Erzieherin- will nicht zurück in meinen Job!

Hallo ihr Lieben,

meine Elternzeit endet bald und mir wird immer deutlicher bewusst, dass ich nicht mehr in meinen Job als Erzieherin zurückkehren möchte.
Ich habe 2 total liebe Kinder 5 und 2 1/4 Jahre alt.
Ich möchte schon wieder arbeiten, aber wenn ich daran denke - morgens meine Kinder versorgen, dann zu den Kindergartenkids-dann meine Kinder abholen-den restlichen Tag mit meinen Kids(was ja schön ist) . Ich glaube das macht mir keinen Spass mehr. Es muss doch noch was anderes geben. Andere gehen nach der Elternzeit wieder ins Büro, haben ein wenig Abwechslung. Ich habe Kinder, Kinder Kinder. Den ganzen Tag... die nächsten 13 Jahre.
Geht es noch jemandem gleich??? Ich schenke also eine unbefristete Stelle her...verrückt, aber ich bekomm echt Horror wenn ich daran denke. Ich liebte meinen Job, und jetzt kann ich ihn mir nicht mehr vorstellen.

Sorry, aber ich musste das mal loswerden.
Gruss Babymami03

1

Hallo babymami,

also mein erster Gedanke war: um Gottes Willen heutzutage eine unbefristete Stelle zu haben ist doch wie ein Sechser im Lotto. Warum will man sowas aufgeben?

Allerdings kann ich dich auch verstehen.
Wenn du nicht zwingend auf den Verdienst angewiesen bist, kannst du ja kündigen (allerdings 3 Monate Sperre bei der Arge) und dir in Ruhe was anderes suchen.
Bewerber für deinen Job wird es genug geben.

Alles Gute

Nici

2

Hallo

mir ( Erzieherin ) geht es ähnlich wie Dir, allerdings würde ich als "normale" Erzieherin mit Freude wieder zurück gehen
- aber nicht als Kindergartenleitung.

Habe immer sehr gerne gearbeitet und war auch immer sehr engagiert.

Beim ersten Kind ist der Papa daheim geblieben und ich bin bald wieder arbeiten gegangen. Papa hat die Elternzeit genommen und war die drei Jahre daheim.

Habe dann wieder gearbeitet bis zum zweiten Kind.
Beim zweiten Kind bin diesmal ich daheim geblieben und genieße es sehr.

Hatte bis vor kurzem auch wieder vor hinzugehen, aber der Gedanke an die Leitungsstelle war nicht so prickelnd .....
immer ist man verantwortlich
immer ist man für alles der "Prellbock", sei es Ärger im Team, Ärger mit Eltern, und dann ist man auch immer noch verantwortlich für alles mögliche
Und Dankbarkeit gleich Null,
Die einen Eltern werden immer fordernder und wollen immer Sonderrollen für das eigene Kind
Die anderen Eltern haben null Interesse
Auch was man miterleben muß ist nicht immer einfach.
Das neue Kindergartengesetzt fordert immer mehr, und die Rahmenbedingungen werden aber nicht geändert.


Früher konnte ich mich dem immer gerne stellen, und habe immer "Alles Gegeben", aber dazu bin ich nicht mehr bereit.
Jetzt stehen meine Kinder an erster Stelle und ich kann mich nicht mehr für andere Kinder, Eltern, Familien, Arbeitskollegen, Pfarrer aufopfern.

Ich würde gerne als Förderkraft zurück gehen, vielleicht für 25 Stunden, aber ohne die Last der Leitungsposition.


Bei mir ist es ähnlich wie bei Dir, unbefristete Stelle, inzwischen unkündbar .... und wenn ich kündigen würde, verliere ich alle meine Arbeitsjahre, da ich ja den Arbeitgeber wechseln würde.
D.h. in der nächsten Stelle wieder beim Mindestgehalt anfangen .....

Naja,
ich bekomme jetzt ein drittes Kind und dann kann ich mich ja in 3 Jahren entscheiden was ich mache


Grüße Silly

3

Hallo Babymami,

ich bin zwar keine Erzieherin, kenne das Gefühl aber von anderer Seite.

Ich habe meinen Job in der Verwaltung eines Krankenhauses immer gerne gemacht, mit vollem Einsatz, Überstunden, dem ganzen Programm eben.

Jetzt steht mein Neueinstieg im März an und ich kann es mir immernoch nicht vorstellen. Aber Vorstellung in der Theorie und arbeiten in der Praxis müssen nicht dasselbe sein.

Ich würde es an Deiner Stelle einfach erst einmal ausprobieren. Wenn Du nach 2 oder 3 Monaten immernoch der Meinung bist, dass Dein Job für Dich einfach nicht mehr machbar ist, kannst Du Dich immernoch anderweitig umschauen.

Ich persönlich empfinde es als leichtsinnig und fahrlässig, wenn man einen guten Job einfach so schmeisst, ohne es noch einmal versucht zu haben.

