Leben mit 4 Kindern (oder mehr)

Hallo :-)

Ich bin glückliche Mutter von drei Kindern, von denen der Jüngste 2 Monate alt ist. Es ist somit eigentlich nicht an der Zeit, über weitere Kinder nachzudenken. Dennoch beschäftigt mich der Gedanke sehr ;-)

Ich würde einfach gerne mal hören, wie Familienleben mit (kleineren) 4 Kindern bei euch aussieht. Ist einer von den Elternteilen zu Hause oder ist es möglich, dass beide arbeiten? Ist es eine ständige Organisation und Rumfahrerei? Bleibt da überhaupt noch Zeit für sich oder zu zweit? Wie kann sich Partnerschaft gestalten? Wie war die Umstellung von 3 auf 4 Kinder?

Den Alltag mit drei Kindern kenne ich ja schon ein wenig und ich denke, wir kriegen das ganz gut hin ;-) Ich mache mir auch gar nicht so die Sorgen, ob ein Kind zu kurz kommt o.ä. Mir geht es eher darum zu erfahren, wie der Alltag als Familie aussieht und vor allem, ob und wie sich Beziehung verändert.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein wenig berichtet :-)

Habt schonmal vielen Dank im Voraus,

zeruya

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Es wird stressig und teuer wenn alle in der Schule sind und in die Pubertät kommen.

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Ich kann nicht glauben, dass ausgerechnet Du hier schreiben mußt!
Du hast Dich ja im Abtreibungsforum schon gut hervor getan.
Du hast weder 4 Kinder, noch 3 oder 2. Du hasst Deine Mutterrolle aus vollem Herzen und kannst hier, wo danach gefragt wird, wie sich das gemeinsame Familienleben und die Partnerschaft mit mehreren Kindern gestaltet, also überhaupt nicht mitreden.

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Doch.Kann ich. Und meine Abtreibung tut hier nix zur Sache.
Ich bin mit drei Geschwistern aufgewachsen.

Und nur weil du ein Problem damit hast was ich irgendwo anders geschrieben habe, hast du nicht darüber zu urteilen, wozu ich meine Meinung abgeben darf.
Ich verstehe auch nicht, warum ihr Muttis euch so aufgeregt habt nur weil ich ehrlich meine Erfahrungen als Mutter aufgeschrieben habe.

Frag dich mal warim das so ein Tabu zu sein scheint dass eine Mutter zugibt, nicht gerne Mutter zu sein.

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Hallo , es ist schön leider auch stressig und ich muss meiner Vorrednerin recht geben, leider auch teuer.Wenn Sie noch Klein sind geht es , aber lass Sie mal in die Schule kommen ????.Ich gehe auch noch 25 Stunden die Woche arbeiten, da die Kids vormittags Kita und Schule sind, aber dann geht's los , Hausaufgaben , Haushalt der eine muss zum Arzt der andere ist verabredet oder muss zum Sport. Versteh mich nicht falsch ich möchte keinen missen von meinen Kids, aber leicht wird es nicht ,aber bei 3 fehlte mir was, war zu ungerade ????. Also genieße erstmal die Zeit jetzt mit deinem Krümmel und dann schaut ob es bei Euch noch passt, der letzte bei uns hat es nochmal so richtig in sich , der verkörpert meine 3 anderen Kids in einem. wenn Du magst schreib mich per Pn an.
vG

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Mein Bauchgefühl sagte auch 3 sind ungerade. Ich bin jetzt mit 4 glücklich. Und ausgelastet. In dem Sinne ich habe auch mal Zeit für mich, um wieder Kraft zu schöpfen. Aber ich bin jetzt froh dass komplett. Mit 3 habe ich mich nicht komplett gefühlt.

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Ich hatte gehofft, dass ich mich nach 3 Kindern "komplett" fühle. Aber leider hat sich das nicht eingestellt - stattdessen setzt sich der Wunsch nach einem 4. Kind fest. Herz sagt ja, Kopf sagt aber grad definitiv nein. Ich bin mir sicher, dass wir das emotional, sozial und finanziell wuppen können. Trotzdem werden hier viele Erfahrungen berichtet, die mir wirklich zu denken geben. Dazu käme die Sorge, dass ich "das Glück nicht nochmal herausfordern" möchte. Und was mache ich, wenn auch nach 4 Kindern der Kinderwunsch nicht aufhört??? ????

