wer wohnt mit Eltern/Schwiegereltern???

Guten Abend,

wer von Euch wohnt mit mehreren Generationen und kann mir Erfahrungen mitteilen? Was hattet Ihr für Kriterien bei der Hausauswahl?

Wir sind mit meiner Mutter + Mann am überlegen, ob wir diesen Schritt machen sollen. Hab aber einige Ängste/Zweifel. Allerdings sehe ich auch superviele Vorteile für alle Beteiligten. Worauf sollte man besondes achten?

DANKE im Vorraus.

Gruss J.

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Hallo J.
Da gibt es eine klare Antwort:
Wenn du immer schon ein gutes, freundschaftliches Verhältnis zu deiner Mutter hattest, dann wird es kein Problem sein, mit ihr in einem Haus, aber getrennte Wohnungen zu leben.
Sollte es aber in der Vergangenheit schon öfters Stress gegeben haben, dann mach das nicht.

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Ein kleiner Tipp:

Mach Dir mal die Mühe und arbeite Dich mal durch die Beiträge der anderen Userinnen in der Rubrik "Familienleben". Da wirst Du feststellen, Alt und Jung geht selten gut, wenn sie zu dicht aufeinanden hocken. Sicher gibt es auch Ausnahmen, aber die sind wohl eher selten.

Meine beste Freundin lebte auch fast 20 Jahre mit ihren Eltern und Familie in einem Haus. Eigentlich war das Verhältnis ganz o.k., aber es kam immer wieder zu Konflikten, die einfach daraus resultierten, dass die Eltern eben eine andere Generation sind. Dazu kam, dass sie besonders "alte" Eltern hatte. Jedenfalls nach 20 Jahren war der Zustand nicht mehr tragbar. Sie haben nicht mal mehr miteinander gesprochen.

Meine Freundin ist dann mit ihrer Familie ausgezogen und sie und ihre Eltern haben sich dann wieder angenähert. Als die Eltern dann verstorben sind, hatten sie glücklicherweise wieder ein sehr gutes Verhältnis zueinander.

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Hallo,


ich würde das NIE tun!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich hätte viel zu große Angst das sich alle nur noch auf die Füße treten und es am Ende nur noch Ärger gibt!!
Kommt natürlich auf euer Verhältnis an und ihr solltet von Anfang an klare Grenzen setzen.

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Hallo!

Wir wohnen mit meiner Oma in einem Haus. 2 getrennte Wohnungen und ich habe mir strikt ausgebeten, dass sie nicht ohne Einladung in unsere Wohnung darf.

Es geht ganz gut, manchmal nervts, aber da kann man damit leben.

Meine Oma ist mittlerweile 75 und doch langsam auf Hilfe im Haushalt oder beim Einkaufen angewiesen. Das wird halt mit gemacht. Umgekehrt kann sie aber auch schnell mal ein paar Minuten auf unsere Kleine aufpassen. Sei es, dass ich schnell Wäsche aufhängen muß, was aus dem Auto holen etc. Länger als ein paar Minuten mit ner aufgeweckten 2jährigen würde ich sie aber nicht alleine lassen. Sie kommt einfach nicht mehr hinterher. Praktisch ists auch, dass sie sich abends mal schnell zu uns vor den Fernseher setzen kann und wir mal ne Stunde beim Italiener um die Ecke was Essen gehen können, ohne das wir uns Gedanken um unsere Tochter machen müßten. Die schläft seelig und sollte was sein, ruft Oma an und wir sind innerhalb 2 Minuten da.

Doof ists natürlich dass so ne alte Dame den ganzen Tag nicht wirklich viel zu tun hat und dann natürlich froh ist, wenn der Rest der Familie zu Hause ist. Wenn wir im Garten sind, können wir damit rechnen, dass Oma zumindest ne zeitlang auf Beobachtungsposten am Balkon ist. Meistens ist es mir egal und wenn nicht, dann haben wir ne Ecke im Garten, die von ihrem Balkon aus nicht einsehbar ist, dahin ziehen wir uns dann zurück.

Sie kann dann gerne mal mit uns Grillen (wozu sie alleine ja nie käme), ich kümmer mich teils um ihre Wäsche (da was sie nicht mehr selber machen kann), kaufe für sie ein, putze mal die Wohnung, mein Mann macht kleinere Reperaturen für sie und trägt schon mal die Einkaufstüten vom Auto rein, holt Getränke, verschafft den Müll.

Wenn uns was nicht passt, wirds angesprochen. Gott sei Dank ist meine Oma nicht der Typ Mensch, der gleich eingeschnappt ist und kann Kritik ganz gut ab.

Angst hab ich ein bischen davon, wenn sie mal gar nicht mehr kann. Ich glaub nicht, dass ichs packe, sie zu pflegen. Aber da wird sich eine Lösung, die alle zufriedenstellt finden und ich werde sie mit Sicherheit nicht abschieben, aber sie sagt selber, dass sie keinem von uns zur Last fallen will und dann lieber professionelle Pflege in Anspruch nimmt. Naja, kommt Zeit, kommt Rat.

Wenn ihr Euch auf ein gemeinsames Heim einigt, dann sorgt dafür, dass es klare Regeln gibt. Das getrennte Wohnungen da sind, dass diese als Privatbereich respektiert werden und dass ihr nicht zu sehr aufeinander klebt. Praktisch ist es alle mal, weil immer jemand da ist, wenn man ihn braucht. Egal von welcher Seite her. Macht Euch auch Gedanken um später, Deine Mutter mit Mann wird auch nicht jünger und trefft ja jetzt schon Absprachen, wie das mal werden soll. Und macht diesen Schritt nur, wenn ihr Euch alle schon jetzt gut versteht.

