittlerweile nix mehr von unseren Bauplänen erzählen weil dann immer ein ABER dazwischen kommt von ihr....

Kann mich jemand verstehen ??
Wie ihr sehen und rauslesen könnt, hilft nicht zu reden mit ihr...mich macht es traurig

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Also ich wohne in einer Stadt, in der gleichen wie meine Eltern 😅 und es liegen ca. 20 km zwischen unseren Wohnungen 😬 ich brauche, dank dem Verkehr immer so 45 bis 50 min zu denen 😉

Meine Mutter ist auch so negativ eingestellt. Sie hatte gehofft, dass ich durch die Schwangerschaft näher zu ihr ziehe, das Gegenteil ist passiert, ich bin sogar noch weiter weg gezogen 😅

Ich liebe meine Wohnung (auf 3 Etagen verteilt und 2 Balkone), meine Mutter hasst sie. Sie mag meine Einrichtung nicht und alles ist doof. Es passt ihr nicht, dass ich in einer anderen Stadt arbeite (auch etwa 20 km von meiner Wohnung) und sie die Enkel zu selten sieht. 7 Jahre lang habe ich mir das gegeben, alles reden hat nichts gebracht, nun haben wir seit fast 1 jahr kein Kontakt mehr. Ich bin zwar traurig darüber, kann es aber nicht ändern 🤷‍♀️

Das allergrößte Problem ist glaube ich, dass ich sie nicht brauche. Also weder für die Betreuung der Kinder, noch Hilfe im Haushalt usw. Ich meine, es sollte wohl normal sein, dass ich das allein hinkriege, aber sie hat mir generell nie etwas zugetraut und immer alles schlecht gemacht. Und ich denke, dass sie damit nicht klar kommt...

Ich bin aber durch und durch positiv eingestellt und konnte daher nicht mehr damit leben.

Wenn klare Ansagen nichts bringen, dann musst du ihr eine Alternative aufweisen, damit sie begreift was sie verliert.

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#rofl sie hasst deine Wohnung? Haha das kenne ich auch, einmal als meine Eltern zu den Feiertagen hier waren meinte sie anschliessend "Euer Haus müffelt! Da hat es sicher irgendwo Schimmel!" Äh danke Mama wie nett #rofl

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Naja kann sie ja, ich liebe sie trotzdem 🤷‍♀️😂 und sie muss ja hier nicht leben. Ich bin da völlig schmerzfrei 🤷‍♀️

Sie kam dann auch nicht mehr, nachdem ich ihr erklärt hatte wozu der Maurer das Loch in der Wand ließ 😬

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Hallo Tinchen,

Es geht nur um 28 km?? Das ist doch keine Entfernung!
Wenn du nach Australien auswandern würdest...ok. Aber es geht um eine halbe Stunde Autofahrt!#kratz

Also, was genau das "Problem" deiner Mutter ist, kann nur SIE dir sagen.

Hast du sie denn schon mal ganz direkt danach gefragt, oder bist du immer nur damit beschäftigt dich vor ihr zu rechtfertigen?

Sag deiner Mutter mal ganz direkt, dass sie deine Entscheidungen bzgl. deines Wohnortes zu akzepieren hat und dass sie mit ihrem Verhalten nur dazu beiträgt, dass du dich von ihr entfernst und zwar nicht nur räumlich.

Deine Mutter scheint irgendwelche Verlustängste zu haben...
Warum, weshalb, wieso....frag sie. Vielleicht steckt da irgendetwas dahinter.

Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute!

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Danke dir für deine Antwort...
Tatsächlich antwortet sie mir genau mit diesen oben genannten Dingen, wenn ich sie frage was genau ihr Problem ist.

- Dorf ist blöd
- Stadt zu weit weg
- Ich sehe die Enkel kaum
- wir können dir nicht spontan helfen falls was ist
- Der weg zur Arbeit zu weit
- Haus zu teuer
- Grundstück ist ungünstig da Nachbarn da Nachbarn

Und und und und

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...ich will doch nur das Beste für dich ABER das ist nicht das Richtige...
Die Standart Aussage 😑

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Oh man. Da würde ich schon gar nicht mehr mit ihr sprechen, telefonieren, oder besuchen wollen.

Ich glaube, ich würde einmal richtig ausrasten. Und vielleicht sogar drohen nur noch zu den Feiertagen zu kommen oder so.

Ich denke auch, dass es ihr genau darum geht. Näher dran, helfen zu können und die Kinder häufiger sehen. Aber für euch passt es so, dass muss sie hinnehmen.
Ich hasse so ein rumgebettel von Erwachsenen. Das ist so schlimm!! Wir haben auch so einen Kandidaten in der Familie. :/

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Ich verstehe deine Mutter auch nicht so richtig. Wie will sie dir denn spontan helfen können, wenn sie selber ständig arbeitet? Das geht doch gar nicht...

Ich bin selber auf dem Land groß geworden und nach dem Studium wieder in die Kreisstadt gezogen. Wir wohnen jetzt auch ähnlich weit weg wie ihr von meinen Schwiegereltern und meinen Eltern.

Ich finde das super so.
Man kann sich gut mal nur einen Tag treffen, keiner muss beim anderen übernachten, keine weite Fahrt.
Aber weit genug weg, dass man sich nicht im Alltag ständig über den Weg läuft oder sich ständig auf die Pelle rückt.

Ich bin nämlich erwachsen und führe mein eigenes Leben und muss nicht ständig bei Mutti auf dem Schoß sitzen.

