Brauche Plan für Beikost....bin verwirrt (lang!)

Hallo liebe Mamis,

meine Kleine ist jetzt fast 8 Monate, wird voll gestillt und ist von diversen Beikostvariationen alles andere als begeistert.
Seit zwei Monaten haben wir von Gemüse (Kürbis, Karotte, Pastinaken) über Brei (mit Folgemilch angerührt) alles mögliche probiert.
Das einzige Erfolgserlebnis, sie nimmt seit ein paar Tagen abends die Flasche. Und da geht das Problem auch schon los. Ich hatte das Gefühl, sie bekommt nicht mehr genug Kalorien und kommt deshalb nachts alle 2 Std. Also habe ich mit ihr Flasche trinken geübt und nun trinkt sie abends die Hipp Bio Folgemilch 2 und zusätzlich tue ich ein paar Tl. Reisflocken von Alnatura mit rein.
Ich war so stolz und nun muss ich lesen, dass Folgemilch 2 von der Zusammensetzung eher Kuhmilch als Muttermilch ähnelt.
HA und PRE Milch wäre völlig ausreichend....auch nach dem 6.Monat. Die weitverbreitete Meinung, man MÜSSE ab einem gewissen Alter umsteigen auf 2 oder 3 wäre schlichtweg falsch.

Da Noelani in den letzten Tagen zweimal schwallartig gespuckt hat, werde ich nun auf die 1.Nahrung umsteigen.

Dann hatte ich mich gefreut, dass sie endlich ein paar Löffel von dem Brei (Griessbrei v.Alnatura mit Hipp Bio Folgemilch 2 angerührt, 1 Tl Rapsöl und etwas Obstsaft rein) isst, als ich lesen musste, dass Kinder die noch voll gestillt werden nur Brei mit Wasser angerührt bekommen sollen, weil die Nieren durch die starke Eiweissaufnahme durch die Folgemilch zu sehr belastet werden.

Also werde ich nun mit Wasser anrühren.

Ich habe irgendwie das Gefühl, alles falsch zu machen. Probiere ich zuviel?
Ich möchte die Mittagsmahlzeit als erstes ersetzen, da die Kleine evtl. in den nächsten Monaten in eine Krippe für ein paar Std. wöchentlich kommt.
Ist es nun besser, Brei zu geben oder eben doch Gemüse?
Wie bereitet ihr das entsprechende zu? Welches Öl? Butter? O-Saft?

Ich bin total verwirrt und hab irgendwie keinen richtigen "Leitfaden". Es ist alles so verwirrend. Zu welcher Zeit gibt man am besten welche Mahlzeit usw.?

Wenn ich ihr am späten Nachmittag die Flasche mit der in Zukunft 1.Nahrung mit ein paar Tl. Reisflocken gebe, muss ich dann auch einen Tl. Öl mit reintun, weil die Reisflocken beim Gebrauch zu Reisschleim ja auch einen Schuss Öl bekommen sollen....??

Bitte helft mir doch mal. Wer kennt sich richtig aus und sagt mir, was am besten ist?

#danke


Die verwirrte Miriam mit Noelani *08.07.06

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ohje ohje, das klingt ja wirklich alles sehr verwirrend und experimentell. helfen kann ich dir leider nicht wirklich, da wir noch nicht mit beikost angefangen haben. meine pekip-leiterin meinte aber, man sollte am besten mittags mit einem gemüsegläschen anfangen. nur eine sorte und solang, bis die kleinen das ganze gläschen futtern. beikoststart kann dauern. eine pekipbekannte füttert jetzt seit zwei wochen und ihre kleine futtert "grade mal" ein halbes gläschen. es braucht halt alles seine zeit. es ist humbug zu glauben, das ein kind sofort ein ganzes gläschen isst. erstmal muss es sich an den löffel und die breikonsistenz gewöhnen und lernen, das das was zu essen ist. sowas dauert halt. vielleicht experimentierst du wirklich bissi viel. fang mit einer mahlzeit an (mittags oder abends) und fütter immer dasselbe, auch wenn es dein schatz am anfang eher nicht zu würdigen wissen wird! meine freundin hat mit abends ungesüßtem griesbrei angefangen und schon nach wenigen tagen hat ihr kleiner ganz schön viel davon gefuttert. aber wie sie das nu angerührt hat ... keine ahnung. ich glaube, wasser?! aber sicher bin ich mir nicht. weglassen würd ich auf jedenfall süßes zeug wie o-saft oder gesüßte breie oder obstbreie. da kommen die kleinen zwar schneller auf den geschmack ... klar, ist ja schön süß. aber dann werden sie nie gemüse essen!
lg a.

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danke für deine aufbauende mail :-)

nur kurz zu dem o-saft...der ist nicht zum süssen, sondern der körper kann eisen besser in verbindung mit vitamin c aufnehmen...deshalb soll ein schuss o-saft mit rein....

mich würde aber interessieren, ob das bei reinen gemüsegläschen auch wichtig ist, weil ja der hauptsächliche träger von eisen, fleisch ist....

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Hallo Miriam,

bei Juliana bin ich jetzt schon bei drei Breimahlzeiten am Tag und sie wird zusätzlich noch gestillt.

Angefangen habe ich mit Reisflocken und diese angemischt mit Muttermilch. Da war Juliana 5 1/2 Monate.

