• Hier kommen die Tipps von Profimüttern

 

1. Es geht so schnell vorbei Ein Augenzwinkern und sie sind groß. Nun ja, nicht ganz, aber wenn sie groß sind kommt es einem fast so vor. Es geht so schnell, plötzlich sind sie in der Schule, werden immer selbständiger und sind irgendwann sogar über alle Berge. Jetzt kommen solche Gedanken wie: Hätte ich das Kuscheln, die Ausflüge, die Diskussionen, das Ständig-Gebraucht-Werden, hätte ich einfach diese ganze Kinderzeit doch mehr genossen. Und hätte ich doch häufiger Wichtiges (entspannte gemeinsame Zeit) von Unwichtigem (aufgeräumte Kinderzimmer) unterschieden.
2. Nein, es geht nie ganz vorbei Ein Paradox, ja: Es geht so schnell vorbei. Aber manches geht auch nie vorbei. Wir bleiben immer Mütter und Väter. Der Kummer unserer Kinder geht uns weiterhin noch näher als der eigene. Und wenn das (erwachsene) Kind ruft, dann lassen wir alles liegen und stehen und sind zur Stelle. Und das ist auch gut so!
3. Es ist alles nur eine Phase Im Babyalter kommt man kaum nach, so schnell wechseln die Entwicklungsphasen. Kaum hat man sich an das Krabbelkind mit seinen neuen Möglichkeiten gewöhnt, ist schon der nächste Meilenstein in Sicht und verwandelt das Kind von Neuem. Und auch mit größeren Kindern zeigt sich: Unser Kind ist längst nicht „fertig". Festlegungen („mein Kind ist ängstlich, faul, unsportlich, immer ein Sonnenschein, beliebt oder unbeliebt" usw.) kommen jederzeit zu früh und wirken weniger günstig auf dein Kind, als Offenheit und das Bewusstsein all der künftigen Möglichkeiten, die in ihm stecken.
4. Das coolste Kind wird nicht unbedingt der glücklichste Erwachsene Eltern ängstlicher, schüchterner, einsamer Kinder dürfen ruhig aufatmen. Die als Kleinkind, Kindergartenkind, Schulkind eher als uncool geltenden Kinder – also Kinder mit allen möglichen Schwierigkeiten - müssen nicht für alle Zeit auf der Schattenseite des Lebens stehen. Kinder machen so viele Verwandlungen durch. Wenn wir Eltern an sie glauben und sie darin unterstützen, ihren ganz eigenen Weg zu finden, werden wir irgendwann staunen, wie wunderbar sich unser vermeintliches Problemkind entfaltet hat. Und wie es vielleicht plötzlich noch schöner erblüht und noch heller strahlt, als so manches früher beneidete Kind.
5. Gute Atmosphäre zählt mehr als Perfektion Gemeinsam lachen, viel miteinander reden, sich zuhören, zusammen spielen, schöne Erlebnisse teilen, einander liebevoll beistehen bei Problemen, abends auf dem Sofa kuscheln - was wirklich zählt, ist einfach eine gute, möglichst entspannte Familienatmosphäre. Viel weniger wichtig sind dagegen Dinge wie eine saubere Küche, gewaschene und gebürstete Kinderhaare oder das fünfte verlorene Paar Handschuhe. Wenn unsere Kinder erst groß sind, merken wir, wie unbedeutend vieles war, dem wir den Familienfrieden und die gute Atmosphäre leichtfertig geopfert haben.
6. Schulerfolg ist nicht das Wichtigste Spätestens in der Schulzeit kreisen viele Familien nur noch um Hausaufgaben, Noten, und die ständige Frage: Ist mein Kind ein guter Schüler? Und ja, gute Noten haben etwas Beruhigendes. Aber sie sind kein Garant für ein glückliches Leben oder den Erfolg im Beruf. Also besser die Kirche im Dorf lassen und behutsam hinschauen, wofür sich dein Kind (auch jenseits der Schule) interessieren und begeistern kann. Und es bei diesen Interessen unterstützen. Später zeigt sich oft, dass der Schulstoff schnell vergessen ist. Was aber spielerisch und voller Freude - zum Beispiel in einem Sport-Team oder im Chor - erlebt wurde, bleibt ein Schatz fürs Leben.

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