Hovawart und Baby-wer kennt sich aus?

Hallo!

Ich habe einen Hovawart, der generell schon nicht einfach zu haendeln ist, weil er aengstlich ist und ein Baby, was immer aktiver wird. Die ersten Monate war der Hund total niedlich zu ihr. Sie hat sich zu Beginn auch an seinem Fell festgekrallt, was den Hund nicht interessiert hat, wenn es zu viel wurde, ist er gegangen. Wenn sie aber jetzt in seine Naehe kommt, dann knurrt er sie an. Hat jemand eine Idee, wie ich damit umgehen kann/soll? Wil da kein Risiko eingehen.

Bitte nicht gleich den Zeigefinger erheben, denn natuerlich lassen wir den Hund nicht allein mit dem Kind.

Gruss,

Ina und Amy *17.5.2006

Der Hund tut etwas völlig normales. Nicht schön, dass er es macht, aber nach Hundeart normal.

Es ist ja so: Ihr seid (bestenfalls) Alpha-Tiere und der Hund ist Rudelmitglied und steht ganz unten. Nun habt Ihr einen Welpen, der aus Sicht des Hundes zunächst mal im Rudel unter ihm steht. Und zwar so lange bis sich der Welpe seinen Platz im Rudel erkämpft hat. Bis dahin hat der Hund das Recht, den "jungen Spund" zurechtzuweisen und zu erziehen. Natürlich hat er auch noch Welpenschutz, d.h. er würde ihn vermutlich nicht tot beissen.

Nun ist "er" kein er sondern eine "sie" und auch kein Welpe sondern ein Baby. Ihr hättet es natürlich gerne so, dass der Hund sich weiterhin unterordnet. Und leider versteht das Baby die Erziehungsversuche des Hundes nicht. Das gibt einen Konflikt.

Es ist sehr wichtig, dass der Hund einen eigenen Bereich hat, in dem er absolut ungestört ist. So kann er sich zurückziehen. Wie Ihr das macht, müsst Ihr sehen. Dann muss das Baby ganz schnell lernen, den Hund in diesem Bereich absolut in Ruhe zu lassen.

Alle anderen Bereiche gehören Euch. Und da Ihr (wie gesagt bestenfalls) die Alpha-Tiere seid, habt Ihr dort das Sagen. Folglich dürft Ihr auch bestimmen, dass dort niemand angeknurrt wird. Wenn dem Hund was nicht passt, kann er in "seinen" Bereich fliehen, aber geknurrt wird nicht und schon gar nicht gebissen.

Es ist also alles Sache der Erziehung. Und leider sind manche Hunde eher schwierig bzw. in der Vergangenheit wurde versäumt ihnen einen Platz im Rudel zuzuweisen. Dann wird es schwer und Ihr braucht vielleicht die Hilfe eines Hundetrainers bzw. besondere Maßnahmen.

In keinem Fall dürft Ihr das Baby und den Hund allein lassen. Nicht kurz, einfach niemals. Und wenn das schwer umsetzbar ist, dann muss der Hund eben auf dem Fuß folgen, wenn Ihr den Raum verlasst. Auch eine Möglichkeit.

Hallo Ina,

wir hatten auch mal einen Hovawart. Ein toller Hund, aber ich muss sagen mit einem Baby hätte ich Angst.

Unser ist mit den Jahren leider immer agressiver geworden. Er mochte keine Fremden, aber alle "alten Bekasnnten" waren ok.
Also war er bei Besuch im Zwinger, weil wir kein Risiko eingehen wollten.

Als er 11 Jahre alt war hat er meinen Bruder gebissen. Ziemlich schlimme Fleischwunde im Oberschenkel.
Dann mussten wir uns schweren Herzens dazu entschließen in einschläfern zulassen. (Auch wenn ich jetzt gesteinigt werde!) Denn der Familienhund darf natürlich nicht gegen einen in der Familie gehen.

Haben noch einen Hovawart im Bekanntenkreis gehabt, der auch relativ verhaltensauffällig wurde je älter er wurde.

Muss natürlich bei euch nicht so sein. Aber habt euren Sonnenschein gut im Auge! ;-)

Genug #bla

Ich wünsche euch viel Spaß mit Baby und Hund!!!!

Liebe Grüße

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