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hallo,
wir haben 3 kinder (11, 9, gerade 3) und ich bin zuhause. ich muss sagen, es ist ein balanceakt, dass keiner zu kurz kommt. der kleine benötigt natürlich noch die meiste aufmerksamkeit. die mittlere nimmt sie sich bei bedarf. die große eher weniger und dann merkt man plötzlich, dass die große mal kurz vor dem hinten überfallen ist. sie ist eher ruhig, intelligent, pflichtbewusst, unkompliziert - es läuft einfach alles sehr gut. und doch braucht auch sie selbstverständlich ihre zeit mit mir/papa. mit nur 1 kind in die stadt/ins kino/zum kletterpark etc. fahren bedarf organisation außerhalb des wochenendes.
ins-bett-bringen dauert beim kleinen ca. 30 min mit zähneputzen. die großen kuscheln aber auch gerne und lesen gerne mit mir.
du solltest den punkt des zu-kurz-kommens auf jeden fall nicht zu sorglos betrachten. je mehr kinder, desto weniger zeit für jeden einzelnen, das ist fakt. das muss kein nachteil sein - ABER es IST ein balanceakt, besonders bei älteren kindern (schule/hausaufgaben/lernen/abfragen/hobbys/verabredungen usw. usf.).
für uns sind 3 perfekt. bei einem 4. würde definitiv die (meine!) zeit dtl. geringer ausfallen. ich habe da einfach einen anspruch an mich/uns, was individuelle zeit mit jedem einzelnen kind anbelangt UND als paar UND auch als individuum :-).
lg

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Hallo dürfte ich dich etwas fragen Und zwar haben wir auch drei Kinder, sie sind sieben und neun Jahre und ein Baby. Die Großen sind sehr eng miteinander und haben immer den anderen zum spielen. Ich frage mich manchmal wie das wird wenn der Kleine älter ist. Die Großen werden dann wohl nicht soviel mit ihm spielen und manchmal denke ich dass es total blöd ist, dass er keinen so engen und gleichaltrigen Spielkameraden haben wird. Und dass er dadurch bisschen einsam bzw. zum Außenseiter werden wird. Die Großen sind auch Mädchen. Darf ich fragen wie das bei euch ist mit dem großen Altersabstand? Liebe Grüße

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hallo,
ich kenne deine gedankengänge. die situation war zu beginn wie bei euch. inzwischen grenzt sich die große, 11,5 jahre, aber öfter von ihrer schwester ab, pubertät eben, möchte was alleine machen oder ist unterwegs. der kleine, gerade 3, ist mit beiden sehr, sehr eng und beide spielen auch super gerne mit ihm, auch einzeln, passen mal auf ihn auf, gehen zum spielplatz oder in den wald mit fahrrad/laufrad, es ist sehr harmonisch unter den dreien :-). und sehr bald kommt die zeit, wo der kleine sich selbst verabredet. von daher habe ich keinerlei bedenken mehr, dass der jüngste alleine sein könnte auf irgendeine weise, zu 99% ist er in den zimmern gern gesehener gast, auch wenn die mädchen verabredungen haben.
konnte ich dich ein wenig beruhigen?
lg & alles gute für euch :-)

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Hallo,
Ich habe zwar nur 3 Kinder und zwei davon eng beieinander, aber ich muss sagen, solange die Kinder klein sind ist das alles noch relativ einfach.

Teuer wird es, wenn die Kinder in die schule kommen, mit schulmaterial, Klamotten, weil ständig alles verwachsen ist und man am Basar nur gute Sachen für kleine bekommt, Klassenfahrt,....
Man kann Glück haben und die Kinder kommen schulisch allein gut klar, meine große, oder sie brauchen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung , mein mittlerer.

Je älter sie werden, je mehr Hobbys, Termine, Verabredungen zu denen die Kinder gefahren werden müssen, außer man wohnt in einer Stadt mit regelmäßig öffentlichen Verkehrsmitteln.
Man kann Glück haben und die Kinder sind bis auf normale wehwehchen gesund, oder es kommen größere Verletzungen, Krankheiten und Operationen -hatten wir alles.
Meine großen sind Teenager und auch in unserem Freundeskreis kenne ich kaum eine Familie, in der nicht größere Ereignisse kamen, die viel Kraft und Aufmerksamkeit gekostet haben.

