Wie soll ich mich der Familie gegenüber Verhalten?

Hallo ihr Lieben,

Ich weiß nicht so recht wie ich mich der Familie gegenüber verhalten soll 🙄
Hintergrund ist der, dass wir es schon 1 Jahr versuchen, vor 4 Monaten verkündete die Nichte meines Partners mit dem 2ten Kind schwanger zu sein. Jedenfalls wurde sie auch beim ersten Kind direkt schwanger. Als ich nun von der erneuten SS erfuhr, merkte ich wie es mir einen kleinen Stich versetzte.
Versteht mich nicht falsch, ich mag sie sehr und ich freue mich auch sehr für sie, aber wirklich gut ging es mir nicht.
Im Dez hatte ich einen frühen Abgang. Zu dem Zeitpunkt dachte ich ich würde es gut weg stecken...Pustekuchen.
Letzte Woche treffe ich meine SM und sie teilt mir mit das eine Cousine meines Partners einen Heiratsantrag bekam und die andere Cousine endlich schwanger sei (das "endlich bezog sie auf das Alter der Cousine da sie "schon" 37 ist) aber es ja noch keiner wissen dürfte da sie noch ganz am Anfang ist (typisch meine SM). Es ging dann halt einige Minuten darüber wie toll und schön (und das ist es ja) das ist.
Ich war wie versteinert...Ich habe mit mühe und Not ein "ach wie schön" rausquälen können (obwohl ich mich für sie beide freue).
Meine SM hörte einfach nicht auf weiter zu erzählen und ich konnte mich nicht mehr lang unter Kontrolle halten bis bei mir alle Dämme brechen, also würgte ich sie ab das ich weiter müsste.
Im Auto angekommen brach es aus mir heraus und ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen und gleichzeitig fühlte ich mich der Cousine und der Nichte gegenüber schlecht.
Von dem Abgang weiß nur mein Partner und meine Mama (sie ist leider 500 km weit weg) und mein Partner will darüber nicht reden weil es ja nichts ändert. Das es mich mit seiner Nichte und den Cousinen belastet kann ich ihm nicht sagen, da er alles als Angriff gegen seine Familie sieht.
Ich weiß nun nicht wie ich mich der Familie gegenüber verhalten soll wenn es wieder darum geht.

Ich fühle mich zudem so sehr als Versager und frage mich, was ich in meinem Leben verbrochen habe das ich nicht so ein Glück habe. Ich bin mitte 30, unverheiratet und kinderlos. Die Cousinen haben ihren Partner gerade mal 1 Jahr wenns hoch kommt, die eine wird geheiratet und die andere schwanger und die Nichte hatte sich kurz vor der SS von ihrem Partner getrennt wegen einem Anderen und nun sind sie wieder alle happy und eine Bilderbuchfamilie in ihrem weißen Haus auf dem Land.
Ich bin so furchtbar traurig und fühle mich so minderwertig, als hätte ich in meinem Leben noch nichts erreicht.
Vor ein paar Jahren waren solche Leute die mit Mitte 30 noch unverheiratet und kinderlos waren, die absoluten Loser. Und nun bin ich selbst einer.

Entschuldigt bitte diesen Jammerpost, viell war schon einer von euch in dieser Lage und kann mir Rat geben wie ich damit innerhalb der Familie umgehen kann ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen wenn ich zb abrupt diese Themen abwürge oder den Kontakt zur Familie generell meide (da flippt mein partner auch aus), weil ich richtig Angst davor habe wieder konfrontiert zu werden mit den Themen. Was für mich absolut nicht in Frsge kommt, ist über meinen Abgang im Dez. zu sprechen. Wir wohnen auf dem Land und dort hst man leider die Angewohnheit gewisse Themen innerhalb u auserhalb der Familie auszuschlachten und zu bewerten.

VG

"Ich freu mich für Melanie und Hanna, aber momentan vertrage ich Schwangerschaftsverkündungen nicht so gut, weil ich gerade eine Fehlgeburt hatte. Bitte habt Verständnis, wenn ich daher nicht so tief in das Thema einsteigen kann."

Grundsätzlich ein guter Ansatz so zu reagieren, aber ich möchte aus o.g. Gründen nicht das die Familie etwas über meinen Abgang erfährt.

Wie wäre es dann, wenn du das damit begründest dass du so einen großen Kinderwunsch hast, aber der sich bisher nicht erfüllt hat?

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Hey du, fühl dich gedrückt!

