Impft Ihr gegen Rotaviren?

Hallo,

heute war ich bei der U4. Meine Kinderärztin empfiehlt mir wärmstens die Impfung gegen Rotaviren. Hab den Prospekt nun durchgelesen.

Ich weiß jetzt nicht, wie notwendig das ist. Man impft ja eh schon vieles. Ich kenne bisher niemanden, der an den Rotaviren erkrankt ist. Und wir leben ja auch nicht in einem Entwicklungsland. Ich meine, okay, sollte mein Kind das bekommen, ist die Sterblichkeit jetzt nicht so wahrscheinlich hier in Deutschland. Die Frage dazu, wie wahrscheinlich ist es, dass sie das bekommt. Es steht halt dabei, dass als Nebenwirkung der Impfung Durchfall, Erbrechen, Appetitverlust, Fieber und Reizbarkeit auftreten. Am häufigsten. Muß ich ihr das antun? Klar, wahrscheinlich kein Vergleich zu dem, was da kommt, wenn sie die Rotaviren erwischt.

Soll ich sie jetzt impfen lassen oder nicht? Was macht Ihr? Bis zur 24. Woche muß die Impfung abgeschlossen sein. Also hab ich nicht mehr so viel Zeit, mir das zu überlegen, da es ja zwei oder drei Impfungen sind.

Danke für Eure Meinung!

LG Franka

stillst Du? Das reduziert das Risiko einer schweren Rotavirusinfektion um 90%. Mich würde interessieren, ob das in der Broschüre steht.

LG

Catherina

Hallo Catherina,

warum ist das so? Man kann doch als Mutter gegen den Rotavirus keinen Nestschutz übertragen, oder?
Muss man voll stíllen, um diesen 90%igen Schutz zu haben oder reicht es (bei einem Kind über 6 Monate), wenn man mindestens 1 Mal am Tag stillt?

Weißt Du, wie lange der Impfschutz anhält?

Viele Grüße
Katrin

Hier sind es die IgA Antikoerper, die in der Muttermilch enthalten sind und sich an die Schleimhaeute im Hals und Magen anlagern und es den Viren schwerer machen, sich an Zellen anzudocken und viele Zellen zu infizieren. Dazu scheint es in Muttermilch (aber nicht in Kuhmilch) noch ein Protein zu geben, das spezifisch an das Virus bindet und seine Infektionsfaehigkeit herabsetzt.

Leider steht bei den Studien immer nur "breastfed" oder "non breastfed" dabei und nicht wie oft, oder wie lange. Ich denke aber, da es sich um Proteine in der Milch handelt - jeder Milliliter hilft und ein etwas gestilltes Kind hat auf jeden Fall einen Vorteil. Wobei das nicht heisst, dass ein voll gestilltes Kind auch voll geschuetzt ist, aber das Risiko einer schweren Infektion ist stark reduziert.

Der Impfschutz haelt ca ein Jahr, soweit ich weiss. Richtige Langzeitstudien gibt es ja noch nicht.

LG

Catherina

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Hallo Franka,

ich weiß ja nicht, wo Du lebst, aber Rota-Infektionen gibt es in meinem Umkreis und hier im Forum durchaus häufiger. Im schlimmsten Fall holen sich das die Kinder, wenn sie wegen etwas anderem in KKH liegen und wegen Bettenmangels nicht ordentlich isoliert wird. Wenn sie es aber kriegen, werden sie ohnehin im KKH behandelt.

Wegen der Impfbelastung würde ich mir keine Sorgen machen. Es ist es nur eine Schluckimpfung, also kein zusätzlicher Piekser. Auch die Verträglichkeit ist gut (evt. bisschen Verfärbung in Stuhl, sonst nix). Der einzige Nachteil ist, dass Du es vielleicht selber zahlen musst, wenn Du nicht privat versichert bist (ca. 65 Euro pro Impfung). Oder hat sich das inzwischen geändert?

Ich hab's machen lassen, denn lieber einen Tag Unruhe als anderthalb Wochen am Bett des leidenden Kindchens!

LG poliglota & #sonne Friederike (4,5 Monate)

Die Kosten wären mir egal. Gesundheit ist wichtiger.

Hat Deine Kleine die Impfung gut vertragen?

LG Franka

Also wenn ich vor ein paar monaten von der Impfung ggehört hätte hätte ich meinen kleinen helden Falco (6 monate) sofort impfen lassen.

Vor 14 Tagen ging ich mit meinem kleinen zum Kia. Er hatte starken Husten, Schnupfen und über 40,5°C Fieber. Auf dem Tisch Untersuchungstisch lief er dann blau an.

Die Kinderärztin schickte mich dann heim es sei alles i.O nur ne Erkältung. Achso Durchfall hatte er auch noch. Also ich fühlte mich total verarscht. Ich bin dann ne stunde später ins KKH weil er keine Luft mehr bekam.

Fazit: er hatte ne saftige Lungenentzündung, ne Mittelohrentzündung, ne eitrige Augenentzündung und halt diesen seltsamen giftgrünen Durchfall der zwar eingeschickt wurde aber nicht weiter beachtet wurde. Nach einer Woche wurden wir entlassen und ein Tag später waren wir wieder drin.

Diagnose: Rotavirus. Ich dachte mein Kind würde sterben. Tage lang hing er auf der kippe. Natürlich war er noch von der Lungenentzündung geschwächt aber leute bitte lasst eure Kinder impfen.

Mit dem Virus ist nicht zu spaßen, da es keine Medikamente gibt die euren kleinen helfen können!!!!

LG

Gabi

O Gott! Das ist ja der Hammer! Da hattet Ihr ja nochmal Glück im Unglück.

Und was ist die Ärztin denn für eine Pfuscherin? Zu der würde ich nicht mehr gehn.

Also wenn ich mir die Antworten so durchlese, werde ich wohl die Impfung machen lassen.

Übrigens gibt es die Impfung seit einem Jahr, steht da drin. Also hätte Deine Ärztin Dir das auf jeden Fall sagen müssen, dass es die gibt. Das gehört doch zur U3 und U4 dazu, die Impfaufklärung. Wechsel mal Deinen Arzt!

LG Franka

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