Angst um mein Kind

Hallo,

ich brauche glaube ich mal ein wenig Input/Rat bzw. Sicht von außen auf meine Situation.

Und zwar wäre mein Kind vor ein paar Wochen fast gestorben. Der Blinddarm war durchgebrochen und dadurch eine fortgeschrittene Bauchfellentzündung entstanden.
Im Krankenhaus wurde sofort über 4 Stunden notoperiert.
Dann eine Woche Intensivstation und noch eine Woche normale Kinderstation. Es war eine wirklich schlimme Zeit.
Ich war die 2 Wochen mit drin.
Nach Entlassung musste nun sehr auf die Ernährung geachtet werden.

Jetzt zu meinem Problem. Ich bin total verunsichert und habe Angst, das wieder irgendwas passiert bzw. ich etwas falsch mache.
Mein Kind ist auch noch sehr mit der ganzen Geschichte beschäftigt.
Ist emotional sehr empfindlich, schläft wieder bei uns im Bett. Fühlt sich gewürgt wenn irgendwas seinen Hals berührt ( hatte einen zentralen Katheter) Pullover, Halstuch, Jacke.
Bei jedem Pups mache ich mir Sorgen. Was die Ernährung angeht bin ich total verunsichert. Mein Kind ernährt sich nun vorwiegend von Toastbrot, Jogurt und Apfelmus......
Die Ärzte waren da auch keine große Hilfe.
Ich solle mich doch informieren und ausprobieren...aber ja nicht das falsche geben.
Ich habe Angst, ich oder mein Kind können eine Angststörung dadurch zu entwickeln oder Depressionen. Die letzten Wochen nur zu Hause ohne Ablenkung, haben es natürlich nicht besser gemacht.
War vielleicht schon mal jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir etwas Hoffnung machen?

Lg

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Mach dir nicht zu viele Sorgen! Es ist doch alles gut gegangen.

Hier ein Rat von mir, da ich in genau sderselben Situation wie dein Kind war (alles genau gleich):

Aufgrund der Bauchfellentzündung und Appendizitis kann man jederzeit einen Darmverschluss aufgrund von Verwachsungen entwickekn. Ist bei mir 3 Jahre nach den OPs passiert.

Symptome: Magenschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen...

Mach divh einfach nicht verrückt und hört beide auf euren Körper. Aber sollte in Zukunft mal etwas mit Magen/Darm bei deinem Kind auftauchen, dann lasst euch wirklich nicht abwimmeln und geht zu einem guten Krankenhaus!
Erwähnt die Vorgeschichte!

Ich wurde mit meinem Darmverschluss nach Hause geschickt, mit den Worten "ist sicher nur ein Virus!"
Erst ein paar Stunden später musste ich dann wieder per RTW eingeliefert werden.

Also: Mach dich nicht verrückt, aber seid stets einfach hellgörig und hört auf euer Gefühl :)

Ganz wichtig!!!!

Thema Ernährung: Bei mir geht nix Fettiges. Ich muss seitdem drauf achten, dass ich wenig Weißmehlprodukte, sehr viel Gemüse uns sehr wenig Fett zu mir nehme.

Alles Gute!

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Vielen Dank für deine Antwort. Ja, das mit den Verwachsungen und Darmverschluss wurde mir auch mitgeteilt. Danke, dass du die Symptome genannt hast. Alles gute für dich.

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Hallo
Es tut mir sehr leid dass das bei euch do schlecht gelaufen ist. Bei uns waren alle sehr einfühlsam, Ärzte und Pfleger nahmen sich Zeit für Gespräche, ich konnte selbst nach Entlassung mal anrufen wenn ich ne konkrete Frage hatte. Und wurde vom Krankenhaus aus auch sofort der krankenhauseigene Seelsorger gestellt.

Sowas verfolgt einen, ein Trauma ist und bleibt ein Trauma. Da muss man sich nicht einreden lassen man sei zu schwach. Ich hab damals ne Keimphobie entwickelt, hab das aber dank Hilfe vom Kinderarzt und einem norfallseelsorger den ich zum Glück privat kenne in den Griff bekommen. der kinderarzt der egentlich erkannte bevor wir es wahrhaben wollten nahm sich dessen auch an und klärte auf. Es ist keine Schande. Wenn ich heute anfangs der corona Zeit sah wie in meinem Umfeld manche ausflippte dachte ich mir fast erleichtert 'na also wer hat hier eigentlich die Angststörung'. Obwohl corona genau mein wuder Punkt wäre bin ich so entspannt dass ich mich schon gefragt hab ob das noch ok ist. Das ganze ist jetzt 6 Jahre her.

