Montessori Schule ohne Kindergarten zuvor - Erfahrungen?

Hallo Zusammen,
unser Sohn ist 3,5 Jahre und wir sind sehr zufrieden (und er offenbar auch) mit seinem öffentlichen Kindergarten bei uns ums Eck.
Jetzt haben wir eine Montessori bei uns gefunden (dennoch 20 min mit dem Auto), von der wir begeistert sind und die auch eine Platz für ihn hätten.
Nun zu meiner Frage bzw. Verunsicherung: die Leiterin hat uns sehr nahe gelegt auch schon vor Schulbeginn in deren Kinderhaus zu wechseln. Weil es Kinder, die zuvor nicht mit Montessori Kontakt hatten es schwerer hätten. Hat hier jemand genau dazu Erfahrung?

Möchte es ihm nicht schwer machen, aber will auch nicht wechseln wenn notwendig.

Danke euch!
Liebe Grüße

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Bei uns ist es so, dass wenn das Kind vorher nicht in den dortigen Kindergarten ging, ein Schulplatz in weite Ferne rückt.
Da erstmal alle Kinder des Montessori Kindergartens dort ihren Schulplatz bekommen.

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Hallo,
für das Kind ist ein Wechsel von einer staatlichen Einrichtung zu Montessori ziemlich problemlos möglich. Schwierig wird es andersrum. Das Kind lernt in der Montessori ein ganz anderes Arbeiten, als in der staatlichen Schule. Die Entscheidung Montessori sollte also für die gesamte Schullaufbahn fallen, sofern das Kind nun nicht gerade mit der Art des Lernens nicht klarkommt.

Auf den zweiten Punkt wurde hier bereits hingewiesen: Ein Kind, welches schon das Kinderhaus besucht, hat einen Anspruch auf den Platz in der 1. Klasse…und es gibt ziemlich viele Bewerber, die versuchen ihre Kinder ab der Grundschule hier unterzubringen. Das Gleiche nochmal ab Klasse 5 und ab Klasse 11.

In meinen Augen ist ein frühzeitiger Wechsel aus Sicht des Kindes nicht notwendig. Das schaffen die Kinder problemlos. Darauf ist die Schule vorbereitet, diese Kinder aufzufangen und mit dem System vertraut zu machen. Der Tipp der Leitung kann trotzdem Gold wert sein, denn sie weiß, wieviel Bewerbungen es gibt.

Meine Kinder besuchen jetzt die Klassen 10 und 11 eines Montessori-Campus (Kinderhaus, Grundschule, Sekundarstufe 1 und 2). Beide haben einen normalen kirchlichen Kindergarten besucht.

Bearbeitet von kati543
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Ich kenne mehrer Kinder die in unserem normalen kiga waren die zur Montessori schule gegangen sind.

Von den 6 Kindern sind ist eine Ende der ersten, einer nach der 2. Und eine nach der 3. Auf die Regelschule gegangen...

Ich kann mir aber vorstellen, dass die monte kiga kinder als erstes due schulplätze bekommen und dann erst due von außerhalb.

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Wenn du den Montessori-kiga besuchst, dann hat dein Kind wahrscheinlich bessere Chancen für die die anschließende Grundschule und ihr habt die Möglichkeit einbisschen das Konzept vor ab zu testen.
Ansonsten kann ich sagen, dass jede Schule ein pädagogisches Konzept und dieses aber kein Hexenwerk ist, dh. ein Wechsel von einem System in ein anderes schafft jedes Kind ohne Probleme… auch zu jeder Zeit. Es gibt Kinder die rauchen mehr Führung und Struktur und blühen in einer Regelschule auf, bei anderen genau umgekehrt … die können sich in einer Montessori oä. viel besser entfalten.

Zu deinem Problem: wenn dein Kind sich gerade wohl fühlt, würde ich es wahrscheinlich nicht herausreißen außer ihr habt dann gar keine Chance auf den Platz in der Grundschule und ihr steht jetzt schon zu 100 Prozent hinter der Entscheidung.

Es sind ja eigentlich noch 2 Jahre bis dahin …

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Danke! 🙏
Da er ein Sommerkind ist geht es sogar erst um September 2026 wahrscheinlich.
Ein paar wenige Plätze sind noch frei „von außen“…die argumentiere es eher mit dem „es ist besser für ihn“. Aber denke sie wollen natürlich lieber gerne Kinder aus dem eigenen Kinderhaus- da wissen sie was auf sie zukommt und natürlich wollen sie es auch verkaufen. Aber frage mich eben ob er es unter allen anderen dann weniger angenehm hat am Anfang 😌

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Ich komme mal von einer ganz anderen Seite. Aus meiner Sicht sollte die Schulform immer zum Kind passen, egal ab Grund- oder weiterführende Schule.

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Ja total guter Punkt. Und bei der Schule denke ich aus heutiger Sicht dass es sehr gut passt im Vergleich zu einer Regelschule. Aber vor allem beim Kindergarten mach ich mir ein wenig Sorgen ob es für ihn „genug“ ist..:wenig frei spielen, weniger Spielsachen, weniger Garten, mehr Fokus auf „Arbeiten“ und er ist doch ein Wildfang

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Hallo,

unsere Kinder haben einen kommunalen Kindergarten besucht mit recht konventionellem Konzept. Und dann eine Montessori-Grundschule, was problemlos funktioniert hat.

