Wenn Nachrichten unter die Haut gehen ...:(

Hallo ihr lieben,

Ich wollte eigentlich nur mal fragen wie es euch mit sowas geht bzw. meine Gedanken mal los werden.

Mein Sohn ist jetzt 14 Wochen alt und er ist das allerbeste was mir passiert ist! Ich habe vor seiner Geburt immer Nachrichten gehört und fand auch vieles schlimm, aber mir ging das nie „richtig nahe“. Jetzt habe ich von diesem schrecklichen Fall gehört vom Frankfurter Bahnhof und mir geht das nicht mejr aus dem Kopf.. mir wird direkt schlecht wenn ich daran denke, die arme Mutter ... das tut mir so unendlich leid, dass ich selber fast weinen muss. Wie kann ein Mensch sowas jemals verarbeiten? Ich bete einfach, dass die es schafft..
geht euch das auch so? Ich sehe auch generell in vielen normalen Situationen, zB Auto fahren, viele gefahren weil ich denke es könnte meinem Schatz so viel passieren.
Ich bin dankbar, dass wir alle hier gesund zusammen sind und wünsche all den Menschen denen so schreckliche Dinge passieren so viel Kraft..

Ich wollte eigentlich nur mal los werden was mich so beschäftigt..

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Tatsächlich lese ich weder Zeitung, noch höre ich großartig Nachrichten im Radio an und schaue mir auch schon lange keine mehr im TV an. Und ich muss sagen, ich lebe viel ruhiger, mache mir weniger Gedanken und werde manchmal gefragt: "na, hast du das nicht gehört?". Also mir geht's gut damit.

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Und du kommst nicht auf die Idee, dass es als Mutter auch deine Pflicht ist, in Sachen gesellschaftlicher Entwicklung auf dem neuesten Stand zu sein, damit du dein Wissen deinen Kindern weitergeben kannst?

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Auch ne Taktik - Kopf in den Sand, nichts sehen nichts hören, nichts an sich ran lassen

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Mir geht es genauso. Vor allem wenn es um Kinder geht, geht es mir sehr nahe seitdem ich meinen Sohn habe. Früher dachte man sich oh wie schlimm aber es war irgendwie eine gewisse Distanz da.

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Hey
Ich gehöre leider zu der Sorte die sich im alles was meine Kinder angeht Sorgen macht . Mein Kind ist krank , ich kann nicht schlafen , mein Kind schläft bei die Oma , ich kann nicht schlafen . Ich kann manchmal nicht schlafen weil ich Angst habe vor der Zukunft , und Angst habe vor einer Krankheit .
Das einer von den beiden krank wird , oder ich und kann mich nicht kümmern .
Viele würden das Glücke nennen . Mir egal wie andere mich nennen , meine Kinder sind mein Leben und das beste was mir passiert ist!!
Ich würde es einfach nicht überleben . Ich könnte nicht mehr leben wenn einem was passiert .
Ich will mir solche Sachen wie in Frankfurt gar nicht ausmalen .
Viele Grüße

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Hallo,

für mich hat das mit Glucke nicht viel zu tun.
Ich finde aber, dass es sich schon extrem liest.

Ich habe da einen anderen Blickwinkel:
Gerade weil meine Kinder mir das Wichtigste und Teuerste sind, würde ich es nicht ertragen, wenn ich ihr Selbstbewusstsein versaue oder sie nachhaltig einschränke, weil ich meine Ängste nicht im Griff habe.

Ich sage nicht, dass das bei euch der Fall ist, aber ich sehe es als meine Aufgabe, meine Kinder stark zu machen. Und dazu gehört auch ein bisschen Vertrauen ins Leben.

LG

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Hallo,

ich verstehe was du meinst, seit ich Mutter bin, geht mir alles was mit Kindern zu tun hat nahe. Das ist wahrscheinlich ganz normal.

Ich finde allerdings, dass es wahnsinnig wichtig ist, damit umgehen zu lernen.
Mein ältestes Kind ist nun 6 Jahre alt und kommt dieses Jahr in die Schule.
Und ich kann dir sagen, dass es die Kinder der überängstlichen Mütter und Väter sehr schwer haben. Teilweise ist da kaum Selbstbewusstsein vorhanden, weil sie nie die Möglichkeit bekommen haben, sich irgendwie zu beweisen.
Jeder Schritt wird von Mami überwacht, weil die Welt böse ist und man das Kind schützen muss.
Das geht so weit, dass unsere Nachbarin mich gebeten hat, ihrer 5jährigen Tochter hinterher zu schauen, bis sie die 5 Meter zur Haustüre gelaufen ist, damit sie nicht entführt wird. Sie hat im Fernsehen gesehen, dass so etwas schon mal passiert ist.
Das ist kein Scherz, ganz genauso hat sie es gesagt!
Das Kind möchte so gerne eigenständig werden und die Mutter lässt es nicht zu - aus Angst.