Die Situationen kann man also gar nicht wirklich vergleichen. Ich würde mir erst mal seelsorgerische Unterstützung holen und wenn das nicht hilft therapeutische Hilfe. Sowas passiert wie gesagt lasst euch da nix einreden.
Alles gute euch!

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Vielen Dank für deine Antwort. Ja ich glaube Seelsorge wäre eine gute Idee.

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Ich denke das macht die Zeit. Gib sie deinem Kind und auch dir... das beruhigt sich sicher von ganz allein. Mit jeder Nachsorge, wird es besser.
Mein Kind hat zwar nicht in Lebensgefahr geschwebt, aber er hatte ne ziemlich schwere Nieren-/Harnleiter OP als er ein Jahr alt war.
Er ist jetzt 6 und es gibt immer noch Momente da mach ich mir Sorgen, aber meistens ist alles gut.

Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass du auf die Ernährung achten sollst, aber dir keiner sagt wie.
Toast, Joghurt, Apfelmus - das erschließt sich mir gar nicht auf was du achten sollst.... da wäre ich auch unsicher und würde mal nachhaken oder mir ne Ernährungsberatung suchen, da gibt es sicher auch welche, die sich aus medizinische Dinge spezialisiert haben.

Alles Gute

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Hallo,
mein Kinderarzt wollte mir ein Rezept für Ernährungsberatung aufschreiben. Aber aufgrund der Einschränkung der letzten Wochen, hätte ich keinen Termin bekommen. Aber du hast Recht, darum werde ich mich jetzt nochmal kümmern. Danke, das du mich nochmal dran erinnert hast.
Ich setze auch auf die Zeit, das es besser wird. Mein großes Kind war auch schon mal in einer ähnlichen Situation, nicht lebensbedrohlich aber eine Krankheit mit der er sein Leben lang auf sich achten muss. Da habe ich auch eine Weile gebraucht.
Danke

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Wir waren zwar wir entfernt von Lebensgefahr, aber ich habe vor 2 Wochen einen Krankenhausaufenthalt mit Operation mit meinemn Baby hinter mich bringen müssen und seitdem ist für mich auch vieles anders.

Der Krankenhausaufenthalt war äußerst unglücklich. Ich kam mir sehr sehr schlecht betreut und alleine vor und hatte die ganze Zeit ein schreiendes Baby, habe nicht geschlafen, nicht gegessen und war danach mit den Nerven am Ende.

Seitdem bin ich auch äußerst unentspannt und ängstlich, was das Baby betrifft. Davor war ich wirklich locker. Teilweise plagen mich jetzt irrationale Ängste, wie dass er im Tragetuch erstickt oder er mir einfach so vom arm fallen könnte.

Ich denke, die Zeit wird das schlimmste regeln (wurde ja schon geschrieben), aber eine kleine Narbe wird nach solch einer Erfahrung zurückbleiben. Je mehr Zeit vergeht, desto zuversichtlicher werden wir wieder, dass alles gut ist!

Wegen des Essens: ich habe es nicht so ganz verstanden (und auch nicht alle Beiträge gelesen). Hatte dein Kind eine spezielle Diät auferlegt bekommen oder hat sich sein Essverhalten nach der Zeit im Krankenhaus verändert?

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Hallo,
Das tut mir leid, das du so schlecht betreut wurdest.
Mir wurde nur "Schonkost" mitgeteilt und wenn die Ernährung falsch läuft drohe eine Perforation.
Ich denke aber, ich werde es jetzt wie zur Baby Beikost Zeit machen und immer was neues dazunehmen und sehen wie es vertragen wird.
Lg

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Hallo,
Es tut mir sehr leid was ihr durchmachen müsstet und ich hoffe sehr das ihr das gemeinsam schafft wieder ins normale Leben zu kommen.
Darf ich einmal fragen welche Symptome deine Tochter hatte und wie man auf Blinddarm gekommen ist?
LG u d alles gute euch!

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Freitag sah es nach Scharlach aus inklusive Erdbeerzunge. Bauchschmerzen wären da auch normal. Die waren dann auch zwischendrin weg. Kamen dann aber wieder und das Fieber ging nicht runter. An den Blinddarm habe ich gar nicht gedacht. Montag früh sind wir zum Kinderarzt und der hat Gott sei Dank gleich den Krankentransport gerufen. Mein Kind ist bei Schmerzen hart im nehmen und hält diese lange aus ohne was zu sagen.....

