Nach Glück folgt Unglück - wie geht ihr damit um?!

Zur Zeit läuft es absolut rund bei uns : 2 gesunde, glückliche Kinder, ab Sommer 2 Wunschkita-Plätze, ich kann endlich mehr arbeiten gehen und trotzdem noch viel Zeit mit meinen Kindern verbringen. Bald steht noch ein Hauskauf an.. Wir sind einfach nur glücklich und ich könnte nur strahlend durch die Gegend laufen.
Aber irgendwie hab ich Angst. Angst mich zu sehr zu freuen, weil ich dann bald die Quittung dafür bekomme. In Form von Verlust, Krankheit, Trennung, keine Ahnung, irgendein Unglück halt, dass die Freude wieder in Trauer umschlagen lässt.
Und ich denke so für mich: wenn ich mich nicht allzu sehr freue, dann werde ich hinterher auch nicht so 'bestraft', also dann kommt es nicht so Dicke negativ zurück . Blöde zu erklären 🤣

Kennt ihr dieses Gefühl? Wie geht ihr damit um?

Das wertvollste auf dieser Welt ist Glück. Und das sollte man auskosten. Gestehe dir zu, glücklich zu sein, denn diese Waage von Glück und Unglück existiert nur in deinem Kopf.
Natürlich passieren im Leben Dinge, die uns auch manchmal unglücklich machen. Aber diese haben nichts mit voherigem Glück zu tun.
Glückliche Menschen haben übrigens nachweislich mehr Glück: Sie sind beliebter, resistenter gegen Krankheiten und sie werden freundlicher behandelt.
Genieße dein Glück!

Ich weiß, was du meinst, kenne dieses Gefühl aber so ausgeprägt bei mir nicht.

Mir sind schon viele „schlimme“ Dinge passiert, von Krankheit über den Verlust meines gesamten sozialen Umfelds, großen finanziellen Sorgen, Trennung, Tod meiner gesamten Herkunftsfamilie war alles dabei.

In den ruhigen, oft glücklichen Phasen dazwischen habe ich eher das Bedürfnis, mich besonders darüber zu freuen und sehr dankbar dafür zu sein.
Ich weiß ja, wie schnell ein Leben komplett aus der Bahn geraten kann.
Also genieße ich jeden Moment und nutze ihn, um Kraft zu sammeln für die schwierigen Phasen.

Gönne dir doch die Freude über euer Glück 🙂
Zufriedenheit ist ein so wundervolles Gefühl und du darfst es in vollen Zügen auskosten.

Ich versuche es 🤗
Danke für deinen Beitrag!

Hallo,
Das hilft dir jetzt zwar nicht weiter, aber ich bin grad sehr froh zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die so tickt.
Mir gehts genauso. Ich hab auch immer Angst, dass ich mich „zu früh freue“ statt es einfach zu genießen, dass es toll läuft. Und wenn ich mich mal freue und irgendwas passiert, dann denke ich auch, dass es die Strafe dafür war.
Keine Ahnung, wie man das abstellt. Aber du bist nicht allein

Doch, mir hilft das sehr weiter 🤗
Zu wissen, dass man nicht alleine ist, ist sehr viel wert. 🤗

Das nächste Tief kommt bestimmt, egal was du tust. Drum freu dich über dein Glück! Und zwar so richtig, und in schlechten Zeiten erinnerst du dich dran wie schön es war und hast mehr Kraft!

Ich danke dir für deinen Beitrag 🤗 so gab ich das noch gar nicht betrachtet, bzgl der Kraft. Aber du hast recht ! Ich hoffe nur, dass das nächste Tief noch etwas auf sich warten lässt

Muss grad schmunzeln bei Deinem Bericht.

Letzte Woche denke ich noch "ach toll....warst solange nicht mehr krank. Schön, dass es uns allen so gut geht"

Zack! Mann liegt mit Fieber flach, ich habe einen Autounfall und das Kind verletzt sich beim Sport.
Dummer Zufall, aber trotzdem denkt man "hätteste besser 3x auf Holz geklopft"

Oh nein 😖
Das tut mir leid, ich hoffe aber, es geht euch allen soweit okay und der Unfall war nur Blechschaden ?

Ja kenne ich. Ich nenne es das Leben😜

Aber ich genieße es, wenn alles gut läuft. Das können auch kleine Dinge sein.
Ebenso läuft an manchen Tagen alles schief.
Ich glaub aber nicht, dass mich ein höheres Wesen bestraft oder belohnt😁

Ich glaube eigentlich auch nicht daran .. aber da ist das immer noch dieses kleine ' was ist, wenn doch'in meinem Kopf 🤣

Das ist nicht Dein Ernst, dass Du Dir Freude und Zufriedenheit verbietest aus Angst, dass dann was Schlimmes kommt? Auweia!

Genieß Dein Leben in vollen Zügen und nimm alles mit was geht!

Und zur Frage, nein solche Gedanken hatte ich noch nie.

Aber hallo!

