KS wg Größe

Guten Morgen,

unser Krümel wurde während der gesamten Schwangerschaft von verschiedenen Ärzten als "groß" eingeschätzt. Es besteht keine Diabetes. Das ist meine erste Schwangerschaft. Ich bin 1,63m, mein Mann 1,90m. Ich bin heute bei 37+1 und war gestern zum geburtsvorbereitenden Gespräch im Krankenhaus.

Die Ärztin hat ein derzeitiges Schätzgewicht von 4.200 gr./54 cm ermittelt. Bei einer Untersuchung vor 10 Tagen bei einem anderen Arzt lag das Schätzgewicht bei 3.600 gr/ KU 34,8.

Die Ärztin wird in 10 Tagen die Größe noch mal kontrollieren. Bis zu einem Gewicht von 4,5 kg könnte ich nach ihrer Aussage eine spontane Entbindung versuchen, aber zum ET ist's ja noch ein bisschen hin und bisher deutet nichts auf eine vorzeitige Geburt hin. Sollte das Gewicht darüber liegen, würde zeitnah ein Kaiserschnitt gemacht.

Ich bin eigentlich sehr auf eine Spontanentbindung eingestellt und die Prognose Kaiserschnitt hat mich doch verunsichert. Ich weiß, dass das Schätzgewicht abweichen kann.

Können Sie die Empfehlung zum Kaiserschnitt bei der zu erwartenden Größe/Gewicht als realistisch einschätzen? Vielen Dank!

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Bei uns lag man 600gr über dem Gewicht...Ich bin eingeleitet worden weil man ihn als "so schwer" geschätzt hat.Anstatt den geschätzten mindestens 4,2kg hatte er 3750gr.Die Einleitung ging schief und ich bekam eine eilige Sectio.
Ich arbeite selbst im KH und vorige Woche wurde ein Kind spontan mit 4,8kg geboren!Das Gewicht des Kindes ist nicht ausschlaggebend für die Geburt :)

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Meine schwiegermutter hatte ein ähnliches "problem", als sie damals mit meinem mann schwanger war. man hat ihn als großes baby eingeschätzt, aber meine schwiegermama wollte es dennoch auf natürlichem wege probieren. leider erfolglos und so kam mein mann mit 4800 gr und einer größe von 58 cm per kaiserschnitt zur welt

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Hallo Du
bin kein Arzt/Experte, aber Deine Geschichte liest sich ähnlich wie meine:
1,57m groß, Mann 1,90.

Die Schätzungen waren alle falsch - und letztendlcih Not-KS wg Geburtsstillstand, Geburtsgewicht 4320 g - aber ich will Dir gar kein Angst machen!!!
Denn ich glaube, man kann das nicht pauschalisieren, es gibt auch Fälle, in denen ein Baby mit 4800 g gut spontan entbunden werden konnte. Man kann das nicht mal von der Größe des Babys abhängig machen...

ÜBrigens war gar nicht das Gewicht das "problem", sondern der KU (38cm).

Ich finde es gut, dass Du zumindest innerlich darauf eingestellt bist, dass es vielleicht ein KS werden könnte - aber ich würde Dir raten, DIch weder von den Schätzungen noch von Empfehlungen allgemeiner Art mit Geburtsgewciht/KS verunsichern zu lassen.

Vielleicht hast Du ja auch eine Geburt vor dem ET und das Baby ist nicht so übergroß. Ich war 11 Tage über dem ET...

Mein Tipp: Hebamme zu Rate holen. Hab ich jetzt für die 2. SS, und sie hat gesagt, man kann eingies beeinflussen mit Größe/Gewicht.

LG

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Hallo Aupair,
das mittels Ultraschall gemessene Gewicht des ungeborenen Kindes ist umso ungenauer, je größer das Kind ist. Das liegt daran, dass die meisten Messungen nur den Kopfdurchmesser und den Brustkorb-Durchmesser berücksichtigen. Wird hingegen der

Kopfumfang und der Brustkorbumfang sowie die Länge des Oberschenkels in die Berechnung einbezogen sind die geschätzten Geburtsgewichte etwas genauer.

Natürlich bedeutet nicht von vornherein, dass Sie als rel. kleine Frau mit einem großen

Mann bei zu erwartenden großem Kind zwingend einen Kaiserschnitt benötigen, da muss

auch die Größe ihres Beckens berücksichtigt werden.

Dennoch sollten Sie sich bei dieser Konstellation auch auf einen Kaiserschnitt einstellen, und nicht enttäuscht sein, wenn Sie die angestrebte Spontangeburt nicht erleben können.
Ein möglicher Geburtstillstand und die Gefahr von Geburtsverletzungen sind bei einem
großen Kind natürlich größer, weshalb Ihnen möglicherweise ein Kaiserschnitt empfohlen wird.
Viel Glück

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Vielen Dank für Ihre/Eure Antworten!

Die Ärzte haben bei den letzten Untersuchungen Maße von Kopf, Bauch und Oberschenkel für die Schätzung berücksichtigt.

Ich werde mich auch noch mal mit meiner Hebamme besprechen und die Untersuchung in der nächsten Woche abwarten.

Nach den Reaktionen und Einschätzungen hier tendiere ich aber inzwischen eher dazu keine Einleitung mit der hohen Wahrscheinlichkeit eines erforderlichen Kaiserschnitts zu versuchen, sondern mich auf die Geburt mittels Kaiserschnitt vorzubereiten und zu freuen. Dann ist die Enttäuschung vielleicht nicht ganz so groß.

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Hallo,

Ein kurzer erfahrungsbericht.

Meine Konstellation war sehr ähnlich. Und nachdem ich mich nochmal eingehend mit meiner hebi besprochen hatte, die mir im übrigen von einer Einleitung abriet, habe ich einen geplanten ks machen lassen. Auch mein Fa hat mir gut zugesprochen und der steht eigentlich garnicht auf ks.

Mein Sohn war letztendlich viel leichter und kleiner als gedacht aber ich habe es nie bereut. Ich hatte eine ganz tolle Geburt und würde mich jederzeit wieder so entscheiden. Auch mein Sohn hat alles gut weggesteckt.

Der ks war nun mal unser weg und ich habe es als tolle Erfahrung erlebt. Klar es ist anders wie eine spontane entbindung aber ich vermisse nichts.

Viel Glück und alles gute

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