Die Tipps der Urbia-User

Das hilft unserem Kind beim Einschlafen

Stillen, Kuscheln, Windel wechseln oder Tragen im Fliegergriff: Die Klassiker wirken oft Wunder, wenn Babys nicht in den Schlaf finden. Doch was, wenn all das nicht hilft? Dann greifen Eltern zu oft ungewöhnlichen Beruhigungsmethoden – nächtliche Touren im Auto etwa oder Apps mit Fön-Geräuschen. Wir haben unsere User nach ihren besten Einschlaftricks gefragt.

Autor: Birk Grüling

Christian schrieb uns bei Facebook: "Meine Frau fuhr fünf Wochen lang jede Nacht mit dem Auto um den Block. Zwischendrin kam sie immer wieder nach Hause – zum Füttern, Windeln wechseln, Kaffee trinken. Oft ging das bis drei Uhr morgens. Zum Glück schlief unser Kind bald von Abends um 8 Uhr bis zum frühen Morgen, ganz ohne Autofahrt."

Diana und ihr Mann sparten sich den Sprit mit einem genialen Trick. Sie legten ihr Kind in die Babyschale, dunkelten den Raum ab und schalteten im Nachbarraum leise Motorsport-Sendungen an. Einen Monat lang hat dieser Trick ihrem Babybeim Einschlafen geholfen.

Von einer ebenfalls bequemeren Alternative zum Autofahren berichtet Caro. Sie legte ihre Tochter in den MaxiCosi und stellte die Waschmaschine an. Das Geruckel und das Geräusch halfen sehr gut beim Einschlafen.

Das Kind von Jacqueline brauchte anfangs eher frische Luft zum Schlafen. "Mein Mann und ich waren jeden Abend spazieren. Das haben wir drei Monate gemacht", schreibt sie uns auf Facebook.

Gleich mehrere Eltern empfahlen uns die App "BabySleep". Die App liefert eintönige Tieffrequenztöne, die Kindern beim Einschlafen helfen sollen. Besonders beliebt bei unseren Usern sind der Fön und der Staubsauger. Die App bietet aber auch Waschmaschinen-, Dusch- und Ventilator-Geräusche. Mutter Julia schrieb dazu: "Mit dem Staubsauger schlief unser Zwerg schnell ein. Singen, Schuckeln oder Tragen waren nicht annähernd so erfolgreich."

Jasmin hatte am Anfang gute Erfahrungen mit der beruhigenden Wirkung von Föngeräuschen gemacht. Ein Jahr später hat sich der Geschmack des Sohnes deutlich geändert: Heute schläft er am besten auf Mamas Arm ein, wenn im Hintergrund "Sunrise Avenue" läuft und sie sanft hin und her tanzt.

Bei einige Lesern halfen auch klassiche Haushaltsgeräte: Sylvia schob den Kinderwagen in Hörweite der Dunstabzugshaube auf und ab. Bei Svenja lief die Spülmaschine vorzugsweise am Abend. Auch Staubsaugen empfahlen einige Mütter. Ein positiver Nebeneffekt: Die Wohnung wird auch gleich sauber.

Bei Nadines Kind brauchte es keine App. Ihr Sohn schlief am Anfang am besten ein, wenn man ihm im Bett liegend den "Popo geschuckelt" hat. Inzwischen schwört die Mama auf feste Abendrituale: Schlafanzug an, Kuscheln, Geschichte vorlesen, ein Gute-Nacht-Kuss und die Spieluhr an. "Zu 90% schläft unser Zwerg innerhalb von zehn Minuten ein – ohne großes Theater", schreibt sie auf Facebook.

Gleich mehrere Eltern schwärmen von ihren Erfahrungen mit Federwiegen von Herstellern wie Swing2Sleep. Kalliopi schreibt auf Facebook: "Anfangs wollten wir die Wiege nicht. Dann haben wir sie zwei Monate gemietet und wollten sie danach nicht mehr hergeben."

Die Tochter von Mimi mochte es vor allem ruhig. Mimi gab ihr die Flasche im Dunkeln, sang dabei leise Schlaflieder und legte sie dann ins Bettchen. Noch kurz eine Hand auf den Bauch und schon war sie eingeschlafen. Außerdem hatte sie immer ein Shirt von Mama oder Papa im Bettchen. Schaukeln oder Wiegen machte die Tochter dagegen unruhig.

Ebenfalls hoch im Kurs stehen bei unseren Usern die Kuscheltiere von myHummy. Das Plüschtier spielt Babys "Weißes Rauschen" vor. Das Geräusch soll sie an die Töne aus dem Mutterleib erinnern und eine beruhigende Wirkung haben. Auch den Herzschlag kann das Plüschtier nachahmen. Nicole schreibt sogar von einer Wunderwaffe. "Unseren Kleinen hilft es sehr und ohne den Hummy geht es gar nicht".

Die Kuscheldecke half bei Mutter Kerstin. Ihr jüngster Sohn konnte lange nur einschlafen, wenn er in seine Kuscheldecke gewickelt wurde und Mama mit ihm auf dem Schaukelstuhl saß. Das ändert sich erst, als er zusammen mit seiner zwei Jahre älteren Schwester ein Zimmer bezog. Seither schläft er fast immer durch.

Auch bei dem Sohn von Lucia half vor allem Nähe. "Von Geburt an ist er wunderbar eingeschlafen, wenn neben ihm einer von uns geschlafen hat. Sämtliche Varianten, ihn auf andere Weise ins Bett zu bringen, waren da bei weitem nicht so erfolgreich, schreibt sie auf Facebook.

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