Ich versuche meinen Kindern einen altersgerechten Freiraum zu geben und vertraue einfach darauf, dass alles gut geht.
So hart es klingt, du kannst dein Kind nicht vor allem schützen.

Ich versuche diese Gedanken "wie geht es jetzt der Mutter" schnell wegzuschieben. Das bringt doch wirklich niemandem was.
In der Welt passiert so verdammt viel Abartiges und Schreckliches. Da würde man nur verrückt werden.

LG

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Ich weiß zwar nicht im Detail wie das am Hbf Frankfurt abgelaufen ist, bin mir aber sicher, dass ich alles dafür tun würde, meinem Kind da raus zu helfen.
Selbst wenn ich selbst bei drauf gehe...........

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Das liest sich gerade ziemlich krass, ehrlich gesagt. Als würdest du der Mutter einen Vorwurf machen, dass sie im Gegensatz zu ihrem Kind überlebt hat. Wenn du es nicht so gemeint hast, entschuldige ich mich, aber ich interpretiere es so. Und ohne Einzelheiten zu kennen bin ich ziemlich sicher, dass diese Frau ihr Leben geben würde, um ihren Sohn zurück zu bringen.

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Ich lese das auch so wie du und finde es echt heftig wie man darüber so ein Urteil sich bilden kann ohne dabei gewesen zu sein.

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Einen Ticken emotionaler bin ich auch geworden.

Ich finde viele Dinge schlimm, aber sie „berühren“ mich nicht unbedingt. Sprich, dass es mich tagelang verfolgt usw. Ich kann sowas zum Glück ganz gut von mir fern halten. Das ist auch immer noch so!

Aber in akuten Situationen (wo ich was schlimmes höre oder so) weine ich nun schon ab und zu. Immer noch selten, aber im Vergleich zu vor meinem Kind viel mehr.

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Mich berühren Fälle mit toten Kindern definitv mehr seit ich selber Mutter bin! Früher fand ich es natürlich auch schlimm, wenn wieder irgendwo ein hilfloses Baby/Kind zu Tode geprügelt wurde oder sonst was, heute kommen mir tatsächlich dann oft die Tränen.
Meinem Mann geht es übrigens ähnlich! Er weint nicht, aber es beschäftigt ihn sehr lange wenn er irgendwo in den Nachrichten hört, das wieder ein Kind von den Eltern zu Tode misshandelt wurde; missbraucht und getötet wurde oder ähnliches... Manchmal kommt er noch Tage nach solchen News zu mir und sagt völlig aus dem Nichts Dinge wie "wenn unserer Tochter jemand sowas antun würde, ich würde keine Ruhe geben bis ich den Kerl habe!".
Er konnte es anfangs selber gar nicht richtig einordnen und war verwundert, wieso ihm solche Fälle plötzlich so nahe gingen. Ich musste grinsen und hab gesagt "Willkommen in der Welt als Vater!" 😁

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Hi,
ich verstehe dich gut, mir geht es auch so seitdem ich Mutter bin. Ich hatte vorher bei solchen schrecklichen Nachrichten auch Mitleid, aber jetzt hab ich richtig Angst, dass meinem Kleinen sowas auch passieren könnte.
Dies wiederum beängstigt mich, schließlich darf man durch seine eigenen Ängste seine Kinder nicht in ihrer Entwicklung behindern.
Mein Mann sieht das realistischer und argumentiert dann immer mit einer sehr sehr geringen Wahrscheinlichkeit, dass uns sowas passiert. Ich bin da aktuell jedoch leider zu emotional um es realistisch zu betrachten.
Ich hoffe sehr, dass sich das mit der Zeit legt. Ich habe sonst leider selbst keinen Rat für dich, wie man damit besser umgehen kann.
LG

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Ja, mir gehen solche Geschichten näher seit ich Kinder habe.
Aber mehr Angst um meine Kinder habe ich deswegen nicht.

Diese Grundangst, es könnte den Kindern etwas Schlimmes passieren haben Eltern wahrscheinlich schon immer. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gering, mit mehr als der üblichen Vorsicht will ich unser Leben nicht belasten.

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