Inzwischen sind sie alle längst in der weiterführenden Schule (kein Montessori-Konzept).

Ich würde auf keinen Fall ohne Grund einen Kindergarten-Wechsel vornehmen. Vor allem, wenn Euer Sohn sich im Kindergarten "um die Ecke" wohlfühlt und Ihr auch zufrieden seid. Eine neue Eingewöhnung ist oft schwierig und ein Fahrweg von 20 Minuten auch alles andere als erstrebenswert.

Allein die Aussage der Leiterin finde ich schon fragwürdig, weil sie einfach nicht zutreffend ist. Warum muss sie auf diese Weise vermeintlich die "Werbetrommel rühren"? Unsere Montessorischule hat so viel Zulauf, da wird über eine Aufnahme nach bestimmten sozialen Kriterien entschieden.

Wenn das Konzept passt, würde ich für meine Kinder übrigens immer eine Schule in Wohnortnähe (so fußläufig wie möglich) bevorzugen. Montessori hat sicherlich Vorteile, ist jedoch längst nicht für jedes Kind geeignet. Falls noch nicht erfolgt, schaut Euch zum Vergleich bei Gelegenheit die Grundschulen in Eurer Nähe an, die in Frage kommen. Für die Entfernung sollte man schon 110% überzeugt sein von der Schule- und man muss mit bedenken, dass der Aufwand für Euren Sohn vergleichsweise hoch ist. Er wäre ja täglich fast eine Stunde unterwegs für den Schulweg.

Unserer Erfahrung nach kann man Montessori gut "machen", aber nicht "um jeden Preis". Hier ist die Schule recht klein und in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, das ist ein großer Vorteil.

Ihr habt ja noch genug Zeit, um zu vergleichen und zu entscheiden.

Viele Grüße!

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Ergänzung:
Vermutlich haben einige der anderen Kinder auch weitere Wege, also sie wohnen eher auseinander. Das macht es durchaus schwieriger, sich nach der Schule noch zu treffen.
Das ist ein Punkt, den ich bei der Wahl von Kindergarten und Schule mit berücksichtigen würde.

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Ich würde euren Sohn in eurem Kindergarten lassen und die Zeit bis zum Schulstart dafür nutzen, Informationen über die verschiedenen Unterrichtsstile der Schulen einzuholen. Und nicht schauen, was IHR toll findet, sondern was zu eurem Sohn am besten passt. Ich persönlich bin so froh, nicht auf einer Montessorischule gewesen zu sein.

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"Ich persönlich bin so froh, nicht auf einer Montessorischule gewesen zu sein."

Die Aussage ist einigermaßen sinnfrei.

Da Du Montessori selbst nicht kennst, hast Du doch keinen Vergleich und kannst das gar nicht beurteilen. Vom "Hörensagen" (weil Jemand wen kennt, der wen kannte, dessen Nachbarin das genau wusste) bin ich auch froh über das Eine oder Andere ;), da ich selbst jedoch keine Ahnung davon habe, halte ich mich mit entsprechenden Bemerkungen dann einfach zurück.

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„Ich persönlich bin so froh, nicht auf einer Montessorischule gewesen zu sein.“

Klar, weil du ja auch so viel Ahnung hast, was das überhaupt bedeutet.
Selbst wenn du durch Nachbarn & Co von Erzählungen mal ein bis zwei Schulen etwas „kennengelernt“ hast, weißt du genau was? Richtig: NICHTS!

Meine Kinder besuchen nun schon soviel Jahre die Montessorischule, ich würde mir aber nie erlauben, eine Aussage über das Kinderhaus zu treffen (welches sich auf dem gleichen Campus befindet). Oh … natürlich war ich schon im Kinderhaus, ich kenne durchaus auch den Garten des Kinderhauses. Ich gehe dort immer vorbei, wenn ich die Kinder abhole von der Schule und sehe die Kleinen spielen. Trotzdem kann ich keine Aussage treffen über tägliche Rituale und den Tagesablauf.

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Hey,
Ich könnte mir vorstellen, dass sie es aus zwei gründen empfohlen hat.
Heranführen an das konzept. Auch im kinderhaus werden bei uns anscheinend schon satzsterne gelegt und die kids können den unterricht besuchen. So lernen sie die strukturen von anfang an.
Punkt zwei ist der soziale aspekt. Wenn dein kind im regelkiga bleibt, und sozial normal ist, wird es vermutlich freunde finden. Und was denkst du was dann der ausschlaggebende punkt für das kind für die schulwahl ist? Der freund, natürlich will man mit seinem buddy zur schule und nicht in die schule, die mama und papa toll finden. Dann startet man direkt schon mit nem riesigen drama und schlechte Gefühlen in die schule. Das wird ne harte nummer für euch werden.
Ps: unsere tochter war im regelkiga und ist jetzt in einer montessorischule. Sie hatte nie wirklich klassische freunde im kiga und von daher ging das einigermaßen.
Viele Grüße 👋

Bearbeitet von schommern