Danach bin ich zu Reisflocken übergegangen die halb mit Wasser und halb mit Muttermilch angemischt waren, danach nur noch mit Wasser.

Dann habe ich langsom Gemüse eingeführt. Karotte, Kürbis, Broccoli, ... immer gemischt mit Reisflocken.

Als Gemüse gut lief, habe ich mit Kartoffel angefangen und dann würde ich immer mutiger, als sie all das gut vertrug.

Jetzt ist sie inzwischen so ziemlich alles. Unsere Essensroutine sieht jetzt so aus:

Morgens nach dem aufstehen:

Stillen

2 Stunden später Obstbrei

Schlaf

Nach dem Schlaf:

Stillen

2 Stunden später Mittagsbrei (Kartoffel, Past, Gemüse, Fleisch, was mir halt gerade einfällt)

Evtl. Schlaf

4 Uhr letzte Still mahlzeit

6 Uhr Schmelzflockenbrei mit Gemüsesaft

Tagsüber bekommt sie Wasser/Saft-Wasser/Tee und abends einen leckeren Kräutertee.

Also, wie du siehst, stille ich auch noch und habe seit sie sieben Monate ist wirklich diesen festen Ablaufplan, auch wenn die von mir genannten Uhrzeiten so manchesmal variieren.

Liebe Grüße
Sabrina und #sonne Juliana

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Hallo Miriam,

ich war vor kurzem auf einem Seminar "Was kommt nach der Milch" einer Ernährungsberaterin und da wurde mir folgendes erzählt:#mampf
Man fängt mit Kartoffel/Gemüse/Fleisch-Brei an. Grundsätzlich. Man kann aber (zum Löffelgewöhnen) ein oder zwei Tage ein paar Löffelchen Karotte geben.
Den Brei kann man entweder fertig kaufen (dann aber darauf achten, dass möglichst wenige Zutaten enthalten sind: z.B. gehört in einen Rind/Kartoffel/Kürbisbrei eben nur Rind, Kartoffel und Kürbis, Wasser und ein Dickungsmittel, sonst NICHTS). Oder man kocht selber, hier aber nur BIO, und selbst da hat man ja leider heutzutage nicht immer die Garantie, dass es auch wirklich unbehandelt ist (im Gegensatz zur gekauften Nahrung, weil die super strengen Anforderungen genügen müssen und ständig kontrolliert werden).
So, dann gibt man eine gute Woche eine Sorte (z.B. Kartoffel/Rind/Kürbis), dann in der folgenden Woche ersetzt man entweder das Gemüse (z.B. dann Kartoffel/Rind/Karotte) oder das Fleisch (z.B. dann Kartoffel/Lamm/Kürbis) und in der folgenden Woche dann wieder entweder das Fleisch oder das Gemüse, Kartoffel bleibt immer. Am besten ersetzt man als erstes die Mittagsmahlzeit, aber wenn es eben abends besser klappt (weil dann vielleicht der Vater mithilft), dann eben abends, hauptsache so wenig Stress wie möglich.
Dann nach ca. einem Monat ersetzt man die zweite Mahlzeit und gibt einen Milch-Getreide-Brei.
Und dann nach wiederum einem Monat dann die dritte Mahlzeit ersetzen durch einen Obstbrei (mit Wasser zubereitet).
So wurde es uns beigebracht.
Ich habe damit vor gut zehn Tagen angefangen, genauso wie beschrieben. Habe mir die Gläschen von HIPP gekauft, die sind super (als erstes Kürbis/Kartoffel/Rind, da Karotte ja eher stopfend sein soll). Es klappt bei uns super, wir sind schon bei fast einem ganzen Gläschen und das ohne Murren! #freu Seine Verdauung macht auch keine Probleme, naja, zumindest ihm nicht (der Geruch hat sich schon verändert.....).
Ab nächster Woche will ich dann selber kochen, da man bei den Gläschen leider nicht so viele findet, die nur wenige Zutaten enthalten. Auf keinen Fall sollte man so exotische Dinge wie "Spaghetti-Bolognese"-Geschmack probieren und wenn man die Zutaten liest, bekommt man das Grausen.
Ach ja, noch ein Tipp der Ernährungsberaterin: man findet die guten Gläschen (also die mit den nur erforderlichen Zutaten) entweder ganz oben oder ganz unten im Regal und so war es in unserem DM-Markt tatsächlich. Dazwischen dann das Zeug, dass die Hersteller unbedingt verkaufen wollen, daher auch so viele Geschmacksrichtungen um die Kleinen schon früh zu verführen (die essen dann nachher öfters nichts anderes mehr).
So, jetzt reicht es aber #bla......viel Erfolg beim Füttern....

LG

Mareia und Henri (geb. 28.09.2006)

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hi, danke für deine tipps. werde mir das richtige für mich raussuchen :-))
finde aber, dass du unheimlich früh mit zufüttern angefangen hast oder täusche ich mich??

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Hi,

mir wurde das halt vom Kinderarzt so empfohlen, also das man ruhig schon nach dem 4. Monat anfangen kann und unser Kleiner war ja bei Beginn gut 4,5 Monate alt.
Ich denke, es kommt einfach auf das Kind an, wenn es angenommen wird, gut, wenn nicht, einfach nach zwei Wochen wieder probieren. So wurde das auf dem Seminar auch empfohlen.

LG

Mareia

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