Hilfe, mein 3 Monate altes Baby hat zu wenig zugenommen.

Guten Tag,

ich habe folgendes Problem:

Unsere Tochter ist am 20.6 auf die Welt gekommen und wog 3260g, war 51cm groß.
Bis zur U3 war noch alles in ordnung mit der Gewichtszunahme, da hatte sie 4310g.

Nun hatte uns der Kinderarzt bei der U4 gesagt, sie hätte nicht genug zugenommen, 5080g wäre zu wenig.

Ich stille voll!
Habe jetzt angefangen immer vor dem Stillen und nach dem Stillen zu wiegen, um zu schauen was sie getrunken hat. Alle drei bis vier Stunden lege ich sie an, manchmal sind es 90ml, dann mal 100ml auch mal 130-160 (aber nur morgens) und auch mal nur 50ml. Sie schläft schon recht früh durch, sodass ich gedacht habe sie bekommt Nachts nichts mehr also wecke ich Sie alle 4 Stunden, aber dann trinkt sie auch nur so 90-100ml.

habe schon für mehr Milchbildung Plazenta Muttermilch Nosoden Globulis genommen, was schon geholfen hat, und trinke immer mal wieder ein alkoholfreies Weizenbier mit Holundergeschmack.

Sie hat jetzt 200g zugenommen. Aber ist das nicht zu wenig, muss sie nicht den Rest aufholen was sie nicht zu genommen hat?
Das waren ja immerhin nur 750g Gewichtszunahme von der u3-u4.

Komme auf Tagesmenge von 650ml ca. Ist das nicht zu wenig???

Ich mach mir soo viele Gedanken, das ich schon denke es liegt an mir das sie nicht genug Milch bekommt!!!

Wäre über Ihren Rat sehr dankbar.

Liebe Grüße

Katharina

Nach meinen Erfahrungen darf man das Ganze in der Regel nicht so eng sehen. Wenn dein Baby gesund ist, trinkt es normalerweise auch genug, manche nehmen eben schneller zu und manche langsamer. Ob das dann zum Zeitpunkt der U4, nach Meinung des Arztes, mal etwas zu viel oder zu wenig ist, sollte nicht immer eine große Rolle spielen, solange sonst alles stimmt mit deinem Baby. Was wäre denn das Gewicht gewesen, das der Arzt gerne gehabt hätte anstatt den 5080g?

Ich würde meinen 650g am Tag reicht aus. Und du solltest ja merken, wenn dein Kind trinken will und es dann entsprechend stillen und wenn es nicht will gibt es normalerweise auch keine Gründe es zu zwingen.

Zum Trinken zwingen würde ich es auf keinen Fall. Leider kann ich dir so pauschal nicht viel mehr Tipps geben. Bitte informiere Dich noch weiter, was du sicher auch tust. Ich spreche natürlich nur aus eigenen Erfahrungen und die müssen nicht für jeden zutreffen.

Ich wünsche dir in jedem Fall viel Kraft und Geduld. Meist macht man sich als Mama eher zu viele als zu wenige Gedanken, nur so am Rande. Wenn dein Kind abgemagert wäre, ist damit natürlich nicht zu scherzen. Aber im Großen und Ganzen hört sich deine Schilderung für mich nicht so dramatisch an, als müsstes du jetzt auf Biegen und Brechen versuchen deinem Baby mehr Milch einzuflösen. Lg

Der Arzt meinte, das sie das doppelte in der Zeit von U3 - U4 zunehmen hätte müssen.

Das hat mir dann schon Angst gemacht.

Sie ist sehr fit und sieht gesund aus. Fontanelle ist auch nicht eingefallen, und macht aussreichend Windeln am Tag nass :-)

Also sind ca 600ml genug die sie trinkt am Tag? Weil der Arzt was von 800-1000ml erwähnt hat, aber da kommen wir leider nicht hin. :-(

Hallo Du,

erstmal durchatmen. Kinderärzte machen da leider oft zu schnell Panik. Oder sehen es zu locker.

Wie sieht denn die Kurve im U-Heft aus? Hast du noch Kontakt zu deiner Hebamme? Frag sie, was sie meint.

Ich würde mal behaupten, wenn deine Tochter zufrieden ist, sich normal entwickelt und im Allgemeinen gesund ist, kein Frühchen war oder oder oder - ein "ganz normales Kind" eben, dann ist alles paletti.

In diese ganze Wiegerei was bringt - ich glaubs ja nicht, ausser, dass man sich verrückt macht.

Hi...

die Kurve sieht gut aus wie ich finde, sie ist in der P50.

Aber dann frag ich mich warum der Arzt meint sie hätte zu wenig zugenommen, sie hätte wohl das doppelte zunehmen müssen. Sie ist fit und gesund :-)
Kontakt zur Hebi habe ich noch ja... sie meint nur.. hauptsache sie nimmt zu.

Hallo Katharina,
das hat sich überschnitten.

Wenn die Gewichtskurve entlang einer sogenannten Perzentile wächst, dann ist es doch eigentlich in Ordnung. Hat der Kinderarzt begründet warum er dann meint dass dein Baby zu wenig zunimmt?
lg Christina

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Hallo Katharina,
aufgrund der von dir gemachten Angaben kann ich zur Gewichtsentwicklung nicht all zu viel sagen, denn ich weis nicht, wann die U3 und die U4 gemacht wurden. Um die Gewichtskurve gut beurteilen zu können, benötigt man mehr Daten.

