Starke und negative Veränderung durch Fluoxetin

Hallo!
Ist es möglich, dass ca drei Monate nach beginnender Einnahme von Fluoxetin und regelmäßiger Alkoholkonsum (ab späten Nachmittag), einen Patienten extrem stark zum Nachteil verändern kann? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Persönlichkeit dieser Person, sich zum genauen Gegenteil, als vor Beginn der Medikation, entwickelt hat? Der Patient ist seit der Einnahme enorm reizbar, gefühlskalt, arrogant, überheblich und beleidigt seine Ehefrau, ohne es anscheinend zu merken. Seit Monaten soll er in gewissen Abständen Fluoxetin immer weiter reduzieren. Aber nun entsteht der Eindruck, dass er noch heftiger reagiert, seit die Dosis reduziert wird. Diese Person hatte sonst immer genau die gegenteiligen Charaktereigenschaften!

Liege ich mit der Annahme richtig, dass das Medikament einen Teil dazu beisteuert? Ein Mensch kann sich doch im Grunde nicht zum genauen und so krassen Gegenteil verändern.

Ich wäre mehr als dankbar, wenn sich jemand dazu äußern könnte.

Es wäre mir eine sehr große Herzensangelegenheit!

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>>Während der Behandlung mit dem Antidepressivum sollte auf Alkohol verzichtet werden, da die Alkoholwirkung ansonsten verstärkt werden kann.<< https://www.gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/antidepressiva/fluoxetin

>>Der Patient ist seit der Einnahme enorm reizbar, gefühlskalt, arrogant, überheblich und beleidigt seine Ehefrau, ohne es anscheinend zu merken<<

so reagieren viele Menschen auf große Mengen Alkohol. Wenn dies dann noch durch ein Medikament verstärkt wird..........
Um deine Frage zu beantworten: Ja es ist möglich

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Vielen Dank für deine Antwort!

Ich muss dazu sagen, dass Alkohol nie ein relevantes Thema war. Im Gegenteil...... er trinkt auch nicht viel. Allerdings merkt man ihm schon bei einer halben bis ganzen Flaschen Bier an, dass er getrunken hat. Beim zweiten ist er schon ziemlich angeheitert und fängt dann schon an komisch zu reden. Ein falscheste Wort und er geht an die Decke und kann dann richtig, richtig mies werden. Er beleidigt und wird dann in dem Moment immer arroganter und absolut gefühllos. Was kann man dagegen tun? Ich kann mit niemandem drüber sprechen. Denn keiner soll wissen, dass er antidepressiva nimmt! Und ich muss mein Versprechen halten. Da ich im Gegensatz zu ihm meine Versprechen generell halte. Ich habe keine Kraft mehr. Ich habe fürchterliche Angst, dass der Zustand bleiben wird auch dann wenn das Medikament weg ist!
Bitte helft mir! Ich bin verzweifelt!

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dann würde ich sagen, der Alkohol muss weg

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Was sagen denn die Blutwerte von ihm? Welche Werte sind denn nicht in Ordnung?

Ich denke Du solltest Dich......zumindest vorübergehend......trennen. Du musst Dir solch ein Verhalten doch wirklich nicht antun

Du sagst, Du darfst niemandem was sagen..........bemerken Menschen um Euch rum nicht seine Veränderung? Oder schafft er es da sich anders zu benehmen?

