Assistentzärztin verklagen

Liebe Mädels,

ich bin in der 7. Woche schwanger. Letzte Woche Freitag wurde mein hcg bei der Frauenärztin morgens gegen 10:30 Uhr abgenommen da ich vorher eine Eileiterschwangerschaft und einen Abgang hatte.
Abends hatte ich dann ein ständiges Druckgefühl in der Mitte des Unterbauchs. Meine FÄ sagte vormittags wenn sich was tut bezüglich schmerzen und oder Blutung bitte ins kh. Also habe ich meinen mutterpass genommen und los. Es wurde us gemacht und hcg Kontrolle . Montags war er laut pass bei 294 und hier dann bei 1263. alles gut aber bitte trotzdem Sonntag um 11 nochmal kommen. Fanden wir seltsam aber ok. Sonntag war eine andere Assistenzärztin da, sie machte us sagte das die fruchthöhle seid Freitag Abend ja kaum gewachsen wäre und das wir den Beta hcg nochmal abnehmen. Nach 3,5 std erhielt ich einen Anruf „ hören Sie, wert ist nicht adäquat gestiegen , brauchen sie Termin zur Ausschabung. Können wir gleich ausmachen“ . Ich hab gesagt Moment nein . Wie hoch ist der wert jetzt? Ja liegt nur bei 1800. zu wenig ich rate dringend zur Ausschabung.
Ich habe gesagt nein ich geh zu meiner Frauenärztin am Montag. Kurz darauf rief ich nochmal an und wollte den wert genau wissen. Ja 1800. ich hab gefragt ob der wert genau bei 1800 ist. Ja und ich soll zuhören, ist nicht adäquat gestiegen. Ist zu 100% keine intakte Schwangerschaft ... ich hab geweint. Dann kam „ hallo sind sie noch dran? Wollen sie Termin zur Ausschabung? Ist nicht so schlimm“
Ich hab nein gesagt. Am nächsten Tag ging ich zu Tode betrübt zu meiner fä, ich erzählte ihr davon und sie sagte gleich also ab 6. ssw bzw. einem Wert von 1200 müsse der wert sich nur noch alle 3 Tage gut steigen . Das waren nicht mal 40 std. Außerdem müsse sich der wert nicht verdoppeln sondern um mind 60% steigen. Wenn wir den Wert von Freitag Vormittag nehmen der war bei uns 1050 und den Wert von Sonntag Vormittag der laut Brief bei 1873 lag ist das ok. Außerdem gehört zum Befund auch der Ultraschall .. den machen wir nun. Ultraschall und siehe da fruchtblase etwas gewachsen und dottersack zu sehen bei 5+3. sie war sauer und meinte bei solchen Werten und diesem us Befund ausschaben zu wollen geht gar nicht ! Inzwischen habe ich diese Aussage schwarz auf weiß im arztbrief stehen. Wert nicht adäquat gestiegen , Patientin wird eine Ausschabung empfohlen möchte aber unbedingt zweite Meinung.
Meine Frauenärztin sagte wenn sie über der 12. ssw sind und sie das nicht zu sehr aufregt , gehen sie dagegen vor. Zum Schutz aller weiteren schwangeren und Babys. Und der Meinung bin ich auch. Wie seht ihr das? Meine fä sagte das ist Körperverletzung und wenn ich auf die Ärztin gehört hätte hätte ich einen sich ihr bisher völlig gut verlaufende Schwangerschaft beendet.

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Ich würde es lassen.
Eine Assistenzärztin lernt ja noch. Maximal könntest Du ihr zurückmelden, dass sie falsch lag. Das würde ihr sogar eher helfen...

...meine persönliche Meinung. Auch wenn ich mich wie Du auch geärgert hätte!

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Dann sollte eine Assistenzärztin so eine Aussage schlichtweg nicht treffen. Das ist keine kleine Fehldiagnose... ich hätte diese Woche ausgeschabt werden sollen. Ein gesundes Baby ...

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Shealove ich habe mich nicht geärgert! Ich habe den ganzen Sonntag mit meinem Freund zusammen nur noch geweint. Wenn ich auch nur den kleinsten Zweifel habe treffe ich nicht so eine Aussage!

