Kaiserschnitt schonender fürs Kind ?

Hallo,

meine Tochter ist in der 39. SSW kurz nach der Geburt verstorben (spontan entbunden).

Da man nie eine Ursache gefunden hat, tendieren die Ärzte nun bei mir (22. SSW) dieses mal einen Kaiserschnitt zu machen, weil es wohl schonender für das Kind ist. Aber die Ärzte lassen mir natürlich die Wahl, wie ich mich entscheiden soll.

Ich habe nun jetzt aber auch schon oft gelesen, dass gerade eine normale Geburt gut für das Kind sein soll wegen Atmung etc.

Ist es tatsächlich so, dass Kinder mit einem Kaiserschnitt öfters Startschwierigkeiten haben?

Ich weiß einfach nicht, wie ich mich entscheiden soll/was ich für richtig halten soll?!?

Hallo, lady bird.
jeder Leser Ihrer Frage kann nachvollziehen, dass Sie sich unsicher sind, wie Sie sich verhalten sollen.
Aus dem, was Sie schreiben ist nicht ersichtlich, warum ein Kaiserschnitt das von Ihnen beschriebenes Ereignis verhindern sollte.

Sie haben aber Recht, wenn Sie schreiben, dass Kaiserschnitt-Kinder häufiger Anpassungsschwierigkeiten haben; so haben diese Kinder häufiger Atemstörungen, neigen häufiger zu Allergien und Asthma. Diese Erscheinungen sind nicht lebensbedrohlich, zeigen aber doch, dass man sich schon überlegen sollte, ob man sein Kind diesen Risiken aussetzen möchte.
Als Ursachen für diese Anpassungsstörungen wird vermutet, dass der starke Druck, den die Geburtswege auf das Baby ausüben, das Fruchtwasser aus den Atemwegen presst und
es durch den Geburtstress zu einer stärkeren Adrenalinausschüttung kommt, die das Kind darauf vorbereitet selbständig zu atmen (Adrenalin ist das Stresshormon).

Ein primärer, geplanter Kaiserschnitt ist m.E. nicht gerechtfertigt.
Ihnen alles Gute.

Fruchtwasser in den Lungen? Das hieße jedes Baby hatte eine Fruchtwasseraspiration?

Nur in stressbedingten Fällen atmet das Baby Fruchtwasser ein und ist eine Komplikation. Soviel ich weiß, kann das Hormon Katecholamin was in höherer Dosis bei vaginalen Entbindungen entsteht die Lunge des Säuglings leichter von Lungenflüssigkeit befreien.

Mehrere Untersuchungen zeigen aber dass ab der 39+0 SSW die Risiken für Anpassungsprobleme bei geplanten Kaiserschnittkindern nicht signifikant höher sind als bei spontan geborenen Kindern.

Die Sterblichkeit ist rein statistisch bei geplanten KS vor allem ab 39+0 SSW geringer als bei spontan Geburten. Jedoch ist das allgemeine Risiko sowieso sehr klein, aber als Betroffene tröstet das sicherlich nicht.

Unter einer spontan Geburt ist durch die Wehen ein geringer bis mäßiger Sauerstoffmangel nicht auszuschließen. Das kann so bei einem gepl. KS nicht passieren und erklärt somit wohl auch die statistischen Ergebnisse, dass es weniger Todesfälle unter Säuglingen vor, während und nach der Geburt bei gesunden Schwangerschaften gibt.

Ich bin keine Fachfrau, sehe aber allein schon in der Psyche eine medizinische Indikation für einen geplanten KS. Jedenfalls kann ich es laut meines Wissensstandes aus wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigen, dass ein gepl. KS ab 39+0 die sicherste und auch somit schonenste Entbindungsart fürs Kind ist.

"Fruchtwasser in den Lungen? Das hieße jedes Baby hatte eine Fruchtwasseraspiration?
Nur in stressbedingten Fällen atmet das Baby Fruchtwasser ein und ist eine Komplikation."

-> "2. Schwangerschaftsdrittel - Entwicklung des Fetus: Auch die Lungen entwickeln sich weiter - der Fetus „atmet" das Fruchtwasser ein und aus."
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_2-schwangerschaftsdrittel-entwicklung-des-fetus_164.html

-> "Die Transiente Tachypnoe des Neugeborenen wird im Volksmund auch als „Fruchtwasseraspiration“ oder einfach als „feuchte Lunge“ bezeichnet. Die Ursache dieser Erkrankung liegt im Unvermögen der Lunge, die Lungenflüssigkeit, mit der die Lunge vor der Geburt gefüllt ist, so rasch zu resorbieren, dass nach der Geburt eine problemlose Atmung möglich ist."
https://www.meduniwien.ac.at/kinderklinik/eltern-patientinnen/erkrankungen/atemnotsyndrom-von-frueh-und-neugeborenen/

Hallo , also das Kinder die per Kaiserschnitt geholt wurden Probleme haben sollten mit Allergie oder sonnst was haben ich noch ie gehört meine Tochter musste leider geholt werden aber sie ist Kern gesund hat keine Problem mit der Atmung oder sonnst was sie ist nun über 2 und fitt wie ein turnschuh . Ich denke mir mal darüber sollte man sich nicht so viel Gedanken machen das macht einem nur Angst und unsicher . Das du natürlich Angst hast kann ich auch verstehen deine Vorgeschichte ist nicht schön aber man sollte sich auch nicht so viel Gedanken machen dann kann man ja die Schwangerschaft gar nicht mehr genießen. LG und alles gut :-)

Auch das Allergien/Asthma Argument klingt völlig an den Haaren herbeigezogen.
Ein Kind entwickelt sich 40Wochen im Mutterleid da ist es völlig absurd zu glauben es entwickelt sich binnen Sekunden noch eine Allergie gegen Xy ausschlaggebend davon welchen Ausgang das Kind nun genommen hat.
Zumal da nicht ansatzweise ein Vergleich möglich ist ob das Kind die Allergie auch hätte wenns durch die Scheide kam oder durch die Bauchdecke. Man kann ein Kind ja schlecht wieder reinschieben und zur anderen Seite wieder raus und testen ob die Synthomatik so verschwindet

Hallo,

Meine Tochter würde in der 37. SSW geplant per Kaiserschnitt geholt, da sie mit dem Po schon monatelang nach unten lang und sich nicht mehr gedreht hat.

Ich wollte das so nicht, "normale Geburt" wäre mit noch mehr Risiko verbunden gewesen, erstes Kind, enges Becken, etc.

Sie war komplett verkeilt in meinem Bauch, wurde mir nach der OP gesagt.

Von daher alles richtig so.

Sie wurde kurz beatmet, wirklich nur ein paar Minuten nach der Geburt und sie ist ein kerngesundes Kind ganz ohne Defizite, sportlich etc..

Mittlerweile fast 8

Lg

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