Mein Mann ist krank...und jetzt?

Hallo ihr Lieben,

quasi von heute auf morgen hat mein Mann die schreckliche Diagnose Plasmozytom erhalten. Seitdem steht unsere Welt Kopf :-( Bald wird die Chemo beginnen mit anschließender Stammzellentransplantation und ich frage mich wie wir das alles schaffen sollen? Meine Mutter kommt so oft es geht muss aber zwischendurch auch immer mal wieder nach hause (wohnt ca 300 km weit weg) und sonst haben wir keinen der und groß helfen kann. Klar bieten Freunde an zu helfen wo sie können, aber gibt es noch andere Hilfen die wir in Anspruich nehmen können? Ich habe nämlich gerade wieder angefangen Vollzeit zu arbeiten und könnte die Kinder zwar nachmittags aus der kita abholen aber morgens wird es problematisch. Kann man eine Familienhilfe beantragen die die Kinder morgens in die Kita bringen könnte? Sonst müßte sie nichts machen nur das....
Ich habe so viele Fragen im Kopf und bin noch total durcheinander...falls ihr Tipps, Erfahrungen wie man das alles durchsteht usw habt bitte her damit :-(

LG Milli

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Hallo!
Oh je :-( Ich wünsche euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit!
Ich selber war bisher zum Glück nicht in dieser Situation, habe aber eine Freundin eng begleitet, deren Partner im Mai letzten Jahres eine Krebsdiagnose erhielt.

Du kannst versuchen, Unterstützung durch eine Familienpflegerin zu beantragen.

Vielleicht gibt es unabhängig vorerst die Möglichkeit, dass du deine Kinder morgens zu einem befreundeten Kindergartenkind bringst und dessen Eltern deine beiden mit in den Kindergarten nehmen.
Es kann auch sinnvoll sein, Kontakt zu einem s.g. Pflegestützpunkt aufzunehmen, die dich hinsichtlich zusätzlich möglicher Unterstützungsangebote beraten können bzw. dir weitere Kontaktadressen geben. Die haben den Überblick über mögliche Unterstützungsangebote. Es ist ja auch wichtig, dass ihr Unterstützung habt, wenn dein Mann nach dem KH-Aufenthalt wieder zuhause ist.

Als sehr hilfreich empfand ich den Anruf beim Krebsinformationsdienst (https://www.krebsinformationsdienst.de/). Dort habe ich sehr viele Informationen und Adressen bekommen, die ich dann meiner Freundin weitergeben konnte.
Ganz wichtig ist aus meiner Sicht, dass du neben der organisatorischen Hilfe schon frühzeitig auch psychologische Unterstützung/Beratung bekommst. Auch damit du deine Kinder entsprechend begleiten kannst. Es gibt in manchen Städten auch entsprechende Angebote für Kinder krebskranker Eltern. Das kann durchaus schon etwas für dein älteres Kind sein.

Meine Freundin hat lange gebraucht, bis sie Unterstützung von Freunden oder professionellen Helfern annehmen konnte. Sie wollte niemandem zur Last fallen und stark sein. Erst als sie kurz vorm Zusammenbruch stand, konnte sie Hilfe annehmen.
Daher...du musst nicht alles alleine schaffen und vergiss dich bei aller Sorge um deinen Mann und deiner Kinder nicht!

LG Silvia

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Hallo,

vielleicht steht Euch eine Haushaltshilfe zu. Frag den Hausarzt oder die Krankenkasse. In einem Forum für Krebspatienten und Angehörige wirst Du auch eher fündig.

LG
Manu

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Es gibt verschiedene Vereine. Da ich nicht weiss wo ihr wohnt mußt du selber mal googlen

http://familieninnot-ingolstadt.de/
http://www.notmuetterdienst.org/familienhilfe.htm

Ich würde als Suchtext

Familie in Not
und NOTMÜTTER eingeben zzgl eure Wohngegend bzw nächstgelegene große Stadt.

Ich persönlich würde mich über das Vitamin B17 informieren und auch einsetzen. Ganz wichtig ist auch das erlernen von Entspannungsmethoden, denn die kommende Zeit wird euch so manches Mal auch seelisch an die Grenzen bringen, da ist es für euch alle von Vorteil, wenn ihr es gelernt habt euch zu entspannen und Kraft zu tanken!

Ich wünsche euch viel Kraft und eine große Portion Glück!
Karna

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Kennst du jemanden der durch Amygdalin wirklich geheilt wurde? Soweit ich weiß, ist das Zeug mehr als umstritten. Die Gefahr einer Cyanidvergiftung ist zu groß. Ich habe mal bei einer Firma gearbeitet, die das hergestellt hat. Irgendwann wurde das verboten.

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Ich sage ja ICH würde....
und ich sagte sich darüber informieren!
B17 befindet sich ja auch in Lebensmitteln (z.B in Apfelkernen , Weintraubenkernen ect) auf natürlicher Art und auf die Weise konsumiert, sollte das Risiko minimiert sein.