Ich verstehe dieses Gefühl, welches in dir hochkommt, diese Unzufriedenheit, diese Frage nach dem „warum“, Neid, Trauer, Angst...

Was ich nicht verstehe, wieso teilst du deine Sorgen nicht mit Freunden oder eben auch mit der Schwiegerfamilie, wenn deine eigene so weit entfernt ist?
Wieso darf sich jeder mit einem Freuen, wenn er schwanger ist und wieso darf nicht jeder auch mit trauern, wenn es nicht gut endet?!
Ich verstehe dieses „geheimhalten“ nicht.
Es scheint dich noch so sehr zu beschäftigen, also sprich drüber.
Gemeinsames Leid ist halbes Leid!
Wer sich mit dir freuen kann, kann doch auch mit dir trauern?!
Vielleicht wäre das ein neuer Ansatz für dich, um besser mit der Situation klar zu kommen.

Ich wurde 2014 schwanger (Abort in der 10. Woche), danach erst wieder 1,5 Jahre später dank künstlicher Befruchtung.
Ich war schrecklich neidisch auf Freunde und Bekannte-aber ich konnte mit ihnen darüber sprechen, das half mir viel und ihnen auch mich zu verstehen.

Ich wünsche dir alles Gute

Ich kann darüber nicht sprechen, weil ich mich mit so etwas generell sehr schwer tue. Zum einen weil ich weiß das Freunde selbst aktuell Probleme haben und ich niemanden belasten will und zum anderen weil ich mich für mein Verhalten so schäme. Mit der Schwiegerfamilie kann und möchte ich es nicht teilen. Mit dem ein oder anderen würde es aus menschlicher Sicht gehen, aber wie oben schon geschrieben bleibt sowas nicht unter 4 Augen und ich möchte daher verhindern das sich welche (zum glück nir ein kleiner teil der Familie) an meinem Leid ergötzen und es "hintenrum" an mich heran getragen wird. Die Familie ist an sich recht schwierig gegliedert..man setzt sich immer scheinheilig und wohl gesonnen an einen Tisch für die "Außenwirkung", obwohl es innerhalb der Familie heftig brodelt.

Es ist nicht mal der von dir angesprochene Neid, es ist eher die Wut und trauer über das warum. Warum es bei mir so läuft obwohl ich alles dafür tue das es eben nicht so läuft. Ich hinterfrage mich dann eben selbst was ich nur verbrochen habe und ob das meine Bestimmung ist. Ich lese schon keine Klatschblätter mehr um die Konfrontation von Schwangerschaften der VIPs zu vermeiden 🤦🏼‍♀️

Das mit deinem Abort tut mir sehr leid. An künstl. Befruchtung hab ich auch schon gedacht aber das lehnt mein Partner ab. Er hat schon einen großen Sohn und meint das bei ihm alles i.o. sei. Davon abgesehen geht der Kiwu auch mehr von mir aus da er bereits ein Kind. Er bräuchte kein 2tes aber hat mir zu liebe nachgegeben wie er immer so "schön" sagt. Fühlt sich natürlich für mich auch nicht so toll an. Da würde ich mir auch lieber den Mann von xy wünschen der sich da ganz euphorisch mit einbringt, weiö es für mich eben etwas ganz neues ist.

Ich danke dir für deine Antwort.

hallo

das leben läuft manchmal nicht so wie vorgestellt und ausgemalt....sondern anders, was nicht schlecht sein muss.
wichtig ist, das man irgendwann seinen Frieden findet.

Meine 1. Tochter hab ich mit 17 bekommen, der Vater ein Alkoholiker.

mit 21 hab ich geheiratet.

mit einem Kind mit meinem Mann hat es nie geklappt.

wir haben unser Herzkind aufgenommen (Dauerpflege)

Es ist anders gekommen, wie vorgestellt....aber gewiss nicht schlechter.

Du bist aktuell sehr verunsichert und es IST schmerzhaft wenn man das gefühl hat nur der Zuschauer beim Glück der anderen zu sein. Du darfst traurig sein. Vielleicht kannst du übers We mal zu deiner Mama fahren?

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Ich kann verstehen, dass es nicht leicht ist für Dich, so lange vergeblich zu warten und in Deinem, Umfeld mitzuerleben, dass andere Frauen oder Paare schneller Kinder bekommen.

