ADHS und Waldorfschule

Hallo Mädels,

auch auf die Gefahr hin dass es die Diskussion hier schon tausendmal gab und ich deshalb gleich gelyncht werde ... #schwitz

Mein Großer hat erwiesenermaßen ADHS und eine Teilhochbegabung in Mathe, dafür aber Probleme in Deutsch und auch mit dem Sozialverhalten. So, nun hat mir unsere Ärztin nahegelegt es zumindest mal mit Medis zu probieren, der Gedanke gefällt mir allerdings gar nicht ... #nanana!

Eher würde ich noch an einen Schulwechsel auf eine Waldorfschule denken, aber es gibt dazu so viele Meinungen ... #bla

Was meint ihr?

Hätte er es auf einer Waldorfschule unter Umständen leichter?

#danke für eure Meinungen!

LG Jenni
mit Jonas (8) & Fabian (1)

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Hallo,

was genau denkst Du ist den auf einer Waldorfschule den leichter für Deinen Sohn ?
Das ist genau so eine Schule wie jede andre auch und kein Aufbewahungsort für auffällige Kinder !

LG

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Nein, ich denke im Gegenteil, er hätte es in einer Waldorfschule sogar schwerer. Das Waldorf-Konzept lebt sehr stark davon, daß ein Kind sich selbst organisieren und disziplinieren kann - sonst kann die Waldorf-Pädagogik nicht wirklich greifen. Übrigens wird in den meisten Waldorfschulen knallharter Frontalunterricht durchgezogen (was die meisten nicht wissen), es gibt keine Schulhefte und Bücher...zumindest in den ersten Jahren nicht. Ich stelle mir vor, daß Dein Sohn da total orientierungslos wäre und glaube auch nicht, daß ihr überhaupt eine Chance auf einen Platz hättet. Aber Du kannst ja mal zu einem Info-Tag in einer Waldorfschule in Eurer Nähe gehen - haben wir damals auch gemacht und das war sehr aufschlussreich! (Haben uns damals dann trotz vieler positiver Aspekte gegen Waldorf entschieden und sind heute froh darum!).

Gruß, babs

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Wie stehst du denn zur Walldorfpädagogik? Was hälst du von den Theorien von Steiner?

lg

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Hallo

meine haben beide bestätigtes ADHS.

Welche Probleme gibt es in der Schule???
Wie fühlt er sich??
Wie selbstständig ist er??

lg

kannst mich gerne anschreiben

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Zu der Schule kann ich dir nichts sagen, aber laß mich kurz zu den Medis was sagen!
Du sagst der Gedanke daran gefällt dir nicht. Wie groß ist denn der Leidensdruck?

Bei Meinem war es so, dass er keine sozialen Kontakte hatte weil kein Kind auf Grund seines Sozialverhaltens mit ihm spielen wollte, dass er in der Schule nicht mitgekommen ist (trotz IQ von 142!), dass bei ihm ALLES nur chaotisch war, angefangen vom Zimmer über die Mappe usw.

Es ist jetzt nicht perfekt mit den Medis, aber wesentlich leichter für ihn. Und das ist das Wichtigste, dass es leichter für das Kind ist damit. Ob die Umwelt mit ihm klar kommt war mir egal, nicht aber dass er mit der Umwelt nicht klar gekommen ist!

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Du hast es echt sehr gut in Worte gefasst.

Dazu möchte ich noch sagen, dass man die Kinder nicht einfach *ruhig* stellt, mit den Medikamenten, sondern dass es einfacher ist, für das Kind, einen Gedanken zu ende zu denken...

VG coffea

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bei unserem Sohn war es genauso! Soziales Abseits wg. seines Verhaltens und keine Konzentration in der Schule und zu Hause auch nicht, seit den Medikamenten kommt er mit sich und seiner Art sowie mit der Konzentration sehr sehr viel besser zurecht und hat schon wieder ein paar freunde gefunden.

Es gibt Tage da klappt es eben nicht er hat auch mal schlechte Tage genau wie wir Erwachsenen auch. Im Großen und Ganzen ist es toll mitzuerleben wie er von der Schule und dem Hort ein pos. Feedback und Lobe bekommt weil er so gut mitmacht und sich wirklich Mühe gibt.

Ich finde man sollte Medikamente nicht zu schnell vorverurteilen, sie können auch helfen.

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Hallo,

oh weia bitte nicht
adhs und waldorf schule passt noch weniger

ein ADHS kind braucht struktur wiederholungen sicherheiten gleicher ablauf

www.adhs-anderswelt.de

infomiere dich lieber genauer über ADHS
der gedanke mein Kind mit medis vollzu stopfen
hat mich auch nicht gerade gefreut und hellaufbegeistert
aber es ist eine medezin die er einfach braucht
wie ein diabetiker sein Insulin
denk mal bitte drüber nach

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Hallo,

Warum Waldorf?
Einfach so oder hast du dich mit dem dahinterstehenden KOnzept und der Steinerschen Philosophie auch wirklich vertraut gemacht?

LG,
delfinchen

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Warum keine Medikamente? Die Ärztin sagt doch: Probieren. Haben sie einen positiven Effekt, helfen sie. Haben sie keinen, setzt man sie wieder ab. Klar, die Medikamente sind keine Bonbons, man sollte sie deshalb nur nach genauer Diagnosestellung und unter ärztlicher Kontrolle in möglichst exakter Dosierung nehmen. Aber sie pauschal ablehnen?

Und ich glaube, dass gerade eine Waldorfschule bei ADHS nicht ideal ist. Ist dort nicht alles auf Selbststeuerung ausgelegt? Gerade das, was ADHS-Kindern so unheimlich schwer fällt?

Ich dachte für ADHS-ler ist gerade eine feste Struktur, regelmäßige Kontrolle und Feedback wichtig.

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#pro#pro#pro

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Ein Kind mit ADS braucht klare Strukturen und Ansagen. Da ist die Waldorf-Schule imho die falsche Einrichtung, auch wenn es per se keine schlechte Schule ist.


Du willst also - obwohl der Hirnstoffwechsel Deines Kindes nicht richtig funktioniert - auf Medikamente verzichten? Soso. Das ist - wenn ein Kind sie wirklich braucht - Körperverletzung.

Gruß

Manavgat

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Hast du schonmal von den Nebenwirkungen solcher Medikamente gehört?

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Jedes Medikament, das wirkt, hat auch Nebenwirkungen. Die können mal mehr und mal weniger ausgeprägt auftreten.

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