Kind adoptieren...Wer hat Erfahrung/Infos für uns?

Guten Abend,

mich würde mal interessieren, wie das ganze abläuft bei einer Adoption!
Wo muß man da hin?
Was für ein Akt im allgemeinen ist das?
Für jede Information würde ich mich sehr freuen:-) und #danke
Da wir nicht abgeneigt sind ein Kind bei uns aufzunehmen und ein zu Hause zugeben#liebdrueck!

Schönen Abend#snowy
junibaby2006

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Es gibt Clubs, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen.

Such mal, da wird dir sicher geholfen.

Gruß,
Joey

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du musst zum jugendamt, es kostet viel zeit und kraft und ob man überhaupt eins bekommt sie ne andere sachen, denn es werden nur noch sehr selten kinder frei gegeben.

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Hallo Junibaby,

wir haben ein Kind adoptiert und ein Kind in Dauerpflege aufgenommen.

Den Adoptionsprozess haben wir als sehr spannend empfunden, es war für uns eine Chance, uns nochmal selbst neu kennenzulernen.

Wir haben das Adoptionseignungsverfahren durchlaufen, ich habe noch dazu die Eignung zur Tagesmutter gemacht und wir haben das Pflegeelternverfahren durchlaufen.

Die Eignungsverfahren und Überprüfungen haben wir in sämtlichen Verfahren absolut gerechtfertigt empfunden und konnten uns ganz und gar drauf einlassen.

Bei Urbia gibt es einen Adoptionsclub, Du kannst mich natürlich zusätzlich auch über meine VK anschreiben.

Grüße von
Claudia
Adoptivmama eines afrikanischen Kindes (11 Jahre)
Pflegemama mit Dauerpflegekind (7 Jahre)

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Wenn ihr euch darür interessiert, ein fremdes Kind aufzunehmen, warum probiert ihr es nicht vorerst mit Pflege? Wolltest du unbedingt eines adoptieren?
lg bambolina

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Hallo,

also wie gesagt, wir sind nicht dagegen abgelehnt!
Selbst habe ich einen 2,5 Jährigen Sohn.
Es würde mich halt interessieren welche Wege und so man einschlagen muß!?
Welche Besonderheiten/Prüfungen man erledigen muß und und und...
Wie lange das ganze dauert und so?

LG
Nicole

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Hallo Nicole,

da diese Fragen immer wieder bei "Urbia" auftauchen, habe ich mal bei einem Posting einige Grundvoraussetzungen zusammengeschrieben und abgespeichert.
Ich kopiere Dir meinen damaligen Text hier in die Antwort, weil ich das nicht alles immer wieder neu tippen möchte.
Möglicherweise stehen noch einige Fragen offen, da kannst Du ja nochmal gesondert nachfragen.

Hier der Text/Grundvoraussetzung Ado-Pflege:

- abgeschlossener leiblicher Kinderwunsch -> den Gedanken vom "eigenen" Kind loslassen können, um sich auf das angenommene voll und ganz einlassen zu können.

Losgelassen hat man den leibl. KiWu i.d.R. dann, wenn man voll und ganz akzeptieren kann, dass es eine leibliche Mutter gibt, die mit dem Kind schwanger war und man sein angenommenes Kind ohne "Zwicken" unterstützt, seine Wurzeln zu pflegen.

Das ist für angenommene Kinder elementar wichtig.

Bei Pflegekindern muss man damit zurechtkommen, dass die leiblichen Eltern Anspruch haben, das Kind zu sehen. Der Schmerz über die ungewollte Kinderlosigkeit darf nicht mit der Entwertung der leiblichen Eltern kompensiert werden!)

- Gesundheit. -> Eltern wünschen sich meistens gesunde Kinder und Kinder die schon einmal Eltern verloren haben, haben einen noch viel höheren Anspruch darauf, gesunde Eltern zu bekommen.

- überdurchschnittlich belastbare Psyche: viele Adoptiv- und Pflegekinder entsprechen nicht der "Norm" und werden nie der "Norm" entsprechen.
Es muss also gewährleistet sein, dass man mit sämtlichen Auffälligkeiten, die das Kind so mit sich bringt, auch umgehen kann.

- Wille zur Beratung:-> sich im Bedarfsfall auch fachliche Beratung holen, keine Berührungsängste bei Gesprächen mit Psychologen, Psychiatern usw.

- Flexibilität: mit ("bösen") Überraschungen umgehen können.

- Respekt den leiblichen Eltern gegenüber. Das angenommene Kind ist ein Teil von ihnen (siehe auch abgeschlossener Kinderwunsch!)

- normale/sichere wirtschaftliche Verhältnisse,
"Reich und schön" ist KEINE Qualifikation!

- Bei Pflegekindern: Wille und Bereitschaft, mit dem Jugendamt und den leiblichen Eltern zusammenzuarbeiten.

- Abgrenzung: seine eigenen Grenzen erkennen. Gerade bei Pflegekindern ehrlich sein mit "Was traue ich mir zu und was nicht?"

Das sind mal so die wichtigsten Aspekte.

Thema Auslandsadoption:
wir haben selbst damals aus rein idealistischen Gründen in Afrika adoptiert. Ich hatte einen unregelmässigen Zyklus und mein Mann und ich lehnten die Repro zu Gunsten einer Adoption ab.
Wir waren zu unserer Zeit mit Mitte 20 die jüngsten Adoptivbewerber, hätten viel unkomplizierter hier in Deutschland adoptieren können, was wir abgelehnt haben.
Ich war damals u.a. Menschenrechtsaktivistin und wir hatten uns Auslandsadoption eigebildet und durchgezogen.

Unter den heutigen Bedingungen würden wir jedoch nicht mehr im Ausland adoptieren.
Waren bei uns noch die Kosten transparent (damals 5.000.- Euro inkl. Flug und einmonatigem Aufenthalt), sind sie "heute" bei bis zu 30.000.- Euro


LG
Claudia

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oh, oh. wir haben das auch mal in angriff genommen, aber wir haben gleich beim ersten gespräch so viele hindernisse in den weg gelegt bekommen:

- "sie haben schon kinder ? oh, das ist schlecht, denn dann könnte das neue kind ja benachteiligt werden."

- "sie sind schon 30 jahre ? da mache ich ihnen wenig hoffnung."

und so ging das weiter. anstatt uns mit freuden aufzunehmen, zu hoffe, das es ein kind weniger gibt ohne eltern, haben sie uns jegliche hoffnung genommen.

tja, wir haben dann aufgegeben, da wir ja schon zwei kinder hatten. es musste ja nicht sein, aber ich hätte es gern gehabt, das ich noch einem kind ein neues zu hause geben konnte. selbst das alter war uns fast egal....

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