Zustände in Schlachtbetrieben

Für mich war die Berichterstattung über die Zustände in den Schlachtbetrieben der kleine Schubs, den ich noch gebraucht habe. Ich habe wirklich keine Lust mehr auf solches Fleisch. Bisher habe ich es aus Bequemlichkeit doch noch ab und an gekauft. Aber jetzt komme ich nicht mehr damit klar. Irgendwie ärgere ich mich auch über mich selbst, man kann ja nicht sagen, dass man davon nichts gewusst hat.
Wie geht es euch damit? Ändern des Konsumverhaltens oder Festhalten am Bisherigen aus den verschiedensten Gründen?

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Ich selbst esse seit dem Kindergartenalter kein Fleisch. Mein ältester Sohn isst auch keins, seine Freundin auch nicht.
Der Mittlere isst etwa ein mal im Monat Fleisch, der Jüngste ein bisschen mehr.
Der einzige hier, der Fleisch isst, ist mein Mann. Nicht zuhause außer wenn wir grillen, aber vor Corona alle paar Tage in der Kantine, und da wars nun sicher nicht das beste Fleisch...
Auch mein Mann isst ja verglichen mit dem Durchschnitt ziemlich wenig Fleisch, mal sehen, ob er was ändern will...

Andererseits, die Probleme gibt es ja auch mit Erntehelfern, alles Gemüse anbauen können wir nicht.
Ich hätte da gern strengere Gesetze, der Markt regelt das nicht. Essen ist es unanständig billig.

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Ja, was die Erntehelfer betrifft, hast du natürlich auch recht.

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Ich finde, du hast Recht!
Und ein Jeder sollte sich spätestens jetzt Gedanken machen, ob der Konsum von billigstem Fleisch ethisch und moralisch noch vertretbar ist. Es geht auf Kosten der Tiere, auf Kosten der Arbeiter, Kosten des Klimas und letztendlich auf Kosten der eigenen Gesundheit.

Ich esse seit 15 Jahren gar kein Fleisch mehr und versuche gerade, auch andere tierische Produkte zu reduzieren und bin einfach nur froh, diese üble Sache nicht noch durch meinen Konsum zu unterstützen.

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Wir wollen auch mehr vegetarische Gerichte einbauen. Bio-Tiere werden wohl zum Großteil in diesen Schlachthöfen geschlachtet.

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In der Fleischproduktion liegt glaube ich der Bioanteil so zwischen 2 und 5 %, folgedessen stammt wohl trotzdem der Löwenanteil aus der herkömmlichen Massentierhaltung, nur am Rande bemerkt.
Aber tut ja letztendlich nichts zur Sache was die Zustände in den meisten Schlachthöfen betrifft. Es ist so offensichtlich und unfassbar, welches Leid die Tiere und Menschen tragen.
Umso begrüßenswerter finde ich, wenn man die eigene Einstellung und Gewohnheit (wie du jetzt) überdenkt und versucht, zumindest weniger und „besseres“ Fleisch zu essen 😊

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"Der einzige, der hier *nennenswerte Mengen* Fleisch isst" sollte das heißen.

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Hallo.

Ich ärgere mich schon mein Leben lang über diese Zustände. Nicht nur über das Los der Arbeiter/Erntehelfer - sondern über das gesamte System und darüber, dass man das indirekt alles mitfördert.

Ist zumindest jetzt eine kleine Positive Sache an Corona, dass das alles etwas mehr in den Köpfen der Leute ankommt. Ob es letztendlich was bewirkt? Mal sehen und hoffen....

#winke

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Ich befürchte eher nicht. Dass Essen nichts kosten darf, ist in der Mentalität tief verwurzelt.

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Ja, da hast du recht.
Der Grill darf mehrere hundert Euro kosten. Das Schnitzel, das man draufwirft soll nicht mehr als 50 Cent kosten. #heul

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Hallo

Ja, die Unterkünfte sind nicht akzeptabel für unsere Verhältnisse.
Sind die Arbeiter eigentlich verpflichtet da zu wohnen? Wenn nicht (wovon ich ausgehe) können Sie sich doch eine andere Wohnung suchen.

Ich esse weiterhin Fleisch.

