Uneinigkeit über Beruf, Familie ,Beruf

Mein Partner und ich haben fest gestellt dass unsere Vorstellungen wie Beruf und Familie vereinbart werden können, ziemlich auseinander liegen.
Wenn ein Kind kommt, bin ich bereit beruflich etwas kürzer zu treten.... Obwohl ich damit meine Stelle aufgeben muss und mich nach 6 Monaten Pause und einer 30 Stunden Woche mit weniger Geld aufgrund der schlechter bezahlten Position ( quasi eine Etage unter meiner jetzigen) und weniger Stunden zufrieden geben muss.
Er möchte nur 2 Monate aussetzen, am liebsten gar nicht.
Möchte keinen Karriere Knick riskieren, wenn er ebenfalls 6 Monate Pause macht.
Das ärgert mich, denn wo ist da sein Beitrag?
Zum Geldverdienen brauche ich ihn nicht, ich verdiene mit 30 Stunden immer noch mehr als er in Vollzeit.Diese klassische Rollenverteilung kommt für mich nicht in Frage, Frau dauerhaft Teilzeit, Mann Vollzeit ohne Rücksicht auf die Kinder.
Wie seht ihr das?
Ich kann mir so kein Kind vorstellen.

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Zuhause bleibt wer weniger verdient, würde ich mal sagen.

Wer „nur arbeitet“, aber keine „Karriere macht“ sollte dem anderen nicht unnötig Stolpersteine in den Weg werfen.

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Na dann haben mein Mann und ich es wohl verkehrt gemacht. Er arbeitet " nur" und war 8 Monate in Elternzeit, während ich in meinem schlechter bezahlten Beruf tätig war.

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Dann muss also mein Mann zu Hause bleiben weil ich mehr verdiene und ich Karriere orientiert bin und er nur arbeitet...was für ein Schwachsinn.
Er arbeitet genauso wie ich und ich würde nie erwarten dass er dauerhaft zu Hause bleibt oder weniger arbeitet.

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Ich würde das dann auch lassen.

Hast Du auch richtig gerechnet? Liest sich so, als hättest Du JETZT mehr Geld mit 30 Stunden. Wie sieht es denn nachher in der Realität aus, wenn Du nur noch 30 Stunden schlechter bezahlt bist?

Ich würde auch mehr Augenmerk auf die langfristigen Dinge legen. Erziehung, Betreuung im Krankheitsfall, Wer bringt das Kind wann, wo hin.

Im Grunde kommt's nicht auf 6 Monate daheim bleiben an... Das Kind wird erst mit 18 volljährig - bis dahin seid ihr verantwortlich.

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Warum wollt ihr überhaupt Kinder? Ihr liebt beide eure Arbeit, keiner will zu Hause bleiben, das Kind würde sehr wahrscheinlich früh in den Kiga kommen, also lasst es einfach. Man muss ja keine Kinder haben um glücklich zu sein. Ein Kind verändert nun mal alles.

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War klar, dass diese dämliche (anders kann man das langsam nicht mehr nennen) Frage wieder kommt.

Ihre Vorstellung ist es, dass sie ein halbes Jahr sie zu Hause bleibt und anschließend er. Sie würde sogar nach der Elternzeit nur noch 30 Stunden auf einer schlechteren Position arbeiten. Wo nun die Arbeit vor dem Kind kommt, kann ich nicht erkennen.

Aber ja, am besten bekommen nur noch Leute Kinder die diese mindestens 3 Jahre zu Hause betreuen können und wollen. Hat man Pech gehabt, wenn das Einkommen nicht für 3 Jahre Auszeit reicht. Muss man halt so glücklich werden

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Darf man heutzutage eigentlich nur noch Kinder bekommen, wenn man bereit ist, jahrelang zu Hause zu bleiben und dann anschließend maximal ein paar Stündlein vormittags zu arbeiten, damit man ja pünktlich wieder zu Hause ist, um das Schulkind mit einem frisch gekochten Mittagessen zu erwarten?

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Welches Modell gewählt wird, ist relativ egal.
Für beide Elternteile sollte es passen.

Ist er nur widerwillig zu Hause / ist sie nur widerwillig zu Hause, kann das eine Menge Frust aufbauen, das sich auf die Beziehung/das Familienleben überträgt.


Geht vorher verschiedene Modelle durch. Lehnt er alle ab/lehnt sie alle ab, würde ich davon Abstand nehmen.

Gibt es Punkte, bei denen Kompromisse möglich sind oder Alternativen oder Möglichkeiten, wie man es anders lösen könnte, dann prima.
Wenn es dann anders kommt, als geplant, ist zumindest eine sehr wichtige Grundlage da: darüber reden können! Lösungen finden.


Warum kann er/sie es sich nicht vorstellen? (welches Modell auch immer)
Welche Gefühle stecken dahinter?
Manchmal hilft es darüber zu reden.

Blockt er/sie komplett ab: es hat so zu sein, weil so ist, würde ich Abstand nehmen.