Deshalb finde ich es immer romantisch, wenn jemand der Meinung ist, er bekommt das mit kleinen gut hin und dann wird die Aufmerksamkeit die Kinder brauchen nur noch weniger. Meine Erfahrung ist eine andere. Als sie klein waren lief es einfacher.
Ich habe immer teilzeit gearbeitet, mehr hätte ich organisatorisch nicht hingekommen, ohne dass die Kinder gelitten hätten.

Ich finde Kinder klasse und bin froh dass ich meine drei habe. Ich hätte vielleicht gerne mehr Kinder gehabt, bei dem was wir zusammen mitgemacht haben weiß ich aber, mit mehr hätte ich das nicht so gut für die Kinder hingekommen.

Ich würde auf jeden Fall nach drei kleinen einen großen Abstand zum 4. Lassen, um zumindest eine Ahnung vom leben mit größeren Kindern zu bekommen.

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Hallo,

das kann ich komplett unterschreiben. Als die "Kleinen" klein waren (heute sind sie 15, 11 und 8) habe ich das alles gut hinbekommen. Ich war oft müde und manchmal auch genervt, aber (ich habe immer gearbeitet) unsere Nachmittage waren frei - man konnte auch mal den Mittleren und Kleinen als es soweit war, im Kindergarten abgeben und was alleine mit der Großem machen. Am Wochenende waren wir viel mit dem Fahrradanhänger draußen in der Natur, man traf sich mit Freunden mit gleichaltrigen Kindern zum Brettspielen. Es gab wenig "to do" Dinge - das ändert sich mit Schuleintritt.

Das ändert sich dann schleichend, erst fand die Große unsere Sonntagsspaziergänge "tröge", dann kam immer mehr auf die Liste, was sie einfach nicht mehr "cool" fand - Zoo, Naturkundemuseum ... alles musste neu ausgehandelt werden - da fing es dann an schwierig zu werden. Der Zoo ist 1,5 Stunden Fahrt entfernt. Mein Kleiner liebt den Zoo ... Dann fährst du also als Familie hin und erträgst, dass einer schmollt - oder man macht zwei Programmpunkte - einer geht mit einem Kind in den Zoo, der anderen mit den anderen beiden ... schon ist es nichts mehr mit der "Familieneinheit" und es ist leider so, dass sich das alles recht schnell auseinander lebt ... wir machen selten noch alle fünf was zusammen, meistens gibt es eine "Delegation".

Zweites Problem ist die Schule. Meine beiden Großen tun sich in der Schule recht leicht - die Große ist an einem Punkt, wo sie fast alles alleine macht. Irgendwie schafft es aber die Grundschule, dich wirklich täglich zu beschäftigen. Auch das fängt total harmlos an - es taucht ein Lesepass auf und das Kind soll dir täglich 15 Minuten laut vorlesen. Bei zwei Kindern sind das schon mal 30 Minuten. Gut. Dann kommt das Einmaleins und du sollst daheim üben. Gut, wieder 10 Minuten täglich - und schon fehlen wieder 45 Minuten. Dann kommen Referate und Präsentationen und plötzlich verbringst du den Sonntagmittag damit, die Erstellung eines Plakats zu überwachen und um 17.00 rufst du deinen Chef an, ob du ausnahmsweise den Farbdrucker im Büro kurz privat nutzen darfst, weil deine eigene Patrone leer ging .... Bei meinem Mittleren war es so, dass die eigentliche Klassenlehrerin in Klasse 3 und 4 wirklich ernsthaft erkrankte - in einem Schuljahr wurde der Deutschunterricht nur noch notdürftig vertreten, im anderen der Matheunterricht - da kam immer jede Menge nach Hause, was du dann erarbeitet hast. Jetzt auf dem Gymnasium hat der Lehrer in Klasse 5 blitzschnell das Grammatikgrundwissen wiederholt. Zähneknirschend stellst du fest, dass dein Kind 80% zum ersten Mal gehört hat und erklärst eben mal selbst was Satzglieder sind, wie man einen Hauptsatz und einen Nebensatz unterscheidet ....

