Wechseln oder bleiben

Guten Morgen Ihr Lieben
Ich schreibe heute in Familienleben da ich lieber anonym bleiben möchte. Wobei meine Frage natürlich auch Familienleben betrifft.....
Es geht um einen Jobwechsel
Folgende Situation: ich arbeite unbefristet bei einer Versicherung im Außendienst in Teilzeit
Fahrtzeit zum Büro ca 6 km, plus Kundenbesuche (hier bekomme ich allerdings die Fahrtkosten erstattet)
Ich habe große Freiheiten, bin flexibel, kann mir meine Zeit weitestgehend selbst einteilen.
Bezahlung ist leider nicht wirklich gigantisch, vor allem ist es eben gekoppelt an den Verkauf, d.h. ich arbeite auf Provision
Verkaufe ich nichts hab ich Mindestlohn!
So, nun gibt es ein Stellenangebot im Innendienst der Versicherung.
Einfache Entfernung 37 km (staulastig zur berufszeit)
Auch ist die Stelle zunächst mal befristet für 1,5 jahre, allerdings ist es keine Vertretung o.ä., man kann also davon ausgehen, dass es entfristet wird, wenn man sich nicht ganz doof anstellt.
Die Bezahlung ist deutlich besser, ich hätte (wenn ich dr. Google glauben darf), ca 800 Euro mehr (brutto). Dennoch habe ich natürlich Fahrtkosten, die nicht zu unterschätzen sind und vor allem einen enormen Zeitverlust für die Fahrerei.
Hier hätte man gleitzeit, homeoffice ist wohl geplant, wann das kommt, weiß man aber noch nicht.
Tja, dennoch, trotz Fahrerei, es wäre ein festes Gehalt und man geht aus dem büro raus und hat Feierabend (ist im Außendienst oft nicht der Fall).
Jetzt die Fragen: was würdet ihr entscheiden? Bzw habt ihr Tipps, was noch zu Bedenken wäre? Falls ich überhaupt genommen werde natürlich.... habe zunächst mal einen Gesprächtermin.
Und gibt es hier vielleicht Mitarbeiter einer versicherung im Innendienst, die mir eine ungefähre Richtung des realistischen Gehalts sagen können? Gerne auch anonym.
Es geht um eine stelle in der Antragsbearbeitung.

LG

1

Auf jeden Fall wechseln! Klingt für mich wie der 6er im Lotto! 37km sind nichts! Du schreibst du hättest dort Gleitzeit, also kannst du dir die Arbeitszeiten so einteilen dass du eben nicht im Berufsstau landest.

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Hey
Danke für deine Antwort:-)
Ja, 37 km ist nicht so schlimm. Bisher hatte ich aber halt nur 6 km. Bin also etwas verwöhnt ;-)
Ich kann es mir halt wegen der kinder nicht komplett flexibel einteilen.
Ich muss spätestens um 14 uhr zuhause sein. D.h. ich kann nur bis 13 uhr arbeiten (einen Tag würde ich den ganzen Tag arbeiten, bis 20 Uhr, da nimmt die Oma die Kinder)
Die kinder gehen morgens halb acht aus dem haus, ich kann also erst halb acht los fahren, und wäre dann halb neun ca dort
Klar, homeoffice ist in Planung, wenn das dann irgendwann angeboten wird dann habe ich damit kein Problem mehr.....

2

wieviel Euro hast Du übers Jahr zusätzlich an Provision? D.h. was ist Dein durchschnittlicher Stundenlohn?

Wie hoch wäre Dein Stundenlohn im neuen Job, wenn Du die Fahrtzeiten mit rechnest, was Du dringend tun solltest, weil es nunmal Zeit ist, die Dir fehlt. Und dann kannst Du vom Gehalt gleich noch die erhöhten Fahrtkosten abziehen....

Wie sieht dann der Vergleich aus?

