Baby

Kleine Scheibenputzer

Ein Bahnfahrt, die ist lustig – jedenfalls so lange bis Babys Zunge in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit blitzschnell an der Fensterscheibe andockt und hingebungsvoll die Scheibe putzt. Na suuuuper! Jetzt bitte noch mal kräftig in die schmierige Haltestange beißen!

Wickelraum-Trauma

Jeder kennt sie: Wickelräume des Grauens! Eng, müffelnd, vom Typ „Bloß nichts berühren"! Und davor: Eltern mit panischem Blick. Schnell den nächsten Wickelraum suchen? Windeldrama riskieren? Oder rein in diese traurig dekorierte Sanitärkatastrophe und hoffen, dass der Windeleimer erst explodiert, wenn man wieder draußen ist?

Runterfallen, aufheben, abwägen

Huch, runtergefallen. Kreisch! Klar, im eigenen Wohnzimmer gilt bei Apfelstück und Co vielleicht die Drei-Sekunden-Regel. Im Bus oder im Hundehäufchenpark sieht das schon anders aus. Die entscheidende Frage: Womit kommst du jetzt eher klar? Mit einem Schreikrampf, weil der Apfelschnitz in den Müll wandert oder dem Gedanken an Hundehaufen und Straßenschmodder am Obst.

Ich muss mal! Jetzt!

Wir sagen nur Zugtoiletten! Bahnhofstoiletten! Und die Königin des Reisehorrors: (kostenlose) Raststättentoiletten. Der Standardablauf: Sein Kind in einer der horrorfilmwürdigen Kabinen möglichst ohne Haut-Schüssel-Kontakt über dem Klo balancieren, danach mit einem Fuß die mit was auch immer beschmierte Edelstahltür aufstemmen und schnell, schnell raus. Schreien, wenn das Kind auf dem Weg nach draußen etwas anfasst.

Oh, oh, orale Phase

Eine wundervolle Phase, in der es für dich viel Neues (im Mund deines Kindes) zu entdecken gibt. Das läuft dann etwa so ab: „WAS hast du da im Mund? Zeig! Zeig! Oh mein Gott, das ist doch nicht etwa ... ? Raus, Mund auf, oh mein Gott." Fundstücke aus öffentlichen Verkehrsmitteln oder vom Spielplatz wie zum Beispiel benutze Pflaster sind besonders beliebt.

Kuschelkeime

In Wartezimmern, kinderfreundlichen Restaurants, manchmal auch in kleinen Geschäften sitzt er in der Spielecke, dieses Relikt aus vergangenen Zeiten: Bobo der freundliche Keimschleuderbär. Eigenes, mitgebrachtes Spielzeug ist schlagartig uninteressant, denn mit dem magischen Muff aus Sabberflecken und Schmuseeinheiten der letzten 20 Jahre zieht er kleine Kinder in seinen Bann. Lauft!

Forscherdrang

Oh wie schön, wenn die Kleinen anfangen, ihre Umgebung zu erkunden. Und wie unbedarft, interessiert und wunderbar neugierig sie sind. Eine hübsche Muschel am Strand, das kleine Gänseblümchen, ein einfacher Stein: „Mama, guuuuck mal, was ich für dich hab." Herzerfrischend! Blöd nur, dass die tote Maus am Wegesrand mindestens genauso interessant ist: „Mama, guuuuck mal, was ich für dich hab."
 

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