Drittes Problem sind die Finanzen - am Anfang haben mich alle "Folgekinder" kaum was gekostet - die Grundausstattung war da, Gummistiefel etc. waren geschlechtsneutral und die Klamotten wurden einfach weitergegeben. Wir haben auch total viel geschenkt bekommen oder billig auf Flohmärkten erworben. Meine Tochter ist ziemlich modebewusst und fühlt sich in den Klamotten wohl, die alle anhaben - das ist die aktuelle New Yorker, H&M und Zara Kollektion. Schon wird es teuer. Dann spielt sie brav seit acht Jahren ein Instrument, nun auf einem Level, das einfach ein teureres Folgeinstrument braucht ... schon bist du im vierstelligen Bereich. In der Grundschule wurde sie schon mit der Zahnfehlstellung aufgezogen - das ist ein sehr wunder Punkt bei ihr. Leider bezahlt die Kasse nicht die komplette Behandlung - schon bist du in der Zuzahlung. Dann gibt es Schullandheime, Wintersporttage ... Was auch so ein Punkt ist sind die 10 - 30€ Beträge - die Clique geht einmal die Woche in der Mittagspause essen - Essen kostet 6€ - sind 24€. Die Sportschuhe sind zu klein - einmal neu gekauft 60€. Die Busfahrkarte wird teurer 45€. Man war Bowlen (hat das vom Taschengeld bezahlt) - plötzlich war die neue Winterjacke geklaut. 70€. Der Klassenlehrer organisiert eine Skihütte. 120€.

GLG
Miss Mary

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Hey,

ich hab mal ne Verständnisfrage. Wenn die Kinder älter werden, können sie doch viele Verabredungen und Termine (Fußballtraining etc) alleine wahrnehmen. Wieso müssen die Kids da zu allem gefahren werden?
Lebt ihr außerhalb?

Wir reden auch über Kind vier, aber dieses Argument leuchtet mir irgendwie noch nicht ein?!

Schöne Grüße

#winke

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Hallo zeruya,

wir selbst haben drei Kinder, aber zwei bekannte Familien jeweils vier.

In der einen Familie sind jetzt alle vier Kids in der Schule, in der anderen zwei von vier. Beide Mütter sind seit längerer Zeit nicht mehr berufstätig, vor allem die schulischen Belange nehmen in beiden Familien relativ viel Raum ein.

Besonders die Familie mit den vier Schulkindern sagt auch, dass es finanziell mit zunehmendem Alter der Kinder eine Herausforderung ist hinsichtlich der Hobbies, jedoch auch bezüglich Urlaub, Kleidung, Essen gehen, ... .

In der Familie mit den vier jüngeren Kindern (2-8 Jahre alt) "kriecht" die Mutter oft "auf dem Zahnfleisch", in der mit den vier älteren ist familiäre Unterstützung gegeben.

Ich finde, dass mehr als drei (schulpflichtige) Kinder schon "eine Hausnummer" sind. Unsere Ansprüche an uns selbst als Eltern sind so hoch, dass sie für drei Kinder gut ausreichen bezüglich Zeit, Zuwendung, Förderung, Geld, etc. . Damit sind wir jedoch definitiv ausgelastet, ein weiteres Kind würde unsere Kapazitäten in (fast) jeder Hinsicht übersteigen. Zu unseren Ansprüchen gehört z.B., regelmäßig Zeit mit einem Kind allein zu verbringen, unsere Kinder in schulischen Belangen bei Bedarf zu unterstützen, jedem Kind mehr als ein Hobby (Sport und Musik) zu ermöglichen, etc. . Unser organisatorischer Aufwand ist auch mit drei Kindern UND verlässlichem sozialen Netzwerk teilweise immens vor lauter Terminen. Das alles ist in der Familie mit den vier noch recht kleinen Kindern nicht möglich, schulisch läuft's eher holprig, Hobbies sind kaum möglich (zu großer Orga-Stress und sicherlich auch finanziell), Zeit mit einem einzelnen Kind ist Fehlanzeige, ... .

Sicherlich gibt es genügend Familien, die ihren Alltag auch mit vielen (für mich vier "aufwärts" ;-)) Kindern ähnlich gestalten wie wir unseren. Die Anforderungen steigen jedoch wie gesagt mit zunehmendem Alter der Kinder und es kann mir wirklich Niemand erzählen, dass vier oder mehr ältere Schulkinder/Teenies völlig easy zu händeln sind, so dass man nebenbei noch locker zu zweit arbeiten, seinen Hobbies nachgehen und für sich als Paar sorgen kann. Irgendetwas oder Irgendjemand bleibt da "auf der Strecke".

Ausnahmen bestätigen auch diesbezüglich jede Regel- lasst Eure drei Zwerge jedoch trotzdem erstmal einige (!) Jahre älter werden und seht dann weiter :-).

Viele Grüße,

Kathrin

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Hey,

wir haben auch drei Kids und denken grad an Nr.4.
Ich denke grad über die Argumente nach und frage mich, ob diese ganzen Hobby-Freizeitstress-Probleme nicht "hausgemacht" sind.