Ich liege aktuell auch eher im Niedriglohnsektor, arbeite ausschliesslich von Zuhause aus. Manchmal geht mir der Job tierisch auf die Nerven und ich suche nach Alternativen (solange ich noch meine Ausbildung mache bin ich zeitlich eingeschränkt und auch in dem was ich mache, meinen ursprünglichen Job kann ich nicht mehr ausüben) und ja, mehr Stundenlohn gingen problemlos und würden am Monatsende auch 400€ mehr ausmachen, aber wenn ich dann die Fahrtkosten und alles was da sonst noch so dran hängt gegenrechne, bin ich mit dem Job hier zuhause immer noch am besten dran.
Und wenn nicht viel los ist, so wie heute morgen kann ich nebenbei noch ein wenig surfen oder mal eben die Spülmaschine ausräumen...

Hin und wieder kommt bei mir schon der Gedanke - wie wohl bei Dir auch - nach Kollegen und Büroatmosphäre auf, aber ich hab mein soziales Umfeld durch mein Hobby sehr gut gefestigt, letztlich wiegt das also auch nicht genug.

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Hey
Also im Schnitt habe ich momentan 2000 Euro Brutto für ca 27 Stunden
Wenn ich Dr. Google glaube habe ich dort 2800 Euro für 27 Stunden (da aber eben auch nochmal meine Frage ob es hier Mädels gibt mit Erfahrung in dem Bereich)
Ich denke, die Fahrtkosten würden sich zunächst einmal mit dem mehrgehalt fast aufheben, also dass ich +-0 raus komme. Langfristig ist es halt total interessant, da zum einen homeoffice geplant ist und zum anderen ich mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen kann, mein restliches Arbeitsleben lang Versicherungen zu verkaufen ....
D.h. wenn die kids irgendwann älter sind möchte ich ja auch wieder mehr arbeiten, und das dann im Außendienst, denke ich nicht
Da frage ich mich dann halt ob es in zehn Jahren noch so einfach wäre, was neues zu bekommen?! Man wird ja nicht jünger :-)

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Ich würde wechseln oder sogar einen komplett neuen Job suchen.

Wie ist es denn, wenn du Urlaub hast oder krank bist? Nur Mindestlohn? Das sind schlechte Aussichten.

Trau dich einfach. Irgendwann kommt die Rente und das böse Erwachen.

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Da hast du recht
Urlaub oder Krankheit ist kein Thema, da gibts Provisionsausgleich.
Dennoch hat man einfach immer den Druck, recht viel verkaufen zu müssen, um auf ein angemessenes Gehalt zu kommen.
Jetzt in teilzeit ist das noch machbar, aber die Kinder werden ja älter und irgendwann möchte man mehr machen und dann wirds eben schwer.
Danke für deine Einschätzung
Lg

9

Gern. Ich wünsche dir viel Glück. Und beim Gespräch solltest du das Gehalt nachverhandeln. Immerhin bist du nicht neu in der Branche. Und das gute ist, du hast ja nen Job:)

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Hi,

ich komme aus der Branche. Und ich würde an deiner Stelle sofort wechseln, diese provisionsgebundene Bezahlung ist für mich ein Graus. Ja, du hast nur 6 km ins Büro, aber wieviel km fährst du tatsächlich, um auf deinen Lohn zu kommen? Ich bin schon lange raus, habe vor 12 Jahren als Berufsanfänger ca. 2400 € brutto für 30 Stunden bekommen.

Lg

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Danke auch dir für deine Nachricht.
Ja, ich tendiere auch dazu.... sollten sie mich überhaupt nehmen natürlich ;-)
Wenn du vor 12 Jahren schon 2400 als Anfänger bekommen hast für 30 Stunden, denkst du 3000 wäre angemessen als Verhandlungsgrundlage? Für 27 Stunden?
Oder könnte ich sogar etwas höher pokern?
In der branche bin ich bereits seit 9 Jahren

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Hi! Unbedingt wechseln!! Ich arbeite auch Teilzeit bei einer Versicherung im Home Office und gehaltstechnisch habe ich mehr mit 80% Arbeitszeit wie mein Vollzeit arbeitender exmann! Plus die ganzen Zusatzleistungen .. und wenn Home Office geplant ist fällt die Fahrerei ja auch weg! Ich würde ohne zu zögern annehmen!!!! Vg

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Hallo Sternschnuppe
Danke für deine Antwort :-)
Kannst du mir eine Zahl sagen? Oder andersrum, wären 3000 bei 27 Stunden (70 Prozent) ok? Oder eher zuviel / zu wenig?

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