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Huhu...also ich bin nur Laie, aber wenn es so war, wie Du sagst, würde ich auch dagegen angehen.
Man hört das so oft, dass Frauen zur Ausschabung geraten wird und sich trotzdem noch ein gesunder Embryo entwickelt hat.
Meiner Meinung dürfe so etwas kein Arzt raten, wenn er sich nicht 100% sicher ist.
Du hast ja die Daten auf dem Papier und die Meinung Deines Frauenarztes.
Ich würde das - für mich selbst und auch zum Schutz der anderen Frauen - auch nicht auf mir beruhen lassen.
Alles Gute und eine schöne Schwangerschaft wünsche ich Dir. Liebe Grüße

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Auch sich beruhen lassen meinte ich natürlich. 🙈

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Hi es gibt leider überall schwarze Schafe,
Ich war vor 9 Jahren schwanger mit meiner großen war zum erst Termin da alles gut sie sind schwanger ..
Eine Woche später bekam ich schmierblutungen und bin wieder zu ihr hin sie sagte eiskalt sie sehe keinen Herzschlag ich solle ins kkhs zur Ausschreibung..
Gott sei dank tat ich es nicht und meine Cousine schlug mir vor 2te Meinung sich einzuholen..
Da saß ich aufm Stuhl und wartete auf die Antwort da ist nix ab ins Krankenhaus, der doc guckte nur ganz verblüfft und sagte ich weiß nicht was ihnen erzählt wurde aber es ist alles in bester Ordnung..
Habe vor Glück angefangen zu weinen und gefragt wie das kommt und ob das Gerät von der anderen Ärztin evtl defekt wäre ...er verneinte das es so was nicht gibt und er es Ausschließt..
9 Monate später habe ich mein erstes Wunder in der Hand gehalten kerngesund...
Ich bin leider nicht gegen die Dame vorgegangen bereue es aber zutiefst jetzt ist sie in der Rente..
Also ja ich würd an deiner Stelle der guten zeigen wo der hacken hängt. LG

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Ausschabung sorry..paar Fehler:)

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Ich würde es eher lassen. Du hast das Telefonat ja nicht aufgenommen, dann steht Aussage gegen Aussage und es kann echt nervenaufreibend werden und zu nix führen.

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Ihre Aussage steht schwarz auf weiß im Arztbrief. Außerdem hat mein Freund ebenfalls gehört was sie sagte.

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Wusste sie, das dein Freund mitgehört?
Das ist nämlich ohne ihre Einwilligung verboten!

Wenn du möchtest, hol dir einen Beratungstermin beim Anwalt.
Aber was möchtest du damit erreichen?

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Im Grunde hat sie aber nichts getan ausser einer falschen Aussage, die du durch das erneute Aufsuchen deiner FA widerlegen konntest. Eine Körperverletzung sehe ich hier nicht. Ausserdem hätte den Befund ein qualifizierter Arzt bestätigen müssen bevor da irgendwas gemacht worden wäre. Beschwere Dich in der Klinik und bei der Ärztekammer.

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Guten Morgen, meine Geschichte hat absolut nichts mit SS zu tun aber dennoch : mein Vater wurde am Herzen operiert und bekam eine neue Herzklappe eingesetzt. Ihm ging es gut. Er fuhr mit dem LKW Wochen später fort. Unterwegs brach er zusammen, Passanten riefen den Notarzt. Er mußte damals Marcumar nehmen und hatte eine Narbe von Brustbein bis zum Rippenbogen. Leider verstarb mein Vater 3 Tage später. Aussage der Notärztin ( damals vor Ort) : ich wußte nicht daß er Marcumar nehmen muss, Paß haben wir zu dem Zeitpunkt Zusammenbruch nicht gefunden. Meine Mutter fuhr sie an : Weg mit Ihnen, Sie Mörderin ! So etwas auf die Menschheit loszulassen 😤.
Es gibt keine Chance gegen die Götter in Weiß anzukommen. Hole dir notfalls so viele Meinungen wie möglich. Und wenn es 8 verschiedene Ärzte sind.
Ich war damals 15 Jahre alt 😢.
Viel Glück 🍀 weiterhin und eine gesunde Schwangerschaft 👶.

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Wenn er keinen MArcumar Ausweis dabei hatte, woher sollte die Notärztin das dann wissen? NIcht jeder, der so eine Narbe hat, ist am Herzen operiert. Hellsehen können auch Ärzte nicht. Und fragen konnte die Notärztin wohl keinen.

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Er hatte seinen Pass dabei! Denn wie wären die dann auf die Idee gekommen uns zuhause zu verständigen. Somit haben die den Geldbeutel durchsucht.