Nicht bestätigen kann ich aber Deine These, vor einigen Jahren hätten Frauen, die mit Mitte 35 noch nicht "geheiratet wurden" und Kinder haben, als Loser gegolten".
Solche Verurteilungen kenne ich gar nicht, weder vor 10 Jahren noch heute und ich kann auch nicht bestätigen, dass jeder, der ländlich lebt, vertrauliche Familieninterna im Dorf herumtratscht.

Deine Situation wäre deutlich einfacher, würdest Du Deine Problematik zumindest kurz umrissen Deiner Familie erläutern.

Ohje, das tut mir wirklich sehr leid wenn du dich angegriffen fühlst von meiner "These".
Das war vor ein paar Jahren einfach meine persönliche Empfindung im Hinblick auf meinen persönlichen "Lebensplan".

Ich wollte nicht das sich dadurch jemand angegriffen fühlt.

Natürlich ist es nicht so überall auf dem Land. Bei uns ist es leider so.

Ich kann dir nur raten offen mit deinem Verlust umzugehen.
Meinen ersten Abort wollte ich mit mir allein ausmachen. Mein Mann tat es ab, probieren wir es halt nochmal....
Naja.
Es erleichtert so unglaublich wenn man darüber spricht. Bei dem zweiten hatte ich den abgang in der 10. Woche.
Hab das gleich so gesagt, war schwer, weil ich, eine Freundin und meine Schwägerin fast gleiche ET Termine hatten. Ich habe meins verloren, die zwei anderen nicht. War hart, aber ich konnte darüber reden und es auch verarbeiten durch Gespräche.

Klar ist jeder anders gestrickt.
Aber die Schwiegermutter abwürgen (die denkt sich ihren Teil, weil sie einfach nicht weiss in welches Fettnäpfchen sie getreten ist), und heulend ins Auto sitzen ist vielleicht in dem Moment sinnig gewesen, aber das ist keine Lösung.

So schlimm kann das Verhältnis zu deiner Schwiegermutter ja nicht sein.
Meine Schwiegermutter war sehr einfühlsam und hat mir erzählt das sie auch eins verloren hat.
Und wir haben bestenfalls ein weitläufiges Verhältnis.

Wenn du das nur in dich reinfrisst, wird nichts ungeschehen, nichts besser, und du blockierst dich im schlimmsten Fall noch selber.

Es tut mir sehr leid das du das gsnze 2x durchmachen musstest 😪 und dann auch noch 2 Schwangere neben dir zu haben.

Nein nein das Verhältnis zu SM ist vollkommen ok soweit, aber sie tratscht halt leider wirklich alles weiter.

Und gerade weil sie nicht wusste in was für ein Fettnäpfchen sie da getreten ist, wsr meine Frage wie ich damit in der familie besser mit umgehe. Ich möchte niemanden so vor drn Kopf stoßen weil mir das auch leid tut, aber solche Themen möchte ich einfach aufgrund des getratsches nicht Preis geben.

Wie schätzt du deine Schwiegermutter ein?

Meinst du, du könntest ein 4-Augen Gespräch mit ihr von Frau zu Frau führen?

Ohne Angriff, ohne Thema Cousinen, sondern dich ihr anvertrauen?

Wie würde sie reagieren?
Verständnis?
Weiß sie bisher, dass ihr es versucht oder geht sie davon aus, dass bei euch noch gar kein Kinderwunsch besteht?

Wenn sie veständnisvoll reagiert, dein Partner dann aber sauer würde, weil du mit seiner Mutter darüber sprichst oder generell über das Thema sprichst, fände ich das sehr heftig.

Wie geht ihr generell mit Kommunikation in belastenden Situationen um?
Im Freundeskreis gibt es einige mit unerfülltem Kinderwunsch oder mit Fehlgeburten.
Manche Paare haben es zu zweit geschafft, manche mit Hilfe von außen (weil jeder anders trauert, um den Zugang zueinander nicht zu verlieren) und manche haben sich dann getrennt. Mit dann Kindern und manche ohne.
Auch nach einer erfolgreichen ISCI und Kinderglück ging eine Beziehung in die Brüche. Der lange Weg hat der Beziehung nicht standgehalten.

Eine meiner Beziehungen ging u.a. durch "unter den Teppich" kehren schleichend in die Brüche. Damals habe ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht, respektiert, wenn er nicht darüber reden wollte.
Als der Teppich dann schwankte und man gar nicht mehr darüber gehen konnte, war es trotz Liebe vorbei.
Die Aussprache und Klärung kam dann, als es vorbei war. Einerseits gut, andererseits hätte das früher vielleicht oder auch nicht etwas ändern können.