Muss jedes Kind 2 Hobbys wahrnehmen? Und muss alles viel Geld kosten und müssen die Kids wirklich überall hingefahren werden?

Unsere älteste ist 6, in ihrem KiGa sind einige Kids die mind.3 Tage die Woche ausgebucht sind mit Musikunterricht, Tanzen und reiten etc.
Unsere Tochter geht einmal die Woche zu den Pfadis. Zumindest jetzt hat sie niemals erwähnt, dass sie noch etwas anderes machen will. Jedes unserer Kinder macht einen Schwimmkurs, das kommt noch hinzu.
Und sicher ändert sich in dem Freizeitverhalten noch was, aber so, dass das die finanziellen Kapazitäten einer Familie (die gut situiert ist) übersteigt?

Bin gespannt auf deine Antwort.

Schöne Grüße#winke

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>>und frage mich, ob diese ganzen Hobby-Freizeitstress-Probleme nicht "hausgemacht" sind.<<

Das denke ich auch immer wenn ich hier mitlese.

Ich finde es äußerst extrem, dass Frauen berichten sie kommen nach ihrem Halbtagsjob gar nicht zur Ruhe, weil an 5 Tagen am Nachmittag für 3 Kinder 6-9 Aktivitäten wahrgenommen werden müssen, jedesmal mit holen und bringen. Joa, da würde ich wohl auf dem Zahnfleisch kriechen.
Dieser ganze Hobby-Vereins- und Verabrede-Wahn erschließt sich mir auch nicht so ganz...

Kostenmäßig will ich gar nich mal sagen, allein Kleidung ist für Babys und Kleinkinder ja viel preiswerter als für Teenies. Essen wird wohl auch teurer werden.
Ansonsten sehe ich diese Auflistungen darüber dass 4 Kinder ja viiiel teurer und anstrengender sind sobald sie größer sind eher etwas verwundert an.

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Hallo,
Ich habe zwar nicht 4 Kinder, mag dir trotzdem mal meine Perspektive mit 3 schon etwas älteren Kindern beschreiben. Dein Zwerg ist ja noch so winzig. Da fand ich auch alles noch easy. Es gab eine Zeit, da sagte ich immer, ich möchte 2 oder 4 Kinder. Nach dem sich aber alles mit dem 3. Kind mit Arbeit und so wieder eingespielt hatte, war für mich klar, es wird bei 3 bleiben. Meine Mädels sind jetzt fast 13, fast 10 und 5 Jahre alt. Die Jüngste kommt diesen Sommer in die Schule. Mein Mann und ich arbeiten voll und ich mache ab Februar noch eine berufsbegleitende Qualifizierung. Und ja, ich habe durchaus das Gefühl nur herumzukutschen. Frühs verteile ich meine 3 auf 2 verschiedene Schulen plus Kita dann fahre ich auf Arbeit, nachmittags das gleiche wieder zurück. Dann kommt noch Orchester, Musikschule und Reiten Montag, Mittwoch und Freitag. Dazu staune ich tägliche, was Pupertiere so wegfuttern, also aller paar Tage Futter ranschaffen. Auch die Freunde wohnen alle weit verstreut, so dass da noch Fahrdienste hinzukommen. Leider haben wir sehr bescheidene Busverbindungen und bekommen auch keine Schulbeförderung gestützt, so dass ich für die Monatskarten der Großen 70 Euro zahlen müsste. Und dann funktioniert der Spaß nicht, wenn sie mal früh Ausfall haben. Deswegen fahre ich sie selber. Der nächste Punkt, der mich darin bestärkt, dass 3 für uns reichen, ist der, dass ich nicht auf Urlaubsfahrten verzichten möchte. Wir campen mit Wohnwagen - ich kann mir nicht vorstellen ein noch größeres Gefährt durch die Gegend zu manövrieren. Auch Auto, Haus usw. würde knapp werden. Jetzt hat jedes Kind sein Zimmer. Das würde dann nicht mehr gehen. Wir haben das Elternhaus meines Mannes liebevoll in viel Eigenarbeit hergerichtet, das gibt man nicht so schnell wieder her. Zumal man nur schwer noch so viel Grundstück dazubekommt. Und ja, ich denke, ich würde mehr Kindern such nicht gerecht werden können. Das ist jetzt schon teils unter der Woche kaum möglich. Wir nehmen uns daher Familienzeiten am Wochenende mit Wandern, Radeln oder Schwimmen. Damit wir diese Zeitfenster haben, müssen aber alle mitziehen. Also auch in Haus und Garten helfen. Alle haben auch eigene Tiere, die sie versorgen. Bei uns leben also noch 7 Zwergkaninchen, 2 Meerschweinchen, 1 Katze und 2 Hunde. Dort haben wir sogar schon reduzieren müssen, weil es mit Ankunft von Kind 3 kaum noch zu bewältigen war. Es gab mal noch 2 Pferde, 2 Ziegen und eine kleine Kamerunschafherde. Ja, auf alle Tiere könnte ich aber nicht verzichten. Die Hunde sind mein Ausgleich von der ganzen Arbeit und dem Trubel. Wenn ich mit den laufe und trainiere, kann ich mich wieder erden und zur Ruhe kommen. Ich denke, für uns ist es so perfekt jetzt und ein weiterer Zwerg würde irgendwie "stören". Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Tags auch noch mit Kindern arbeite und mir das auch zu laut wäre mit noch mehr Trubel... Ja, ich sehne mich nach Ruhe. Daher bin ich glücklich darüber, sagen zu können, dass meine 3, was diesen Punkt betrifft, aus dem Gröbsten raus sind.
Tja, so ist es bei uns - in Kurzfassung

