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Elterngeld & Erziehungsgeld

mylady89 26.07.11, 21:42
gibt es eigentlich noch erziehungsgeld ??
cisca 27.07.11, 11:34
hallo

also das heist frau nimmt z.B.12 monate und Mann nimmt 2 Monate.... das geht in dem gleichen zeitraum ? oder müssen das dan 14 Monate sein ?

grüssle cissi
nicole90 27.07.11, 13:25
ich glaub das ist egal er kann sie gleichzeitig mit dir nehmen oder auch erst nach deinen 12 Monaten
skiathos 27.07.11, 14:17
Ihr habt Anrecht auf insgesamt zusammen 14 Monate. Wenn Du Mutterschaftsgeld von Deinem Arbeitgeber für die Zeit vor und nach der Geburt bekommst, werden Dir 2 Monate von den 14 vom Elterngeld abgezogen. Bzw. anders ausgedrückt: Der Mutterschutz wird darauf angerechnet.

Also Du und Dein Mann könnt z. B. auch jeder 7 Monate zu gemeinsamen Zeiten nehmen, das ist wirklich sehr flexibel.
moonlightshadow1704 28.07.11, 18:22
also könnte ich und gleichzeitig mein mann mit mir auch zwei monate nehmen so das wir dann 2 monate gemeinsam zu hause sind oder wie
skiathos 28.07.11, 21:57
ja könnt ihr!
kyoto123 28.07.11, 22:49
Ja, also du hast Anspruch auf 12 Monate Elterngeld, wenn dein Partner auch Elterngeld beantragt sind es insgesamt 14 Monate. Die könnt ihr aber beliebig aufteilen (also auch beide 7 Monate, auch zeitgleich möglich) Bedingung ist nur, dass der Partner mindestens zwei Monate nimmt um Anspruch auf insgesamt 14 Monate volles Elterngeld zu haben (voll = 65%). Diese 14 Monate lassen sich auch splitten, d.h. der Mann kann auch die zwei Mindestmonate zu 65% auf vier Mindestmonate zu ~33% splitten.

Ich habe das leider auch so verstanden, dass Man, wenn man Mutterschaftsgeld (in den zwei Monaten NACH der Geburt) bekommt, dass dieses Geld in diesen beiden Monaten auf das Elterngeld angerechnet wird. D.h. es gehen schon mal 2 Monate verloren, weil der Elterngeldbedarf entweder komplett durch das Mutterschaftsgeld abgedeckt wird, oder, wenn das Mutterschaftsgeld niedriger, wird es höchstens auf den Elterngeldsatz aufgestockt. Finde ich auch total blöd. Aber erst im dritten Monat Elterngeld beantrage ist wohl nicht drin, das die Mutterschutzleistung mit dem Elterngeld gleichzusetzt ist. Oder hat das jemand anders verstanden?

Pro Familia kann ich auch sehr empfehlen. Die sind supernett und hilfsbereit, beraten kostenlos, haben viel Infomaterial und helfen dir herauszufinden welche Gelder du beantragen kannst.

Zum Thema dieses "Hilfsvereins für Mütter und zum Schutz des ungeborenen Lebens" (so irgendwie hiess das, oder?) habe ich noch folgendes im Kopf:

Es handelt sich dabei um eine Einmalzahlung von ca. 1000-1500 € (weiss nicht mehr genau) die man beantragen kann, wenn man zu irgendeinem Zeitpunkt in der Schwangerschaft eine Gesamteinkommensgrenze von 900€+Miete+150€ unterschreitet. (Bin auch nicht mehr ganz sicher). Bei wem das so ungefähr der Fall ist, der sollte sich da auf jeden Fall noch mal erkundigen :)
kyoto123 28.07.11, 23:01
Oh und nochwas:

Ihr müsst Elterngeld und Elternzeit unterscheiden.

Elterngeld kann jeder beantragen ( auch Arbeitslose und Selbstständige) und zwar besagte 12/14 Monate voll, oder 24/ 28 Monate gesplittet. In dieser zeit ist man auch voll versichert (beitragsfrei).

Elternzeit kann nur beantragen, wer in einem Arbeitsverhältnis steht. Sie wird NICHT bezahlt, es handelt sich lediglich um die Zeit, die man seinenVertrag quasi stillegt um das Kind zu erziehen. Elternzeit kann man bis zu drei jahren nehmen. Sie deckt sich also nicht mit dem möglichen Bezugszeitraum des Elterngeldes, aber logischerweise wird Elterngeld IN der Elternzeit beantragt und gewährt. Auch in der Elternzeit ist man ohne Geldbezug durch Elterngeld weiter versichert, wenn ich mich nicht irre...

