Beschwerde über Physiotherapeuten

Hallo,
hat sich von euch schon mal jemand bei seiner Krankenkasse über einen Physiotherapeuten/Krankengymnasten beschwert? Wie ist das Vorgehen? Was sind die Folgen? Oder schreibt mir einfach eure Meinung zu der Frage, die ich bereits im Forum für Gesundheit gestellt habe.
Ich kopiere sie einfach hier rein, damit ich nicht alles von vorne erklären muss.
Danke schonmal

ich habe eine Frage zu einem Bericht von der Physiotherapeutin meiner Tochter(10Monate). Meine Tochter hat eine motorische Entwicklungsverzögerung. Sie dreht sich seit sie 8,5 Monate alt ist. Als wir ein neues Rezept bei der Kinderärztin holen wollten, empfing sie uns mit den Worten,die Krankengymnastin hätte gesagt, mit unserem Kind stimmt etwas nicht. Aufgrund ihrer Aussage sind wir ins SPZ. Ein Kopfsono, Blutuntersuchung und Urin wurden untersucht-alles ohne Befund. Nun sollten wir ein MRT machen lassen, wir entschieden uns dagegen, da dies mit einer Narkose verbunden ist, die wir unserem Kind nicht zumuten wollten. Obwohl wir etwas irritiert über den Ablauf der Infos (Krankengymnastin sagt der Ärztin, dass mit unserem Kind etwas nicht stimmt, uns sagt sie nichts) waren, sind wir weiterhin zur Kg. Wir berichten, dass sich unser Kind seit dem Urlaub dreht, in der ersten Stunde nach den Ferien sieht sie, dass sich unser Kind dreht. Nächste Stunde,zwei Tage später macht unsere Tochter bei den Übungen nicht mit, sie war müde. Mein Mann legt sie auf die Matte, etwas zu schwungvoll und legt die Hand unter den Kopf, da fährt sie ihn an, statt zu erzählen,was unser Kind angeblich kann, Soll er mal tun, was sie sagt und nicht IMMER den Kopf stützen. Nach dieser Stunde beschlossen wir die Praxis zu wechseln. Wir baten sie einen Abschlussbericht zu schreiben. Die Arzthelferin gab mir eine Kopie, des Berichtes der an den Arzt ging. In diesem Bericht steht, dass wir berichten, dass sich unsere Tochter dreht, sie das aber nie gesehen hätte, wir wären beratungsresistent und nicht daran interessiert, die Situation unserer Tochter zu verbessern und sie halte einen Therapeutenwechsel für notwendig. Hallo, wir haben die Therapie beendet! Nun wollte ich mich bei der Krankenkasse über diesen Bericht beschweren und erfuhr, dass ich kein Recht auf die Einsicht in den Bericht hätte, da er an die Ärztin ging und diese unter Schweigepflicht stehe. Stimmt das? Ich habe kein Recht Berichte über meine Tochter zu lesen?

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Du kannst Dir als Mutter ALLE Berichte kopieren lassen, in denen es um die Gesundheit Deines Kindes geht. Eine Kopie kostet meist 50 ct.
Schon vor Jahren war das so, als meine Tochter ständig in div. Behandlung war und heute ist das auch nicht anders. Meine Enkelin war nach der Geburt jahrelang in Behandlungen/Krankenhäusern usw. und meine Tochter hat ebenfalls alle Kopien - komplett.
Schon allein die Behauptung, Du wärest beratungsresistent und nicht daran interessiert,dass Deiner Tochter geholfen wird, ist eine Unverschämtheit.
Hab ich was falsch verstanden ? Du kennst den Bericht doch, welchen brauchst Du nun noch weiterhin ? Im übrigen - mach nichts telefonisch, nur schriftlich !
LG Moni

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Danke für deine schnelle Antwort. Die Unsicherheit bestand darin, ob ich diesen Bericht überhaupt haben durfte, da ich vom Physiotherapeutenverband gehört habe, der Arzt hätte gegenüber dem Physiotherapeutenverband auch eine Schweigepflicht, ich hätte also kein Recht auf Kenntnis dieses Berichts.

Mittlerweile habe ich eine Kopie dieses Berichtes an meine Krankenkasse geschickt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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Oh man blöde Worterkennung , ich meinte natürlich angeblich hätte der Arzt gegenüber dem Physiotherapeuten Schweigepflicht

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Kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen. Natürlich hast du das Recht auf Einsicht in die Akte deiner Tochter und auch auf Kopien. Du dürftest sogar eine Kopie der kompletten Krankenakte verlangen. Die Schweigepflicht gilt nur gegenüber Dritten und Aussenstehenden!

Insgesamt würde ich mir einen anderen KiA suchen und deine Tochter nochmal anschauen lassen. Am Besten ohne das du dem Arzt vorher von den bereits gestellten Diagnosen etwas sagst, damit er nicht voreingenommen ist. Außerdem denke ich auch, das Ergotherapie wahrscheinlich das Richtigere wäre für eure Kleine. Bin aber "nur" MFA und nicht direkt vom Fach.

Alles Gute

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Ach ja, eine Beschwerde über die nette Dame bei der Krankenkasse kann nicht schaden. Würde ich in deiner Situation wohl auch machen. Aber auf alle Fälle schriftlich.

LG

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Du antworte mal als Physiotherapeutin :)
Ihr seid doch wegen der Entwickungsverzögerung in Behandlung bei der KG,also war ja von vornherein klar "dass etwas nicht stimmt".Ich persönlich bespreche mich, wenn ich den Eindruck habe dass bei meinem Patienten etwas nicht stimmt, mich definitiv zuerst mit dem Arzt bevor ich mit meinem Patienten oder den Angehörigen spreche (ich arbeite im KH).Manchmal bitte ich meinen Arzt z.B. ein Kontrollröntgen zu machen da ich das Gefühl Habe eine Schraube ist verrutscht o.ä. und zwar ohne dass ich dem Patienten das Sage.Wieso!?Weil sich der Patient nur unnötig Sorgen machen wird, und selbst wenn im Röntgen nichts zu sehen ist wird er skeptisch bleiben und immer denken dass da irgendwas ist....damit habe weder ich, noch der Patient etwas gewonnen.Ich mache das also nicht weil ich meinem Patienten Informationen vorenthalten möchte sondern um ihn nicht zu verunsichern,Und gerade im Umgang mit Eltern von kleinen Kindern ist das man sehr vorsichtig....
Dass sie geschrieben hat sie hätte nicht gesehen wie sich das Kind dreht obwohl sie es gesehen hat ist natürlich blöd.Beratungsresistent sind leider viele Leute und wenn das so ist schreibe ich das auch so in meine Dokumentation.Wenn ich einem Patienten 3x sage er soll das und das bitte nicht tun und er tut es immer wieder muss ich das schriftlich Festhalten, ganz einfach und das meine ich nicht böse und ich mag den Patienten bestimmt trotzdem :) aber er ist auch trotzdem beratungsresistent;-)
Dass ihr nicht interessiert daran seid die Situation eurer Tochter zu verbessern finde ich allerdings eine unprofessionelle Aussage....
Und natürlich hast du volle Einsicht in die Akten bzw. Berichte über deine Tochter!
Dass sie selbst einen Therapeutenwechsel befürwortet ist ja klar, wenn man sich einmal nicht grün war ist es schwierig das Patienten-Therapeuten-Verhältnis zu normalisieren und daher rät sie dazu.Somit drückt sie natürlich auch aus dass eine Weiterbehandlung wichtig ist, eben nur nicht mit ihr....

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Ich antworte natürlich als PT und nicht du :-p sorry

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