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Die Arbeiter verdienen oft gerade mal den Mindestlohn und selbst da wird wohl noch getrickst, da bleibt nicht viel übrig, wenn sie noch mieten sollen.

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Es geht aber nicht nur um die Unterkünfte, es geht um die gesamten Arbeitsbedingungen. Es handelt sich um ein auf die Spitze getriebenes System von Werkverträgen - um extremste Arbeitszeiten, ungerechtfertigte Lohnabzügen, extreme körperliche und psychische Belastungen, fehlende LFZ im Krankheitsfall etc.
Es ist etwas einfach zu sagen, sie sollen sich halt andere Unterkünfte suchen und das Problem ist gelöst.
Die gesamte Fleischindustrie mit ihrem ganzen Übel ist ein einziges Krebsgeschwür. Einfach wegsehen und weiter so machen, ist in der heutigen Zeit so nicht mehr vertretbar!

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Hallo 😉
Ich bin Anne bin 38 und komme wuhaaa aus Rheda Wiedenbrück! 🙈 Wo man unser schönes Dorf grundsätzlich nur aus den Stau Nachrichten kennt hört man uns nun überall,! Sogar in Amerika! Super ich freu mich , denn Rheda Wiedenbrück ist wirklich wirklich sehr schön..... das wir Jetzt so berühmt wurden durch Corona....nein das habe ich mir wirklich nicht gewünscht!

Nun jetzt kein Fleisch mehr ?

Nun genauer fragen wo das Fleisch herkommt! Ja bitte!
Ich wohne mein Leben lang in Rheda Wiedenbrück und wir alle,! wussten doch schon immer unter welchen Bedingungen das Tier und Mensch unter unwürdigen Bedingungen gehalten werden.

Und nun? Mütter die ihre Kinder nicht mehr im die Kita bringen dürfen drehen durch ! Demonstrieren vor den Konzern und grade die die den ganzen Tag eigentlich zuhause sitzen schreien nun am lautesten.
Jetzt !
Wo es uns persönlich angreift wo wir in unseren Umfeld gestört werden ....werden wir laut!

Sonst ....all die Jahre vorher, "naja ist nicht schön aber nun ja was soll man machen!" Und Zack wird im Werksverkauf lecker Grillfleisch gekauft! Ach ja diese Doppelmoral !

Übrigens Tönnies beliefert alle Mc Donalds Filialen ....nur so als Info!

Passt es zu deinem Posting? 🤔 Weiß ich nicht aber tat mal gut es aufzuschreiben!
Ich Anne 38 Mutter von 2 Kinder im Brennpunkt Rheda Wiedenbrück....weil Geld mehr zählt als Menschenrechte! Und nun hoffe das endlich etwas draus gelernt wird, und wenn es mein Sommerurlaub kostet weil wir hier nicht entweichen können!

Liebe Grüße aus Rheda Wiedenbrück!

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Für mich passt es. Interessant, mal die Sicht einer Person vor Ort kennenzulernen.

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Hallo, Du beschreibst genau das, was ich mir vorgestellt habe. Alle wollen nur billiges Fleisch, aber sonst wird nur weggeguckt.

Und jetzt auf einmal wachen alle auf! Ne, ne, verarschen lass ich mich auch nicht.

Nein, es wird sich niemals was ändern. Das Geld ist jedem das liebste, was er hat.

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Also ich kaufe schon lange kein abgepacktes Supermarktfleisch mehr und esse seit geraumer Zeit nur noch sehr wenig und selten Fleisch. Und Wurst (Aufschnitt) mag ich sowieso überhaupt nicht. Ich esse fast nur noch und sehr, sehr gerne Käse, Quark, Eier, Fisch und vegetarische Brotaufstriche und überhaupt sehr oft Bio-Produkte. Nicht nur, aber doch sehr viel und oft.