Eine Fehlgeburt oder ähnliches ist noch mal belastender
und ja jeder trauert anders.
Aus den Erfahrungen von Freunden gibt es verschiedene Wege, so dass jeder auf seine Art trauern und damit umgehen kann, aber auch, dass man sich als Paar nicht verliert.

Dass er nicht mit dir darüber sprechen möchte, finde ich ok.
Dass du es aber nicht bei anderen ansprechen sollst, geht etwas zu weit.
Auch wenn ich die Angst verstehe, dass er damit konfrontiert werden könnte, wenn es noch seine Familie weiß.
Deine Angst, dass du damit nicht klar kommst und zwischenmenschlich aktuell nicht agieren kannst, sollte er aber auch ernst nehmen. Zumal er deine Vorschläge (Rückzug, bis es für dich wieder besser ist) auch nicht will.

Das ist die Paarebene
und wäre auch wichtig für euch zu klären, bevor Kinder mitdabei sind, da dann zu ihrem Wohl einiges besprochen werden sollte und sie ja auch spüren, wenn es zwischen den Eltern brodelt.


Das andere mit dem Versagen: löse dich davon.

Mag sein, dass das mancherorts noch so gilt,
für mich gilt es nicht.

Laut meiner Verwandten sei meine Brille seit Kindheit schuld daran, dass ich nie einen Mann abbekommen würde.
Nun, Beziehungen hatte ich durchaus und durchaus liebevolle und längere. Wenn es dann im elementaren nicht passt, bringt es auch nichts, wenn einer zurücksteckt, damit der Rest funktioiert. In unserem Fall viele UNausgesprochene Kleinigkeiten, die den Teppich dann schwankend machten. Das meiste davon hätte sich ändern lassen.

Die Grundeinstellung, das von Kindheit an geprägte "man spricht nicht drüber" konnte verständlicherweise nicht abgelegt werden.
Hinterfragen wollte er es nicht, weil man ja nicht darüber spricht und nachdenken auch nicht. Das könnte ja den Teppich anheben.

Deine Einstellung kommt vermutlich auch aus einem prägenden Einfluss.
Schaffst du es, diesen zu hinterfragen?
Schaffst du es, dich mit diesen Gefühlen auseinander zu setzen?

Vieles alte ist gut. Manches ist auch Mist. Die Kunst liegt darin, sich die einzelnen Sachen anzusehen und selbst zu entscheiden, was man mitnehmen möchte (Einstellungen, Werte) und was man über Bord wirft (OHNE Schuld! zu sein, ohne sich schuldig zu fühlen), einfach weil es nicht mehr zu einem passt.

Nur weil mir manche alten Hosen früher super gepasst haben, quetsche ich mich heute nicht mehr rein, nur weil sie ein Teil von mir sind. ;-)
Ein paar davon hat mein Kind übernommen, weil sie JETZT für sie toll sind. Später, wenn sie rausgewachsen ist, kann sie diese genauso wegpacken.
Ein paar davon habe ich entsorgt, gespendet, verschenkt etc.

Ähnlich ist es mit Einstellungen, Erlerntem.
So lange es zu mir passt, ist es gut.
Manches von früher muss ich aber nicht übernehmen, muss ich mich nicht selbst abschnüren, nur weil es für andere von außen so "sein soll". ;-)

Vielen Dank für deine Antwort!

Ich könnte mich ihr definitiv anvertrauen und sie hätte auch Verständnis, das steht außer Frage. Jedoch tratscht sie alles weiter. Nicht mit böser Absicht, eher so "ausversehen" verplappert sie sich. So denke uch zumindest, das sie nur ausversehen vertrauliche Dinge weiter trägt.
Aus dem Grund weiß sie auch nix von dem Kiwu. Weil auch das nicht unter 4 Augen bei ihr bleibt. Das ist leider keine Befürchtung, da gab es schon etliche Vorkommnisse die für richtig Ärger innerhalb der Familie gesorgt haben, weil immer noch was hinzu gedichtet oder hinein interpretiert wird.

Mein Partner hätte damit kein Problem. Ich glaub das hast du falsch verstanden. Ich weiß nur das er es als Angriff gegen seune Familie sehen würde wenn ich ihm erzähle wie es mur ging als SM mir das mit den Cousinen erzählte. Obwohl ich damit niemanden Angreife sondern nur meine gefühlslage mit ihm besprechen möchte.