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Wir haben 5 Kinder und gehen auch mit Wohnwagen campen. Im Wohnwagen sind 5 Schlafplätze, im Vorzelt wird noch ein Zelt eingehängt mit 2 Schlafplätzen. Wenn die Älteste (21) mit dabei ist, schläft die meist in einem kleinen Extra-Zelt. Unser WoWa ist zwar nicht der Kleinste mit 7m, aber er lässt sich noch gut manövrieren.

Ja, mit größeren Kindern ist das Rumkutschieren zeitintensiv, wir wohnen auch auf dem Land. und Jugendliche sind auch teurer als Kleinkinder. Ich möchte meine 5 trotzdem nicht missen...

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Ich schließe ja nicht aus, dass campen mit mehr Kindern nicht geht. Unser Wowa hat auf 6,40 m auch 5 Schlafplätze. Im Vorzelt schlafen aber die Hunde, zumal wir ein kleineres leichtes Reisezelt nutzen. Mir reicht das so schon an Reiseutensilien, die man so mitschleppt. Mehr muss irgendwie nicht sein. Ich habe jeden Tag mehrere Stunden jeweils 28 Kinder auf einmal um mich mit all dem Trubel der dazu gehört und ich merke, dass ich es alles ein bisschen reduzierter in der Freizeit brauche. Klar, wegwünschen würde ich keins wollen. Ich mag Kinder auch sehr gerne. Allerdings habe ich in der Vergangenheit gemerkt, dass man nicht immer über eigene Grenzen gehen kann. Vielleicht hätte ich einen anderen Blick, wenn ich einen ruhigen (langweiligen) Bürojob hätte, wo ich nachmittags die Tür schließe und dann kommt endlich Action in Form von Familie. Ist aber nicht so. Zu Hause geht es weiter mit der Arbeit und nebenbei stehen noch die heimischen Pflichten.

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Vielen vielen Dank für eure sehr ausführlichen und wirklich hilfreichen Antworten!

Das mag ich sehr glauben, dass mit so drei kleinen Wuselzwergen alles noch ganz schön und unkompliziert ist. Aber sie werden ja nun mal auch größer - und mit ihnen die Ansprüche...

Es ist wirklich gut, von euren Erfahrungen zu lesen. Denn auch, wenn ich mich ganz sicher nicht naiv und blauäugig bezeichnen würde, bin ich da wohl noch von romantischem Babyblues getrieben... ;-)

Vielen Dank und euch alles Gute!

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hoffe du liest das überhaupt noch. Da dir fast nur Eltern mit 3 Kindern geantwortet haben. Ich habe 4..Ich finde mich in den Lebenssituationen bei denen mir drei nicht . Bei uns war auch mit drei alles anders als hier beschrieben. Ob drei oder 4 ich denke hängt sehr von der Lebenssituation ab. Schreibe mir doch ne PN und ich kann dir über mein Leben mit 4 schreiben. Ich bin froh meine 4 zu haben.

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Magste auch hier schreiben was da anders war und ist? Würde mich interessieren.