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Danke schön für deine Antwort. Ich werde gleich mal schauen, um welche Werte es ging. Ein Wert auf jeden Fall war von der Bauchspeicheldrüse. Dieser ist mehrere Male extrem zu hoch gewesen. Das würde also auch auf seine Magenschmerzen und Darmprobleme schließen. Es wurden viele Untersuchungen durchgeführt und es wurden immer wieder Entzündungen im Magen und Darm gefunden. Ihm ist damals hin und wieder mal richtig übel geworden und er hatte seitdem immer Angst, dass er sich während einer Autofahrt oder in einem Geschäft übergeben muss. Daraufhin bekam er Fluoxetin. Also dafür, dass er diese Angst nicht mehr hat. Am Anfang hatte ich ja auch den Eindruck, dass alles besser wird, und er nicht do. ein schlechtes Gefühl zB im Laden hat. Aber die körperlichen Beschwerden sind Ja dennoch da. Sie sind unter dem Fluoxetin sogar noch viel schlimmer geworden. Immer wenn eine Magenspiegelung durchgeführt wird und wieder eine Entzündung entdeckt wird, bekommt er Antibiotika. Aber es hilft nie.
Wegen der Angst, dass ihm übel wird, sollte er Fluoxetin nehmen. Das war meiner Meinung nach nicht richtig. Denn wenn es mir übel ist, habe ich auch kein gutes Gefühl rauszugehen und hätte Angst mich zu übergeben.

Gerade war wieder eine Situation. Alles war ok und harmonisch. Dann, auf einmal, spricht er mich von oben herab an und ging wieder an was ich falsch gemacht habe und das er anders handeln würde.

Ich habe kein Problem Kritik über mich zu hören. Ich komme aber nicht klar damit, wie er mit mir spricht.
Doch, andere haben bemerkt, dass er sich verändert hat. Seit Fluoxetin hat er erheblich an Gewicht zugenommen. Früher war er sehr dünn und sah auch immer aus, als wenn er nicht unbedingt ein guter Esser ist. Und er ist anderen Leuten gegenüber freundlich und lustig. Speziell auf einer Grillparty oder Geburtstagsfeier etc, wenn er was trinkt, macht er blöde Sprüche oder Witze, Hauptsache die Lacher sind auf seiner Seite. Dafür nimmt er dann auch gerne in Kauf, mich mal etwas zu einer lachnummer zu machen. Wenn wir sonst mal ein Problem miteinander hatten, haben wir darüber unter vier Augen gesprochen und fertig. Heute fällt er mir gerne in den Rücken. Meist versuche ich mich dann zurückzuziehen und heule in irgendeiner Decke.

Wenn ich ihn andren Tag darauf anspreche leugnet er alles. Ich würde mir alles nur einbilden und mich reinsteigern.

Er hat jetzt seit einigen Tagen keinen Alkohol mehr getrunken. Aber dennoch war wie schon gesagt wieder do. eine Situation, in der ich am liebsten nur noch geweint hätte. Aber ich will auch nicht meine Tränen vor ihm zeigen. Früher hätte er mich, wenn ich geweint habe, einfach im Arm genommen und versucht mich zu trösten. Sieht er mich heute weinen, zeigt er keine Regung.

Andere Leute, die nicht wissen, was wirklich läuft, sehen es do, dass er doch gut drauf ist und viel gesünder aussieht, weil er zugenommen hat .

Ich komme einfach nicht mehr klar.... ich hatte noch nie so eine Angst, dass unsere kleine Familie auseinander gehen könnte. Ich weiß einfach nicht weiter.

Mein Sorge ist es, dass er mir 15 Jahre lange was vorgespielt hat und seine wahre Person durch Fluoxetin nun rauskommt. Wenn das der Fall ist, bricht für mich eine Welt zusammen ????

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Das mit den Entzündungen kommt mir irgendwie bekannt vor........ bei mir wurde vor einigen Monaten Morbus Crohn diagnostiziert. Da hatte ich es schon bis in die Speiseröhre.

Das könte tatsächlich passen, wenn er Entzündungen im Darm hat.

Ich finde es wirklich der absolute Wahnsinn, dass Dein Mann solch ein Medikament bekommt.
Ganz ehrlich....... ich würde den Arzt darauf ansprechen.

Vielleicht ist Dein Mann auch solch ein Kotzbrocken geworden, weil er sich verändert hat (zugenommen) und einfach unzufrieden ist. Und die Gefühlskälte könnte schon von diesem Medikament sein.

Es tut mir echt leid für Dich, es klingt beschissen was Du mit ihm erlebst.

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