nach 2 impfungen den titer bestimmen lassen?

hallo alle zusammen.

vielleicht kennt sich jemand aus. wenn man z. b. nach zwei 6-fach-impfungen den titer bestimmen lässt und genug antikörper da sind, kann man sich doch die dritte impfe sparen, oder??

danke für antworten.
lg, balie

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Wenn man den Titer bestimmen lässt kann man sich die Impfung im Grunde sparen, aber nur, wenn der Titer höher als normal ist, lassen sich die Ärzte drauf ein und selbst dann nicht unbedingt.
Warum willst Du denn auf die letzte Impfung verzichten? Bei der Titer - Bestimmung gibt es ja leider auch nen Stich...nur die Impfnebenwirkungen hat man nicht.

Gruß,
simerella.

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ja, den pieks hat er so oder so. ich frage nur, weil das meine hebamme heute meinte. fand das im grunde keine schlechte idee...

lg

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Hallo,

damit beschäfftige ich mich auch gerade (MMR Impfung)

Ich werde beim nächsten Termin mit unserem KiA reden das wir erstmal den Titer bestimmen lassen und wenn der hoch genug ist kann ich der Kleinen nämlich die weitere Impfung ersparen.

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Hallo balie,

da hast Du eine sehr verantwortungsbesusste Hebamme! Leider übernehmen die Krankenkassen nicht die Kosten der Titerbestimmung und diese betragen pro Erreger so um die 30 Euro (kommt natürlich auf das Labor an und ob der Kinderarzt die Blutentnahme zusätzlich berechnet etc.!). Das ist auch der Grund, warum die wenigsten Eltern sich das leisten können und ihre Kinder lieber nach einem 0815-Stiko-Impfplan impfen lassen, ohne zu wissen, ob die Zwerge überhaupt jemals eine Immunität entwickeln! Ich finde es persönlich schon bedenklich, dass die Eltern nach einer Grundimmunisierung davon ausgehen, ihre Kinder wären geschützt, obwohl die geschätzte Versagerquote immerhin bis zu 5% beträgt und niemand äußert den Bedarf an Überprüfung! Jeder Mensch ist ein Individuum und reagiert auch dementsprechend auf Impfungen! Wenn ihr es Euch leisten könnt, würde ich auf jedenfall vorher bestimmen lassen!

LG

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Hallo,

natürlich impfen die Ärzte heute lieber, aber ich sage dir mal, wie es mir gegangen ist: Ich hatte den Keuchhusten als einzige Kikrankheit nicht, lt. Aussage meiner Mutter. Nun hatte ich vor ca. 5 Jahren einen ca. 10 Wochen anhaltenden Husten, lt. meiner Ärztin war es eine verschleppte Bronchitis und ich wurde auch darauf behandelt.
Nun bin ich vor 2 Jahren Oma geworden und da Keuchhusten lt. Medien auch häufig bei Erwachsenen vorkommt, wollte ich auf der sicheren Seite sein und ging vor kurzem zur Hausärztin, um meinen Titer bestimmen zu lassen (ich hatte da schon eine Vermutung, bezüglich meines langanhaltenden Hustens zuvor). Meine Ärztin schlug vor, mich dagegen impfen zu lassen #klatsch aber warum sich eine Impfung antun, wenn man sie nicht braucht? Nun ja, das Ergebnis war, dass ich genügend Antikörper gegen Keuchhusten habe und meine damalige Bronchitis ein Keuchhusten war! Mir ist allerdings unerklärlich, warum ich damals nicht selbst auf die Idee kam, dass es Keuchhusten sein könnte, denn das Krankheitsbild war schon sehr eindeutig!
Das Bestimmen des Titers kostete mich 20,40 Euro, was mich schon verwundert, denn sonstige Bluttests sind viel preiswerter, aber vielleiht ist hier jemand, der bestätigen kann, dass solche Antikörpertests sehr aufwändig sind? Ansonsten würde ich vermuten, dass diese Tests bewusst so teuer sind, damit sich die Leute impfen lassen und auf eine Titerbestimmung verzichten,

LG Pechawa

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Hallo Pechawa,

Du bist ein Beispiel dafür, wie verantwortungslos ÄrzteInnen teilweise mit dem Impfen umgehen! Viele Menschen, die in Deiner Situation gewesen wären, hätten garnicht an Keuchhusten gedacht und sich einfach impfen lassen! Ich denke, dass die Ärzte eine Titerbestimmung als IGel-Leistung abrechnen und dadurch selbst auch noch was verdienen! Wenn man sich direkt an ein Zentrallabor wendet, wird es wohl billiger! Allerdings wäre es ja schlimm, wenn jeder vor einer Impfung eine Titerbestimmung durchführen lassen würde, dann käme ja die tatsächliche Zahl der Impfversager ans Licht....!

LG

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Eben!

LG