Uns ging es gerade wieder gut, nachdem Mann vor Weihnachten einen Autounfall hatte. Tja, da hab ich eine blinddarmentzündung und würde vor drei Nächten not-operiert 🤣
Ich nehme es gelassen - das Leben geht auf und ab. Ist normal, dass einem gewisse Dinge dann noch viel schlimmer vorkommen, wenn es einem so gut geht.
Genieß es und lass doch nicht beunruhigen. Regen und Sonne wechseln sich ab, das war schon immer so :)

Wie schon Schillers Polykrates festgestellt hat: einen Ring ins Meer werfen hilft auch nix, wenn die Götter neidisch sind;-).

Ich glaube ja, dass man nicht beeinflussen kann, ob auch weniger glückliche Zeiten kommen. Aber falls sie kommen übersteht man sie wahrscheinlich leichter, wenn einem bewusst ist, wie viel Glück man auch schon hatte und vermutlich auch wieder haben wird.

Genieße das Glück. Sei zufrieden.

Klar kommen wieder andere Zeiten. Da brauchst du die Stärke aus der Glücklichen Phase. Meiner Meinung nach braucht es schlechte Phasen um Glück und Zufriedenheit zu fühlen und zu genießen.

Klingt jetzt schrecklich abgeklärt, aber es ist einfach so. So ist das Leben - Du hast kein anderes. Es wechseln sich immer gute und weniger gute Phasen ab.
Wenn man schon soviele Katastrophen, psychische wie physische, hinter sich hat wie ich, ist man in jedem Monat oder gar Jahr ohne Katastrophen glücklich und zufrieden.
Kleinigkeiten oder finanzielle Problemchen ärgern mich nicht mehr.
Ich ändere nichts am Schicksal, und wenn ich mich noch so verrückt mache.
Wie sagt der Kölner: Es kütt wie es kütt.
Versau Dir nicht das Leben durch Unkerei und Schwarzsehen - freu Dich lieber dran, dass es dir gutgeht.
LG Moni

In guten Zeiten lege ich mir ein Polster an (der Freude)
um mich in traurigen Zeiten daran erinnern zu können!

Zu wissen, dass ich auch Glück haben kann, dass ich mich daran erinnern kann, wenn es mir nicht gut geht.

Dieses bestraft werden Gerede kenne ich auch.. Gibt es in meiner Verwandtschaft ein paar davon.
Als Kind hatte ich dann Angst, fühlte mich bestraft, sobald es mir nur ein bissschen gut ging.

Bis ich feststellte, dass
- es mir damit immer schlecht ging
- ich mich damit selbst kaputt machte
- gar nicht glücklich sein konnte (ergo Selbstprophezeihung der anderen ging auf)

du bist nicht glücklich, weil du bestraft wurdest.

Nein, ich war nicht glücklich, weil ich es nicht gelernt hatte, es sein zu dürfen!
ja, es fühlte sich wie eine Strafe an. NICHT als ich lernte glücklich zu sein! Sondern weil die Missgunst und die Sprüche der anderen sich wie ein Eisenring um mich legten.

War ich unglücklich: ging es ihnen genauso schlecht
War ich glücklich: ging es ihnen genauso schlecht. Nur dass sie versuchten mir einzureden, dass ich bestraft werden würde, wenn ich es jetzt bin.

Ich habe mich irgendwann davor befreit und lebe seither ohne Angst.

Und seit ich so lebe, geht es mir auch in trauer, Krankheit und anderen Situationen besser.
Weil ich es NICHT als Strafe sehe! Sondern als Übergangsphase um das Glück, das dazwischen blüht wieder schätzen zu können.

Bin auch so wenn alles zu gut läuft. Dann denke ich oh oh ... Es ist gerade alles zu perfekt.
Aber genießen würde ich es trotzdem! Denn das Leben ist nun Mal ein auf und ab. Wenn du dich bei einem auf nicht freust.. wann dann?

Oh ja, das kenne ich nur zu gut, da bist du nicht alleine.

Im Moment genieße ich es sehr, dass es uns so gut geht, ich bin unglaublich glücklich. Aber das verstärkt auch die Angst vor dem "dicken Ende".

Ich denke auch wie die anderen, dass das genießen der tollen Zeit Kraft gibt für die schwereren Zeiten.

Deshalb genieße es in vollen Zügen! 💖

Rückblickend gab es 34 Jahre lang nur einen Weg für mich--steil nach oben. Abitur, Studium, dann tollen Job und meinen Mann kennen gelernt, große Hochzeit in weiß, Haus gekauft, 3 tolle Kinder bekommen....tja und dann machte es bumm und mein bisheriges Leben flog mir um die Ohren. Ich fing buchstäblich wieder bei 0 an. Aber--es machte mich viel stärker! Die Beziehung zu meinem Mann und den Kindern wurde noch enger. Im Endeffekt war das kein Unglück, sondern einfach nur ein anderer Weg. Kein schlechter Weg, nur anders halt.
Ich versuche immer aus allem das Positive herauszukitzeln, aber da gibt es natürlich auch Grenzen. Wenn meinen Kindern etwas zustoßen würde...da will ich echt nicht drüber nachdenken, aber ich denke das würde mich echt brechen :-(

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