Liebe Grüße
Merveilleux

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Hallo das sind Verlust Ängste. Kenne ich von meiner Familie. Ich würde einfach ganz klar sagen das es meine Entscheidung ist und ich glücklich bin und ihre Bedenken verstehen kann es aber nicht stimmt.

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"Was meint ihr was sie genau stört ? "

Na, ganz einfach:

du bist nicht mehr in ihrem Einflussradius.
Weder von den km
noch emotional.

Du lebst dein Leben, nicht ihren Willen. Also stört es sie.


Rechtfertigen würde ich mich NICHT mehr. Bringt nichts.

a) knapp: DU bist gklücklich. Keine weitere Diskussion. Gesagt hast du ja schon alles

b) fragen (nur wenn du auch mit der schmerzhaften Antworten leben kannst) : willst du, dass ich glücklich bin? (oder nur dass ich nach deiner Pfeife tanze)

- entweder sie wiegelt ab und schiebt die greifbaren Dinge vor (Ort, km...)
- oder sie sagt dir knallhart ins Gesicht, dass DEIN Glück nichts zählt, wenn SIE damit unglücklich ist

- oder sie fängt an darüber nachzudenken, weil ihr das gar nicht bewusst war.
Das gibt es, ist aber eher selten, wenn bisherige Gespräche und Muster schon so verliefen.

Die meisten finden es zwar doof, wollen aber insgeheim schon, dass die Kinder glücklich werden und fangen früher an einen Weg zu finden, damit klar zu kommen.

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Hallo Tinchen, ja dieses Verhalten von der eigenen Mutter kenne ich leider auch. Als ich mit Anfang 20 ausgezogen bin, wohnte ich immer in der Nähe von meine Eltern, nie weiter als 5 Minuten. Da war alles noch ok. Mit Mitte 30 bin ich der Liebe wegen ins nahe Ausland gezogen. Meine Güte was da los war. Erst hat sie geweint und meinte, sie würde mich nie wieder sehen (wohlgemerkt ich bin 50 Min weit weg. Sie selbst ist über 1h Fahrtweg von ihrer eigenen Familie weggezogen).Irgendwann hat sie es akzeptiert, bin zu Beginn auch sehr oft zu Besuch gewesen. Das wurde mir dann aber, unter anderem auch wegen einem neuen, viel anstrengenderem Job, zu viel und ich habe es reduziert. Eine über 60 Jahre alte liebe Kollegin hat gesehen, dass ich mich total abrackere mit Arbeit und den ständigen "Pflicht"-
Besuchen jeweils Abends noch bei meinen Eltern. Sie hat mir gesagt, ich hätte das absolute Recht mein eigenes Leben zu leben und sei nicht dafür verantwortlich, dass meine Mutter traurig ist wegen meinem Wegzug, so sei das Leben nun mal. Man bereite seine Kinder aufs Leben vor und dann muss man sie es auch leben lassen. Hauptsache sie sind glücklich.

Wie bei dir, kann ich ihr leider nichts "negatives" mehr erzählen, ohne dass sie es sofort auseinander pflückt und auf meinen Umzug schiebt. Auch heute noch nach 5 Jahren! "Ja leider ist unser Boiler kaputt gegangen, wir müssen eine Woche auf ein Ersatzteil warten" - "Siehst du!! Komm wieder zurück, das ist doch kein Leben dort." oder "Ach ich bin so müde ich hatte eine sehr anstrengende Woche" - "Ich sage dir, komm wieder hierher! Das Leben dort tut dir einfach nicht gut! Du hast dich einfach falsch entschieden!" Ende vom Lied: Ich erzähle ihr gar nichts negatives mehr!! Nur weil ich nicht will, dass sie wieder über meinen aktuellen Wohnort lästert! Sehr schade, ich erzähle ihr nur noch die Hälfte von meinem Leben aber anders geht es nicht mehr.

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Hallo.

Versuch ihr zu vermitteln, dass dieses Stadt-Land-Gedöns dämlich ist.

Ich gehe davon aus, dass ihr mobil seid. 27 km legt man auf ca. 20 Minuten zurück (groß beschätzt, kommt natürlich auf die Gesamtumstände an).

Nun - 20 Minuten brauchst du aber auch meist, um in einer größeren Stadt von A nach B zu kommen. Oder nicht?!? WO liegt also der Unterschied???

Der (positive) Unterschied liegt nur darin, dass du auf dem Land diese 27 km stressfreier zurücklegst, als z. B. in der Großstadt-U-Bahn.;-)

Und auch Internet gibts auf dem Land! #rofl

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Deine Mutter ist wirklich arg drauf wenn sie sich wegen "nichts" aufregt. Meine waren damals auch nicht besser drauf. Ich zog mit 18 aus weil es nicht mehr auszuhalten war. 1,5 Jahre später lernte ich meinen heutigen Mann kennen. Mit 22 ( also 4 Jahre nachdem ich schon längst nicht mehr zu Hause wohnte) zog ich 300 bis 350km weit weg. Meine Eltern waren damals auf dem Trip meine Freundin auf mich anzusetzen sie sollte sich was ausdenken damit ich nicht wegziehen. Egal was sie sich ausdenken würde. Ich wurde 3x täglich angerufen, ich wurde überraschenderweise besucht aber ich war der Depp weil ich dann nicht ständig mit Ihnen zusammen saß oder eben auch mal was anderes vor hatte und und und... Inzwischen hab ich keinen Kontakt mehr. Dazu kam es aber aus anderen Gründen. Von daher setz auch deine Bedürfnisse durch wenn sie so klammern, sonst wirst du auf Dauer viel Frust schlucken und unzufrieden sein.

LIebe Grüße Ela

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