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ich kann mich ganz vielen Punkten von dem was die anderen bereits geschrieben haben nur anschließen . Wenn sie klein sind ist es zwar manchmal stressig gerade wenn alle noch relativ klein sind . Anziehen dauert gefühlt lange ,alle Kinder müssen meistens mit ,eins schreit immer etc. aber das ist nichts dagegen wenn sie größer werden und in die Schule kommen . Die Umstellung von 3 auf 4 Kinder empfand ich nicht groß der Einschnitt Schule hingegen schon erst Recht wenn dann alle mal in der Schule sind . Irgendwas ist grundsätzlich immer das die Schulzeit so einen Einschnitt mit sich bringt hätte ich mir auch nicht träumen lassen und bei vier Kindern ist die Wahrscheinlichkeit groß das mindestens ein Kind dabei ist das etwas mehr Unterstützung benötigt und selbst wenn nicht das normale abfragen , drüber schauen etc. reicht auch schon und frisst Zeit . Die ersten Jahre in der Grundschule habe ich gedacht ich werde verrückt . Kind eins kommt nach Hause und hat schlechte Laune weil es Stress mit dem Freund hat du tröstest , hörst zu . Kind 2 kommt heim und trödelt bei den Hausaufgaben hat die Hausaufgaben nicht verstanden , Kind 3 ist zu Hause hat noch keine Hausaufgaben oder noch wenige und möchte beschäftigt werden und Kind 4 ist auch noch da eventuell gerade im besten Kleinkindalter #schwitz . Mittagsschlaf ist aus organisatorischen Gründen schwierig der Nachmittag ist knapp du bist froh wenn die Hausaufgaben zeitnah erledigt sind weil ein Kind irgendwo hingebracht werden muss oder noch ein Termin mit einem Kind ansteht und irgendwas ist tatsächlich immer die Zeiten wo du selber den Plan vorgegeben hast ändern sich mit Schulkindern es sind die vielen Kleinigkeiten der eine braucht plötzlich unbedingt noch das , der andere ist verabredet , muss zum Hobby gebracht werden, das Mathebuch das für die Hausaufgaben gebraucht wird ist in der Schule vergessen oder dein Kind muss einem anderen Kind das krank ist Hausaufgaben vorbei bringen, du hast dich vor 2 Wochen im Kindergarten eingetragen einen Kuchen für das Sommerfest zu backen .... die Palette lässt sich beliebig fortsetzen auch bei noch so guter Planung kommen häufig Sachen dazwischen die du vorher nicht planen kannst . Lustig das hier jemand schrieb ob denn jedes Kind unbedingt mehrere Hobbies machen muss und dauernde Verabredungen an der Tagesordnung sein müssen die Kinder entwickeln da ihre eigene Dynamik man kann nicht ständig immer nein sagen oder gar kein Hobby gewähren das sagen dir die Kinder schon nicht zu vergessen sagt man einem Kind eine Verabredung zu 3 andere wollen es dann auch . Meine Kinder dürfen jeder 2 Hobbies machen aber auch ein Hobby kann schon genug Zeit fressen 1-2 mal die Woche Training + ein Spiel am Wochenende da hast du Glück wenn ein anderes nur einmal die Woche turnen oder Klavier hat und nicht auch noch Wochenendprogramm .

Allein irgendwo hin fahren je nach dem mit 4 oder mehr Kindern lebt man nicht mehr unbedingt mitten in der Groß(stadt ) auf dem Dorf sind die Busverbindungen nicht unbedingt so passend geht das Kind im Ort zur Schule und hat keine Busfahrkarte braucht es eine . Kann es mit dem Fahrrad fahren ist das im Sommer toll aber du lässt dein 8 ,9 , 10 ... Jahre altes Kind nicht im Winter im dunkeln 1-3 km mit dem Fahrrad fahren wenn die Strecke nicht durchgehend belebt ist . Fahrgemeinschaften gute Erfindung aber du selber fährst natürlich auch reihum nebenbei müssen die anderen eigenen Kinder teilweise auch jedes Mal mit weil sie noch zu klein sind um sie die 10 Minuten pro Wegstrecke zu Hause zu lassen . Irgendwann entwickelt es sich dann so das Abendessen nicht mehr immer gemeinsam sondern nach und nach vollzogen wird die kleineren Kinder haben einen anderen Rhythmus wie die größeren ein 2 ,3 oder 4 jähriges warten lassen bis das älteste Kind vom Training zu Hause ist oft ungünstig der eine kommt um 19 Uhr der Nächste erst um 20 Uhr . Mittags teilweise genauso das erste Kind kommt gegen 12 Uhr heim das letzte gegen 14:30/15 Uhr wenn sie nicht über Mittag sind .