Chemo ist ja auch kein Heilkraut, sondern genaugenommen eine dosierte Vergiftung.
Ich möchte hier auch keine Diskussion anfangen ob Chemo eine geeignete Form der Behandlung ist oder nicht.
Es ist eh eine schwere Situation in der sich die TE und ihre Familie befinden.

Nur soviel dazu, mein Vater ist an den Folgen der Chemo und nicht am Krebs gestorben.

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Hi,

Nachbarschaftshilfe anfragen, Tagesmutter die morgens ins Haus kommt, Stunden reduzieren.

Ich denke, Du wirst auch öfters ins Krankenhaus fahren, Deinen Man zur Chemo begleiten etc. da bleibt es gar nicht aus, das Du mit Deinem Chef redest, das Du mit der Arbeitszeit flexibler bist.

Lisa

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Hallo!
Das sind gute Tipps.
Meine Freundin hat sich phasenweise krankschreiben lassen, damit sie ganz für ihren Mann da sein kann. Ihr Chef hat ihr das auch so empfohlen und war diesbezüglich sehr kulant.
LG Silvia

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Hallo Milli.

Ich habe die letzten 8 Monate auch eine Chemo + Bestrahlungen durch (hatte ein Lymphom), deshalb weiß ich, wovon ich rede.

Momentan glaubt ihr, dass das alles kaum zu bewältigen ist und es zieht einem den Boden unter den Füssen weg, ich weiß. Aber glaube mir, man wächst in jede Situation rein und wenn alles rum ist, lebt man sein Leben (fast) weiter wie bisher.... nur das mal am Rande...

Ruf am besten gleich morgen mal bei eurer Krankenkasse an. Ihr habt Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Diese kannst auch DU sein, d.h. du bekommst den Chemotag und die drauffolgenden 5 - 6 Tage frei, um dich um Mann und Kinder zu kümmern.

Ich hatte von meinem Hausarzt ein pflanzliche Tropfen bekommen (Phosphor), durch die ich die Chemo super vertragen habe. Ich hatte wirklich keinerlei Nebenwirkungen, weder Übelkeit noch sonst irgendwas. Gut, manchmal hatte ich Tage dabei, an denen ich etwas müde war. Aber das ist ja nicht tragisch.

Wirst sehen, wenn dein Mann es halbwegs gut verträgt, dann ist es durchaus machbar, dass du in der Zwischenzeit arbeiten gehst und sich die Großeltern etwas mit einbringen.

Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles Gute!!!!! #liebdrueck

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Hallo,

ihr solltet euch schnellstmöglichst an Krebs-Hilfsorganisationen in der Umgebung wenden. Bevor ihr bei der Krankenkasse irgendwas mühsam durchkämpft.. solche Organisationen kennen eure Rechte und die Hilfe, die euch zusteht bestens. Also nehmt sie bitte in Anspruch, denn genau für sowas sind sie u.a. gedacht.

Holt euch alle Hilfe, die ihr braucht. Nicht nur praktische Hilfe, sondern auch für die Seele. Scheucht euch nicht davor, euch einen Psychologen mit ins Boot zu holen!

Viele Freunde (auch gute) verschwinden leider während solchen Krankheiten gerne von der Bildfläche....

lg

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Gleich 2 Familienangehörige von mir haben seit Jahren die gleiche Krankheit. Eine davon lässt sich an der Uniklinik Heidelberg behandeln (ich fahre sie alle paar Monate dort hin), und sie hat trotz ihres fortgeschrittenen Alters die Krankheit gut in den Griff bekommen. Dort wird eine Studie durchgeführt mit Medikamenten, die sehr effektiv und schonend sind. Eine Heilung gibt es ja leider nicht, aber man kann damit leben. Der andere Familienangehörige wurde konventionell behandelt und es ging ihm immer schlechter. Wir dachten schon, er würde bald von uns gehen. Da hat er seine Behandlung nach der Methode der Studie geändert - und er verreist wieder und es geht ihm viel, viel besser.

Sorgt dafür, dass Dein Mann gut und richtig behandelt wird, dann braucht ihr hoffentlich auch keine Hilfe. Ansonsten: frag' doch mal bei der Krankenkasse nach.

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Liebe Milli,

mein Lebensgefährte bekam 2010 die gleiche Diagnose.
Ich möchte Dir nur dringendst raten, Dich sofort um seelischen Beistand - in welcher Form auch immer - zu bemühen!

Frag bei den behandelnden Ärzten nach, bei der Krankenkasse; lies die blauen Ratgeber, auch dort stehen Adressen; unter Umständen kann auch die Kirche eine Anlaufstelle sein.

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen viel Kraft und Stärke!
Lieben Gruß,
blackorchid

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Du kannst bei euren zustaendigen Jugendamt einen Antrag fuer eine Familiehelferin oder Tagesmutter stellen die deine Kids in die Kida bringt oder aufpast wenn du mit deinem Mann zum Arzt must.

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