Mein Problem z.B. ist, das mein Arbeitsvertrag befristet ist und zwei Wochen vor Mutterschutz ausläuft. D.h. ich muss mich Arbeitslos melden VOR dem Mutterschutz, bekomme weniger Geld IM Mutterschutz, und muss mich auch wieder NACH der Elternzeit arbeitslos melden um weiter versichert zu sein, bzw. Geld zu bekommen.

Oder sieht das jemand anders?

Noch was: Verdient man im ersten Jahr des Elterngeldbezuges Geld, wird das natürlich angerechnet aufs Elterngeld (bis 30 Std. darf man nebenbei arbeiten, es gibt allerdings KEINE Freibeträge, das verdiente Geld wird vom vorherigen vollen Gehalt abgezogen und das Elterngeld mit dem übrigen "nicht verdienten" Betrag berechnet (also bei 1800€ gehalt vor der Elternzeit und in der Elternzeit noch 300 € Verdienst bekommt man 67% von 1500 €)
Hat man das Elterngeld gesplittet, und geht im zweiten jahr zusätzlich arbeiten, gibt es KEINE Abzüge mehr! Da die "Verdienestsperre" und die Elterngeldleistung ja eigentlich nur auf EIN Jahr bezieht. Im zweiten jahr kann man also problemlos sein halbes Elterngeld beziehen und zusätzlich arbeiten gehen.
kyoto123 28.07.11, 23:03
Tschuldigung, ich meinte natürlich, dass ich mich nach Ende des Elterngeldbezuges wieder arbeitslos melden muss... Elternzeit kann ich ja eben nicht nehemn #hicks
lycheeice3 02.09.12, 18:09
Also ich werde meine Elterngeld 14 Monate lang bekommen und monatlich einfach die Hälfte zur Seite legen (separates Konto) für das 2. Jahr, so kann ich nämlich im 2.Jahr auch noch auf Basis arbeiten gehen und mein Elterngeld bleibt erhalten, da ich es verwalte. (Wer auch nur geringfügig arbeiten geht, während er Elterngeld bezieht, muss das an das Elterngeld anrechnen.)
Dieses EG ist voller Beschiss für die normale Mittelschicht! Das ist nur für Karriere-Mamis die einen gut-bezahlten Beruf haben und ihr Kind nach einem Jahr in die Kita geben, da sie wieder arbeiten wollen. Die bekommen dann auch 1800 Elterngeld.
Wir (normale Arbeiter )bekommen nur 300 oder bissl mehr , aber nur ein Jahr lang, beim Erziehungsgeld hat man das wenigstens 2 Jahre 300 Euro bekommen.
Ich bin Schichtlerin und habe nix vom meinem Lohn!: bekam mit Zuschlägen 1800 netto monatlich und habe jetzt erfahren, dass all meine hart verdienten Überstunden und Nachtarbeit umsonst war, es wird nur der Grundlohn ohne irgendwelche Zuschläge genommen...
Bin total sauer, dieser Staat verarscht einen von vorn und von hinten! #aerger werde mir gut überlegen, nochmal ein Kind zu bekommen! #schrei
moncherichen 19.09.12, 19:30
oh man. steigt da noch einer durch? ich werd wohl mal wirklich lieber nen Termin bei profamilia machen damit die mich beraten. ich habe von solchen sachen null ahnung...#zitter
kleinemausi1986 18.01.16, 05:44
Zitat von lycheeice3:Also ich werde meine Elterngeld 14 Monate lang bekommen und monatlich einfach die Hälfte zur Seite legen (separates Konto) für das 2. Jahr, so kann ich nämlich im 2.Jahr auch noch auf Basis arbeiten gehen und mein Elterngeld bleibt erhalten, da ich es verwalte. (Wer auch nur geringfügig arbeiten geht, während er Elterngeld bezieht, muss das an das Elterngeld anrechnen.)
Dieses EG ist voller Beschiss für die normale Mittelschicht! Das ist nur für Karriere-Mamis die einen gut-bezahlten Beruf haben und ihr Kind nach einem Jahr in die Kita geben, da sie wieder arbeiten wollen. Die bekommen dann auch 1800 Elterngeld.
Wir (normale Arbeiter )bekommen nur 300 oder bissl mehr , aber nur ein Jahr lang, beim Erziehungsgeld hat man das wenigstens 2 Jahre 300 Euro bekommen.
Ich bin Schichtlerin und habe nix vom meinem Lohn!: bekam mit Zuschlägen 1800 netto monatlich und habe jetzt erfahren, dass all meine hart verdienten Überstunden und Nachtarbeit umsonst war, es wird nur der Grundlohn ohne irgendwelche Zuschläge genommen...
Bin total sauer, dieser Staat verarscht einen von vorn und von hinten! #aerger werde mir gut überlegen, nochmal ein Kind zu bekommen! #schrei