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Lasst es lieber mit einem Kind. Ihr seid beide zu sehr auf euch fixiert. Wenn ihr ein Kind bekommt, ist es mit der Elternzeit nicht getan.
- wer betreut das Kind hinterher?
- wer kümmert sich darum, wenn es krank ist (und gerade Kindergartenkinder sind oft krank)?
- wer geht mit zu Kindergarten-/Schulaufführungen?
- wer hilft bei Hausaufgaben?
- wer begleitet zu Arztbesuchen und Hobbies?
- wer beschäftigt es, wenn ihr von der Arbeit nach Hause kommt und müde seid?

Wenn jetzt schon keiner von euch bei der Elternzeit zurück stecken will, dann lasst es lieber. Ein Kind bedeutet so viel mehr als das.

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Das wäre ja möglich wenn wir beide 30 Stunden machen, dauerhaft.
Finanziell kein Problem, ich denke nicht einer von beiden ist hauptsächlich fürs Kind bzw für das Geld verdienen verantwortlich, sondern beide zu ungefähr gleichen Teilen.
Zumindest sollte jeder einen gewissen Beitrag zur Kinderbetreuung leisten und natürlich auch zur Finanzierung der Familie.
Ich habe einen zwölf Jahre alten Sohn, mit dem Vater hab ich es so gemacht, und ja, er war mit 1 Jahr 45 Stunden im Kiga.

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Wie meinen?
Nicht zurück stecken?
Ich würde ein halbes Jahr zu Hause bleiben und danach 30 Stunden machen....was denn noch...3 Jahre?
Oder 6 , oder 18?...oder gar nicht mehr arbeiten bis das Kind erwachsen ist?
Dann dürfte mein Sohn der 12 ist, ja gar nicht existieren.
Denn da habe ich es mir meinem Ex Mann so gemacht deshalb weiß ich dass es geht.

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Vielleicht wäre eine Kinderfrau eine Option für Euch? Die kostet natürlich einiges, hat aber den Vorteil, dass sie bei Euch zu Hause arbeitet.

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Ich verdiene mit 30 Stunden immer noch mehr als in Vollzeit.

Das klingt ziemlich überheblich und zeugt von wenig Wertschätzung. Von dir würde ich auch nicht abhängig sein wollen.

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Mein Mann verdient mehr, ist hier aber sonst das Totschlagargument warum nur die Mutter sich um das Kind kümmern kann und beruflich zurück steckt.

Wenn sie jetzt als Frau dieses objektive Argument vorbringt, ist es plötzlich arrogant.....

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W

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Ich finde es gar nicht überheblich von dir, ich empfand es so, als wärst du sehr überlegt und willst Konflikten aus dem Weg gehen/ diese vor der Schwangerschaft klären. Finde ich super! Dass manches dann anders kommt als gedacht, mag ja sein, aber so steht schon mal das "Gerüst". Wer später zu einer Kita Feier geht, könnt ihr ja noch in einigen Jahren ausdiskutieren. Ich habe es eher so verstanden, als ginge es dir um die grundsätzliche Frage, ob beide Elternteile zurück stecken oder ob es grundsätzlich die Frau sein muss?
Ich kenne beide Varianten. Bei uns ist es klassisch aufgeteilt, ich bin 2 Jahre Zuhause (im 2. Jahr arbeite ich stundenweise am Wochenende), mein Mann arbeitet Vollzeit. Aber nicht weil man das eben so macht, sondern weil er wesentlich besser verdient als ich und in seinem Beruf Aufstiegschancen hat. Ich sitze auf einer sicheren stelle im öffentlichen Dienst ohne Aufstiegsmöglichkeit. Zudem arbeite ich eher um Geld zu verdienen, das beste am Arbeitstag war für mich immer die Mittagspause ;-) Mein Mann liebt seinen Job und wird schon nervös wenn er mal 2 Tage Urlaub hat. Ganz klar: ich stecke zurück.
Unser bester Freund wird nun Vater und bei ihnen ist es so, dass beide gleich lange Elternzeit nehmen und danach beide Teilzeit arbeiten. Beide lieben ihren Job und verdienen in etwa gleich.
Eine andere Bekannte arbeitete direkt nach dem Mutterschutz Vollzeit als Zahnärztin, er ist Handwerker und in Elternzeit.

Kurz gesagt: alles ist möglich, es muss für beide passen und beide müssen bereit sein, Kompromisse einzugehen. Sei es der Karriereknick, das Alleinverdiener sein oder die Teilzeitvariante. Wer zu einer Möglichkeit bereit ist, ist vielleicht (noch) nicht bereit für Kinder.
In eurem Fall würde es mich auch ärgern, dass du alleine zurück stecken sollst, wenn dir der Beruf wichtig ist. Da sollten beide zu gleichen Teilen ran.

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Wer zu *keiner Möglichkeit bereit ist

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Bei fast jeder Tätigkeit im öffentlichen Dienst hat man Aufstiegsmöglichkeiten - man muss es nur wollen.

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Hallo,

warum musst du deine Stelle aufgeben? Ich dachte man hat ein Anrecht auf seine „alte“ stelle?

LG

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Jein, man hat Anrecht auf eine gleichwertige Stelle, sprich anderer Posten mit ähnlichem Anspruch und gleicher Bezahlung wäre auch ok.

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Nein das Recht hat man nicht. Man hat das Recht auf den alten Arbeitsvertrag, also gleiche Stundenzahl, gleiche Bezahlung, ähnliche Arbeitsinhalte gemäß Qualifikation.

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