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Und welche Berichterstattung hat dich jetzt dazu bewogen, diesen doch recht platten und oberflächlichen Thread zu eröffnen?
Jeder, der jetzt pikiert aufschreit, ist für mich ein Heuchler oder spannt gerade es für seine eigenen Zwecke vor seinen Karren.
Jeder der die armen Mitarbeiter bedauert, der hat es für mich nicht geschafft mal über den eigenen Tellerrand zu schauen....es wird sie kaum einer mit einer Keule K.O. geschlagen haben, um unter diesen "unwürdigen Umständen" arbeiten zu müssen. Man sollte sich vielleicht auch mal mit der Arbeitsmarktlage in den Herkunftsländern auseinandersetzen. Und nicht immer nur unseren dekadenten Wohlstand als Maßstab nehmen.
Und schlußendlich, ob nun ausländische Erntehelfer, Arbeiter in der Fleischproduktion oder der Pflege....warum brauchen wir sie denn? Eigentlich doch nur, weil hier niemand mehr Bock auf harte Arbeit hat.
Ich schiebe jetzt noch etwas ganz gemeines hinterher, jeder der jetzt noch für einen Urlaub das Land verlässt (auch innerhalb der EU), und uns somit hier wieder alle gefährdet, der braucht sich nun wirklich nicht über die Zustände bei einer Firma aufregen. Denn das ist doch eigentlich der Kern des Themas...zumindest sollte das in einer Pandemie so sein....wieso darf man reisen ohne danach in Quarantäne zu müssen? Den Virus haben ja dort wohl nun Menschen "mitgebracht", die vorher in ihrer Heimat waren und danach gleich wieder ans Fließband durften. Das Thema lässt man aber in der Berichterstattung nur nebenbei einfließen, warum denn wohl?
Ach, was rege ich mich auf...es wird doch eh gelöscht.

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Wieso soll genau dieser Thread platt und oberflächlich sein? Es ist doch gut, dass man sich überhaupt einmal Gedanken um dieses wichtige Thema macht.
Was die Zustände auf den Schlachthöfen anbelangt, empfinde ich deine Aussage fast schon verachtend ggü. den Menschen aus anderen Herkunftsländern. Wir sind hier in Deutschland und jeder der hier arbeitet, soll unter menschenwürdige Bedingungen arbeiten können, auch dann, wenn es in manch anderen Ländern noch schlimmer ist.

Im Übrigen überträgt sich der ganze Frust und Zeitdruck der Arbeiter auf das schwächste Glied der Kette, nämlich die Tiere.
Was ist daran heuchlerisch, wenn man dieses Problem angehen möchte? Der Staat muss in erster Linie reagieren, aber auch selbst kann man schon mit dem eigenen Konsum versuchen, etwas dagegenzusteuern.

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???
Was ist denn mit denjenigen, die weder vorhaben, dieses Jahr ins Ausland zu fliegen, noch bislang Billigfleisch gekauft haben oder sich zu fein sind, auf dem Spargelfeld zu arbeiten?
Ich habe seit 30 Jahren einen guten Job (keine körperliche Arbeit) - soll ich kündigen, und für 5 Euro Spargel stechen und nach Feierabend in der Schlachterei arbeiten?

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Naja, die Zustände in den Schlachtbetrieben sind doch hinlänglich bekannt. Es gab schon einige Corona Ausbrüche in denSchlachtabriken. Mich wundert, dass die Politik nicht handelt. Coronarest für alle Mitarbeiter , arbeiten darf nur wer Festangestellt ist . Woher stammen die Tiere die dort geschlachtet werden? Wer fährt die Tiere zur Schachtung?


Ich selbst kaufe mein Fleisch in einem kleinen Schachthof. Dort werden Schafe und Rinder aus der Region geschlachtet,. Noch etwas was mich nervt. Warum kann ich in einem normalen Supermarkt kein Lamm Fleisch aus Deutschland kaufen ? Schweinefleisch nur vom Wochenmarkt. Das Fleisch schmeckt vollkommen anderes und die Tiere leben auf der Weide.s
Landwirschaft ist ein ziemlich krankes System , mit sehr viel Ausschuss. Ich habe während der starken Corna Beschränkungen bei der Tafel geholfen. Es wurden ca. 100 Menschen mit Lebensmittel versorgt. Die Lebensmittel kommen ansonsten in den Müll .

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Es gibt in meinem Umkreis auch keinen Supermarkt, der vernünftiges Biofleisch verkauft, das Maximum an Bio ist abgepackter Kram weit jenseits der seriösen Biosiegel...

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