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Ich bin ganz klar NICHT der Meinung, dass man das auf sich beruhen lassen sollte, dazu habe ich mit Ärzten auch schon viel zuviel erlebt.
Wenn alle so dächten wie manche hier, wären der Schlamperei Tür und Tor geöffnet - und - meine Tochter hätte auch kein Kind, weil einiges "übersehen" wurde schon in der 25.Woche - wenn wir nicht uns nicht gegen einen Arzt massiv zur Wehr gesetzt hätten.
Klagen kostet allerdings nur einen Haufen Geld und Nerven.
Ich habe es folgendermaßen gemacht, wenn ich der Ansicht war - und auch belegen konnte, dass etwas gründlich schiefgelaufen ist.
Anschreiben aufsetzen mit genauer Schilderung (kannst das von hier rauskopieren) und Zeugen.
Dieses senden an: die Klinikleitung mit Bitte um Stellungnahme!, an die Krankenkasse und/oder sogar die Ärztekammer, die für Dich zuständig ist. Diesen Verteiler schreibst Du rechts unten auf den Brief, damit jeder Empfänger sieht, wer das Schreiben noch bekommen hat. So entsteht ein Zugzwang zum Handeln und keiner schmeißt es einfach weg.
Bisher habe ich IMMER Antwort bekommen und ich konnte auch davon ausgehen, dass der betreffende Arzt wahrscheinlich wenigstens seinen Anschiss wegbekommen hat.
Ich sehe eine Ausschabung auch nicht als Lappalie an, wenn man einen Kinderwunsch hat und eine bestehende Schwangerschaft einfach so beendet worden wäre.
Alles Gute für Dich.
LG Moni

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Ganz lieben Dank für deine Worte.
Und auch für den Tipp. Das werde ich so machen. Es geht mir um jede weitere schwangere die sich dort einfindet.

Ich hatte eine Eileiter ss letztes Jahr und einen Abgang das Jahr zuvor. Das wäre unsere dritte zerstörte Hoffnung gewesen. Auch das hat diese Ärztin vom mutterpass her gewusst.
Trotzdem war der wert der inzwischen ausgerechnet wurde in Prozent ihr scheinbar zu gering. Er stieg in ca 40 std um 80% .

Ich finde es fahrlässig ohne jede Nachfrage oder sonstiges der Patienten mit zwei fg s zu sagen : wert nicht adäquat gestiegen, Ausschabung.

Und dann trotz mehrmaliger Nachfrage der Patientin und des Vaters vom Baby allen Ernstes zu behaupten „ 100% keine intakte Schwangerschaft „

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Meine Tochter verlor schon ab ca. 25 Woche Fruchtwasser....es merkte kein Arzt und auch die Hebamme in unserer örtlichen Frauenklinik nicht...wurde als Ausfluss abgetan. Wir machten dann einen dringenden Termin in der Frauenklinik der Kreisstadt und dieser tolle Arzt merkte auch nichts (Oberarzt) Meine Tochter hatte wirklich Angst und wir drängten auf weitere Untersuchungen (sie wollte mich dabei haben) und eine ebenfalls anwesende Hebamme machte dann mit einem Teststreifen mehrere Tests der Flüssigkeit, SIE stellte dann fest, dass es Fruchtwasser ist. Dann kam der Hammer: Der Dok forderte MICH auf, meine Tochter in die Uniklinik zu fahren, knappe 100 km entfernt.....Ich fragte ihn, ob er noch ganz koscher sei - meine Tochter müsse liegend transportiert werden und ich sei wohl nicht geeignet, sie nun 100 km über die Autobahn zu karren, so aufgeregt wie ich auch war. Da bestellte er dann zähneknirschend maulend einen Krankenwagen. In der Uniklinik wurde sie sofort unter Beobachtung gestellt, Lungenreife gegeben usw. Sie musste 4 Wochen strikt liegen - und in der 29. Woche kam Leonie dann spontan zur Welt - Gottseidank ist sie heute relativ gesund, von Hüftproblemen abgesehen.
Wenn wir uns hätten von dem Oberarzt heimschicken lassen, wäre sie wahrscheinlich garnicht da - ein absolutes Wunschkind.
Den Brief, den ich damals geschrieben hatte, konnten sich die Herren an den Spiegel stecken, das glaubst Du!! Ich hätte den Kerl nachträglich erwürgen können - hab ihn auch persönlich angeschrieben und aufgefordert, seine Einstellung zum Arztberuf mal dringendst zu überdenken!. Diese Ärztin kannst Du übrigens ruhig auch anschreiben - KEINE Beleidigungen, aber direkte Ansprache, wie Du das siehst.
LG Moni

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Bevor Eibe Ausschabung gemacht wird sehen es sich zwei Ärzte an - zumindest war das bei mir so!

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