Gewichtszunahme Neugeborenes

Hallo,

meine Tochter ist jetzt 19 Tage alt und seit gestern gerade so bei ihrem Geburtsgewicht angekommen.

Das Gewichtsproblem begleitet uns bereits von Anfang an. Leider kam mein Milcheinschuss relativ spät (am 6. Tag), zudem mussten wir wegen meinem SS-Diabetes seit dem 1. Tag zufüttern damit der Blutzucker konstant blieb.

Daher war das stillen an der Brust am Anfang ein kleiner Kampf, erst seit einigen Tagen lässt sich sich problemlos andocken und schläft nicht sofort an der Brust ein.

Trotz vielen stillen müssen wir jedesmal 80ml zufüttern um sie satt zu bekommen und das sie an Gewicht zulegt.

Wie kann ich meine Milchproduktion anregen? Ich trinke fleißig Vitamalz, nehme Bockshornkapseln und lege sie regelmäßig an. Eine elektrische Milchpumpe habe ich inzwischen auch bekommen, aber die stresst mich total und seit 2 Tagen kommen auch nur ein paar Tropfen auf der Brust (pumpe nach dem stillen).

Die Windeln sind schön nass, Stuhlgang haben wir auch 1x täglich. Wobei meine Hebamme am liebsten jede Windel richtig 'voll' hätte.

Langsam ist es leider echt frustrierend und ich habe das Gefühl im Teufelskreis zu sein mit dem ganzen zufüttern. Habe Angst unbewusst abzustillen.

Vielen Dank,
traeumchen

Wenn du wirklich vollstillen willst, würde ich das Zufüttern weglassen. Das mag bedeuten, dass die ersten Tage mehr oder weniger Dauerstillen angesagt ist, aber nur so steigerst du die Milchmenge. Auch pumpen würde ich weglassen, zumal es dich zusätzlich stresst. Mach es dir mit deinem Baby gemütlich und lege sie an, wann immer gewünscht.
Einmal täglich Stuhlgang ist ausreichend. Meiner hat immer alle 5 Tage in die Windel gemacht, v.a. in Wachstumsphasen.

Nimm Stress und Druck raus!

Hallo Traeumchen,

da hast du ja bereits eine bewegte erste Zeit hinter dir.
Wenn Babys in der Neugeborenenzeit nicht ausreichend an Gewicht zunehmen kann es tatsächlich manchmal vorübergehend nötig sein, zuzufüttern.
Denn gerade junge Neugeborene kommen ansonsten mitunter in einen Teufelskreis zwischen "Energiesparmodus" weil sie nicht ausreichend Milch zu sich nehmen was wiederum dazu führen kann dass sie vorübergehend nicht so kräftig trinken und auch nicht aus eigener Kraft auf ihre Menge kommen..... Um dies zu durchbrechen kann es dann eben nötig sein, vorübergehend aus medizinischen Gründen zuzufüttern.

Dieses Zufüttern kann man aber auch "stillerhaltend" gestalten: Sollte eine Zufütterung von künstlicher Nahrung notwendig sein, kannst du diese auch AN der Brust zufüttern statt mit der Flasche. An der Brust kann entweder mit einem Sondenschläuchlein und Spritze (Still-Unterstützungs-set) oder mit dem Brusternährungsset zugefüttert werden. Die Technik lässt Du Dir am Besten von einer Stillberaterin oder Hebamme die mit dieser Methode vertraut ist erklären und zeigen.
Das hat den Vorteil, dass dein Baby den Kontakt zur Brust nicht verliert und deine Brust auch während des Zufütterns zusätzlich stimuliert wird.

Gerade nach einem stressigen Stillstart wie bei euch kann es dir und deinem Baby auch guttun und deine Milchbildung zusätzlich ankurbeln, wenn ihr nochmal 2-3 Tage "Babyhoneymoon" macht. Also jeglichen Stress versuchen zu reduzieren und am besten den größten teil des Tages Haut-auf-Haut mit deinem Baby im Bett kuscheln. Mache es dir richtig gemütlich und genieße dein Baby.

Was das zusätzliche Pumpen angeht, habe ich bei den Müttern die ich betreue häufig die Erfahrung gemacht, dass es sehr stressig ist, nach oder zwischen den Mahlzeiten zu pumpen. Besser funktioniert oft sogenanntes punktuelles Powerpumpen 1-2x am Tag für ca. 1h (z.B. 7min doppelt pumpen, 9 min Pause, 7min doppelt pumpen, 9 min Pause,....usw.), bei dem man das sogenannte Clusterfeeding der Babys nachahmt. das lässt sich oft besser in den Tagesablauf einpassen.

Liebe Grüße
Christina

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