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Ach so.... An dem Freitag waren wir bei einem Vertretungsarzt der seine Scharlach Diagnose nur auf das Aussehen der Zunge gestützt hat und keinen Abstrich vorgenommen hatte.

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Da kann nichts mehr passieren wenn der Wurmfortsatz (umgangssprachlich: Blinddarm) entfernt wurde, denn der ist ja nicht mehr da nach der Appendektomie (Blinddarmentfernung).

Die Corona-Situation macht es sicherlich nicht besser.
Beides (Corona und Blinddarm) hat nichts miteinander zu tun, jedenfalls habe ich dazu nichts gelesen.

Vielleicht hilft es mit deinem Kind (und dem Kinderarzt) in Ruhe über das Geschehen kindgerecht zu sprechen?
Oder vielleicht doch besser einen Seelsorger oder Psychologen zu Rate ziehen.

Das mit der Ernährung verstehe ich grade nicht so ganz.
Das stimmt, dass nach einer Blinddarm-OP ein Kostaufbau mit Schonkost erfolgt.
Ich nehme an die Ärzte haben dazu nichts weiter gesagt? Also wie lange und ab wann wieder normal?

Der Sohn von einer Freundin meiner Mutter hatte vor einigen Jahren dieselbe Diagnose.
Er lebt und hat, soweit ich weiß, keine Angststörung oder Depression bekommen.
Ich kann gerne nachfragen wie es bei ihm war in den Tagen/Wochen danach.

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Hallo,

mir wurde nur mitgeteilt "Schonkost". Das allerdings auch Banane, Kartoffeln etc nicht gegeben werden sollen wurde mir nicht gesagt bzw. erst hinterher.
Im Krankenhaus gab ich ihm zb Banane ( musste Protokoll führen)Da hat keiner was zu mir gesagt.
Nur so als ein Beispiel.
In der Sprechstunde nachdem wir entlassen wurden hat die Ärztin mir nur mitgeteilt was ich alles falsches gegeben habe und erstmal nicht mehr geben soll. Wie lange und was ich geben kann, konnte sie mir nicht sagen.
Ich war dann extrem verunsichert. Denn der Ton der Ärztin mir gegenüber war auch sehr unschön. Was ich ihr auch gesagt habe. Sie hat sich dann bei mir entschuldigt. Mittlerweile ist die Verunsicherung schon etwas besser.
Und das da nichts mehr passieren kann wurde mir anders erzählt. Bei falscher Ernährung kann die Stelle perforieren hat die "nette" Ärztin gesagt.

Rational"weiß" ich ja Bescheid, das es wieder wird. Aber emotional hinkt das ganze bei mir etwas hinterher. Ich denke die Zeit wird das schon regeln.
Von Corona habe ich in meinem Beitrag allerdings nichts erwähnt und mache mir da auch keine Sorgen.
Ich denke die gesamte Situation hat mich einfach so überrannt bzw. überfordert. Das man so machtlos ist und das es tatsächlich so schnell vorbei hätte sein können war schon erschreckend.
Auch für mein Kind, denn wir waren 5 Tage vorher bei einer Beerdigung. Da war das Thema sterben gerade brandaktuell.
Lg

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hallo,

wir hatten auch ein traumatisches erlebnis-unerkannter angeborener herzfehler, der hätte tödlich enden können. mir hatte danach eine kurzzeittherapie bei einer säuglings-kleinkind therapheutin geholfen, vielleicht hast du auch sowas in der nähe. da werdet ihr beide "behandelt" .

ansonsten frage beim kinderarzt, die haben auch adressen, wo man sich hinwenden kann. und vielleicht kann er dir auch schon etwas helfen, mit ernährungstipps.

ich wünsche euch viel kraft und glück und mut!!
alles gute

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Vielen Dank für eure Antworten. Ich merke das der Austausch und schon alleine das schriftlich los werden der ganzen Sache mir enorm weiter geholfen hat. Ich weiß jetzt worauf ich mich fokussieren muss und gebe uns Zeit das ganze zu verarbeiten.
Lg

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Ähm, wieso wurde mein Beitrag ins Babyforum verschoben? Mein Kind um das es geht ist 7 Jahre alt.....