Grundsätzlich muss man wenn ein Baby nicht ausreichend an Gewicht zunimmt etwas genauer hinsehen:
Z.B. ist es wichtig zu klären was der Grund ist: Das KANN zwar ein Milchmangel sein, aber es kann auch sein, dass zwar im Prinzip genug Milchmenge da ist, aber der Transfer (also der Weg der Milch ins Kind) das Problem ist. Hier gibt es unterschiedliche Gründe, warum ein Baby nicht genug von der vorhandenen Milch trinkt. Auch kann es einfach sein, dass dein Baby nicht häufig genug trinkt.
Was bei euch beiden der Grund ist, lässt sich auf die Ferne schwer sagen.

Vor und nach dem Stillen zu wiegen hat leider auch nur begrenzt eine Aussagekraft darüber wieviel Milch du WIRKLICH hast. Die Tages Trinkmenge kann unterschiedlich sein und so etwa zwischen 700-1000 ml liegen. Aber auch weniger oder sogar mehr.

ABER der innerliche Druck beim Wiegen bzw. durch die Tatsache dass du weißt, dass du hinterher wiegen wirst ("oh je hoffentlich trinkt mein Baby genug") kann bereits dafür sorgen, dass eventuell nicht soviel Milch fließt wie vielleicht fließen würde, wenn du nicht wiegst. Darum kann es gut sein, dass dein Baby in entspanntem und "unbeobachtetem" Zustand mehr trinkt.

Auch die Sorge um die Gewichtszunahme allein kann bereits dafür sorgen, dass du innerlich so unter Stress gerätst, dass die Milch zum einen nicht so gut fließt und zum anderen auch die Milchbildung beeinträchtigt werden kann.

In deinem Fall würde ich dir ans Herz legen, Hilfe durch eine Still- & Laktationsberaterin vor Ort in Anspruch zu nehmen. Diese kann sich dann auch in Kombination mit einem genauen Blick auf die Gewichtskurve "live" eine Stillmahlzeit ansehen und auch andere Punkte abklären, z.B. sich ansehen WIE dein Baby trinkt, wie effektiv es deine Brust entleert und abklären ob noch andere Gründe für eine geringe Gewichtszunahme mit verantwortlich sind.
In so einem Fall ist es sehr wichtig, sich "das ganze Bild" anzusehen. Vielleicht kann dir auch deine Hebamme helfen. Bei Stillproblemen können Hebammen auch nach dem frühen Wochenbett noch Besuche machen.

Ich hoffe ich konnte dir damit etwas weiterhelfen. Wenn du noch mehr Fragen hast, melde dich gerne.

Ich würde mich da nicht verrückt machen. Wiegen vor und nach dem Stillen versucht nur Stress und ist eher kontraproduktiv.
Meine Tochter hat in dieser Zeit 2kg zugenommen bei meinem Sohn waren es 4,5kg. Außerdem ist der Zeitabstand bei jedem unterschiedlich, die einn gehen direkt im 3 Monat die anderen später. Schau doch in deinem uheft nach der Kurve. Solange es deinem Kind gut geht und es regelmäßig in die Windel macht, ist doch alles super. Die Ärzte verunsichern einen gerne.

Alles Liebe

Dankeschön!

Naja sie ist am 20.6 geboren, u3 war am 20.7 und u4 war am 29.9. In dieser Zeit vom 20.7 bis 29.9 hat sie nur 750g zugenommen. Komischerweise liegt sie genau in der p50 Kurve drin, was ich nicht verstehe wenn sie doch zu wenig zugenommen hat??? Mir ist auch aufgefallen das sie morgens immer besser trinkt als tagsüber und abends. Scheint als hätte ich dann zu wenig Milch :-(

Liebe Grüße

Der Gedanke "zu wenig" raus damit aus deinem Kopf. Sie nimmt zu, liegt in der Kurve, also alles super! :) Die Ärzte gehen immer von der Norm aus, deins passt nicht rein, also hat sie laut ihm zu wenig zugenommen aber bitte, das ist total veraltet, jedes Kind nimmt unterschiedlich zu. Die einen sind eben dünner die anderen moppeliger. Wenn die kleinen zufrieden sind und nicht vor Hunger schreien, ist doch alles super.

Jedes Kind mag auch unterschiedlich an die Brust die einen öfters die anderen weniger, meine 3 wird gefühlt Dauer gestillt, da könnte auch der Gedanke aufkommen, das meine Milch sie nicht sättigt, aber das ist Quatsch. Habe bereits 2 voll gestillt und auch lange, man macht sich viel zu viele Gedanken. (Hatte ich beim ersten auch, da hieß es auch ständiges wiegen usw.) Still weiterhin, lass die wiegerei und genieße :), lass dich nicht verunsichern. Vllt hast du ja noch eine Hebi. Die sehen das meistens nicht so eng. Meine meinte zB das die Babys innerhalb der ersten 10 Tage ihr Startgewicht erreicht haben sollten, laut der Ärzte...Sie meinte, es wäre auch ok wenn es bis zu 14 Tage dauert.

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