Ausflüge auch bei 4 Kindern gibt es allein durch den Altersabstand unterschiedliche Interessen diese zusammen zu bekommen wird bei uns auch immer schwerer Genörgel kenne ich auch gut . Wenn kein Spiel am Wochenende ist heißt es oft kein Bock auf Familienausflug . Tierpark oder Spaziergänge alles total fad für die älteren.

Das Kinder teurer werden ist auch kein Geheimnis in der Baby und Kleinkindzeit können Sachen nachgetragen und weitergegeben werden aber irgendwann hast du 2 oder 3 Fahrräder in gleicher Größe stehen , mit dem nachtragen ist es auch irgendwann vorbei unterschiedliche Figur , falsche Saison , komplett eigener Geschmack .Gebraucht kaufen /Flohmarkt fällt irgendwann auch weg . Neben allen normalen laufenden Kosten brauchst du nebenbei immer einiges an Bargeld griffbereit Geburtstagsgeschenk für den Freund , Kopiergeld , Geld für den Schulausflug viele viele Kleinigkeiten die zusammen kommen . Ob es möglich ist das beide Eltern arbeiten gehen kann ich nicht beantworten mit Abstrichen ist es sicher möglich ohne externe Unterstützung kann es schwierig werden je nach dem wie viel man arbeitet Schulkinder haben oft Ferien , dann freie Tage wegen Lehrerkonferenz , Studientage ... wenns blöd läuft werden die Kinder nacheinander krank .

Liest sich jetzt vielleicht alles negativ aber es ist Alltag. Trotzdem ist es natürlich auch schön mehrere Kinder zu haben

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"Lustig das hier jemand schrieb ob denn jedes Kind unbedingt mehrere Hobbies machen muss und dauernde Verabredungen an der Tagesordnung sein müssen die Kinder entwickeln da ihre eigene Dynamik man kann nicht ständig immer nein sagen oder gar kein Hobby gewähren das sagen dir die Kinder schon nicht zu vergessen sagt man einem Kind eine Verabredung zu 3 andere wollen es dann auch . "

Hallo,

genau die gleichen Erfahrungen haben wir auch #pro- eben mit drei Kindern.

Und zu der Frage, die Du aufgegriffen hast, ob das denn "sein müsse": es gibt immer wieder Eltern, die die Interessen ihrer Kinder sowie deren Wunsch, sich auch außerhalb von Kindergarten oder Schule zu verabreden, "im Keim ersticken". Ist dann so schön easy, wenn auch Schulkinder keinem Hobby nachgehen und sich so gut wie nie verabreden. Und man kann versuchen, sich die eigenen fehlenden Ressourcen schön zu reden, indem man sich anmaßt zu urteilen, dass Alle, deren Kinder Hobbies und Verabredungen haben, ja völlig übertreiben :-p.

Viele Grüße,

Kathrin

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Ich fühl mich mal angesprochen, Kathrin, denn ich gehöre zu denen die es in Dtl übertrieben finden mit dem "das Kind braucht nen ausgefüllten Terminkalender".
Bei uns ist zumindest nicht von fehlenden Ressourcen die Rede und ich ersticke auch nichts im Keim.
Ich denke eventuell werden die Kinder da etwas "hinmanipuliert" in dem es eben von Seiten der Eltern vorgeschlagen wird, bzw. einfach selbstverständlich und öfter Thema ist.
Vielleicht finde ich es auch so übertrieben in deutschen Familien weil wir gerade erst im Ausland lebten und auch sonst bikulturell leben, und wir daher andere Selbstverständlichkeiten haben.

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Ich finde es wirklich total spannend, eure Beiträge zu lesen - danke!

Und mir ist wirklich klar geworden: Mein Herz wäre ganz sicher für ein 4. Kind. Aber da wäre dann ja nicht nur das Kind, was ich natürlich absolut lieben würde. Damit verbunden wären dann eben auch andere Lebensumstände - wenn nicht sofort spürbar, dann in einigen Jahren. Und da bin ich mir grad nicht mehr so sicher, ob ich mich darauf einlassen möchte...

Von daher bin ich gerade soweit, dass mein Verstand überwiegt und ich damit ausnahmsweise mal gut leben kann. Und wie es dann in 2-3 Jahren aussieht... wer weiß ;-)

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