Also Kopf hoch, probiere es aus und wenn sich nichts ändert, zieh die Konsequenzen.

Ich wünsche Dir viel Glück.

LG Ela

4

Hi!

Bin auch Erzieherin, und ich will auch nicht mehr in den Kindergarten zurück. Hab allerdings auch keinen Vertrag.
Hab mich jetzt selbständig gemacht, mit einer Spielgruppe für Kinder von 2 Jahren bis Kindergartenbeginn, zweimal die Woche für 2,5 Stunden. Das ist Ideal! Ich mach das total gerne und es macht super Spass! Im April mache ich noch eine Ausbildung zur Babymassagekursleiterin, und werde dann noch Babymassage anbieten, was schon lange mein Traum war. Aber Kindergarten, nä, das hätte ich auch nicht mehr gewollt, schon alleine aus dem Grund, dass du keinen Feieraabend hast, wenn du Feierabend hast. Da sind noch Elternabende, Teamsitzugen usw. und so fort. Kann dich voll verstehen!

Liebe Grüße,
Steffie

5

Hi du!


Bin auch Erzieherin und war 3 Jahre in Elternzeit. Ich habe eine unbefristete Stelle gehabt, habe aber gekündigt, weil ich geschieden wurde (war im kath Kiga!)

Jetzt arbeite ich in einem ev. Kiga 28,6 Std, davon 15 Std als Integrationskraft (habe 2 Kinder in dieser Zeit) und es ist ok. Klar, man hat den GANZEN Tag Kinder, Kinder, Kinder - aber es ist auch schön....schön anstrengend!

LG und überleg dir, was du machen willst - ich habe Verständnis!! :-)

LG, Steffi

6

Hallo!
Ich (auch Erzieherin) kann dich auch mehr als verstehen!
Mir wurde allerdings dann die Entscheidung abgenommen. Denn ich hatte zwar auch eine unbefristete Stelle, aber Vollzeit und das (wollte :-[ ) konnte nicht geändert werden. Und Vollzeit kommt für mich nicht in Frage solange es uns finanziell möglich ist und mein Sohn noch nicht seine eigenen Wege geht.
Denn das habe ich bei meiner Kollegin erlebt. Das Kind war mit in unserer Einrichtung, da es mit einem anderen Kindergarten von den Bring und Abholzeiten gar nicht möglich gewesen wäre. Dann sind sie nach Hause, sie hat vielleicht noch etwas eingekauft oder nur kurz was mit dem Kind gemacht, dann gekocht und dann ging das Kind schon ins Bett, da man ja auch früh wieder raus mußte.
Also habe ich mich anderweitig umgeschaut und mittlerweile arbeite ich bei einem Arzt (Teilzeit) vorne in der Anmeldung und bin eigentlich froh das es so gekommen ist. Ich nehme "nichts" mit nach Hause, habe Feierabend. Auch keine Elternabende, Ausflüge, etc. Das koste ich dann bei meinem Sohn aus. Bin Klassenpflegschaftsvorsitzende in seiner Klasse und bin noch Betreuerin einer Kinder und Jugendtanzgruppe. Also ausgelastet (so für mich um nicht zu Hause zu hängen) bin ich damit genug.
Wenn mein Sohn älter ist und mich nicht mehr so braucht und er Eltern freundliche Schulzeiten (Stundenzeiten) hat schaue ich mal weiter.....bin jetzt mittags immer auf meine Schwiegermutter angewiesen.
Seit ihr denn davon finanziell abhängig? Denn ich verdiene natürlich wesentlich weniger als wenn ich als Erzieherin arbeiten würde.
Viele Grüße,#klee
Claudia

7

Hallo,
ich bin Kinderpflegerin und habe auch eine vollzeitstelle.
aber ganztags mit 2 kinder das möchte ich meinen süßen und unserer Familie nicht antun, jetzt hab ich mit meiner Chefin geredet und da wir einen neuen kiga bekommen kann ich nächstes Jahr mit kigabeginn teilzeit in der kinderkrippe anfangen.
naja ich hätte lieber teilzeit mit kindergartenkindern angefangen aber leider nur ein krippenplatz(weil ich ja dann 4 1/2Jahre zuhause windel gewechselt hab!
Im Moment bin ich Tupperberaterin und das macht mir eigentlich richtig spaß.
Lg Bettina

8

Ich bin auch Erzieherin ,und mir gehts gnau wie dir. Kan mir momentan nicht vorstellen zu arbeiten.In einem Jahr werde ich aber teilzeit beginnen, aber nicht mit Kindern ,sondern suche mir was mit alten oder behinderten Menschen

Naomi

9

ich wollte und kann aus zeitlichen Gründen auch nicht zurück in meinen Job, bin gelehrnte Arzthelferin aber mein Chef hat mir die Lust auf den Job richtig vermiest, dieser Geldgeier....

Top Diskussionen anzeigen