Generell sprechen wir belastende Situationen aus. Wir mögen beide keinen Streit und Unruhe, aber jetzt nicht so das wur Probleme unter den Teppich kehren. Bis halt auf dieses Thema.
Ich kann nicht sagen ob er trauert. Und wenn, dann anders als ich. Was auch nicht schlimm ist aber ich würde es mir ihm gegen über gern von der Seele reden.
Wobei ich wahrscheinlich auch nicht so trauere wie viele Andere hier.
Im normalen Alltag komme ich super zurecht u denke nicht daran, wenn ich jedoch mit dem Thema konfrontiert werde, dann trifft es mich sehr.

Ja das ich dann eher der Mensch bin der sich zurück zieht um Situationen zu vermeiden mag er ganz und gar nicht. Erst recht nicht seiner familie gegenüber. Wahrscheinlich auch damit sie nicht schlecht von mir denken und er sich das anhören muss.

Ich würde es der Familie trotzdem erzählen. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, bis ein Arbeitskollege von mir mir erzählt hat, dass seine Frau gerade betroffen sei und seine Situation zuhause entsprechend schwierig. Mir hat das enorm geholfen, als wir selbst davon auch betroffen waren, die Situation einzuordnen. Nämlich, dass solche Dinge einfach passieren und zwar gar nicht mal so selten, und dass niemand daran Schuld ist. Die Chance ist relativ hoch, dass in deinem Familienkreis auch andere davon betroffen sind, insbesondere auch solche, die mittlerweile Kinder haben. Gleichzeitig könnte die Familie dann auch deine Reaktion richtig einschätzen.

Ich finde es schade, dass dies so ein Tabuthema ist, so müssen viele ganz alleine damit fertig werden und werden ständig noch gestichelt. Dabei kann (fast) niemand etwas dafür, es passiert einfach.

Ich kann das sehr gut nachvollziehen.
Als wir den medizinischen Befund bekamen, dass ich nur durch eine künstliche Befruchtung schwanger werden kann, wurde meine Schwägerin "einfach so" schwanger.
Und als wir gerade Versuch Nr. 2 "in den Sand gesetzt hatten", war bei denen Kind Nr. 2 unterwegs.
Allerdings haben wir von Anfang an mit offenen Karten gespielt und die Familie wusste über unsere Situation Bescheid.
Deshalb wurden uns die Schwangerschaften auch sehr behutsam und eher beiläufig mitgeteilt - einfach, dass wir Bescheid wissen.
Letztendlich hat es auch bei uns geklappt - unsere Tochter wird jetzt 10.
Aber gerade beim ersten Kind meines Bruders, war es für mich sehr schwer, die Freude der Großeltern zu sehen, da ich zu diesem Zeitpunkt ja nicht wusste ob ich meinen Eltern diese Freude jemals selber bereiten kann.

Ich verstehe diesen "Neid", sehr gut.
Den habe ich jedes Mal mehr oder weniger stark, wen ich hier einen positiven Test sehe.

Verleugne es nicht und gestehe es dir ein.
Mir hilft das.

Hmm...du klingt etwas einsam.
Freunde sind auch für einen da, wen es einem selber nicht gut geht.
Vielleicht versuchst du trotzdem das Gespräch darüber zu führen?
Über den Kinderwunsch, die Fehlgeburt.

Und ansonsten, tausche dich hier aus.
Es wird bestimmt oder es sollte hier keine genervt sein und selbst wen, ist das nicht dein Problem.

Aber dafür sind solche Foren und wir dich da. Um uns zu unterstützen.

Ich denke, der Schlüssel ist, deine Einstellung zu ändern. Es werden ständig Frauen um einen herum schwanger. Erst recht, wenn man es selbst gerne möchte.
Zu allererst ist das Gras bei anderen immer grüner. Sie sind schwanger, das heißt für dich, deren Leben sind perfekt. Aber das sind sie mit Sicherheit nicht. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und das wird dich auch nicht jeder sehen lassen.
Zum anderen bist du doch kein Looser, weil du unverheiratet und kinderlos bist! Schlag dir das aus dem Kopf! Konzentriere dich auf das, was du erreicht hast. Du hast keinen Einfluss darauf, ob du mal heiratest oder ein Kind bekommst. Das ist keine Leistung, die man erbringt, sondern ein Glück, das einem zu teil wird oder nicht.

Alles Gute 🍀

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