Cati

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Hallo!

Also ich wohne mit meiner Mutter und mit meinem Mann seid zwei Jahren in einem Haus und bereue es total, meine Mutter mit in das Haus genommen zu haben.

Wir haben uns immer gut verstanden, außer den kleinen Meinungsverschiedenheiten, die es zwischen Tochter und Mutter immer gibt! Nicht das du denkst, ich hab meine Mama nicht lieb, das stimmt nicht, aber seitdem wir alle zusammen wohnen, läuft es nicht sehr toll!
Man ist nie wirklich alleine mit seinem Partner! Immer hat man das Gefühl man muss aufpassen, was man macht.
Ich fühle mich wie ein Teenager, die ständig beobachtet wird, wenn ich mit meinem Schatz mal Kuschelt! Man denkt auch immer, dass man sich mit seiner Mutter immer unterhalten muss und nachschauen muss, wie es Ihr geht. Selbst der Kinderwunsch ist auf Eis gelegt :-( worden, da wir in dieser Wohnsituation nicht gerade ungestört sind um diesen Wunsch nachzukommen.

Ich kann dir nur den Tipp geben, dass du lieber mit deinem Mann alleine in ein Haus ziehst ohne Eltern!
Ich bin ehrlich, ich bin froh, wenn unser Mietvertrag ausläuft und wir uns eine neue bleibe suchen müssen. Dann allerdings ohne Mutter!

Guß

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hey,

wir leben gezwungenermaßen gemeinsam mit meiner schwiegermutter zusammen. eigentlich sind es zwei aneinanderstehende häuser, die längst hätten ausgebaut werden sollen. aber eines gehört meiner schwägerin, eines meinem mann und meine schwägerin ist ausgewandert und baut daher ihr haus nicht aus.

daher lebt meine schwieger teilweise in unserem haus und das nervt.

also wichtig wäre mir, dass man abgetrennt wohnt und die eigene tür hinter sich zumachen kann.

dann sollte es wohl keine probleme geben.

lg claudia

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Ich habe mit meinen Schwiegereltern in einem Haus gewohnt.
Und ich würde es nie wieder machen.

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Moin moin J.,


prinzipiell finde ich Mehrgenerationen-Häuser gar nicht so übel und wie Du schon schreibst, alle Beteiligten können Vorteile aus dem gemeinsamen Leben unter einem Dach ziehen.

Überlegen sollte man sich diesen Schritt aber mit Sicherheit trotzdem ganz, ganz gut. Wenn Du Dich mit den Eltern oder Schwiegereltern richtig gut verstehst, Ihr den gleichen Geschmack und die gleichen Ansichten habt, es kaum Streit oder Missverständnisse gibt und auch genug Raum für alle Personen vorhanden ist, warum nicht? Das ist sicher ganz schön, ich würde mich vielleicht sogar freuen... #schein

Leider kommt diese Idee für uns gar nicht in Frage, der laufende Ärger wäre vorprogrammiert und dann verzichte ich doch lieber... #schwitz Aber getrennt zu wohnen, ist auch ganz nett! :-)





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Hallo du,

also ich schreibe dir mal auf wie es bei uns bis jetzt aussah und jetzt aussieht:

Ich habe damals im Haus meiner (jetzigen) Schwiegeleltern gewohnt. Schatz (damals noch mein Freund) und ich haben in seinem ehemaligen Kinderzimmer gelebt und sonst hatten wir keinen eigenen Raum. Das ging zwei Jahre so und es hat geklappt.
Allerdings muss ich dazu sagen dass ich mich Schwiegermutter und ihren Regeln (in ihrem Haus und Haushalt) komplett untergeordnet habe und wir auch alle wussten dass es nur eine bestimmte Zeit lang andauert.
Fazit: Nicht zu empehlen!#aerger

Mittlerweile leben wir seit 5 Jahren zwar noch alle in einem Haus, allerdings haben wir im oberen Stockwerk vier Räume für uns. Mit uns oben leben noch seine beiden Geschwister (jeder ein Raum und zusammen ein Badezimmer).
Es ist nicht immer einfach mit 6 Erwachsenen (+2 ständige Besucher [feste Freunde von seinen Geschwistern]) in einem "normal" großen Einfamilienhaus. Es erfordert sehr viel Kompromissbereitschaft von allen Seiten!
Fazit: Machbar, setzt aber viele Kompromisse voraus!#schein

Ewig werden wir hier nicht mehr wohnen. Ein Hausbau (nebenan) ist für 2009/2010 geplant, denn wir brauchen mehr Platz für uns und unser Krümelchen (kommt im Oktober).
Fazit: So ist das für uns perfekt. Wir bauen auf dem Grundstück und haben unser und sie ihr Reich. Trotzdem ist die Nähe gegeben.#freu

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich würde wenn ihr ein Haus bauen/kaufen wollt auf folgendes achten:
- Jeder hat seinen abgetrennten Bereich (auch seperater Eingang und abschließbar!).
- Die jeweils andere Partei respektiert diesen auch voll und ganz! (Achtung: Am besten im Vorfeld abklären!!!)
- Nicht dauernd "aufeinander hocken". Jeder braucht seinen Freiraum.

Ich denke so könnte es klappen!

#herzlich Grüße
kalenderfrau mit Krümelchen inside (29+5), der die ersten zwei Jahre noch mit Oma und Opa unter einem Dach leben wird!:-)

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