Können wir überhaupt noch?

Mein Freund und ich haben Probleme. Seit unser Baby da ist, schafft er es mit Müh und Not noch Zeit mit dem Baby zu verbringen und keine mit mir. Anfangs habe ich mich sehr aufgeregt, er hatte auch kein Verständnis für Schwäche im Wochenbett etc PP sodass Streitereien teils ausgestattet sind (leider mit Handgreiflichkeiten worauf ich nicht näher eingehen will da beidseitig aber nie im Zimmer des Babys- das ging zum Glück zu regulieren). Er hat weder Verständnis dafür dass ich erschöpft bin, noch dass ich auch Bedürfnisse nach Zärtlichkeiten habe. Immer wenn ich das anspreche schiebt er die Schuld auf meinen Umgangston. Wenn ich es liebevoll anspreche ist er zu erschöpft. Zeit und Energie zum Fernsehen oder was am Rechner zu basteln sind immer vorhanden. Will ich mich Mal einfach nur küssen oder reden ist keine Energie da. Wie kommt man da raus? Für Unternehmungen hat er auch keine Kraft. Haben wir noch eine Chance als Paar? Ich sehne mich so sehr nach Liebe und bin emotional erschöpft und immer öfter frustriert. Hätte das schonmal wer? Wie kommt man da raus?

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Wie man da raus kommt? Ich lese heraus, dass du dich mehr darüber aufregst, dass die Zärtlichkeiten zu kurz kommen, als dass dich entsetzt, dass es zwischen euch zu Handgreiflichkeiten kommt!
Geht zur Paartherapie und schaut, dass ihr euch wieder mit Respekt begegnet! Der scheint nämlich so weit weg, wie der Mond zur Erde! Ich hätte überhaupt keine Lust auf Zärtlichkeiten, nachdem ich mich mit meinem Mann eine Runde geohrfeigt hätte oder ähnliches. Das wäre die Lust dahin!
Vielleicht solltet ihr euch mal generell Gedanken um den Grundton eurer Beziehung machen.

Lg

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Ja das ist auch richtig. Das stimmt Grad nicht. Paartherapie hatte ich vorgeschlagen und er will aber nicht.

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Hallo,

erstmal alles Gute zur Geburt!

Ich denke, Schwiergkeiten im ersten Bsbyjahr sind normal. Handgreiflich werden ist es nicht.

Ihr habt so wie es sich anhört keine gute Kommunikation miteinander. Ein Baby ist eine riesige Umstellung für beide Partner. Verantwortung, zu wenig Schlaf, ständig Bereitschaft für das Kind da zu sein, zu wenig Zeit für sich selbst, usw.

Ihr als Eltern müsst lernen als Team zusammen zu arbeiten. Da helfen Vorwürfe wenig.
Holt euch bitte Hilfe bei „z.B. Pro Familia“ es gibt Famililienberatung von der Kirche, Diakonie, u.s.w.
Wenn dein Partner nicht mit will, geh allein oder mit einer Freundin hin und lass dich unterstützen.

Alles Gute!

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Hallo!

Macht erst mal eine Paartherapie, um eure Streitkultur in den Griff zu bekommen.

Dann ist die Frage, was erwartest Du eigentlich von ihm? Du sitzt mit Baby zu Hause, und offenbar fehlt Dir der Kontakt mit anderen Menschen, jemand zum Reden. Das kann aber dein Partner kaum alleine ersetzen wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt, weil ER hat genug um de Ohren den ganzen Tag auf Arbeit. Wenn Dir langweilig ist, musst Du selbst raus gehen. Es gibt diverse Kurse für junge Mütter, Babyschwimmen, Pekip, Mütterfrühstück im Familienzentrum - gerade eben für Mütter, denen es zu Hause alleine nicht gut geht.

Energie braucht dein Freund übrigens nicht, um auf der Couch in die Glotze zu gucken, denken muss er dabei auch nicht. Wenn er mit Dir reden oder was machen soll, dann braucht er mehr Energie. Und dass er wenig Lust auf Zärtlichkeit hat, wenn Du dauernd meckerst, ist auch klar.

Was macht er denn neben der Arbeit? Wie lange ist er inkl. Fahrtzeiten aus dem Haus? Wie sieht es am Wochenende aus?

Und vor allem: wann ist er alleine mit Kind und Du hast frei? Das ist auch wichtig, damit Du ALLEINE was für Dich tun kannst, Freundinnen treffen und Sport machen. Auch da hast Du Kontakt mit anderen Erwachsenen und er merkt derweil, wie anstrengend ein Baby sein kann und lernt sein Kind besser kennen.

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Er muss nur auf das Kind aufpassen wenn ich arbeiten bin, was bis zu 10h/Woche der Fall ist, ansonsten mache ich noch eine Weiterbildung und kümmere mich um alles. Also 30h Arbeit und Voll Stillen.Auch um seine Sachen. Ich fühle mich mit all der Verantwortung im Stich gelassen und meckere, weil ich trotz voll stillen noch so viel arbeite und oft fertig bin. Dafür hat er oft wenig Verständnis und deswegen schaukeln sich Streits hoch. Es sind oft nur kleine unnettigkeiten ,wie anrempeln beim vorbeigehen oder schubsen, aber ich finde es unerträglich. Zum Ausgleich mache ich auch einiges... mein Problem ist nur. Ich glaube wir peben uns auseinander. Weil wenn ich schonmal Zeit habe braucht er Zeit für sich.
Nach schlechten Nächten, Haushalt und co darf ich dann noch Mittag servieren, auch wenn ich abends lerne, wenn er schläft. Ich glaube er weiß Nichtmal was ich alles mache, aber er fragt auch gar nicht mehr.
Zärtlichkeiten im Sinne von eine liebevolle.umarmung wenn man kommt wäre ja schon ein Anfang. Eher ist es ein "ich muss mich Ausruhen, du warst ja den ganzen Tag zu Hause".
Ich bin fertig und am Boden meiner Kräfte, komme kaum hinterher mit meinen Ausarbeitungrn und zur Größe darf ich noch diskutieren wieso ich möchte dass er sich um das Baby soweit kümmern muss, dass ich nur Stille und wir eben fernsehen- der letzte gemeinsame Strohhalm, weil er doch das Geld heim bringt, was so auch nicht hundertprozentig stimmt.

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Das klingt echt total anstrengend. Hast Du mal aufgeschrieben, was Du alles machst? einfach nur, damit er es sieht und merkt? Die Weiterbildung kostet ja auch Energie, und neben einem Stillbaby lernen ist wirklich hart.

Leider kannst Du nur im Moment wenig an der Situation ändern, weil das Kind noch so klein ist, abstillen und in die Kita geben ist ja im Moment noch keine Option, um Dich mehr zu entlasten.

Allerdings würde ich Dir raten, deutliche Worte hinsichtlich Paarberatung zu finden, um wenigstens da zu mehr Klarheit zu finden.