Ja genau die Einstellungen habe ich auch dazu.. Mein Mann möchte auch ez nehmen und diese 2 Monate elterngeld beziehen. . Da er Berufsfeuerwehrmann ist, machen schichten, Feiertage und Nachtschicht halt viel vom gehalt aus.. und es werden alle steuerfreien Leistungen nicht berechnet. . Übel
thalsch 18.01.16, 12:57
Zitat von kleinemausi1986:Zitat von lycheeice3:Also ich werde meine Elterngeld 14 Monate lang bekommen und monatlich einfach die Hälfte zur Seite legen (separates Konto) für das 2. Jahr, so kann ich nämlich im 2.Jahr auch noch auf Basis arbeiten gehen und mein Elterngeld bleibt erhalten, da ich es verwalte. (Wer auch nur geringfügig arbeiten geht, während er Elterngeld bezieht, muss das an das Elterngeld anrechnen.)
Dieses EG ist voller Beschiss für die normale Mittelschicht! Das ist nur für Karriere-Mamis die einen gut-bezahlten Beruf haben und ihr Kind nach einem Jahr in die Kita geben, da sie wieder arbeiten wollen. Die bekommen dann auch 1800 Elterngeld.
Wir (normale Arbeiter )bekommen nur 300 oder bissl mehr , aber nur ein Jahr lang, beim Erziehungsgeld hat man das wenigstens 2 Jahre 300 Euro bekommen.
Ich bin Schichtlerin und habe nix vom meinem Lohn!: bekam mit Zuschlägen 1800 netto monatlich und habe jetzt erfahren, dass all meine hart verdienten Überstunden und Nachtarbeit umsonst war, es wird nur der Grundlohn ohne irgendwelche Zuschläge genommen...
Bin total sauer, dieser Staat verarscht einen von vorn und von hinten! #aerger werde mir gut überlegen, nochmal ein Kind zu bekommen! #schrei


Ja genau die Einstellungen habe ich auch dazu.. Mein Mann möchte auch ez nehmen und diese 2 Monate elterngeld beziehen. . Da er Berufsfeuerwehrmann ist, machen schichten, Feiertage und Nachtschicht halt viel vom gehalt aus.. und es werden alle steuerfreien Leistungen nicht berechnet. . Übel

Die werden eben nicht berechnet, weil sie steuerfrei sind. Das EG zahlt sich ja im Endeffekt aus Steuern, warum also was bezahlen auf das nie Steuern bezahlt wurde.
Andersrum würde es bedeuten ihr müsst eben auf alle Zuschläge Steuern bezahlen, aber was dann am Ende übrig bleibt wollt ihr nicht wissen. Mein Vater hat es zum Spaß mal ausgerechnet, er arbeitet auch im Schichtdienst. War nicht lustig.
Und das EG hilft vielen Eltern: Du bekommst ja trotzdem mehr im Normalfall als 300 € wenn du Vollzeit gearbeitet hast . ( Ein paar Niedriglohnjobs mal ausgenommen)
Ich hab netto deutlich weniger als 1800€ im Monat, bekomme aber trotzdem fast 1000€ im Monat an EG.
Mit dem alten Erziehungsgeld hätte ich viel weniger gehabt. Und wir sind ganz klassisch Mittelschicht. Nix Karrieremutti oder so.

Seid einfach froh dass es überhaupt was gibt. Fragt mal die Frauen in der Schweiz oder anderen europäischen Ländern, die würden das EG sofort nehmen und die Möglichkeit der Elternzeit.
Und ich finde es etwas seltsam, seine Entscheidung ob man ein zweites Kind will davon abhängig zu machen, ob man Überstunden und steuerfreie Bezüge vom Staat bezahlt bekommt.